DE224974C - - Google Patents

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DE224974C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B5/00Preservation of eggs or egg products
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A23B5/08Preserving with chemicals
    • A23B5/12Preserving with chemicals in the form of liquids or solids

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
■- M 224974 KLASSE 53 c. GRUPPE
LEO CARLBERGER in MÖDLING b.WIEN.
Eier-Konservierungsanlage. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. April 1909 ab.
Es sind bereits Vorrichtungen zum Konservieren von Eiern bekannt, bei denen die in geeigneten Behältern befindlichen Eier während der Einwirkung des Konservierungsmittels gleichzeitig gewendet werden können,
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Konservierungsanlage dieser Art, deren Gesamtanordnung es ermöglicht, Geflügeleier verschiedener Gattung in einer beliebigen Menge jahrelang in bezug auf Geschmack, Geruch, Lage der Dotter und spezifisches Gewicht des Eiinhaltes unverändert aufzubewahren. Die Anlage besteht aus Etagengestellen zur Aufnahme von in bekannter Weise mit einer Konservierungsflüssigkeit gefüllten, für den Handelsverkehr und zum Aufbewahren im Haushalt unmittelbar geeigneten Gefäßen, die einerseits besondere Verschlüsse besitzen, andererseits gemeinsam von einer Stelle aus in einheitlicher Weise gewendet werden können.
Der Verschluß der Aufbewahrungsgefäße wird durch die Adhäsion des als Sperrflüssigkeit wirkenden Konservierungsmittels an der Wandung einer kapillaren Bohrung bewirkt
und läßt die Flüssigkeit bei Überdruck (Ausdehnung) austreten, verhindert aber den Luft-. zutritt bei Niederdruck (Zusammenziehung).
Das Wenden der Gefäße zwecks Konstänterhaltung der Mittellage der Eidotter sowie zum Durchmischen der Konservierungsflüssigkeit erfolgt durch Wälzen· der Gefäße mittels eines dieselben schiebenden Rechens.
Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. 1 und 2 ein die Aufbewahrungsgefäße und die Wendevorrichtungen enthaltendes Etagengestell in Querschnitt bzw. Ansicht und in den Fig. 3 und 4 den Verschluß der Aufbewahrungsgefäße in Draufsicht bzw. teilweise geschnittener Seitenansicht.
In einem Etagengestell α sind zylindrische Aufbewahrungsgefäße b auf Lagen c von Stroh oder Holzwolle horizontal gelagert. Diese Gefäße, die zur direkten Aufnahme der Eier dienen, werden in bekannter Weise mit einer zum Konservieren geeigneten Flüssigkeit, wie Lösungen von Salizylsäure, Salz, Kalkmilch u. dgl. gefüllt und sodann verschlossen.
Der Verschluß besteht aus einem Deckel d, der beim gezeichneten Ausführungsbeispiel (Fig. 4) unter Verwendung eines elastischen Dichtungsringes e auf einem Verschlußring f ruht und mittels eines mit Haken g1 unter den Rand f1 desselben fassenden Bügels g durch Verdrehung des letzteren gegen Keilflächen f2 des Randes f1 gepreßt wird. Der Verschlußring f ist auf dem Gefäß aufgelötet oder mit demselben mittels Kitt h o. dgl. verbunden, kann jedoch auch aus einem Stück mit dem Gefäß b hergestellt sein. Der Deckel d hat auf der Oberseite einen zentralen Griffzapfen d1, in welchem eine kapillare Längsbohrung iü2 vorgesehen ist; diese hat den Zweck, bei horizontaler Lagerurig des verschlossenen Gefäßes (Fig. 1 und 2) die zur Konservierung dienende Flüssigkeit bei Druck-Schwankungen, die sich aus Temperaturänderungen ergeben, aus den Gefäßen wohl austreten zu lassen, den Luftzutritt aber zu verhindern. Ohne diese Einrichtung würde die in der Wärme sich ausdehnende Flüssigkeit
in die im Innern der Eier stets vorhandenen Lufträume eintreten und das Verderben der Eier bewirken.
Um einerseits die Eidotter ständig in ihrer Mittellage im Eiweiß zu erhalten, andererseits die Konservierungsflüssigkeit in sicherer Weise durchzumischen, sind ferner Wendevorrichtungen vorgesehen, die im wesentlichen aus je einem durch jede Etage des Gestelles a hindurchreichenden Rechen bestehen. Dieser wird von einem über Rollen i horizontal geführten Laufbrett k und von an diesem befestigten vertikalen Scheidewänden m gebildet, die untereinander und mit dem Laufbrett k mittels eines Rückenbrettes η verbunden sind. In den so gebildeten Abteilungen lagern die Gefäße b auf ihren Wandungen, so daß bei Verschiebung des Rechens in der Längsrichtung alle unter ihm befindlichen Behälter auf ihrer Unterlage gleichzeitig gewälzt bzw. gewendet werden.
Diese Rechen bzw. Wendevorrichtungen können naturgemäß in einfacher Weise und beliebiger Anzahl mittels Zugvorrichtungen, Rollenführungen und Winden gekuppelt und gemeinsam betätigt werden.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Eier-Konservierungsanlage, gekennzeichnet durch Etagengestelle zur Aufnahme von in bekannter Weise mit einer Konservierungsflüssigkeit gefüllten, mittels Wendevorrichtungen gleichzeitig und einheitlich dreh- oder wälzbaren, für den Handelsverkehr unmittelbar geeigneten Aufbewahrungsgefäßen, deren Verschluß die Konservierungsflüssigkeit bei Überdruck (Ausdehnung) austreten läßt, den Luftzutritt bei Niederdruck (Zusammenziehung) aber verhindert.
  2. 2. Gefäßverschluß mit durch Bügel andrückbarem Deckel für die Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet diirch eine in einem zentralen Griffzapfen (d1) des Deckels vorgesehene kapillare Längsbohrung (d2), in welcher die Konservierungsflüssigkeit durch Adhäsion an der Bohrungswandung als Sperrflüssigkeit wirkt.
  3. 3. Wendevorrichtung für die Anlage gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch je einen durch jede Etage des Gestelles hindurchreichenden Rechen, dessen Laufbrett (k) horizontal über Rollen (i) geführt ist, und dessen Zahne als vertikale Scheidewände (m) ausgebildet sind, welche zwisehen die liegend angeordneten Aufbewahrungsgefäße greifen, so daß letztere bei Verschiebung des Rechens auf ihrer Unterlage gleichzeitig gewälzt bzw. gewendet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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