DE2247103A1 - Verfahren zur herstellung von schleifmitteln - Google Patents

Verfahren zur herstellung von schleifmitteln

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DE2247103A1 DE19722247103 DE2247103A DE2247103A1 DE 2247103 A1 DE2247103 A1 DE 2247103A1 DE 19722247103 DE19722247103 DE 19722247103 DE 2247103 A DE2247103 A DE 2247103A DE 2247103 A1 DE2247103 A1 DE 2247103A1
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Description

Aktiengesellschaft, Γ ■ Hamturs. 70, Iversstr.
Patentanmeldung
Verfahren zur Herstellung von·Schleifmitteln
Die Erfindung "bezieht eich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln, insbesondere wasserfesten ScMeifpapieren, durch Peschlchten einer Unterlage aus Fasermaterial mit einem Bindemittel auf der Basis eines härtbaren Kunstharzes u.id unter nachfolgender Härtung mittels energiereicher Strahlung.
Es ist bekannt, Schleifpapiere dadurch herzustellen, da 3 man auf dem Trägermaterial ein Grundbindemittel und das Schleifkorn aufbringt, das Material soweit härtet, da3 es für die folgenden Ver-
fahrensschritte genügend Festigkeit besitzt,-das Decktindemittel aufträgt und anschließend vollständig härtet. Als Bindemittel können Glutinleim, Phenolharze und, wenn man wasserfeste Schleifpapiere herstellen will, Polyurethanharze, Epoxydharze und Alkydharze, eventuell in Kombination mit Melaminharzen, verwendet werden. Besonderen technischen, apparativen und zeitlichen Aufwand bedürfen die Härtungsprozesse. Um eine Zerstörung der in der Regel aus Cellulose bestehenden Unterlagen zu vermeiden, sollen sie bei einer · Maximal temperatur von 120 bis 13O0C durchgeführt werden. Eine schnelle· Härtung, die die Anwendung eines Horizontaltrockners gestatten würde, verbietet sich aber auch, weil z.B. Gasblasen die Haftung des Harzes an der Unterlage beeinträchtigen. Die Härtung des beschichteten Materials nimmt im allgemeinen 1 bis mehrere Stunden in Anspruch und erfolgt deshalb in Hangtrocknern. Die Hangtrockner, durch die das beschichtete, meist bandförmige Material geführt wird, ermöglichen zwar die langandauernden Härtungsprozesse, sie bieten aber auch Nachteile, wie die Ausbildung von Fehlerstellen an den Aufhängestellen des Materials, Ablaufen der Bindemittel und Veränderung der Kornstellung, die durch die vertikale Aufhängung bedingt sind und durch zwangsläufig langsame Luftumwälzung
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ungleichmäßige Tenperaturvertellung und damit ungleichmäßige Vernetzung der Bindemittel. £.£.**/ IUJ
Es ist auch bekannt, fehle ifmittel durch Beschichten eines Trägermaterials mit einem photopolymertslerbaren bzw. -härtenden Kunstharz sowie mit Schleifk^rnern herzustellen und die aufgebrachte Schicht darauf mit Ultraviolettstrahlung zu härten.
Es wurde nun gefunden, daß nan diese Nachteile vermeidet und trotzdem hochwertige, den bisherigen Schleifmitteln mindestens gleiciwertige wasserfeste Schleifmittel erhält, wenn gemäß der Erfindung die aufgebrachte Blndernittelschicht auf der Basis des härtbaren Kunstharzes durch Elektronenstrahlung gehärtet wird.
Das Aufbringen des Bindemittels kann in einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Schichten vor sich gehen. Diese Schichten können gleich oder verschieden, z.B. auf der Basis gleicher oder verschiedener Harze aufgebaut sein. Wenn mehrere Schichten aufgebracht werden, ist es vorteilhaft, die HMrtung der einzelnen Schichten getrennt durchzuführen.
Die Herstellung der Schleifmittel unter Anwendung einer Härtung mit energiereicher Strahlung erfolgt in Anlehnung an das konventionelle Verfahren in mehreren Schritten. Auftrag der Grundscftleht, des Kornes und der Deckschicht bleiben gegenüber dem bisherigen Verfahren im wesentlichen unverändert. Statt der Trocknung in Hangtrockner mit nachfolgender Härtung erfolgt erfindungsgemäß die Vernetzung durch die energiereiche Strahlung, wobei die Bahn beliebig, vor allem in horizontaler Anordnung, geführt werden kann. Da die HSrtuag der Bindemittel bei waagerechter Lage des geschichteten Trägermaterial Is erfolgt, können die im elektrostatischen Feld aufgebrachten Schleifkörper nicht umkippen, wie dies bei den bekannten Verfahren der Fall ist» so da3 sie ihre Hochkantlage beibehalten und damit die gute Schleifwirkung erhalten bleibt. Ebenso können die aufgetragenen ungeh arte ten Bindemittelschichten aus demselben Grund nicht ablaufen. Infolgedessen ist eine gleichmäßige Schichtdicke, auch wenn mehrere Schichten übereinander angeordnet sind, bei den erfindungsgemätf erhaltenen Produkten gewährleistet.
Geeignete Kunstharze sind beispielsweise ungesättigt**: Folyeeter aus Dicarbonsäuren oder ihren fuaktioneilen Derivaten, wie
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Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Trimellitsäureanhydrid, Fumarsäure, Maleinsäure, Itaconsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Korksäure, Triraethy!adipinsäure, Azelainsäure Sebacinsäure, hydrierte Phthalsäuren, wie die Tetra- oder Hexahydrierungsproöukte, chlorierte Säuren, wie Tetrachlorphthalsäure oder Tetrachlorberisteineäure, insbesondere den Dicarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen, z.P. Sthandiol, Propandiol, Butandiol-1,3, 2,2-Dimethylpropandiol-l,3/ Glycerin, 1,1,1-Tr i methyl öl propan, Pentaerythrit oder dergleichen bzw. Gemische dieser Polyester mit Vinylmonomeren. Besonders günstig sind solche ungesättigten Polyester, zu deren Herstellung halogenhaltige'Substanzen, beispielsweise Hexachlorendoraethylentetranydrophthalsäure oder Dibrombernsteinsäure, iritverwendet-werden. Außerdem eignen sich z.B. Harze, die durch mindestens teilweise Umsetzung von' a) Epoxydharzen mit mindestens 2 Epoxydgruppen, z.B. aus Diphenylolpropan und Eplchlor hydrin mit b) ungesättigten Monocarbonsäuren und gegebenenfalls Polycarbonsäureanhydriden hergestellt worden sind, wobei ein PoIycarbonsäureanhydrid an mindestens 2 Moleküle Epoxydharz angelagert worden sind-. Die ungesättigten Polyester werden hierbei zusammen mit vorzugsweise als Lösungsmittel dienenden ungesä Der Anteil des Polycarbonsäureanhydrids ist variabel. Er richtet ε ich nach dem Anteil der Monocarbonsäure und der Zahl der Epoxydgruppen. Im allgemeinen ist das gegenseitige Mengenverhältnis der drei Komponenten so, daß die Zahl der Epoxydgruppen gleich der Summe aus der Zahl der Carboxylgruppen der Monocarbonsäure und der Zahl der Anhydridgruppen plus der etwaigen freien Carboxylgruppen des Polycarbonsäureanhydrids ist. Beispielsweise kann man ein Epoxydharz mit mindestens zwei Epoxydgruppen in erster Stufe*mit - bezogen auf die Epoxydgruppen - einem Unterschuß, z.B. weniger als 2 Mol einer olefinisch ungesättigten Monocarbonsäure verestern und die unveresterten restlichen Epoxydgruppen ganz oder zum Teil mit dem Polycarbonsäureanhydrid verestern=
Für die Herstellung der genannten Bindemittel kommen als poly= funktioneHe Epoxydharze z.E„ solche in Betracht 9 die aus Novolaken^ Diphenylolpropan. oder j)i- phenylolraethan und
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hergestellt worden sind. Bevorzugt sind die fiisglycidyläther von Diphenylölpropan oder Dlphenylolmethan. Auch Kondensatlone· produkte aus Aroxychlorhydrinen uad Formaldehyd, aus denen noch Chlorwasserstoff abgespalten worden ist, sind geeignet.
PiIr die Umsetzung mit den Epoxydharzen lassen sich als ungesättigte Monocarbonsäuren z.B. Methacrylsäure, Crotonsäure und vorzugsweise. Acrylsäure verwenden. FtJr die Uneetsung der ungesättigten Epoxydharz-Teilester, insbesondere der Monoester bifunktioneller Epoxydharze können als Polycarbonsäureanhydride z.B. Trimellith-, Pyromellith-, Phthal-, Malein-, Bernsteinsäureanhydrid verwendet werden.
Es ist auch möglich, solche Kunstharze als Bindemittel zu verwen» den, die die Vinyl^ruppierung als A'ther enthalten. So können. a.B, Polymethylolnelamin oder Polymethylolharnetoffe, deren Methylol» gruppen verethert oder mit Hydroxyalkylostern ungesättigter S'iuren, wie Acrylsäure, Methacrylsäure oder dergleichen verestert sind, verwendet werden. Gegebenenfalls lassen ε loh tuch entsprechend© modifizierte Harze einsetzen. So können Acetessigestergruppen und/oder Chelatgruppen enthaltende Epoxydharze,die durch Umsetzung hydroxylgruppenhaltiger Epoxydharze mit Ditee.ten zu AcetesEigesterderivaten und gegebenenfalls durch anschließende Komplextildung mit Metallalkoholaten erhalten worden sind (vergleiche Patcnfcan* meidungen P 21 38 II6.8 und P 21 64 439.3 sowiQ belgischee Patent 115 632), zu besonders günstigen Ergebnissen führen.
Als mischpolymerlPierbare Monomere konmen vor allen ViiyIvor! ladungen wie mono- oder polyfunktionelle Ester der Aci'yl^-'lur·.- oriU,r HethacrylsMure in Betracht, z,fi, die Methyl-, fithyl-, Prop;.I-, Butyl- .Hexylester oder Hydroxyalkyleeter dief-or -u'?'urei-., z.V., Hydroxyäthylacrylat, Ä'thylenglykol-di n^thaerylat· Infolge der se; hohen Härtungsgeschwindigkelt der Harze 1st ec aucn möglicl·;, andere Monomere, wie styrol oder dessen Derivate Wio die verge.'Vie*· denen Vinyltoluole, oC-Methyl-ctyrol und oC-^..l?Pßtyrol, I iviiylbenzol, Allylester der Phthalsäure oder derglqj.e,h§rif jeweils allein
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BAD ORiOtNAl
oder im Gemisch, zu verwenden. Bei der Strahlungshärtung
erhält man in diesem Falle gleichzeitig
eine Mischpolymerisation der ungesättigten veresterten Epoxydharze.
Es können außerdem geeignete, keine polymerisationsfähige Gruppen enthaltende Verbindungen als Lösungs-, Verdünmmgs- oder Verschnittmittel zugegen sein. Hierfür kommen insbesondere Alkohole, Ketone und Ä'ther, z.B. die weiter unten genannten, in Präge.
Das härtbare Kunstharz kann mit Vorteil in Lösung, vorzugsweise in der Lösung eines copolymerisierbären ungesättigten Monomeren, auf die Unterlage aufgebracht werden. Andererseits ist es auch möglich, daß das Bindemittel in Form einer Lösung aufgebracht wird, die; Anteile nicht polymerisierbarer Substanzen, vorzugsweise nicht polymerisierbarer Lösungsmittel enthält. Je nach Wunsch können noch weitere VerdiJnnungsmittel zugegen sein. Nicht copolymerisierbare Lösungsmittel sind beispielsweise Alkohole, wie Alkanole mit 1 bis 6 C-Atomen, z.B. Methanol, Äthanol, Propanol, Eutanol oder dergleichen; Ketone, wie Aceton, Methyläthylketon, Cyclohexanon; Äther, wie Diisopropyläther, Anisol oder dergleichen.
Als energiereiche Strahlung kommt vor allem Elektronenstrahlung für die Härtung der Bindemittelschichten in Frage, wobei die Härtung zweckmäßig mit einer Energie von 175.000 bis 1.000.000, vorzugsweise 200.000 bis 600.000 eV erfolgt. Die Strahlendosis richtet sich nach den Eigenarten des als Bindemittel benutzten Kunstharzsystems. Bei den gegenwärtig zur Verfugung stehenden Elektronenstrahlquellen ist eine ausreichende Arbeitsgeschwindigkeit gewährleistet, wenn die zur Härtung benötigte Dosis 0,5 bis 30, vorzugsweise 1,0 bis 12 Mrad beträgt. Die Arbeitsgeschwindigkeiten, das heißt der Vorschub des Bandes unter gleichzeitiger Härtung, liegen dann zwischen 10 und 120 m/Min. Je nach der Breite und Länge der bestrahlten Fläche können die Härtungsdauer und Vorschubgeschwindigkeit variiert werden. Die Strahlendosis kann unterschiedlich angewendet werden, je nach der zu härtenden Hberzugsschieht. Im
allgemeinen wird man die Härtung der Grundsc'nlcht und diejenige der DeokscMcht getrennt durchführen, wobei die Härtung der Grundschicht zweckmäßig mit einer niedrigeren Strahlendosis als diejenige der Deckschicht erfolgt. So kann die Grundschicht mit einer Strahlendosis von z.B. 0,5 bis 5 Mrad und die Deckschicht mit einer Dosis von 1 bis 10 Mrad gehärtet werden. In einzelnen Fällen kann die Strahlendosis jedoch auch über oder unter den zuletzt genannten Werten liegen.
Als Trägermaterial kommen cellulosehaltige Stoffe, wie Papier, Karton, Vulkanfiber, ferner Textillen, wie Gewebe, Gewirke, Vliese, in Frage, vorzugsweise jedoch Papier.
In den folgenden Beispielen sind Teile Gewichtsteile und % Gewichts-ji.
Beispiele
la) Herstellung des Bindemittels
400 1CeIIe eines Epoxydharzes aus Dimethylolpropan und Epichlorhydrin mit einer Epoxydzahl von 8,2 werden mit 120 Teilen Acrylsäure, 0,66 Teilen Hydrochinon und 1,33 Teilen N,N-Dimethylanilin auf 1000C erhitzt, bis nach 7 Stunden die SMurezahl 4,0 beträgt. Dann werden 133 Teile Ä'thylacrylat zugegeben. Es entsteht eine Lösung eines ungesättigten Epoxydharzesters, der eine Viskosität von 800 cP/20°C hat.
Bei Zimmertemperatur fügt man dieser Lösung 4 Teile Dimethylanilin zu und rührt 1 Stunde. Sodann werden der Lösung bei 50°C unter Rühren 31 Teile Diketen zugetropft. Die Temperatur soll dabei 6o°C nicht übersteigen. Nach Beendigung der Diketenzugabe behält man den Ansatz weitere 30 Minuten auf 5O0C und lMi3t ..dann auf Raumtemperatur abkühlen. Die so gewonnene Lösung besitzt einen Festkörpergehalt von 8l,3 % und eine Viskosität von 1200 c P/2 00C.
100 Teile dieser Lösung, enthaltend ein mit Acetessigestergruppen
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modifiziertes, mit Acrylsäure vereis tertes Epoxydharz, werden . mit 8,8 Teilen einer 50 :'igen-Lösung von Aluminium-triisopropylät und wasserfreiem Toluol 15 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Nach zweistündigem Stehenlassen hat die Lösung bei 20 C eine Viskosität von I3OO cP, die sich während der folgenden 2k Stunden praktisch nicht mehr ändert. Dabei entsteht ein Aluminiumchelat-Komplex des modifizierten Epoxydharzes.
b) Herstellung des Schleifpapiers
Als Trägermaterial dient in der SchleifmittelIndustrie übliches mit Latex imprägniertes Papier von 120 g/m . Das oben genannte Bindemittel wird in einer Naßschichtstärke von 50 yu mit einem Spiralaufziehgerät auf die mit Latex beschichtete Seite des Papiers aufgetragen. Dann wird Siliziumcarbid (Körnung FEPA Nr. 80) im ?iberschu3 in den nassen Rindemittelfilm gestreut und der "btrscnuS durch Abklopfen entfernt. Anschließend wird das Grundbindemittel mit einer Strahlendosis von 1,5 Mrad ausgehärtet. Die bei der Härtung benutzte Elektronenstrahlenquelle wird mit einer Beschleunigungsspannung von. 400 Kilovolt und einem Beschleuni^urigsstrom von 60 mA betrieben. Arbeitsgeschwindigkeit: ^7 m/ Min. Danach wird auf das Halbfabrikat mit Hilfe einer Qummiwalze die DeckbindemittPlschioht aus dem gleichen I-indemittel mit 120 g/m aufgetragen. Das Material wird nun mit einer Strahlendosis von 3*0 Mrad bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 23*5 m/Min, gehärtet.
Prüfung
Aus den so erhaltenen Schleifnapiermustern werden runde Scheiben mit einem Au:3enäurchmesser von 17S nri und. einem Innendurchmesser von 22 rr.m .geschnitten und nit Kontaktkleber auf VuI-canfiberscheiben gleicher Größe, Dicke 0,8 mn, befestigt. Die so erhaltenen Prüflinge werden auf einer iiv-licnen Schleif narc-.i'ie mit Gummi teller festiepparmt und r.it 1200 Uncrehuigen/Mi.·). ii Betrieb gesetzt. Mit >'ilfe einer ?c-itstellvorric·.tuig wird ein Flachstahl mit einer Fläche vom 20 χ !\ mm in tangeritialer Anordnung 5 mm von dem
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Scheibenunfang radial nach innen verschoben und mit einen Angriffswinkel von 2S° i ι axialer Richtuig mit einer abs «l'ü.t feil Kraft von 4 bar angedrückt, wobei der Angriffswinkel in Drehrichtung liegt. Während der gesamten Prüfset,lelfzeit von 10 Minuten wird die Angriffsstelle mit fließendem Leitungswasser von etwa l6°C überspült.
"6.
Die Schleifzeit von 10 Minuten führt zu vollständigem Verschleiß des Cchlelfbelages in der Angriffszone. Vom Prüfstahl wurden 11,1 g abger-pant.
2a) Herstellung des Bindemittels
1900 Teile des i·» Beispiel 1 genannten Epoxydharzes werden mit 540 Teilen Acrylsäure in Gegenwart von 0,6i? Teilen Hydrochinon und 8,25 Teilen M,!J-Dimethylanilia bei 900C verestert, bis eine Säurezahl von etwa 20 u:id eine Epoxydzahl von 1,8 erreicht ist. Dann gibt man 370 Teile Phthalsäureanhydrid zu, läßt bei QO0C weiter reagieren, bis die Säurezahl erneut ca. 20 beträgt und eine Epoxydzahl von ca. 0,2 bis 0,4 erreicht 1st. Nach Erreichen dieses Wertes löst man den Ansatz mit 712 Teilen Äthylacrylat zu einer Bo^igen Lösung. Die Viskosität beträgt 14.000 bis 20.000 cP/?O°C.
b) Herstellung des wasserfesten SohleifPapiers
1000 Teile dieses Harzes werden wit 100 Teilen Butanol bei Raumtemperatur durchmischt. Dadurch sinkt die Viskosität auf 1400 cP/20°C.
Die Herstellung des wasserfesten Schleifpapiers erfolgt wie im Beispiel 1, jedoch wird die Grundschicht mit 1,0 Mrad und die Deckschicht mit 4,0 Mrad gehärtet.
Prüfung der wasserfesten Schleifpapiere:
Die Prüfung erfolgt wie im Beispiel 2. Die abgespante Stahlmenge wiegt 12,0 g.
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3a) Herstellung des Bindemittels ' '
100 Teile Hexakisme'thoxymethylmelamin, 350 Teile Hydroxyäthylacrylat und 0,9 Teile Hydrochinon werden unter Kohlendioxyd .am absteigenden Kühler 2 Stunden auf 115-0C/ dann weitere 3 Stunden auf 1350C erhitzt. Dabei bilden sich 45,3 Teile eines Destillates, welches hauptsächlich aus Methanol besteht. Die mit einer Ausbeute von 390 g anfallende Kunstharzlösung hat eine Viskosität von 300 cP/20°C.
b) Herstellung eines wasserfesten Schleifpapiers
Die Kunstharzlösung wird wie im Beispiel 1 beschrieben zur Herstellung eines wasserfesten Schleifpapiers verwendet. Zur Härtung der Grundschicht wird eine Strahlendosis von 2,0 Mrad, zur Härtung der Deckschicht eine Strahlendosis vjon 5*0 Mrad angewandt.
■ : i
Prüfung des Schleifpapiers:
Prüfung erfolgt wie im Beispiel 1 geschildert, die abgespante Stahlmenge wiegt 10,1 g.
Vergleichsversuche <
4) Für Vergleichsversuche werden Schleifpapier mit konventionellen Bindemitteln hergestellt und konventionell gehärtet.
Als Trägermaterial und Korn dienen die gleichen Stoffe wie im Beispiel 1. Das Grundbindemittel besteht aus einem kurzöligen oxydativ trocknenden, mit Riclnusöl und Sojaöl modifizierten Alkydharz aus Pentaerythrit, Phthalsäureanhydrid und Trlmethylolpropan,(Säurezahl unter 40, Viskosität (50^ Xylol/20°C)(65O bis BOO cP), das als 60&Lge Lösung in Xylol vorliegt und auf 100 % Trockensubstanz 42 % öl als Triglycerid und 36 % Phthalsäureanhydrid enthält. Sikkativiert wird das Harz mit 0,03 % Blei und 0,01 % Mangan, beide in Form von Octoaten, bezogen auf das Gewicht des 100#igen Harzes. Das Grundbindemittel wird in einer NaßfilmstSrke.von 70 μ mit einem Spiralaufziehgerät auf mit Latex
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beschichtetes Papier aufgetragen. Anschließend wird wie Im Beispiel 1 Siliciumcarbid aufgestreut und das Grundbindemittel 1 Stunde,,bei 12O0C gehärtet. Danach werden wie im
Beispiel 1 200 g/m eines Deckbindemittels aufgetragen, das aus 70 Teilen des gleichen Alkydharzes, wie es als Grundbindemittel eingesetzt wird» und aus 30 Teilen eines niohtplastlfizierten, hochreaktiven, mit Butanol teilweise vera'therten MeIamlnharzes (Molverhältnia Melamin : Formaldehyd It 6) gelöst in Butanol (1 : 1)', besteht. Die Aushärtung erfolgt In der Weise, daß der Lack zuerst 20 Minuten bei 8O0C vorgetrocknet und in 40 Minuten bei f.30°C eingebrannt wird.
■- ■ Ί'" - i ■ , ■ ' ■ :':'·[■■■ ■.-
Prtlfung: { - I ■ .' ' · : : .: Die Prtlfung erflplgt wie im Beispiel 1. Die abgespante Stahlnenge
■ ii:' ä : ..■■■■■■■■·
wiegt 10,3 g.
5) Dieser Vergleichsvereuch wird wie der Vergleicheversuch unter k) durchgeführt, Jedoch dient als Orund- und Deckbindemittel ein langöliges, trocknendes, mit Leinöl plastifixiertes Alkydharz mit einer Viskosität von 290 oP/20°C in 50iiger Testbenzinlösung, welches In der lOO^igen ^Substanz 65 % öl als Triglyoerld und 24 % Phthalsäureanhydrid enthält. Die ßikkatlvierung des Orundbindemittels erfolgt mit 0,03 % Blei und 0,01 % Mangan als Octoate, die Sikkativierung des Deckbindemittels mit 0,03 % Blei, 0,01 % Mangan und 0,03 % Cobalt, wieder als Octoate.
Die Härtung des Grundbindemittels erfolgt bei 1200C und dauert eine Stunde, die Härtung des Deckbindemittels dauert 4 Stunden bei 130°C.
Prüfung:
Die Prüfung wird wie im Beispiel 1 durchgeführt. Die abgespante Stahlmenge wiegt 7,7 g·
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1.) Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln durch Beschichten einer Unterlage aus Fasermaterial mit einem Bindemittel auf der Basis eines härtbaren Kunstharzes und unter nachfolgender Här-
    tung£" dadurch gekennzeichnet/ daT:T dTec'aufgebrachte Bindend, ttelschicht auf ,der Basis des härtbaren Kunstharzes durch Elektronenstrahlung gehärtet wird.
    2. Verfahren nach'Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunstharz in Lösung, vorzugsweise in der Lösung eines copolymerisierbaren ungesättigten Monomeren, auf die Unterlage aufgebracht wird.
    3. Verfahren nach A-ispruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Findemittel in mehreren aufeinanderfolgenden Schichten aufgebracht wird. ·
    4; Verfahren nach AnsprT5chen. 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachten Schichten auf der Basis unterschiedlicher Kunstharze aufgebaut sind.
    5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel auf der Basis eines mit Acryl- und/oder Methacrylsäure veresterten Epoxydharzes aufgebaut und gegebenenfalls mit einer Polycarbonsäure in einer weiteren Stufe umgesetzt worden ist.
    6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5* dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel in Form einer Lösung aufgebracht wird, die nicht oolymerisierbare Substanzen, vorzugsweise nicht polymer!εierbare Lösungsmittel enthält.
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    7. Verfahren nach Ansprachen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung durch Elektronenstrahls mit einer Energie von I75.OOO Ms l.OOO.OOO, vorzugsweise 200.000 bis 6OO.OOO eV und einer Strahlendosis von 0,5 bis JO, vorzugsweiße 1 bis 12 Mrad erfolgt.
    8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis *ξ, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtuig der einzelnen Schichten getrennt erfolgt.
    9. Verfahren nacn Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung der Grundschicht mit einer niedrigeren Strahlen* dosis als diejenige der Deckschicht erfolgt.
    10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundscl-.icht mit einer Strahlendosis von 0,5 bis 5 Mrad und die Deckschicht mit einer Dosis von 1 bis 10 Mrad gehärtet wird.
    19. September 1972
    Dr.LG/bl
    ZtUB Stand der Technik!
    Zu Seite 2, Absatz Zx DOS 1 956 810
    4098 U/ 1063
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