DE2256995A1 - Verfahren zur herstellung eines fluessigkeitsfilters - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines fluessigkeitsfiltersInfo
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Description
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Anlage zur
Patentanmeldung
Patentanmeldung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters aus einem in einem Gehäuseteil befestigten,
axial durchströmten Filterwickel, der aus spiralig um
ein Mittelrohr aufgewickeltem Filtermaterial besteht.
Bei der Herstellung derartiger Filter war es bisher üblich, das äußere, stirnseitige Ende des auf einem Mittelrohr spiralig
aufgerollten Filtermaterials zuerst mit dem Wickel selbst zu verkleben. Danach wurde am äußeren Umfang des Nikkeis
ein breiter Klebstoffwulst aufgetragen und der so vorbereitete
Wickel in ein büchsenförmiges t Gehäuse eingeführt,,
wobei überschüssiger Klebstoff am Rand des Gehäuses hängen-
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blieb und von Hand entfernt werden mußte. Der verfestigte Zweikomponentenkleber bildete eine dichte, feste Verbindung
zwischen dem papiernen Filtermaterial und dem metallnen Gehäuse. Dieses Verfahren läßt sich nur schwer weiter vereinfachen und automatisieren.
Ferner ist es auch bekannt, eine zickzäckförmig gefaltete
und zu einem Ring gebogene Filterpapierbahn so zwischen einem Gehäuseteil und einem Mittelrohr anzuordnen, daß die
Faltkanten des Balgs vom Mittelrohr sternförmig nach außen verlaufen. Beim Zusammenbau wird zuerst der Balg mit Hilfe
einer im Gehäuseteil liegenden Thermoplastfolie mit dem Gehäuseteil selbst dicht und fest versiegelt; danach erst wird
der Stoß des noch offenen Mittelrohrs versiegelt. Dieses Herstellverfahren
verwendet bereits Thermoplastmaterial und eignet sich für eine weitgehende Automatisierung der Verfahrensschritte, läßt sich aber nur bei dem erwähnten Filterwickel
in sogenannter Axialsterribauart anwenden, der infolge des offenen
Mittelrohrs leicht in ein Gehäuseteil einsetzbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines eingangs erläuterten Flüssigkeitsfilters anzugeben, das
möglichst einfach ist und sich damit besonders gut für eine rationelle Massenfabrikation eignet.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß vor dem Einbau des Filterwickels in das Gehäuseteil um den Umfang des
Filterwickels herum eine aus Thermoplast bestehende Kleberraupe gelegt wird, die in warmem Zustand mittels gekühlter
Formbacken auf gegenüber den zugeordneten Innenabmessungen des Gehäuseteils angepaßte Abmessungen gedruckt wird, wonach
der Filterwickel in das auf eine über den Erweichungspunkt des Thermoplasts erhitzte Gehäuseteil eingeführt und danach
abgekühlt wird, wobei das erstarrende Thermoplast eine dichte, feste Verbindung zwischen Gehäuseteil und Filterwickel
herstellt. .
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Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß der Filterwickel wegen
seiner geschaffenen Formgenauigkeit sehr einfach in das Gehäuseteil eingebaut werden kann und sich dieser Vorgang leicht
automatisieren läßt und auch keinerlei Nachbehandlungen erforderlich
sind.
Besonders zweckmäßig gestaltet sich.das Verfahren durch die
Verwendung eines Heißschmelzklebers mit einem bestimmten Erweichungspunkt..
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegehstandes
ergibt sich darm, wenn gleichzeitig mit dem Aufbringen
der ringförmigen Kleberraupe am Umfang des Filterwickels eine
zweite Kleberraupe entlang der Schnittstelle des spiralig aufgewickelten Filtermaterials angebracht wirds die ebenfalls durch
gekühlte Formbacken auf eine mit dem Innern des Gehäuseteils
abgestimmte Form gedrückt wird» '
Damit kann das Aufbringen des Klebstoffs sowohl zum dichten Befestigen
des Filterwickels im Gehäuseteil als auch zum Befestigen des Endes der spiralig aufgerollten Filtermaterialbahn am
Filterwickel und zum Abdichten eines spiraligen Raumes im Wickel mit einem einzigen Arbeitsgang erledigt werden. Nach dem Drücken
auf Maß und Form mittels gekühlter Formbacken liegt somit ein formstabiler Filterwickel vor, der ohne Schwierigkeiten unmittelbar
von einer nachfolgenden Maschinenautomatik übernommen
werden oder auch beliebig lang gelagert werden kann.
Weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen sowie
der Beschreibung.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird anhand der Zeichnung näher erläutert, die in vereinfachter Weise einzelne
Filterelemente nach verschiedenen Verfahrensschritten zeigt. Es zeigen
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Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Filterwickels beim Wickelvorgang;
Fig. 2 den Filterwickel nach beendetem Wickelvorgang, auf Maß geschnitten und mit Kleberraupen
versehen;
Fig. 3 den Filterwickel nach Fig. 2 mit auf Maß und Form gedrückten Kleberraupen;
Fig. 4 das Einsetzen des Filterwickels in ein erhitztes
Gehäuseteil.
Fig. 1 zeigt einen Filterwickel 10, der aus einer aufgewickelten Filtermaterialbahn 11 mit V-förmigem Querschnitt besteht,
die unter Beifügung eines Thermoplastklebers 12 über eine Düse 12' spiralig um ein Mittelrohr 13 gewickelt ist, so daß
sich zwei spiralenförmige, jeweils zu einer Stirnseite 14, 15
hin offene Räume 16, 17 im Filterwickel bilden. Dieser auf einer
Wickelmaschine herstellbare Filterwickel 10 wird bei Erreichen eines vorbestimmten Durchmessers auf Maß geschnitten und
sodann von einer automatischen Einrichtung übernommen. In dieser Einrichtung wird der Filterwickel 10, wie Fig. 2 näher
zeigt, in einem einzigen Arbeitsgang um seinen Umfang herum mit einer ersten Kleberraupe 18 und entlang dem äußeren Ende 19 der
Filtermaterialbahn 11 mit einer zweiten Kleberraupe 21 überzogen. Das Auftragen der ersten und zweiten Kleberraupe 18 bzw.
geschieht kontinuierlich.
Die Kleberraupen 18, 21 bestehen aus einem über seinen Erweichungspunkt
erhitzten und damit zähflüssigen Heißschmelzkleber aus der Gruppe der Thermoplaste, der eine dichte, feste Verbindung
zwischen dem Papier des Filterwickels 10 und dem Metall eines Gehäuseteils 22 ermöglicht. Die noch warmen Kleberraupen
18, 21 werden von gekühlten Formbacken auf Maß und Form gedrückt, wobei sich auf dem Rücken der Kleberraupen 18, 21 glatte
Flächen 23, 24 ausbilden. Der Außendurchmesser der ringförmig verlaufenden Fläche 23 weist vorteilhafterweise ein geringes
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Übermaß in Bezug auf den zugeordneten Innendurchmesser des Gehäuseteils
22 auf. Aus Gründen des Zusammenbaus ist es vorteilhaft, die Fläche 24 auf einen etwas kleineren Durchmesser zu
drücken als derjenige der Fläche 23, so daß am Übergang beider Flächen 24, 23 ein kleiner Absatz 25 ausgebildet ist. Der Filterwickel
10 ist damit als solcher fertig und durch den beim Abkühlen erstarrenden Heißschmelzkleber relativ formstabil; er
kann daher Je nach Bedarf unmittelbar weiterverarbeitet oder gelagert werden.
Fig. 4 zeigt das Einsetzen des Filterwickels 10 in das Gehäuseteil
22, das lediglich in der Klebezone über den Erweichungspunkt des verwendeten Heißschmelzklebers hinaus erhitzt ist.
Beim Erhitzen dehnt sich das Gehäuseteil 22 aus und erleichtert das Einführen des Filterwickels 10. Beim Einführen schmelzen
lediglich die äußeren Schichten der Kleberraupe 18, wodurch die
Klebefähigkeit des Heißsehmelzklebers aktiviert wird. Durch anschließendes
Abkühlen erstarrt der Heißschmelzkleber und bildet dann eine dichte und feste Verbindung zwischen dem Filterwickel
10 und dem Gehäuseteil 22. Beim Abkühlen zieht sich auch das Gehäuseteil 22 wieder zusammen und begünstigt das Erreichen einer
sicheren Abdichtung. Eine Nachbehandlung ist nicht erforderlich; ein nicht dargestellter Deckel kann in üblicher Weise
auf das Gehäuseteil 22 gesetzt und dicht befestigt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die gezeigte Filterbauart beschränkt. So kann der Filterwickel anstelle der·
kreisrunden Form auch z.B. einen ovalen Querschnitt aufweisen.
Auch kann der Filterwickel anstelle des büchsenförmigen Gehäuse—
teils mit einem flachen Deckel auf gleiche .Weise zu einem Einbaufilter
montiert werden. Ferner ist das Verfahren auch auf einen Filterwickel anwendbar, dessen Filtermaterialbahn anstelle der
gezeigten Bahn mit V-förmigem Querschnitt aus zwei einzelnen Papierbahnen besteht, die in an sich bekannter Weise spiralig
aufgerollt werden. .·
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Claims (7)
1.)Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters aus einem
in einem Gehäuseteil befestigten, axial durchströmten Filterwickel, der aus spiralig um ein Mittelrohr aufgewickeltem
Filtermaterial besteht, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einbau des Filterwickels (10) in das Gehäuseteil (22) um den
Umfang des Filterwickels (10) herum eine aus Thermoplast bestehende Kleberraupe (18) gelegt wird, die in warmem Zustand
mittels gekühlter Formbacken auf gegenüber den zugeordneten Innenabmessungen des Gehäuseteils (22) angepaßte Abmessungen
gedrückt wird, wonach der Filterwickel (10) in das auf eine über den Erweichungspunkt des Thermoplaste erhitzte Gehäuseteil
(22) eingeführt und danach abgekühlt wird, wobei das erstarrende Thermoplast eine dichte, feste Verbindung zwischen
Gehäuseteil (22) und Filterwickel (10) herstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dab
Thermoplast ein Heißschmelzkleber mit einem vorgegebenen Erweichungspunkt
ist.
3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig
mit dem Aufbringen der ringförmigen Kleberraupe (18) am Umfang des Filterwickels (10) eine zweite Kleberraupe (21)
entlang der Schnittstelle (19) des spiralig aufgewickelten
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Filtermaterials angebracht wird, die ebenfalls durch gekühlte
Formbacken auf eine mit dem Innern des Gehäuseteils (22) abgestimmte Form gedruckt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß beim Drücken der Kleberraupe auf-Maß diese gleichzeitig auf Form gedruckt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4-9 dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Formbacken auf Maß gedrückte, erste Kleberraupe (18) einen größeren Außendurchmesser aufweist als
der zugehörige Innendurchmesser des Gehäuseteils (22).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5s dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Formbacken auf Maß gedrückte, zweite Kleberraupe (21) einen kleineren Außendurchmesser aufweist als
der zugehörige Innendurchmesser des Gehäuseteils (22)c
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseteil (22) nur in einem der ersten Kleberraupe (18)
zugeordneten Bereich über den Erweichungspunkt des Thermoplaste erhitzt wird. - s
8- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 75 dadurch gekennzeichnet,
daß die ringförmige Kleberraupe (18) in einem Bereich angeordnet wird, der beim Einbau des Filterwickels (10)
in das Gehäuseteil (22) zuletzt in das Gehäuseteil. (22) eingeführt wird.
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Priority Applications (13)
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| DE2256995A1 true DE2256995A1 (de) | 1974-05-22 |
| DE2256995B2 DE2256995B2 (de) | 1977-06-02 |
| DE2256995C3 DE2256995C3 (de) | 1978-01-19 |
Family
ID=
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|---|---|---|---|---|
| DE2547904A1 (de) * | 1975-10-25 | 1977-04-28 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren zum herstellen eines filtergehaeuses |
| EP0096306A3 (de) * | 1982-05-28 | 1984-04-11 | Amf Incorporated | Filterelement mit mikroporöser Ultrafiltrationsmembran |
| CN109758833A (zh) * | 2019-03-07 | 2019-05-17 | 珠海瑞科斯自动化设备有限公司 | 压布装置和自动滤芯包布机 |
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Also Published As
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| JPS5737370B2 (de) | 1982-08-09 |
| PL91253B1 (de) | 1977-02-28 |
| SU559625A3 (ru) | 1977-05-25 |
| DE2256995B2 (de) | 1977-06-02 |
| FR2206967A1 (de) | 1974-06-14 |
| ATA969873A (de) | 1976-02-15 |
| JPS4983054A (de) | 1974-08-09 |
| IT1001821B (it) | 1976-04-30 |
| BR7309072D0 (pt) | 1974-08-29 |
| GB1446918A (en) | 1976-08-18 |
| FR2206967B1 (de) | 1977-03-11 |
| US4065341A (en) | 1977-12-27 |
| AT332889B (de) | 1976-10-25 |
| BE807562A (fr) | 1974-03-15 |
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| ES420699A1 (es) | 1976-04-16 |
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