DE22496C - - Google Patents
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- chamber
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/24—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers moved during operation
- G01F3/26—Tilting-trap meters
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- Loading And Unloading Of Fuel Tanks Or Ships (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. November 188a ab.
Alle bekannten Niederdruckmesser, namentlich diejenigen mit äufserem Zuflufs, haben den
Uebelstand, dafs während der Zeit, welche das Mefsgefäfs braucht, um aus einer Ruhelage in
die andere zu . gelangen, noch eine gewisse mit der Zuflufsgeschwindigkeit veränderliche Flüssigkeitsrnenge
in die bereits in der Entleerung begriffene Kammer nachfliefst, wodurch ein
veränderlicher, unter Umständen sehr grofser Fehler entsteht. Der einzige Versuch, welcher
bisher unternommen wurde, um wenigstens einen Theil dieses Fehlers unschädlich zu machen,
bildete den Gegenstand des inzwischen erloschenen Patentes No. 7574. Der betreffende Erfinder
begnügte sich jedoch damit, den fraglichen Fehler zu verkleinern und auch dies nur
für eine specielle Form des Mefsgefäfses, indem er möglichst viel von der während der Kippung
des Gefäfses zufliefsenden Flüssigkeitsmenge aufzufangen und noch zur Vermessung zu bringen
suchte. Es handelte sich also bei jenem Patent um eine unvollkommene und ungenügende
Lösung der Aufgabe für einen speciellen Fall. In der nachstehend beschriebenen Einrichtung
dagegen ist eine andere, auf ganz neuem Princip beruhende allgemeine und strenge Lösung gefunden,
indem zu dem fraglichen Fehler, der in seiner ganzen Gröfse erhalten bleibt, ein
neuer Fehler absichtlich hinzugefügt wird, welcher mit ihm bei jeder Zuflufsgeschwindigkeit
constante Summe bildet und ihn dadurch compensirt.
Die diesbezügliche Einrichtung der Mefsgefäfse von Niederdruckmessern bildet den
Hauptgegenstand des Patentes und ist in den Fig. 3 bis 7 an mehreren Mefsgefäfsen verschiedener
Form besonders dargestellt, während Fig. ι und 2 in Ansicht und Durchschnitt einen
damit versehenen vollständigen Niederdruckmesser veranschaulichen. Der letztere bildet
hier einen prismatischen Blechkörper, Fig. 1 bis 4, welcher durch eine gebrochene Querwand
ABCD, Fig. 3, in zwei Kammern K1
und K2 getheilt ist und infolge der abwechselnden
Füllung und Entleerung der beiden Kammern zwischen zwei festen Endlagen hin- und
herkippt. Diese Bewegung wird mittelst eines Stiftes ζ in der üblichen Weise auf ein Zählwerk
übertragen. Die Zuleitung dieser Flüssigkeit erfolgt durch ein Ventil V mit Sammelbecken
Ji] Fig. 2, welches durch einen Schwimmer
selbstthätig geöffnet wird, sobald durch Oeffnung eines Hahnes in der von dem Abflufsrohr
E sich abzweigenden Abflufsleitung das Niveau der Flüssigkeit im Gehäuse sinkt, und
umgekehrt.
Das Mefsgefäfs ist nun mit folgender Compensationseinrichtung versehen:
Der Kammerinhalt ist von vornherein um so viel kleiner gehalten, dafs er erst mit der bei
Maximalzuflufs während der Kippung noch zuströmenden Flüssigkeitsmenge zusammen gleich
dem Sollinhalt ist. Jeder Hauptkammer ist dann ein kleiner Behälter /J1 bezw. k% beigegeben,
welcher durch ein Loch U1 bezw. a2
von geeignetem Querschnitt mit ihr communicirt. Beim stärksten Zuflufs hat die Flüssigkeit
nicht Zeit, in wesentlicher Menge in den kleinen Behälter einzudringen, die Vermessung bleibt also
richtig; je langsamer aber der Zulauf stattfindet, um so mehr wird jener mitgefüllt und um so
mehr fliefst auch in die Kammer, da dann das dem Umstellen entgegenwirkende Gewicht gröfser
geworden ist. Hierdurch aber wird die ganze Füllung des Mefsgefäfses in annähernd demselben
Mafse gröfser, als. die während der Kippung noch zuströmende Flüssigkeitsmenge kleiner
wird; die Summe beider giebt daher nach wie vor den Sollinhalt.
Eine nach ähnlichen Principien construirte rotirende Trommel mit zwei durch eine Querwand
geschiedenen Kammern und entsprechender Compensationseinrichtung ist in den Fig. 5
und 6 dargestellt. Bei allen diesen Einrichtungen kann der Ort der Compensationsbehälter
fast beliebig verlegt werden, auch ist es gleichgültig, in welcher Höhe sich das Loch befindet,
so dafs man statt dessen sogar einen Ueberlauf von oben vorsehen kann. Ferner kann
innerhalb gewisser Grenzen der Fallgeschwindigkeiten eine ähnliche einfachere Compensation
dadurch bewirkt werden, dafs man in die Wand jeder Kammer oder in die beide Kammern
trennende Wand oder endlich in die Seitenwand des Sammeltrichters H ein Loch bohrt;
ebenso kann auch direct unter dem Zuflufsstrahl ein feines Rohr angebracht werden, welches
einen Theil des Zulaufes zum Zweck der Compensation entweder durch den Boden des Mefsgefäfses
oder durch die die beiden Kammern trennende Zwischenwand direct abführt. Bei allen diesen Varianten bedarf es natürlich einer
Nebenkammer nicht.
Während die bisher erwähnten Arten der Compensation mehr oder weniger angenäherte
waren, ist dieselbe bei bestimmten Formen der Nebenkammern eine ganz strenge. Eine solche
Form ist in Fig. 7 (Schnitt durch die an der Stirnwand befindliche Nebenkammer) dargestellt.
Ist nämlich d die Differenz der während der Kippung noch zuströmenden Flüssigkeitsmengen
bei zwei verschiedenen Zuflufsgeschwindigkeiten, Z der Hebelarm der Flüssigkeitsschicht, welche d
an der Oberfläche der Hauptkammer bilden würde, M das in der betreffenden Zeitdifferenz
in die Nebenkammer zuströmende Flüssigkeitsquantum, so mufs der Hebelarm X des in der
Nebenkammer befindlichen Quantums M der Bedingung genügen:
woraus sich die horizontalen Ordinaten des Profils der Nebenkammer berechnen lassen.
Claims (3)
1. Die Compensation des Fehlers, welcher durch den während des Kammerwechsels
von Niederdruckmefsgefäfsen mit peripherischen Einfiufsöffnungen stattfindenden Zuflufs
verursacht wird, durch absichtliche Hinzufügimg eines anderen Fehlers, welcher mit dem erstgenannten zusammen bei jeder
Zuflufsgeschwindigkeit eine constante Summe bildet, und welcher herbeigeführt wird entweder
a) durch Anordnung einer zu jeder Kammer gehörigen kleinen Hülfskammer
(z. B. Fig. 2 bis 7 der beiliegenden Zeichnung), welcher mit ihrer Hauptkammer durch eine kleine Oeffnung a
communicirt, und in welche dadurch eine mit der Fülldauer veränderliche, compensirend wirkende Flüssigkeitsmenge eindringt; oder
b) durch Anordnung einer ebensolchen Hülfskammer, in welche eine compensirend
wirkende Flüssigkeitsmenge aus der Hauptkammer durch Ueberlaufen über den Rand einfrierst; oder
c) durch eine passende Oeffnung im Boden jeder Kammer oder in deren Seitenoder
Zwischenwand, durch welche ein angemessener Theil des Inhalts der Kammer zum Zweck der Compensation
direct abgeführt wird; oder
d) durch Abzweigung oder directe Abführung eines Theiles des zufliefsenden
Strahles, z. B. durch Anbringung eines seitlichen Abflufsrohres an dem Sammeltrichter
H, Fig. 2, durch welches, so lange der Zuflufs andauert, eine der
Fülldauer des Mefsgefäfses proportionale, als gleichfalls compensirende Flüssigkeitsmenge
an dem Mefsgefäfs vorbei abgeführt wird.
2. Die Eintheilung eines Schaukeltroges für Niederdruckmesser in zwei Kammern durch
eine zur Drehachse senkrechte gerade oder eine in annähernd senkrechter Richtung
quer durch die Achse hindurchgehende gebrochene (in Fig. 3 dargestellte) Querwand.
3. Die Herstellung einer rotirenden Mefstrommel für Niederdruckmesser durch Eintheilung
einer cylindrischen, um ihre Achse drehbaren Trommel in zwei Kammern mittelst einer
zur Achse nahezu senkrechten Querwand (in Fig. 6 dargestellt).
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE22496T | 1882-11-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22496C true DE22496C (de) | 1883-07-20 |
Family
ID=299126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188222496D Expired DE22496C (de) | 1882-11-16 | 1882-11-16 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22496C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177971B (de) * | 1962-05-04 | 1964-09-10 | Mikromat Dresden Betrieb | Hub- und Ruecksprungeinrichtung fuer Werkzeugtraeger an Hinterarbeitungsmaschinen, insbesondere Hinterschleifmaschinen |
-
1882
- 1882-11-16 DE DE188222496D patent/DE22496C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177971B (de) * | 1962-05-04 | 1964-09-10 | Mikromat Dresden Betrieb | Hub- und Ruecksprungeinrichtung fuer Werkzeugtraeger an Hinterarbeitungsmaschinen, insbesondere Hinterschleifmaschinen |
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