DE2255187B2 - Seilfahrgerät bzw. Bergungsgerät - Google Patents

Seilfahrgerät bzw. Bergungsgerät

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DE2255187B2 DE19722255187 DE2255187A DE2255187B2 DE 2255187 B2 DE2255187 B2 DE 2255187B2 DE 19722255187 DE19722255187 DE 19722255187 DE 2255187 A DE2255187 A DE 2255187A DE 2255187 B2 DE2255187 B2 DE 2255187B2
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    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B1/00Devices for lowering persons from buildings or the like
    • A62B1/06Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Seilfahrgerät bzw. Bergungsgerät für Drahtseilbahnen und Sessellifte, desten Gehäuse ein mit zwei Laufrollen versehenes und zum Übergreifen des Seiles vorgesehenes Oberteil und ein etwa kastenförmiges Unterteil aufweist, in dem eine in ihrer Anpreßkraft an das Seil vom am Bergungsgerät hängenden Bergungsmann über einen Betätigungshebei regulierbare, in ihre Bremsstellung vorgespannte und mittels einer Rastklinke in ihrer Freigabestellung arretierbare Bremsbacke angeordnet ist, und das außerdem eine Feststellbremse und Sicherungsteile aufweist, die das vum Gerät übergriffene Seil in der betriebsstellung an einem etwaigen seitlichen Herausrutschen aus dem Gehäuse hindern.
Bei einem solchen bekannten, in der DT-PS 9 26 370 beschriebenen Seilfahrgerät ist der zum Übergreifen des Seiles bestimmte Gehäuseteil als ein an den unteren Gehäuseteil schwenkbar angelenkter Deckelteil ausgebildet, der in der das Seil übergreifenden Schließstellung am unteren Gehäuseteil über einen durch entsprechende ösen in Längsrichtung des Seiles durchschiebbaren Scharnierstift verriegelt wird. Damit die Verriegelungsstellung des Deckelteils vor dem Einschieben des Scharnierstiftes gesichert werden kann, ist am Deckelteil noch ein Klinkenhebel gelagert, der in der Schließstellung in eine Halteöse des unteren Gehäuseteiles eingreift
Diese bekannte Konstruktion des Seilfahrgerätes ist vor allem deshalb nachteilig, weil das Gerät nur umständlich zu handhaben ist. Wenn man berücksichtigt, daß das Seilfahrgerät bei einer Betriebsunterbrechung von der Bergstation aus aufeinanderfolgend zu allen Kabinen oder Sesseln herabgefahren werden muß und das Seilfahrgerät von dem von ihm transportierten Bergungsmann an jeder Gondel bzw. jedem Sessel vom Seil abgenommen und an der Gondel bzw. am Sessel vorbei auf den talseitig anschließenden Teil des Seils umgesetzt und gesichert werden muß, dann ist es verständlich, daß die vorgenannte komplizierte Handhabung, zu der stets beide Hände des Bergungfmannes notwendig sind, ungünstig und vor allem auch gefahrvoll ist, weil der Bergungsmann oberhalb der Gondel bzw. des Sessels praktisch ohne Sicherung arbeiten
Bei einem anderen bekannten Seilfahrgerät, bei dem das zur Lagerung der Laufrollen dienende Oberteil des Gehäuses mit dem Gehäuseunterteil einstückig verbunden ist. dient ein nach dem Aufbringen des Gerätes auf das Seil nach unten an das Gehäuseunterteil heranklapobarer Sicherungsbügel zugleich zur Übernahme der sich aus der Aufhängung ergebenden Zugkräfte, so daß auch hier eine Belastung des Gerätes durch den Bergungsmann erst möglich ist, nachdem dieser den Sicherungsbügel in seine Schließstellung gebracht hat. Außerdem weist dieses Seilfahrgerät keine zusätzliche Feststellbremse auf und bietet deshalb keine ausreichende Sicherung gegenüber einem Abrutschen des Gerätes entlang dem Seil. Diese Mängel der bekannten Geräte sind im übrigen auch deshalb störend, weil der Bergungsmann, der während der Seilfahrt beispielsweise in einer an das Seilfahrgerät angehängten Schlinge sitzt, in der Regel auch noch ein geeignetes Abseilgerät für die zu bergenden Personen mit sich führen muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dem das Seilfahrgerät benutzenden Bergungsmann die Handhabung des Gerätes zu vereinfachen und damit zugleich dessen Sicherheit bei der Bergungsarbeit zu erhöhen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuse aus einem einseitigen, in das jeweils U-förmige Ober- und Unterteil übergehenden Steg besteht und durch an seiner Außenseite verlaufende Klammern od. ä. versteift ist. während die Sicherungsteile ausschließlich aus unbelasteten Schwenkriegeln od. dgl. bestehen.
Ein so ausgebildetes Seilfahrgerät ermöglicht eine Einhandbedienung, d. h, das Gerät kann von dem beispielsweise auf einer Gondel stehenden Bergungsmann mit einer Hand so von e ner Seite her in das Seil eingehängt werden, daß es schon unmittelbar anschließend von ihm mit seinem Gewicht belastet werden kann, noch bevor die Schwenkriegel in ihre Verriegelungsstellung gebracht werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Schenkel jeder Federklemme von einem Vierkantabschnitt eines am Schwenkriegel gelagerten und zum Ausklinken der Federklemmen durch Spreizen dienenden Drehknopfes od. dgl. durchsetzt.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen konstruktive Einzelheiten des erfindungsgemäßen Seilfahrgerätes.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; es zeigt
F i g. 1 das Seilfahrgerät in einer auf .seine Einbrin-
gungJöffnung für das Sei! gerichteten Ansicht,
F i g. 2 das Seilfahrgerät in einem Querschnitt nach der Linie H-H der F ig. 3,
Fig.3 dasselbe Gerät in einem Längsschnitt nach der Linie IH-III der F ig. 2 und
F i g. 4 dasselbe Gerät in einer Rückansicht.
Das dargestellte Seilfahrgerät weist ein Gehäuse 1 in Form eines von einer Seite her auf das Seil 2 aufsetzbaren U-förmigen Bügels auf, der durch zwei an seiner Außenseite vorgesehene Klammern 3 derart versteift ist, daß er ohne zusätzliche Verbindungselemente alle vom Seil 2 über zwei an seinem Oberteil gelagerte Laufrollen 4 aufgenommenen betriebsmäßigen Belastungen ohne Gefahr einer Verformung aufnehmen kann. Im Gehäuseunterteil ist eine Bremsbacke 5 gelagert, die über Schraubendruckfedern 6 nach oben zum Seil 2 hin vorgespannt, jedoch über einen im Gehäuse t gelagerten Nocken 7 in ihre das Seil 2 freigebende Stellung gebracht werden kana Auf einem den Nocken 7 tragenden Lagerbolzen 8 ist außerhalb des Gehäuses t ein Betätigungshebel 9 festgelegt, durch dessen Herabschwenken bei auf dem Seil 2 befindlichen Seilfahrgerät die Bremsbacke S gegenüber dem Seil 2 nach Belieben so weit gelöst werden kann, daß die gewünschte Fahrgeschwindigkeit des Gerätes entlang dem Seil 2 erreicht wird. Die Handhabung des Betätigungshebels 9 kann in bequemer Weise durch den in einer nicht dargestellten Seilschlinge hängenden Bergungsmann erfolgen. Die beiden oberen Enden der den Bergungsmann tragenden Seilschlinge sind dabei in die beiden am Gehäuse 1 angebrachten ösen 10 eingehängt.
Damit die Bremsbacke 5 zum Aufbringen des Seilfahrgerätes auf das Seil 2 und auch zum Abnehmen des Gerätes ganz vom Seil 2 gelüftet werden kann, ist am Betätigungshebel 9 noch eine von diesem her betätigbare Sperrklinke 11 gelagert, die mit einem am Gehäuse 1 festgelegten Zahnsegment 12 in Eingriff gebracht werden kann.
In Richtung des Seils 2 ist im Gehäuse 1 neben der Bremsbacke 5 weiterhin ein Bremsklotz 13 geführt, der durch Zugfedern 14 in seine das Seil 2 freigebende Stellung orgespannt ist. Er kann jedoch durch einen im Gehäuse 1 gelagerten Nocken 13 gegen das Seil 2 angedrückt werden. Zu diesem Zweck ist auf einem den Nocken 15 tragenden Lagerbolzen 16 außerhalb des Gehäuses 1 ein Handhebel 17 festgelegt, durch dessen Abwärtsschwenkung bei auf das Seil 2 aufgebrachtem Gerät der Bremsklotz 13 als Feststellbremse wirkt. Zur Feststellung dient dabei eine am Handhebel 17 gelagerte Sperrklinke 18, die in nicht besonders dargestellter Weise nachgiebig federnd gegen ein am Gehäuse 1 festgelegtes Zahnsegment 19 vorgespannt ist. Die Sperrklinke 18 rastet bei zwischen den oberen Laufrollen A und dem Bremsklotz 13 festgeklemmtem Seil 2 von selbst in das Zahnsegment 19 ein und hält das Seil- SS fahrgerät damit in der gerade eingenommenen Stellung am Seil 2 fest Zum Lösen der Feststellbremse muß dann in der bei Kraftfahrzeugbremsen üblichen Weise zunächst ein am freien Ende des Handhebels 17 befindlicher Druckknopf 20 betätigt werden.
Damit das Seil 2 während der Seilfahrt nicht etwa auf Grund irgendeiner Unregelmäßigkeit, beispielsweise einer Spleißstelle des Seils, nach der offenen Seite des Gehäuses 1 hin abrutschen kann, sind am Oberteil des Gehäuses 1 an dessen Vorderseite, und zwar gemaß dem Ausführungsbeispiel zugleich an den Lagerholzen 21 der Laufrollen 4, Schwenkriegel 22 gelagert, die bei auf das Seil 2 aufgebrachtem Seilfahrgerät nach unten, jeweils über einen Fixie'rstift 23 geschwenkt werden können, der sich am Gehäuseunterteil befindet An jedem Schwenkriegel 22 ist im übrigen eine Federklemme 24 gelagert die in der dargestellten Verriegelungsstellung mit ihren beiden dicht nebeneinander nach unten ragenden freien Schenkeln 25 und 26 in eine Ringnut 27 am äußeren Ende des zugeordneten Fixierstiftes 23 an gegenüberliegenden Seiten eingreift Damit jede Federklemme 24 mit ihrem freien Ende über das äußere Ende des zugeordneten Fixierstiftes 23 gebracht werden kann, sind die Federklemmen 24 auf den Lagerbolzen 21 mit entsprechendem Spiel gelagert Sie werden jedoch als zusätzliche Sicherung gegenüber einem ungewollten Abschwenken von den Fixierstiften 23 jeweils über eine auf das äußere Ende des zugeordneten Lagerbolzens 21 aufgebrachte und an dessen äußerem Ende abgestützte Schraubenfeder 28 an das Gehäuse 1 nachgiebig angedrückt; vgl. F i g. 2.
Wie aus F i g. 1 und 2 weiterhin ersichtlich ist, ist an jedem Schwenkriegel 22 noch ein Drehknopf 29 gelagert, der zwischen die beiden Schenkel 25 und 26 der zugeordneten Federklemme 24 mit einem Vierkantabschnitt 29' eingreift, dessen Kantenlänge gerade dem in der Sicherungsstellung (vgl. Fig. 1) eingenommenen gegenseitigen Abstand zwischen den beiden Schenkeln 25 und 26 der Federklemme 24 entspricht. Wenn das Seilfahrgerät vom Seil 2 abgenommen werden soll, dann kann der noch am Gerät hängende Bergungsmann bei am Seil 2 festgestelltem Gerät bequem zunächst die Drehknöpfe 29 so drehen, daß er anschließend die Schwenkriegel 22 von den Fixierstiften 23 abheben und in ihre Freigabestellungen nach oben schwenken kann. Er braucht dann zum späteren Umsetzen des Seilfahrgerätes auf eine talseitig eines Sesselliftes oder einer Gondel befindlichen Stelle, während er beispielsweise auf der Gondel stehend mit einer Hand sich festhält, lediglich mit der anderen freien Hand das Seilfahrgerät vom Seil abzunehmen und auf die neue Stelle des Seiles 2 herüberzuheben. Erleichtert wird das Tragen des Seilfahrgerätes noch durch einen an der Oberseite des Gehäuses 1 zwischen den beiden Klammern 3 angeordneten Tragegriff 30.
Während die Handhabung des Betätigungshebels 9 allein an dessen Handgriff 31 infolge der unerläßlichen großen Federkräfte der Schraubendruckfedern 6 verhältnismäßig große Kräfte erfordert was wiederum eine feine Einregulierung der jeweils benötigten Bremskraft von Hand erschwert, weist der Betätigungshebel 9 im Bereich seines Handgriffes 31 noch einen an ihm gelagerten Schwenkhebel 32 auf, der über einen Bowdenzug 33 auf den einen Arm 34 eines ebenfalls am Betätigungshebel 9 gelagerten Winkelhebels 35 einwirkt, dessen anderer Arm 36 in die Zähne eines am Gehäuse 1 festgelegten Zahrsegments 37 eingreift. Dabei wird durch den Winkelhebel 35 und den Schwenkhebel 32 eine solche Übersetzung erzielt, daß einem nur sehr kleinen Winkelweg des Betätigungshebels 2 bereits ein mindestens etwa doppelt so großer Winkelweg des Schwenkhebels 32 zugeordnet ist. Infolgedessen kann die jeweils gewünschte Bremswirkung der Bremsbacke 5 von der zugleich den Handgriff 31 und den Schwenkhebel 32 umfassenden Hand des Bergungsmannes feinfühlig einreguliert werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Palentansprüche:
1. Seilfahrgerät bzw. Bergungsgerät für Drahtseilbahnen und Sessellifte, dessen Gehäuse ein mit zwei Laufrollen versehenes und zum Obergreifen des Seiles vorgesehenes Oberteil und ein etwa kastenförmiges Unterteil aufweist, in dem eine in ihrer Anpreßkraft an das Seil vom am Bergungsgerät hängenden Bergungsmann über einen Betätigungshebel regulierbare, in ihre Bremsstellung vorgespannte und mittels einer Rastklinke in ihrer Freigabestellung arretierbare Bremsbacke angeordnet ist, und das außerdem eine Feststellbremse und Sicherungsteile aufweist, die das vom Gerät über- :s griffene Seil in der Betriebsstellung an einem etwaigen seitlichen Herausrutschen aus dem Gehäuse hindern, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) aus einem einseitigen, in das jeweils U-förmige Ober- und Unterteil übergehenden Steg besteht und durch an seiner Außenseite verlaufende Klammern (3) od. ä. versteift ist. während die Sicherungsteile ausschließlich aus unbelasteten Schwenkriegeln (22) od. dgl. bestehen.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkriegel (22) am Oberteil des Gehäuses (1) gelagert und durch Federklemmen (24) sicherbar sind, die in Ringnuten (27) von am Unterteil des Gehäuses (1) angeordneten Fixierstiften (23) eingreifen.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (25 und 26) jeder Federklemme (24) von einem Vierkantabschnitt (29') eines am Schwenkriegel (22) gelagerten und zum Ausklinken der Federklemmen (24) durch Spreizen dienenden Drehknopfes (29) od. dgl. durchsetzt sind.
4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) an seiner Oberseite einen Tragegriff (30) aufweist.
40
DE19722255187 1972-11-10 1972-11-10 Seilfahrgerät bzw. Bergungsgerät Expired DE2255187C3 (de)

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DE2255187A1 DE2255187A1 (de) 1974-05-30
DE2255187B2 true DE2255187B2 (de) 1975-09-04
DE2255187C3 DE2255187C3 (de) 1976-04-15

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FR2206220A1 (de) 1974-06-07
CH565065A5 (de) 1975-08-15
IT999282B (it) 1976-02-20

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