DE2248024A1 - Vorrichtung zur daempfung der schnittgeraeusche bei pressen - Google Patents

Vorrichtung zur daempfung der schnittgeraeusche bei pressen

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DE2248024A1
DE2248024A1 DE19722248024 DE2248024A DE2248024A1 DE 2248024 A1 DE2248024 A1 DE 2248024A1 DE 19722248024 DE19722248024 DE 19722248024 DE 2248024 A DE2248024 A DE 2248024A DE 2248024 A1 DE2248024 A1 DE 2248024A1
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Description

Anmelder;
L. Schuler GmbH 7-52 Göppingen, 25.y. 1972
7320 Oöppinsen . PG
Bahnhofstr. 41-67
"Vorrichtung zur Dämpfung der Schnittgeräusche oei Pressea"
Die Erfindung Dezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verh indem der unkontrollierten Entspannung von Körper und Antriebssystem einer Presse im Augenblick des Werkzeugdurchbruchs durch das zu -schneidende Material.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 427 4O3 xsl es bei einer hydraulischen Presse bereits Dekannt, zur Verminderung Dzw. Vermeidung des sogenannten Entspannungsscnlages bei Scnnittpressen im Augenblick des Durchbrechens des Stößels durch den Werkstoff dem Schneidwiderstand eine der Stößelantriebskraft entgegenwirkende hydraulische Bremskraft zuzuschalten. Diese Kraft wird dabei über am Stößel angreifende hydraulische Gegendruckzylinder aufgebracht, wobei dem hydraulischen System eine die Geschwindigkeit der Entspannung begrenzende festeinstellbare Drosselstelie zugeordnet ist.
Diese bekannte Ausführung weist jedoch den Nachteil auf, daß während des eigentlichen Schnittvorganges die Kraft im Antriebssystem der Presse infolge der ständig v/irkenden konstanten Drosselwirkung um den oetreffenden Widerstandbetrag der jeweiligen Drosselstellung anwächst.
40981 A/0267
Es ist deshalb bereits in der deutschen Patentanmeldung P 22 21 290 vorgeschlagen worden, den Drosseldurchschnitt während des Schnittvorgangs zu steuern.
Der Nachteil dieser Ausführung liegt dabei aber im wesentlichen darin, daß das zum Steuern einer derartigen Drossel erforderliche Steuervolumen sehr groß ist und die damit verbundene je Pressenhub verdrängte FlüssieSkeitsmenge bei den hohen Huozahlen zu einer erheblichen Erwärmung des gesamten Systems führt.
Zur Vermeidung dieser Nachteile geht die vorliegende Erfindung daher von der Überlegung aus, den Drosseldurchschnitt nicht während des gesamten Schnittvorganges gesteuert wirken zu lassen, sonder im Augenblick des Durchbrechens des Stempels ein sogenanntes Steuerventil zu schließen und nur die noch verbleibende restliche Flüssigkeitsmenge aus dem Zylinder über eine feste Drossel abzuleiten.
Erfindungsgemäß wird daher bei einer derartigen Vorrichtung, bei dem die Dämpfung über mindestens einen am Stößel angreifenden Dämpfungszylinder erfolgt vorgeschlagen, daß der Dämpfungszylinder einen, den ZyIInderinnenraum in zwei Flüssigkeitsräume unterteilenden Kolben mit durchgehender Kolbenstange aufweist und beide Räume druckmittelseitig miteinander verbunden sind, wobei in dieser Verbindung eine Aosperrvorrichtung liegt über die der Druckflüssigtceitsfluß aus dem einen in den anderen Zylinderraum unterbrechbar und in abgesperrtem Zustand über eine weitere an einem der Flüssigkeitsräume angeschlosseneund mit einer Drossel versehene Druckleitung ableitbar ist.
Die druckmittelseitige Verbindung der beiden Zylinderräume 1st hierbei über eine Verbindungsleitung hergestellt, in der ein Absperrventil liegt, dessen Absperrzeitpunlct wiederum beispielsweise über eine Kurvenscheibe oder dergleichen von der Kurbelwelle der Presse abgeleitet ist.
4098^4/0267
Der besondere Vorteil dieser Ausführung. liegt nun dari-, daß durch die Ansteuerung eines besonderen Ventils das Steuervolumen relativ klein gehalten werden Rann. Daß wiederum das Steuervolumen als rechnerische Größe direkt in die Steuerzeit eingeht die bei schnellen Stanζvorgängen sehr klein ist, ist auf diese Weise eine wirkungsvolle Dämpfung des SchnittVorgangs bei insbesondere sehne11aufenden Pressen möglich. Weitere Einzelne!ten sowie eine Alternativausführung sind aus beiliegenden Zeichnungen ersichtlich.
Es zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung eines Ausführungsbeisplels der Erfindung und
Fig. 2 eine Alternativausführung zu Fig.1 ebenfalls schematisch dargestellt.
Die dargestellte Presse besteht im wesentlichen aus dem Pressengestell 1 und dem über die Antriebspleuel 2 bewegten Stößel 3. An der Stö3elunterseite in Fig. 1 greifen die Kolbenstangen 4 zwei Dämpfungszylinder 5 an5 die durch die Kolben 6 in zwei Zylinderhohlräume 7> 8 trennt. Diese oeiden Räume. 7 und 8 sind druckmittelseitig durch die Leitungssysteme 9, in denen die Schließventile 10 liegen, miteinander verbunden. Außerdem sind die Zv liriderrriurce 8 über die Druckleitungen 11, in denen die einstellbaren Drosseln 12 liegen, mit dem gesamten hydraulischen System verbunden, das noch durch das Sicherneitsventil 13 den Druckspeicher 14 und die Leckölergänzung 15 vervollständigt wird.
Die Druckflüssigkeit pendelt bei dieser Ausführung in den Zylinderräumen 7* 8 beidseits- des Kolbens 6 hin und her, wobei das aus den Zylinderräumen 8 beim Abwärtshub verdrängte öl aus dem Druckspeicher 14 in die Zylinderräume 7 nachgesaugt wird sobald im Augenblick des Druchbrechens des Schnitt-. stempeis die Ventile 10 gescnlossen werden und die Druckflüssigkeit aus den Räumen 8 üDer die einstellbaren Drosseln 12 abgeführt wird. A09814/0267 -.
Der Zeitpunkt zu dem die Ventile 10 schließen wird dabei von einer auf der Pressenkurbelwelle sitzenden Steuerkurve 16 über den Steuerzylinder 17 abgeleitet. Durch dieses hydromechanische Antriebssystem können Einsatzpunkt und Einsatzdauer der ochließventile 10 auf der Exzenterwelle variiert werden.
Bei der Alternativausführung nach Fig. 2 ist dem durch den Koluen 18 in die oeiden Zylinderräume 19 und 20 unterteilten Dämpfungszylirider 21 ein weiterei Zylinder 22 parallel zugeordnet in dem sich ein schwimmender- Kolben 23 frei hin-und heroewegen kann, wobei die Druckflüssigkeit beim Abwärtshub des Stößels 3 aus dem Raum 20 in den Zylinderraum 24 dringt und aus dem Raum 25 in den Raum 19 naehströmt. Dieser freischwimmende Kolben 23 kann' durch einen einstellbaren Anschlag 25 in seiner Aufwärtsbewegung abgebremst werden. Wach dem Abbremsen des Kolbens 23 fließt wiederum das restliche öl aus den Zylinderräumen 20 über die Drosseln 12 ab. Das hydraulische System dieser Anordnung wird durch das überdruckventil 26 das Vorspannventil 27 den Druckspeicher 14 und die Leckölergänzung I5 mit den entsprechenden Verbindungsleitungen vervollständigt.
Der besondere Vorteil dieser Anordnung nach Fig. 2 besteht darin, daß an der Einstellschraube 25 eine einfache Eichung auf den Einsatzpunkt der Schnittschlagdämpfung möglich let. Es wird dabei aber immer die restliche ölmenge bis zum Erreichen des unteren Totpunktes des StöQele über die Drossel abfließen. Insbesondere bei kleinen Blechdicken und bei sehr hohen Pressenhubzahlen ist dies von Vorteil, weil ein zusätzlicher SteuerungsVorgang durch die gewählte Anordnung Überflüssig 1st. Auch unterbleibt bei dieser Ausführung eine Drosselung und damit Erwärmung des in den Zyll*idern hin-und herpendelnden Druckflüssigkeitsvolumen durch ein Steuerventil und die Verbindungsleitungen. Das Anfahren des schwimmenden Kolbens 23 an dem einstellbaren Anschlag 25 erfolgt im vorgespannten ülraum, wobei durch bekannte Diimpfun£smaßnahmen an Kolben und Anschlag das harte Aufsott, V
Eine weitere vorteilhafte Ergänzung kann das System nach Pig. 2 durch Zuschaltung der strichpunktierten dargestellten Steuersysteme die aus Schließventil 10, Steuerzylinder und Steuerkurve 16 bestehen erfahren durch die die Länge des Bremsweges des durch die Drossel 12 abfließenden Öls eingestellt werden kann. Diese Maßnahme kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn größere Blechdicken geschnitten werden.
98U/0267

Claims (6)

Patentansprüche
1.) Vorrichtung zum Verhindern der unkontrollierten Entspannung von Körper und Antriebssystem einer Schnittpresse im Augenblick des Werkzeugdurchbruchs durch das zu schneidende Material, bestehend aus einem der Stößelantriebskraft entgegenwirkenden hydraulischen System, bei dem mindestens ein am Stößel angreifender Dämpfungszylinder vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungszylinder 5t bzw. 21 einen, den Zylinderinnenraum in zwei Flüssigkeitsräume 7, 8 bzw. 19, 20 unterteilenden Kolben 6 bzw. 18 mit durchgehender Kolbenstange 4 aufweist und beide Räume druckmittelseitig miteinander verbunden sind, wobei in dieser Verbindung eine Absperrvorrichtung 10 bzw. 28 liegt über die der DruckflUsBigkeitsfluB aus dem einen in den anderen Zylinderraum unterbrechbar und in abgesperrtem Zustand über eine weitere an einem der PlUssigkeitsräume angeschlossene und mit einer Drossel 12 versehene Druckleitung 11 ableitbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dafl die druckmittelseitige Verbindung über eine mit einen Absperrventil 10 versehene Leitung 9 erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafl der AbsperrZeitpunkt des Ventils 10 über eine Kurvenscheibe 16 o. dgl. von der Kurbelwelle abgeleitet ist.
4098U/0267
4. Vorrichtung nach Anspruch I1
dadurch gekennzeichnet, daß die druckmittelseitige Verbindung über einen mit einem schwimmenden Kolben 23 versehenen weiteren Zylinder 22 hergestellt und in einem der Hohlräume 25 dieses Zylinders ein die Kolbenbewegung begrenzender Ansehlag 23 vorgesehen ist nach dessen Ansprechen der Druckmittelabfluß über eine weitere mit einer Drossel 12 versehene Druckleitung 11 erfolgt.
5· Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag 28 für den Kolben 23 einstellbar ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Zylinderräume unter einem Vorspanndruck stehen.
7· Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6,
d. adurch gekennzeichnet, daß die Wirkungsdauer der Drossel 12 durch ein Zusatzventil 10 beeinflußbar ist.
4098U/0267
DE19722248024 1972-09-29 1972-09-29 Schnittschlag-Dämpfungseinrichtung an Schnitt-Pressen Expired DE2248024C3 (de)

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DE19722248024 DE2248024C3 (de) 1972-09-29 Schnittschlag-Dämpfungseinrichtung an Schnitt-Pressen
CH1096273A CH554237A (de) 1972-09-29 1973-07-26 Vorrichtung an schnittpresse zum verhindern der unkontrollierten entspannung von gestell und antriebssystem der schnittpresse.
JP9741773A JPS4971580A (de) 1972-09-29 1973-08-31
IT2929873A IT993389B (it) 1972-09-29 1973-09-25 Dispositivo per smorzare la rumorosita di taglio in press
FR7334736A FR2201183A1 (de) 1972-09-29 1973-09-27
GB4547873A GB1436531A (en) 1972-09-29 1973-09-28 Press having a device for preventing uncontrolled load relief in a frame and drive system of the press

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DE2248024A1 true DE2248024A1 (de) 1974-04-04
DE2248024B2 DE2248024B2 (de) 1976-12-09
DE2248024C3 DE2248024C3 (de) 1977-08-18

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2432774A1 (de) * 1974-07-03 1976-01-02 Transform Verstaerkungsmasch Verfahren zur steuerung des vor- und ruecklaufes eines werkzeuges an einer bearbeitungsmaschine und vorrichtung zur ausfuehrung des verfahrens
FR2461854A1 (fr) * 1979-07-17 1981-02-06 Profil Verbindungstechnik Gmbh Amortisseur de frappe pour reduire le bruit des machines comportant des parties a mouvement de va-et-vient

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DE2248024B2 (de) 1976-12-09
CH554237A (de) 1974-09-30
JPS4971580A (de) 1974-07-10
IT993389B (it) 1975-09-30
FR2201183A1 (de) 1974-04-26
GB1436531A (en) 1976-05-19

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Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
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