DE2247751A1 - Traegerhuelse - Google Patents
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Description
PATENTANWÄLTIN · .
DRHELGAWEISSENFELD . 6940 Weinheim/Bergstr. .
Τ·Ι·Χ 04 65531 qjj
Anmelderin: Firma Carl Freudenberg, Weinheim
Trägerhülse
Die Erfindung betrifft eine Trägerhülse für Kreuzspul- und Kreuzwickelformen zum Bleichen und Färben schrumpfender
Garne.
Es ist bekannt, schrumpfende Garne in Strangformen zu bleichen und zu färben. In der Strangform kann das Garn
während des Färbans bzw. Bleichens ungehindert schrumpfen, ohne verformt zu werden. Man erhält so den gewünschten
weichen Warengriff und einen voluminösen Warenausfall.
Nachteilig ist jedoch das zweimalige Haspeln der Stränge. Die Strangrüstzeit ist lohnintensiv und der Färbeapparat
wird in bestimmten Flottenverhältnissen schlecht ausgenutzt. " ■
Ein wesentlicher Vorteil in wirtschaftlicher Hinsicht ist das Färben in Kreuzspulformen. Wird bei diesem Verfahren
ein Wickelkörper z.B. aus nicht vorgeschrumpftem Garn hergestellt, und anschliessend in einem Färbe- bzw. Bleichbad
behandelt, so wird das Garn vorrangig an den innersten Garnlagen durch den beim Färben bzw. Bleichen auftretenden
Schrumpf komprimiert und verformt. (Wicklungsdichte, Wicklungsart und Form des Wickelkörpers beeinflussen die
Egalität der Färbung, den Griff des gefärbten Garnes und die Ausnutzung des Färbeapparätes. Je höher die Wicklungsdichte desto besser ist die Ausnutzung des Färbeapparates).
Dadurch entstehen in der Regel Unegalitäten, weil die
Spule hart wird. Ein gleichmässiger Flottendurchsatz
-409815/04*6
ist nicht mehr gewährleistet. Der Griff der Ware wird hart
bei flachem Warenausfall. Durch unterschiedliche"'liieht- : ■:'■■■ --,v: '
reflexion des verformten Garnes entsteht optische Unegalität.
Infolge der vorstehend geschilderten Nachteile wird das Öam
vor dem Bleichen bzw. Färben in Kreuzspulformen vorgeschrumpft.
Dies erfolgt diskontinuierlich durch Dämpfen wobei bei bestimmten Garnen ein mehrmaliges Dämpfen und Umspulen
erforderlich wird.
Heben dem Kreuzspulverfahren hat sich insbesondere das Färben
und Bleichen in Kreuzwickelform (in weichem Wickel) bewährt. Hierbei wird ebenfalls ein Wickelkörper aus über löntinue-Dämpfanlagen
schon vorgebauschtem Garn hergestellt, der dann
in einem Färbe- bzw. Bleichbad behandelt und in der gewünschten
Weise nachbehandelt wird. Die Stabilität der Kreuzwickel ist wesentlich geringer als diejenige von Kreuzspule». Hierdurch
besteht die Gefahr einrr Wickeldeformation beim Färben bzw. Bleichen, wodurch Schwierigkeiten beim Abspulen des Garnes
entstehen. Um ein Verrutschen der inneren und äusseren Garnlagen zu verhindern, ist ein Umhüllen der Garnpackung mit
einem sogenannten Färbestrumpf erforderlich. Das Umhüllen und Abnehmen des Färbestrumpfes 15sst sich lediglich manuell
ausführen und ist deshalb sehr zeit- und lohnintensiv. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei Verwendung des Färbestrumpfes
es trotzdem oft zu Verwirrungen der innersten Garnlagen kommt mit der Folge von erhöhtem Garnabfall.
Zur Verbesserung der Färbe- bzw. Bleichverfahren in Kreuzspul-
und KreuzwickeIform hat man bereits versucht» Färbehülsen
aus geschäumtem elastischen Kunststoffmaterial zu verwenden. Diese Hülsen haben sich jedoch nicht bewährt, >
weil sie gegenüber Chemikalien, insbesondere gegenüber Bleichmitteln wenig beständig sind, sich zersetzen und Flotte
und Garnwickel verunreinigen. Der Kunststöffsöhaum wird
- 3-409815/0486
ausserdem meist stark angefärbt und kann aus diesem Grunde nicht wiederverwendet werden.
Erfindungsgemäss wird nun eine Trägerhülse für Kreuzspul- und Kreuzwickelformen zum Bleichen und Färben
schrumpfender Garne vorgeschlagen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aus einem porösen, elastischen,
bindemittelfreien Vliesstoff aus weitgehend nicht anfärbbaren, synthetischen Stapel- oder Endlosfasern besteht,
der in an sich bekannter Weise durch Nadeln verfestigt und gegebenenfalls an der dem zu färbenden oder bleichenden
Garn zugewandten Seite durch Wärme- und gegebenenfalls Druckanwendung einseitig geglättet ist und eine poröse
und elastische Näh-, Schweiß- oder Klebeverbindung aufweist, Zweckmässigerweise werden gekräuselte Pasern verwendet.
Durch die Verwendung der erfindungsgemässen Trägerhülse
werden die bekannten Nachteile des an sich vorteilhaften Färbe- und Bleichverfahrens von Kreuzspulen und Kreuzwickeln
nahezu restlos beseitigt. Durch die Elastizität des Hülsenmaterials wird der Schrumpf oder der Restschrumpf
der Garnpackung aufgefangen und die Gamverformung ins- x
besondere der innersten Garnlagen verhindert bzw. wesentlich vermindert. Hierdurch erhält man eine grössere Sicherheit
hinsichtlich Egalität des Garnes. Die Gefahr der Abplattisierung des Garnes an der Färbehülse bzw. an dem
Färberohr des Materiälträgers wird wesentlich vermindert.' Dem Kreuzwickel oder der Kreuzspule wird die Möglichkeit
eines Ausgleiches evtl. ungleicher Wickeldichten gegeben.
Beim Färben bestimmter Garne kann auf das bisher erforderliche mehrfache Dämpfen und Umspulen verzichtet
werden, da die ITrägerhülse den beim Färben auftretenden
vollen Schrumpf des Garnes und somit der Garnpackung aufzufangen in der Lage ist. Durch das Auffangen des Restschrumpfes
können bei bestimmten Garnen wesentlich höhere
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Materialmengen pro Spule gespult und behandelt werden» da es nicht mehr zu den genannten Garnverförmungen der
innersten Garnlagen kommt.
Die erfindungsgemässe Trägerhülse besteht seweekinässig, aus
einem Vliesstoff aus"elastischen, vorzugsweise gekräuselten Stapel- oder Endlosfasern. Zweckmässig, besteht
sie aus Polyolefin-Fasern, die chemisch beständig sind. Hierdurch wird auch eine weitestgehende NichtanfSrbbarkeit
durch die in der Flotte befindlichen Farbstoffe gewährleistet. Polyolefin-Fasern sind weiterhin temperaturbeständig bei den angewandten Färbetemperaturen und können
mehrmals wiederverwendet werden. Der Durchflusswiderstand gegenüber der Färbflotte ist geringer als der Widerstand
der zu färbenden Garnpackung. Die geglättete, der Garnseite zugewandte Oberfläche der Trägerhülse erlaubt ein
problemloses Abspulen des gefärbten Garnes.
Die Trägerhülse aus einem porösen elastischen Vliesstoff kann konisch oder zylindrisch ausgebildet sein und wird
aus einem Zuschnitt gegebener Abmessung durch Vernähen, Verschweißen oder Verkleben hergestellt. Hierbei ist es
wesentlich, dass die Eigenschaften des Vliesstoffes durch die Naht nicht verändert werden. Ein zum Mähen verwandter
Faden sollte deshalb aus dem gleichen Material bestehen^ wie die zur Bildung des Vliesstoffes eingesetzten
Fasern. z.B. sollte ein Polypropylenylies auch mit einem Faden aus Polypropylen vernäht werden. Wird eine
Schweiß- oder Klebeverbindung bevorzugt, so muss diese die gleiche Porosität und Elastizität aufweisen wie das
Vliesmaterial.
409815/0485
Die Herstellung des Vliesmaterials für die erfindungsgemässe
Trägerhülse erfolgt zweckmässig mit Hilfe geeigneter
an sich bekannter Krempelmaschinen. Es wird ein
Faservlies aus schwer anfärbbaren, gekräuselten synthetischen Fasern gekrempelt. Es hat .sieh herausgestellt,
dass Polyolefin-Fasern und insbesondere Polypropylen-Fasern
am besten geeignet sind. Es können sowohl feine
Titer als auch die gröbsten auf dem Markt befindlichen
Fasern oder Mischungen verschiedener Titer verwandt
werden.
Ein Optimum in den Eigenschaften der Trägerhülsen wird
erreicht bei Verwendung von gekräuselten Polypropylenfasern mit hoher Erholungsfähigkeit und mittlerer Heißr
festigkeit und zwar in Abmischung von ca. 70 % Fasern
mit einem Titer von 70 dtex, Schnittlänge ca. 90 mm
und ca. 30 % Fasern mit einem Titer von 17 dtex, Schnittlänge
ca. 6O mm.
Das gekrempelte Vlies wird durch Nadelung in an sich bekannter
Weise ohne Zuhilfenahme eines Bindemittels verfestigt.
Bei einem Vliesgewicht von etwa 800 g/m stellt man zweckmässig eine Materialdicke von etwa 6 mm ein.
Es hat sich gezeigt, dass ein derartiges Material generell
gut für den vorliegenden Einsatzzweck geeignet ist. Geringere
und höhere Gewichte und Volumina sind jedoch ebenfalls
möglich und fallen unter den Bereich der Anmeldung.
Nach der Vliesverfestigung durch Nadeln ist es zweckmässig,
evtl. vorhandenen Schrumpf des Materials durch eine ge7
eignete Hitzebehandlung etwa in einem Flachbandtrockner vorwegzunehmen und so das für die Herstellung der Trägerhülsen
bestimmte Vlies zu fixieren.
4 098 15/048S
Um zu vermeiden, dass sich während des Färbevorganges Fasern
von dem genadelten Vliesmaterial ablösen, kann der Faserverband an der Oberfläche einseitig oder beidseitig durch
geeignete Maßnahmen zusätzlich verfestigt sein. Diese Verfestigung
erfolgt in an sich bekannter Weise durch Wärme-
und gegebenenfalls Druckanwendung, wobei ein Verschmelzen der an der Oberfläche befindlichen Fasern stattfindet.
Die Porosität des Vliesmaterials darf durch die Faserverschmelzung nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Nach
dem Verschmelzen der an der Oberfläche befindlichen Fasern kann die Vliesoberfläche durch gekühlte Walzen geglättet
werden.
Die Porosität des Vliesmaterials darf durch die Faserverschmelzung nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Nach
dem Verschmelzen der an der Oberfläche befindlichen Fasern kann die Vliesoberfläche durch gekühlte Walzen geglättet
werden.
409015/0481
Claims (3)
1. Trägerhülse für Kreuzspulen und Kreuzwickel zum Bleichen und Färben schrumpfender Garne, dadurch
gekennzeichnet, dass sie aus einem porösen, elastischen, bindemittelfreien Vliesstoff aus weitgehend
nicht anfärbbaren, synthetischen Stapelfasern oder Endlos,fasern besteht, der in an sich bekannter
Weise z.B. durch Nadeln verfestigt und gegebenenfalls an der dem zu färbenden oder zu bleichenden
Garn zugewandten Seite durch Wärme- und gegebenenfalls Druckanwendung einseitig verfestigt und geglättet
ist und eine poröse und elastische Naht, Schweiß- oder Klebeverbindung aufweist.
2. Trägerhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
dass sie aus einem Vliesstoff aus gekräuselten Stapelfasern oder Endlosfasern besteht..
3. Trägerhülse nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Vliesstoff aus Polyolefinfasern
besteht.
409815/0486
Priority Applications (10)
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| DE19722247751 DE2247751C3 (de) | 1972-09-29 | 1972-09-29 | Trägerhülse |
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|---|---|---|---|
| DE19722247751 DE2247751C3 (de) | 1972-09-29 | 1972-09-29 | Trägerhülse |
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| DE2247751C3 DE2247751C3 (de) | 1982-06-03 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| FR (1) | FR2201638A5 (de) |
| GB (1) | GB1380387A (de) |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |