DE224764A - - Google Patents

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DE224764A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 224764 KLASSE 21 a. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
Fernsprechsystem.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltungsanordnungen zum Anruf von mehreren an eine Leitung angeschlossenen Nebenstellen bei selbsttätigen oder halbselbsttätigen Vermittelungsumschaltern.
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art wandte man entweder besondere Schrittschaltwerke an, welche mittels besonderer Auswahlstromimpulse eingestellt wurden, die den zur
ίο Wählereinstellung auf die Teilnehmerleitung dienenden Stromimpulsen folgten, und die die Einschaltung einer dem abgestimmten Wecker der verlangten Sprechstelle entsprechenden Rufstromquelle bewirkten, oder man führte die Nebenstellenleitung wiederholt zu den Kontakten der Leitungswähler und bewirkte die Einschaltung der erforderlichen Rufstromquellen bei zwei Nebenstellen, z. B. mittels gerichteter Ströme (polarisierte Wecker o. dgl.) durch Wechseln der a- und δ-Leitungen an den Wählerkontakten bzw. bei mehreren Nebenstellen durch Wechseln bei gleichzeitigem Anschluß an verschiedene Leitungswähler oder durch Ingangsetzung komplizierter Umschalte-Vorrichtungen an der Nebenstellenleitung selbst. Die Erfindung bildet eine vereinfachte Anordnung dieser Art und kennzeichnet sich durch die gleichzeitige Anwendung der bekannten Wiederholung der Nebenstellenleitungen an den Kontakten der Leitungswähler und eines besonderen, während der Einstellung der Schalthebel des Leitungswählers gleichzeitig mit diesen verstellbaren Umschalters zur Einschaltung der verschiedenen Rufstromquellen. Die von den Schalthebeln des Wählers ausgewählte Leitung wird hierbei über ein Rufeinschalterelais und dessen Umschalter mit derjenigen Rufvorrichtung verbunden, welche der Stellung der Schalthebel entspricht. Der Umschalter wird zweckmäßig- von der Schaltwelle des Leitungswählers selbst mechanisch fortbewegt, wobei an Wählern mit zwei Bewegungsrichtungen (z. B. Hub- und Drehbewegung) der Umschalter für die Rufstromquelle durch Verstellung nur während der Bewegung des Leitungswählers in der einen Richtung die Umschaltung der Rufstromquelle satzweise für die Kontaktreihe vornehmen kann. Der Zusatzumschalter kann hierbei entweder nur bei der ersten oder nur bei der zweiten Bewegung des Leitungswählers mitgenommen werden. Ferner ist es zweckmäßig, mit demselben Leitungswähler sowohl Nebenstellenleitungen als auch gewöhnliche Teilnehmerleitungen auswählen zu lassen, wobei die Nebenstellenleitung ebensogut am Ende der Kontaktreihen wie am Anfang oder in der Mitte derselben oder an besondere für diese reservierte Kontaktreihen angeschlossen werden können. Sieht man statt des nur in einer Bewegungsrichtung des Leitungswählers mitnehmbaren Umschalters einen mit der Schaltwelle fest verbundenen Schalter vor, so lassen sich die erforderlichen Umschaltungen
der Rufstromqueilen durch Hinzufügung eines besonderen Kontaktsatzes zu den Sprech- und Prüfkontaktsätzen in einfacher Weise bewirken.
In den Zeichnungen sind drei Ausführungsformen der Erfindung gezeigt.
Fig. ι stellt eine Anordnung dar, bei welcher eine anrufende Teilnehmerstation T über einen Umschalter VW, der beispielsweise einen Vorwähler bekannter Art darzustellen vermag,
ίο und Gruppenwähler GW1,- GW2 mit einem Leitungswähler LW verbunden ist. Dies Einstellung der Gruppenwähler und des Leitungswählers auf die verlangte Teilnehmerleitung kann mittels eines Nummernschalters entweder von der Teilnehmerstation selbst oder von Seiten einer Hilfsbeamtin des Amtes erfolgen, welche mit einer anrufenden Leitung in Verbindung tritt und von dieser die verlangte Nummer entgegennimmt.
Am Leitungswähler ist eine Schaltvorrichtung S5 angebracht, die aus einer Reihe fester Kontakte und einer bei der ersten Bewegung (Heben) der Schaltwelle mitverstellten Schaltfeder S1 besteht. Mit dieser Einrichtung werden je nach der Zahl der zurückgelegten Schritte verschiedene Rufstromquellen Q, Q1, Qs usw. an die Kontakte eines Rufrelais L geschaltet. Wie in der Figur gezeigt, ist der Leitungswähler auf die siebente Kontaktreihe (Dekade) eingestellt worden, während die Schaltwelle des Wählers in der zweiten (Dreh-) Richtung auf die Leitung 1 dieser Dekade gebracht worden ist. Die Relais A, B, X, Y stellen schematisch die in Brücke zu den Leitungszweigen am Leitungswähler eingeschalteten Relais dar, die in bekannter, hier nicht dargestellter Weise die Steuerung des Wählers und die Auslösung desselben bewirken. Das zur Einschaltung des Rufstromes dienende Relais L ist vom Steuerschalter St des Wählers nach Einstellung des Leitungswählers auf die verlangte Leitung in einen lokalen Stromkreis der gemeinsamen Batterie G über den Steuerschalter St und einen rotierenden Unterbrecher US eingeschaltet. Bei jeder Schließung des lokalen Stromkreises am Unterbrecher US wird das Rufrelais L erregt und schaltet die mit der ausgewählten Nebenstellenleitung L1, L2 verbundenen Schalthebel U1, U2 über die Kontakte I1-I2 und I1-I6 an diejenige Rufstromquelle Q1, auf welche der Schalthebel S1 des seitlichen Schalters S5 eingestellt ist, wodurch der Wecker W1, der auf der Station N7 der Nebenstellenleitung untergebracht ist, wiederholt zum Ansprechen gebracht wird. Nach Melden der angerufenen Nebenstelle. N1 wird durch Erregung der Relais X, Y, welche nach Unterbrechung des Stromes bei US und Stromloswerden des Rufrelais L über die Kontakte I1-I3, 1^I6 mit den Schalthebeln U1, u2 und so mit der Nebenstellenleitung verbunden sind, der Steuerschalter St in nicht dargestellter Weise um einen Schritt verstellt, wodurch das Rufrelais abgeschaltet und die endgültige Sprechverbindung hergestellt wird. Würde eine zweite Nebenstelle derselben Leitung verlangt sein, beispielsweise W9, so wird der Anruf derselben durch Einstellung der Schalthebel U1, u2 des seitlichen Schalters Ss auf die neunte Kontaktreihe von der Rufstromquelle Q9 erfolgen.
" Während im Falle des Beispiels die vier oberen Kontaktreihen für je 10 Nebenstellen reserviert sind, dienen die unteren sechs Kontaktreihen für 60 Teilnehmeranschlüsse, welche sämtlich mit einer und derselben Stromquelle Q über den Schalthebel S1 und die unteren Kontakte des seitlichen Schalters Ss angerufen werden. Die Rufstromquellen sind vorzugsweise als Wechselstromquellen verschiedener Frequenz und die Wecker der Nebenstellen auf diese Frequenzen abgestimmt angenommen. Ebensogut könnte aber jede andere Art abgestimmter Rufeinrichtungen Anwendung finden; beispielsweise könnte sich die Rufeinrichtung durch die Zahl der ausgesandten Stromstöße unterscheiden, während an den Nebenstellen Schrittschaltwerke angebracht sein können, welche die Wecker entsprechend der Zahl der ausgesandten Rufstromstöße einschalten.
In der Ausführungsform der Fig. 2 wird der beim Einstellen des Leitungswählers gleichzeitig miteinstellbare und zum Einschalten der verschiedenen Rufeinrichtungen dienende Schalter S4 nur während der zweiten Bewegung (Drehen) der Schalthebel des Leitungswählers mitgenommen^ so daß die senkrecht übereinander liegenden Kontakte mit derselben Rufstromquelle verbunden werden. ; ίου
In der Ausführungsförm der Fig. 3 ist ferner eine Anordnung dargestellt, bei welcher der zur Einschaltung der Rufstromquellen dienende Schalter in einen vollen Kontaktsatz aufgelöst ist, so daß der zur Umschaltung der Rufstromquelle dienende bewegliche Schalthebel S3 fest auf der Schaltwelle des Leiturigswählers angebracht und zusammen mit den Schalthebeln U1, u.2 und den Prüfhebel sp bewegt wird. >

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schaltungsanordnung zum wahl weisen Anruf einer von mehreren an eine Leitung angeschlossenen Nebenstellen bei einem selbsttätigen oder halbselbsttätigen Fernsprechsystem mit Wiederholung der Nebenstellenleitungen an den Kontakten der Leitungswähler, dadurch gekennzeichnet, daß ein gleichzeitig mit den Schalthebeln (uv U2, sp) des Leitungswählers schrittweise verstellter Schalter (Ss) die zum An-
    ruf der Nebenstellen erforderlichen Rufeinrichtungen (Q, Q7 usw.,) entsprechend der Einstellung der Schalthebel des Leitungswählers umschaltet.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι mit Wiederholung der Nebenschlußleitungen an mehreren Kontakten desselben Leitungswählers, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung des zur Umschaltung der Rufeinrichtung dienenden Schalters '(Ss) und eines Rufeinschalterelais (L), dessen Ankerkontakte (I1, I2, I^ I5) zwischen dem Schalthebel (s) des Umschalters (Ss) und den Schalthebeln (U1, u2) des Leitungswählers angeordnet sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 mit einem in zwei Richtungen (Heben und Drehen) einstellbaren Leitungswähler, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Umschaltung der Rufeinrichtungen dienende Schalter ^SJ. nur während der Einstellung des Leitungswählers in der einen Richtung mechanisch mitverstellt wird, so daß bei jedem Schritt eine Rufeinrichtung (Q, Q7USW7) für eine ganze Reihe von Kontakten des Leitungs Wählers eingeschaltet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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