DE2258024B2 - Herstellungsverfahren für eine mehrlagige Spule und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Herstellungsverfahren für eine mehrlagige Spule und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf ein Herstellungsverfahren für eine ohne Isolierzwischcnschichten auf
einem mit stirnseitigen Flanschen versehenen mit rechteckigen Spulenträger gewickelte mehrlagige Spule
für Transformatoren und Drosselspulen, bei der die Druckbeanspruchung zwischen den einzelnen Lagen
aufgehoben wird.
Es ist bereits ein derartiges Herstellungsverfahren bekannt (DT-AS 17 63 159), das den Vorteil zeigt, daß
die Lebensdauererwartung wesentlich erhöht wird, indem die Druckbeanspruchung der einzelnen Lagen der
Spulen untereinander aufgehoben werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß die Abstandshalterungen auf
den Spulenträgern angeordnet sind und darauf die Wicklungen im Abstand vom Spulenträger gewickelt
und nach Beendigung des Wickelvorganges die Abstandshalterungen wieder entfernt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses Herstellungsverfahren so zu verbessern,
daß die Wickelhöhe an der Stirnseite der Spule verkleinert werden kann, ohne daß dabei Druckspannungen
auftreten, die die thermische Festigkeit der Isolation gefährden.
Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung besteht darin, daß an zwei gegenüberliegenden Stirnseiten
der Spule die Wicklung mindestens in einem beidseitigen Abstand ohne seitüchen Flansch gewickelt
wird und daß anschließend ein Druck quer zur Wicklungsachse zur Verkleinerung der Schichthöhe auf die
Spulenwicklung ausgeübt wird.
Dadurch wird die Spule an der Stirnseite etwa pilzförmig
ausgebildet, weil durch den stirnseitigen Druck die einzelnen Windungen seitlich ausweichen, da die
mittlere Windungslänge größer ist als beim direkten Wickeln auf die Grundfläche des Spulenkörpers.
Durch die Erfindung kann die Höhe an den Stirnseiten der Spule auf die Hälfte gegenüber dem Höhenmaß
im Kernfenster reduziert werden.
Darüber hinaus ist von großer Bedeutung, daß bei gleichen elektrischen und thermischen Eigenschaften
beispielsweise eines Vorschaltgerätes der Aktivteil sich gegenüber den bekannten Spulen erheblich verkleinert.
Dadurch kann die Länge beispielsweise von Vorschaltgeräten verringert werden, und auch die Aufwendungen
an Wickelkupfer liegen entsprechend niedriger.
Durch die erwähnte Herstellung des Wickelkopfes liegen die beiden Wickelköpfe stets kraftschlüssig an
dem Gehäuse beispielsweise eines Vorschaltgerätes an, und hierdurch wird eine definierte gute Ableitung der
Wärme aus dem Aktivteil zur Gehäuseoberfläche erreicht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der Druck durch zwei planparallelc Flächen ausgeübt wird.
Dabei kann vorteilhaft sein, daß als planparallele Flächen zwei Gehäuseteile eines Vorschaltgerätes verwendet
sind. Auf diese Weise kann nämlich die Maßnahme dieses durch die Erfindung erforderlichen Verfahrensschrittes
mit der Montage des Gehäuses des Vorschaltgerätes kombiniert werden, so daß der erfindungsgemäße
Verfahrensschritt nicht gesondert von der Montage durchgeführt werden muß.
Dies bedeutet natürlich, daß eine erhebliche Rationalisierung in der Weise eintritt, daß ein gesonderter Verfahrensschritt
durch die Erfindung nicht benötigt wird.
Die weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit
einem rechteckigen Spulenkörper vor, die darin besteht, daß zwei gegenüberliegende stirnseitige Flanschen
gegenüber den beiden anderen miteinander korrespondierenden Flanschen in einem Abstand angeordnet
sind.
Bei einem Spulenquerschnitt von etwa 40 χ 40 mm kann dieser Abstand bevorzugt 2 bis 3 mm betragen.
Schließlich kann nach einem weiteren Aspekt der Erfindung die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
auch so ausgebildet sein, daß die beiden Gehäuseteile zur Verbindung durch Bördelung mit gestanzten
Löchern und vorspringenden Teilen versehen sind, die in die Löcher durch Umbördelung eingreifbar sind. Dabei
ist besonders einfach und kostensparend, die beiden Gehäuseteile durch ihre durch das erfindungsgemäße
Herstellungsverfahren beschriebene Lage miteinander zu verbinden.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter
Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigt
F i g. 1 einen schematischen Schnitt nach der Linie A-Bdurch eine Spule nach F i g. 2,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Spule nach F i g. 1,
F i g. 3 eine Stirnarsicht auf ein Vorschaltgerät mit
eingebauter Spule nach der Erfindung und
Fig.4 eine Seitenansicht auf das Vorschaltgerät
nach F i g. 3.
F i g. 1 zeigt einen Spulenkörper 1 mit den Flanschen
2. 3.4 und 5. die gemäß der Erfindung um den Abstand c gegenüber den dahinterliegenden Flanschen 6, 7, 8
und 9 nach außen versetzt angeordnet sind, s. auch F i g. 2. Hierbei handelt es sich bereits um ein erfindungsgemäßes
Merkmal.
An Hand der F i g. 1 katin das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren erläutert werden. Zunächst wird
die Spule um den rechteckigen Spulenkörper 1 so weit gewickelt, daß die Wicklung 21 die Höhe α gegenüber
dem Spulenkörper I breitseitig. also in F i g. 1 oben und 'unten, einnimmt. Anschließend wird mit den beiden
planparallelcn Flächen 17 und 18 ein Druck in Richtung der Pfeile 19 und 20 auf die Wicklungen 21 der Spule
ausgeübt, so daß die Wicklungen die Form einnehmen, die durch ausgezogene Linien in F i g. 1 dargestellt ist
und mit in etwa »pilzförmig« bezeichnet werden kann. Dabei ist nicht erforderlich, daß die äußeren Lagen der
Wicklungen 21 die Flanschen 2. 3, 4 und 5 berühren. Auf diese Weise ist das Höhenmaß :i beidseitig auf das
Höhenmaß b reduziert, wie der F i g. 1 deutlich entnommen werden kann. Die Erfahrung hat gezeigt, daß
durch das erfindungsgemäße Verfahren das Maß ;) etwa auf die Hälfte reduziert werden kann. Dies bedeutet,
daß ein Gesammiaß von d beispielsweise 45 mm auf ein Maß von etwa 40 und 41mm reduziert werden
kann.
F i g. 2 zeigt, wie durch die Erfindung die Wicklungen 21 von oben gesehen im Bereich des Schnittes A-B ausgebaucht
sind, da die Flanschen 6, 7, 8 und 9 der beiden anderen gegenüberliegenden Stirnseiten des Spulenträgers
1 die Wicklungen in diesem Bereich zusammenhalten.
Der Spulenträger 1 kann hierbei vorteilhaft aus Kunststoff bestehen, wodurch die Form mit geringen
Kosten hergestellt werden kann.
F i g. 3 zeigt ein vollständiges Vorschaltgerät, in das die Spulen nach der Erfindung eingebaut worden ist.
Man sieht wieder die Wicklungen 21 wie in Fi g. 1, die aber hier zusammen mit dem Spulenträger 1 von den
Blechpaketen 16 und 22 ummantelt sind, die durch die Schweißnaht 23 zusammengehalten sind.
Gemäß der Erfindung ist hier die planparallele Fläche durch die beiden Gehäuseteile 9 und 10 gebildet,
die bei der Montage in Richtung der Pfeile 19 und 20 an Stelle der planparallelen Flächen 17 und 18 nach F i g. 1
zusammengedrückt werden. Danach erfolgt eine Umbördelung der Ansätze 14 und 15 des oberen Gehäuseteil
9 in Löcher 11, 12 und 13 des unteren Gehäuseteils 10, s. auch Fi g. 4. Diese Umbördelung hat sich als besonders
einfach und rationell erwiesen, zumal die hierbei auftretenden Toleranzen sehr leicht durch entsprechende
Dimensionierung der Löcher und der vorspringenden Teile 14 und 15 ausgeglichen werden können,
so daß eine Verbördelung genau an der Stelle erfolgt, an der sich die maximale Zusammendrückung der Teile
9 und 10 einstellt.
Das Vorschaltgerät nach den F i g. 3 und 4 ist im übrigen von herkömmlicher Bauart und muß daher nicht
näher beschrieben werden.
F i g. 1 zeigt einen die übliche Bauart stark vergrößernden Maßstab. Bei einer Spule mit einem Querschnit;
von etwa 40 χ 40 mm wird bevorzugt ein Abstand c mit 2 bis 3 mm gewählt. Das Maß e in F i g. 3
beträgt hierbei also etwa 40 bis 41 mm. ebenso wie das
Maß fin F i g. 3. Wie man sieht, ist die Dimensionierung
so gewählt, daß die Blechpakete 16 und 22 auf dem unteren Gehäuseteil 10 aufliegen, so daß sich hier eine
Halterung für diese Blechpakete ergibt, die durch die erwähnte erfindungsgemäße Maßnahme ein wenig zusammengedrückt
werden, zumal sie auch am oberen Gehäuseteil 9. nämlich an den Punkten 24 und 25 aufliegen.
Untersuchungen haben gezeigt, daß die Aufwendungen für das Fertigungsmaterial im Vergleich mit herkömmlichen
Vorschaltgcrätcn durch die Erfindung um 20% gesenkt werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Herstellungsverfahren für eine ohne Isolierzwischenschichten
auf einem mit stirnseitigen Flansehen versehenen mit rechteckigen Spulenträger
gewickelte mehrlagige Spule für Transformatoren und Drosselspulen, bei der die Druckbeanspruchung
zwischen den einzelnen Lagen aufgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß an zwei ge- ίο
genüberliegenden Stirnseiten der Spule die Wicklung mindestens in einem beidseitigen Abstand
ohne seitlichen Flansch gewickelt wird und daß anschließend ein Druck quer zur Wicklungsachse zur
Verkleinerung der Schichthöhe auf die Spulenwicklung ausgeübt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck durch zwei piariparallelc Flächen ausgeübt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als planparallele Flächen zwei Gehäuseteile eines Vorschaltgerätes verwendet werden.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem etwa rechteckigen Spulenkörper
dadurch gekennzeichnet, daß zwei gegenüberliegende
stirnseitige Flanschen (2 bis 5) gegenüber den beiden anderen miteinander korrespondierenden
Flanschen (6 bis 9) in einem Abstand ft^ angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Spulenquerschnitt von etwa
40 χ 40 mm der Abstand (c) zwischen den Flanschen 2 bis 3 mm beträgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3 mit einem rechteckigen Spulenkörper
und einem die Spule umgebenden zweiteiligen Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Gehäuseteile (9, 10) zur Verbindung durch Bördelung mit gestanzten Löchern (11 bis 13) und vorspringenden
Teilen (14, 15) versehen sind, die in die Löcher durch Umbördelung eingreifbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722258024 DE2258024C3 (de) | 1972-11-27 | Herstellungsverfahren für eine mehrlagige Spule und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722258024 DE2258024C3 (de) | 1972-11-27 | Herstellungsverfahren für eine mehrlagige Spule und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2258024A1 DE2258024A1 (de) | 1974-06-27 |
| DE2258024B2 true DE2258024B2 (de) | 1975-12-11 |
| DE2258024C3 DE2258024C3 (de) | 1976-07-22 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2258024A1 (de) | 1974-06-27 |
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