DE226043C - - Google Patents

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DE226043C
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    • G—PHYSICS
    • G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09C—CIPHERING OR DECIPHERING APPARATUS FOR CRYPTOGRAPHIC OR OTHER PURPOSES INVOLVING THE NEED FOR SECRECY
    • G09C1/00—Apparatus or methods whereby a given sequence of signs, e.g. an intelligible text, is transformed into an unintelligible sequence of signs by transposing the signs or groups of signs or by replacing them by others according to a predetermined system
    • G09C1/06—Apparatus or methods whereby a given sequence of signs, e.g. an intelligible text, is transformed into an unintelligible sequence of signs by transposing the signs or groups of signs or by replacing them by others according to a predetermined system wherein elements corresponding to the signs making up the clear text are operatively connected with elements corresponding to the signs making up the ciphered text, the connections, during operation of the apparatus, being automatically and continuously permuted by a coding or key member
    • G09C1/08—Apparatus or methods whereby a given sequence of signs, e.g. an intelligible text, is transformed into an unintelligible sequence of signs by transposing the signs or groups of signs or by replacing them by others according to a predetermined system wherein elements corresponding to the signs making up the clear text are operatively connected with elements corresponding to the signs making up the ciphered text, the connections, during operation of the apparatus, being automatically and continuously permuted by a coding or key member the connections being mechanical

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 226043 KLASSE 42/«. GRUPPE
Apparat zur Übertragung von chiffrierten Mitteilungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1908 ab.
Die Erfindung betrifft einen Apparat zur Umwandlung von Geheimschrifttelegrammen oder chiffrierten Mitteilungen, die für gewöhnlich in Zahlen, Buchstaben oder willkürlich angenommenen Zeichen ausgedrückt sind, welche hier als Geheimzeichen bezeichnet werden sollen, in Deckzeichen für die Versendung. Derselbe dient auch zur Zurückführung solcher aus Deckzeichen bestehender
ίο Botschaften in die ursprünglichen Geheimzeichen nach dem Empfang, worauf aus diesen in an sich bekannter Weise mittels des zugehörigen Codebuches der Inhalt der Botschaft festgestellt wird. Das Neue besteht nun darin, daß bei der durch den Apparat vorgenommenen Umwandlung die Richtigkeit der Übertragung selbsttätig kontrolliert wird durch Vergleich eines den Geheimzeichen beigelegten numerischen .Wertes mit einer in die Deckzeichenbotschaft hineingelegten Kennzahl für jedes Wort.
Die Deckzeichenbotschaft soll aus einer bestimmten Anzahl zweiteiliger Zeichenpaare bestehen. Jedes Deckzeichenpaar ist also bei-.spielsweise aus denselben zwei Buchstaben gebildet; das eine Deckzeichen des Paares soll das »normale«, das andere das »umgekehrte« genannt werden. Jedes Deckzeichen des Paares ist gleichbedeutend mit einem der Geheimzeichen, in welchen die Botschaft ausgedrückt war.
Die in Deckzeichen ausgedrückte Botschaft ist in Abschnitte bestimmter Länge unterteilt, die im weiteren als »Worte« bezeichnet werden sollen. Die Anzahl Deckzeichen in jedem dieser Worte sei beispielsweise fünf und an Hand dieses Beispiels soll auch der Apparat beschrieben werden.
Die Vertauschung normaler und umgekehrter Deckzeichen, die aber gleiche Codebedeutung besitzen, ermöglicht, wie eingangs erwähnt, die Prüfung auf die Richtigkeit der Übertragung jedes Wortes, wobei die Kontrolle auf der Codebedeutung liegt.
Eine Vertauschung der einzelnen Zeichen oder Deckzeichen untereinander findet nicht statt, sondern für jedes Zeichen können zwei Bedeutungen gesetzt werden, so daß für das erste Glied sich zwei Formen, für zwei Glieder 2X2, für drei 2X2X2, also für η Glieder 2 «-Formen ergeben. Demnach kann jedes aus fünf Deckzeichen bestehende Wort in 32 verschiedene Formen übergeführt werden, und es entspricht somit jeder besonderen Anordnung bzw. Aufeinanderfolge normaler und umgekehrter Deckzeichen eine der Zahlen von 0 bis 31, die als die Kennzahl des betreffenden Wortes bezeichnet werden soll.
Wenn die Botschaft ursprünglich in Zahlen, Zeichen oder Silben ausgedrückt war, denen in bekannter Weise ein numerischer Wert gegeben wurde, so wird die Summe dieser Zahlen
oder Werte eine dem Wort eigentümliche Zahl ergeben. Ist diese Summe nun größer als 32, so wird der nach der Division mit 32 erhaltene Rest als die dem Worte eigentümliche Kontrollzahl gelten, die also auch wieder eine der Zahlen 0 bis 31 sein wird. Zwischen diesen beiden Zahlen, d. h. der Kennzahl und der Kontrollzahl, muß Übereinstimmung bestehen.
Diese Zahl 32 bezieht sich natürlich nur
ίο auf das Ausführungsbeispiel, mit fünf Deckzeichen in einem Worte; ist deren Zahl η größer als 5, so wird dementsprechend die Zahl der verschiedenen Formen für jedes Wort und jedes zusätzliche Zeichen verdoppelt; sie wäre also 64 für sechs Deckzeichen und wird natürlich verringert, wenn η kleiner als 5 ist. Soll ein Wort für die Übertragung vorbereitet werden, so hat man also die richtige Anordnung der Deckzeichen festzustellen, damit die so ausgedrückte Kennzahl mit der Kontrollzahl der Geheimzeichen in Übereinstimmung kommt. Fehlt diese Übereinstimmung zwischen Kontrollzahl und Kennzahl, so hat man den Beweis, daß eine unrichtige
Übertragung vorliegt.
Es soll noch hervorgehoben werden, daß an sich Tafeln oder Tabellen bekannt sind, mit Hilfe deren nach einem bestimmten System Zahlen oder Chiffern in aussprechbare Worte übergeführt werden können, um später unter Hinzuziehung von Kontrollzahlen für die Richtigkeit der Lösung wieder entziffert zu werden. Ebenso sind Hilfsmittel bekannt, welche die Benutzung solcher Tafeln erleichtern.
Alle diese Vorrichtungen erfordern jedoch notwendigerweise die unabhängige Berechnung der Kontrollzahlen und die Zusammenstellung der Wortelemente durch den Handhabenden.
Der Erfindungsgegenstand jedoch betrifft einen Apparat, welcher mechanisch selbsttätig die Zusammenstellung und Sichtbarmachung der Deckzeichen ausführt und selbst die Kontroll- bzw. Kennzahlen berechnet. In gleich zuverlässiger Weise führt der Apparat aber auch die Entzifferung aus.
Bevor in die Beschreibung der Einrichtungen des Apparates eingetreten wird, soll noch kurz an einem Beispiele gezeigt werden, wie derselbe seine Aufgabe lösen wird.
Angenommen, für eine Botschaft sei nach dem betreffenden Codebuch einer Gesandtschaft folgende Geheimzeichenzahl gefunden:
1917070018034886111003011.
Diese wird nun in Gruppen unterteilt, bestehend aus je zehn Zahlen entsprechend einem Worte aus fünf Deckzeichen, und zwar:
19, 17, 07, 00, 18 ■— 03, 48, 86, 11, 10 und 03, 01, i, —, —.
Der ersten Gruppe (Fig. 2) entspricht die Summe 61, welche durch 32 geteilt als Kontrollzahl 29 ergibt, der zweiten Gruppe die Summe 158 und die Kontrollzahl 30 und der dritten die Summen- und Kontrollzahl 05.
Der ersten Gruppe in Geheimzeichen entsprechen die Deckzeichen:
DO, LA, NA, BA, KE.
Gleichbedeutend mit DO steht OD, mit LA AL usf. Nur eine der 32 verschiedenen Formen soll aber zur Versendung benutzt werden, daher ist jeder Zahl eine bestimmte Zusammenstellung zugeteilt und in diesem Falle die Form OD, LA, AN, AB, EK der Kontrollzahl 29. In der Zusammenstellung oder An- Ordnung der normalen und umgekehrten Silben ist also eine Kennzahl ausgedrückt, die auf die Kontrollzahl 29 hindeutet. Der gewöhnlichen Anordnung soll beispielsweise die Zahl 0 entsprechen, die besagt, daß kein Glied vertauscht ist. Die Zahl 1 würde also angeben, daß das erste Glied vertauscht ist, und im vorliegenden Beispiel die Zahl 1345, daß das erste, dritte, vierte und fünfte Glied vertauscht sind.' Dieser Kennzahl 1345 entspricht aber stets die Kontrollzahl 29 oder ein Mehrfaches von 32 plus der Kontrollzahl. Hiernach käme bei entsprechender Umwandlung der beiden anderen Worte, wobei auch für die fehlenden Zahlen des dritten Wortes Silben eingesetzt sind, die durch den Apparat mechanisch gefundene Botschaft in folgender Fassung zur Versendung:
ODLAANABEKFARUPOWEKAAFARESSYYS.
Kommt diese Deckzeichenbotschaft an, so wird sie zunächst in Worte zu je fünf Deckzeichen unterteilt und diese auf dem Apparat eingestellt. Jedem Deckzeichen, ob normal oder umgekehrt, entspricht dieselbe Geheimzeichenzahl, der besonderen Anordnung des ankommenden Wortes aber, wie beschrieben, eine bestimmte Kennzahl (dem ersten Wort 1345). Der Apparat wird also für die Deckzeichen die Geheimzeichen mechanisch anzeigen, und muß die ebenfalls selbsttätig berechnete Kontrollzahl aus der Summe der gefundenen Geheimzeichen mit der Kennzahl aus der Anordnung der normalen und umgekehrten Deckzeichen übereinstimmen.
In den Zeichnungen zeigt
Fig. ι eine Draufsicht, teilweisen Schnitt des Apparates in seiner Anfangs- oder Nullstellung.
Fig. 2 ist eine ähnliche Darstellung, während ein Schriftwort codifiziert wird.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt in Richtung der Linie 3-3 nach Fig. 1, 2, 4 und 5.
Fig. 4 ist ein Querschnitt in Richtung der Linie 4-4 nach Fig. 1, 2 und. 3.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt in Richtung der Linie 5-5 nach Fig. 3, während
Fig. 6 und 7 Einzeldarstellungen von Teilen des Köntrollmechanismus geben.
Fig. 8 ist eine diagrammatische Darstellung eines Teiles der Zeichentafel, die in dem in den Fig. 1 bis 7 gezeichneten Apparat verwendet wird.
Fig. 9 ist ein Querschnitt einer anderen Ausführungsform des Apparates.
Fig. 10 ist ein Schnitt in Richtung der Linie 10-10 nach Fig. 9.
Fig. 11 ist eine diagrammatische Darstellung eines Teiles . der Zeichentafel, die für diese letztere Ausführungsform verwendet wird.
Fig. 12, 13 und 14 sind Darstellungen abgeänderter Formen von Einzelteilen.
Es soll der Apparat beschrieben werden in seiner Anwendung zur Übertragung aus einer Botschaft ■ in Zahlencode in eine solche in Deckzeichen, die aus zweibuchstabigen Silben bestehen, und zwar jede Silbe aus einem Konsonanten und einem Vokal. Eine Silbe, in welcher der Konsonant dem Vokal vorausgeht, soll, wie schon erwähnt, »normale« Silbe, und eine Silbe, in welcher der Vokal dem Konsonanten vorausgeht, eine »umgekehrte« Silbe genannt werden.
Nach dem bereits erklärten System werden die normalen und die umgekehrten Silben, welche aus denselben zwei Buchstaben bestehen, als ein Paar behandelt und stellen unterschiedslos dasselbe Geheimzeichen dar. Die so durch individuelle Silben dargestellten Geheimzeichen sind die zweistelligen Zahlen der Reihe 00, 01. . .99 zusammen mit den einstelligen Zahlen 0, 1...9, wobei eine Zusammenstellung solcher Geheimzeichen jede beliebige vielsteilige Zahl in dem Zahlencode auszudrücken ermöglicht.
Beim Codinzieren einer Botschaft aus einem Codebuch werden nun die daselbst den Ausdrücken oder Sätzen der Botschaft beigegebenen Zahlen (dies sind also die Geheimzeichen) in üblicher Reihenfolge aufgeschrieben und zwecks Umwandlung durch den Apparat in Gruppen 45. von je zehn Zahlen oder Ziffern geteilt. Jede dieser, zehnstelligen Zahlen wird wieder in fünf zweistellige Zahlen unterteilt. Wenn die gesamte Anzahl Ziffern in der codifizierten Botschaft ungerade ist, so wird die Teilung in zweistellige Zahlen so weit als möglich durchgeführt, wobei eine einstellige Zahl am Ende übrig bleibt. Die Kontrollzahl jeder Geheimzeichengruppe ist die Summe ihrer zweistelligen Zahlen, und der letzten einstelligen Zahl, wenn eine solche vorhanden ist. Ist diese Summe aber größer als 32, so ist die Kontrollzahl der Rest, den man erhält, nachdem man die Summe durch 32 geteilt hat.
Die Arbeit des Apparates bei der Vorbereitung einer Botschaft zur Versendung besteht nun in der Umwandlung jeder Geheimzeichepgruppe in das gleichbedeutende Wort aus fünf normalen Deckzeichen und der Umwandlung dieser fünf normalen Deckzeichen in eine besondere Zusammenstellung normaler und umgekehrter Deckzeichen, welche die Kontrollzahl der Zahlengruppe ausdrückt.
Beim Empfang der Botschaft verwandelt der Apparat das aus fünf normalen oder umgekehrten Silben bestehende Wort in die gleichbedeutende Zahlengruppe und zeigt die Silben als normale oder umgekehrte, je nach der charakteristischen Zahl der Gruppe. Irgendein Unterschied in der Anordnung der normalen und umgekehrten Silben, wie sie empfangen und von dem Apparat abgelesen werden, zeigt an, daß eine Änderung des Wortes während der Versendung stattgefunden hat.
Der Apparat nach Fig. 1 bis 8 besteht aus fünf zylindrischen Walzen A1, A2, A3, A1, As, die gleichartig gestaltet sind und gehandhabt werden. Jede dieser Walzen gleitet auf einer Spindel B, welche selbst in dem Gestellrahmen C drehbar gelagert ist. Die Lagerung jeder Spindel erfolgt einerseits an einem abgesetzten Teile δ1, andererseits durch einen Zentrierbolzen b2 (Fig. 3). Die Spindeln B sind in dem Maschinengestell nebeneinander gelagert und laufen parallel zueinander in einer vorteilhaft etwas gegen die Horizontale geneigten Ebene. Jede Spindel besitzt zwei Nuten D und E. Die Nut D ist schraubenförmig geführt, während die Nut E parallel zur Achse bzw. Geraden verläuft.
Über jeder Spindel B gleitet eine Tülle c1, die an den Walzen A1 bis A5 befestigt ist. Ein Längskeil d oder Bolzen ist in der Tülle oder Nabe so angeordnet, daß er in die Nut D eingreifen kann, während er durch eine Schraubenkappe c2 in der Tülle zurückgehalten wird. Wenn letztere auf der Spindel verschoben wird, veranlaßt also der Keil in der Schraubennut eine gleichzeitige Drehung der Walze. Am gegenseitigen Ende trägt jede Walze eine in ihr befestigte Scheibe c3, welche mit einer 10g zentralen Bohrung versehen ist, mit der sie auf dem Zapfen oder der Nabe f der Tülle F drehbar gelagert ist. Die Tülle F ebenso wie die Kammscheibe G können auf der Stange B gleiten, werden jedoch am Drehen mit Bezug auf die Stange durch einen Längskeil e gehindert, welcher in der geraden Nut E liegt und der teils in einer Führung der Tülle F1 teils in der Kammscheibe lagert, so daß diese beiden mit Bezug aufeinander sich nicht drehen können.
Jede Walze ist in einem festen Rahmen oder Schlitten gelagert, der aus einer auf ihrer unteren Seite mit Zähnen h versehenen Zahnstange H und Platten g1 und g2 besteht.
Letztere sind an ihrem oberen Ende durchbohrt, um die an den Tüllen c1 und F vorgesehenen Drehzapfen aufzunehmen. Die Zahnstangen H laufen parallel mit den Spindeln B. Durch die Platten · g1, g gehen Führungsstangen / hindurch, die ebenfalls parallel zu den Spindeln B im Gestellrahmen angeordnet sind. Auf den Platten g2 an dem unteren Ende der Walzen sind Konsolen oder Arme g3
ίο befestigt, durch die auch die Spindeln B hindurchgehen und die in Verbindung mit den Platten g2 die Tüllen F und die Kammscheiben G festlegen. Jede Konsole gs trägt eine Feder gi (Fig. 5), welche in eine der Rillen j der zugehörigen Daumenscheibe G eingreifen muß, wenn diese mit der Spindel B gedreht wird. Die Spindel kann somit in jeder der vier Winkelstellungen festgestellt werden, wenn sie mit Hilfe ihres zugehörigen Knopfes δ3 in dem Gestell gedreht wird. Die Knöpfe b3 sind auf dem abgesetzten Ende der Spindel außerhalb des Gestelles befestigt.
An jedem Ende der Spindeln B sind in dem Gestell C Stellschrauben 54 angeordnet, welche veränderliche Anschläge für die Walzen bilden (Fig. 3)·
Zur Verschiebung der Walzen bzw. ihrer Zahnstangen H dient ein Zahnrad K, welches eine der Zahl der Kombinationen entsprechende Anzahl von Zähnen, und zwar hier 32 Zähne hat. Das Zahnrad K ist unterhalb der Zahnstangen auf einer quer zu diesen gelagerten Spindel k befestigt, die außerhalb des Gestelles einen geriffelten Stellknopf k1 trägt.
Mit Hilfe dieser Handhabe kann das Zahnrad gedreht und überdies quer zu den Zahnstangen H so verschoben werden, daß es mit jeder der Zahnstangen H in Eingriff gebracht werden kann. In Fig. 4 ist aus den punktierten Endlagen K1, K2 die Gesamtlänge der Verstellbarkeit des Zahnrades in seiner Querbahn ersichtlich. Die Spindel k ist dabei in einem Schlitten L verzapft, welcher mit dem Zahnrad auf den Stangen I1 und I2 verschoben werden kann; letztere sind parallel zur Spindel k, also im Gestellrahmen C in der Querrichtung befestigt.
Die Stangen I1, I2 sind mit Kerben I versehen, in welche unter Federdruck stehende Schnappstifte v1 und υ2 eingreifen. Letztere sind im Schlitten L gelagert und halten das Zahnrad gegenüber der jeweiligen Zahnstange gegen selbsttätige Verschiebung fest.
Der Schlitten L trägt eine parallel zur Spindel k verlaufende Schiene M, welche zwischen die Zähne der Zahnstangen H hindurchgreift (Fig. 4). Diese Stange M hat gegenüber dem Zahnrad K eine Aussparung m, damit nur die mit dem Zahnrade gerade in Eingriff stehende Zahnstange H und deren zugehörige Walze verstellt werden kann, während die anderen Zahnstangen durch die Stange M gesperrt sind. Der Schlitten L trägt außerdem noch eine Feder k10 (Fig. 3), welche gegen die Zähne des Zahnrades drückt und somit das Bestreben hat, die Zahnstangen nur schrittweise, entsprechend der Zahnteilung bewegen zu lassen.
Unmittelbar über den Walzen A1 bis A6 liegt eine Platte N, welche die Walzen, sofern diese in ihrer untersten oder Nullstellung sich befinden, überdeckt und welche über der Mittellinie jeder Walze zwei Fenster n1, n2 und einen Längsschlitz n3 besitzt, so. daß die Teile der Walzen, die gerade darunter liegen, von oben sichtbar sind. Über der Platte N ist eine Glasplatte O1 angeordnet, welche mit dem in punktierten Linien gezeichneten Gehäuse O2 den ganzen Mechanismus einschließt und schützt.
Jede der Walzen A1 bis A5 trägt auf ihrem Umfange eine Tabelle der wechselseitig umzuwandelnden Zahlen und Silben. Die Tabellen sind auf sämtlichen Walzen gleich und gleichartig gelagert, und zwar sind die Zeichen in schraubenartig verlaufende Reihen oder Spalten eingetragen. Die Geheimzeichen erscheinen in jeder zweiten Spalte der Schraubenlinie folgend in numerischer Reihenfolge untereinander. Die Nummer am Kopfe jeder Kolumne ist 0 oder ein Vielfaches von 32. Zwischen den benachbarten Zahlenspalten liegen die Silben (Deckzeichen) in derjenigen Reihenfolge, welche der Reihenfolge der zugehörigen Zahlen entspricht. Der Längszwischenraum, der jeder Zahl oder Silbe zugeteilt ist, entspricht der Zahnteilung der Zahnstangen, und die Steigerung der Schraubenkolumnen ist so bemessen, daß, während jede Zahl und ihre gleichbedeutende Silbe im wesentlichen auf derselben achsialen Linie liegen, so daß sie gleichzeitig auf der oberen Seite der Walze erscheinen, die Zahlen ,und Silbenreihen gleichfalls aufeinanderfolgend auch unter den entsprechenden Fenstern n2 und n1 in der richtigen Reihenfolge erscheinen, da die Walzen in einer Schraubenbewegung über der Stange B sich verschieben.
Die normale und umgekehrte Silbe eines Deckzeichenpaares sind miteinander auf den Tabellen so vereinigt, daß sie eine dreibuchstabige Silbe bilden, deren Buchstaben in der Reihenfolge: Konsonant, Vokal, Konsonant angeordnet sind. Die Zahl der Silben- und Zahlenspalten in der dargestellten Ausführungsform beträgt vier, entsprechend den vier Nuten j der Kammscheibe G. Es kann aber auch jede andere Anzahl von Zeichenspalten mit einer entsprechenden Anzahl von Nuten angeordnet werden, wenn es bei den zur Verwendung kommenden Zeichen angemessen erscheint.
Fig. 8 ist eine Abwicklung eines Teiles einer Walzentabelle und zeigt die eben beschriebene . Anordnung der Zeichen; aus dieser geht beispielsweise hervor, daß die kombinierte Deckzeichensilbe LAL und die Zahl 17, welche das Äquivalent jenes Deckzeichens in dem angenommenen Code ist, sich auf einer achsialen Linie befinden und in achsialer Richtung ebenso weit voneinander entfernt sind, wie die Glieder des Paares DOD — 19, KIK — 81 usw. Die Fenster n1 und n2 sind um die gleiche achsiale Entfernung voneinander entfernt wie die gleichbedeutenden Deck- und Geheimzeichen. Wenn man somit eine Geheimzeichenzahl, beispielsweise 17, auf der Walze A2 in Fig. 2 unter dem unteren Fenster n2 erscheinen läßt, indem man die Walze durch das Zahnrad K längs verschiebt und mittels des Knopfes bs .entsprechend dreht, so wird das zugehörige Deckzeichen LAL unter dem Fenster n1 erscheinen. Wenn man auf diese Weise ein Wort codifiziert, so werden die fünf Zahlen einer neun- oder zehnstelligen Gruppe in den Fenstern n2 sichtbar, sobald die fünf entsprechenden kombinierten Deckzeichen innerhalb der Fenster n1 erscheinen.
Während des Einstellens der Zahnstangen und Walzen, wie es eben beschrieben wurde, sind die Deckzeichenfenster n1, welche in Fig. 1 und 2 durch punktierte Linien angedeutet sind, durch die Schieber P1, P2, P3, P4 und P5 verschlossen und somit unsichtbar, Die Schieber sind beweglich und mit Öffnungen φ1, p2, φ3, φ4·, φ5 versehen, die gerade breit genug sind, um zwei benachbarte Buchstaben der kombinierten Deckzeichensilben erscheinen zu lassen. Die Fenster n1 sind so breit wie die drei Buchstaben zusammengenommen. Es können also durch entsprechende Einstellung
.40 der Schieber P1 bis P5 die fünf Deckzeichen unter dem Fenster n1 als normale oder umgekehrte Silben zur Erscheinung gebracht werden, und zwar in der Reihenfolge,-die der Kontrollzahl der gleichzeitig unter den Fenstern n2 erscheinenden Geheimzeichen entspricht. Der diese übereinstimmende Bewegung, hervorbringende Mechanismus ist folgenderweise konstruiert.
Jeder der Schieber P1 bis P5 ist auf einer
.50 der Stangen Q1, Q2, Q3, Q1, Q6 befestigt, welche quer zu den Walzen beweglich sind und von den Ansätzen.J*1, r2, r3, fl, r5 der festen Stangen R1, R2, R3 geführt werden. Die Stangen Q1 bis Q5 sind mittels der Arme q1, q2, q3, q^, q5 ■ mit den Gleitbolzen S1, S2, S3, S4, S5 verbunden (Fig. 7), welche durch in den Führungsplatten s1, s2 vorgesehene Öffnungen geführt sind und in diesen gleiten können. Die Führungsplatten sind auf den Stangen I1,12 gelagert. Die Bolzen S1 bis S5 liegen in gleichem Abstande voneinander auf einem (Fig. 3) ächsial zur Spindel k gedachten Zylindermantel.
Jeder Gleitbolzen hat einen Bund s3, gegen welchen die Platte s4, die über der Spindel k gleitet, unter Wirkung einer Feder T anliegt. Die Scheibe s4 hat somit das Bestreben, die Bolzen nach links (Fig. 4 und 5) zu pressen. Beim Einstellen der Zahnstangen und der Walzen durch das Zahnrad K bleiben die Bolzen S1 bis S6 also in ihrer äußersten Linksstellung mit ihrem Bund s3 in Berührung mit der Platte s2. Da die Schieberstangen Q1 bis Qs und die Schieber P1 bis P5 an den Bolzen befestigt sind, so sind sie ebenfalls in ihre äußerste Linksstellung gerückt.
Auf der flachen Seite des Zahnrades K ist eine Scheibe U1 befestigt, die im weiteren die Schlüsselscheibe genannt werden soll. In dieser Schlüsselscheibe sind 16 Löcher u vorgesehen, die im Kreise derart angeordnet sind, daß sie den Bolzen S1 bis S6 gegenüberstehen. Dieser Kreis ist in 32 gleiche Teile geteilt, und jeder Teil ist gleich der Hälfte des Winkelabstandes bzw. der Teilung der Bolzen. Die 16 Löcher u verteilen sich in der angegebenen Weise auf den Kreis (Fig. 3). Eine andere Scheibe U2, die im weiteren als Sperrscheibe bezeichnet werden soll, ist ähnlich der Schlüsselscheibe U1 gestaltet und auf der Spindel k an der Stelle aufgekeilt, wo letztere durch das Gestell C hindurchgeführt ist. Die Spindel k. gleitet jedoch in der Scheibe U2, ohne sich aber mit Bezug auf letztere drehen zu können. Die Scheibe U2 ist mit ihrer Nabe u2 im Gestell C drehbar gelagert. Eine Schraubenkappe u3, welche gleichzeitig dazu dient, den Längskeil M4 in der Keilnut u5 der Spindel k zu halten, hindert die Scheibe U2, sich zu verschieben. Die Sperrscheibe besitzt dieselbe Dicke wie die Schlüsselscheibe und trägt eine Scheibe Us. Auch die Sperrscheibe ist mit Löchern versehen (Fig. 6), welche mit den Bolzen S1 bis S5 in Eingriff kommen können. Die Anordnung der Löcher ist jedoch mit Bezug auf diejenigen in der Schlüsselscheibe umgekehrt, d. h. dieselben sind so gegeneinander versetzt, daß jedem Loch der Sperrscheibe ein massiver Teil oder Steg in der Schlüsselscheibe gegenübersteht und umgekehrt. '
Nachdem die Walzen zur Bildung eines Wortes in der bereits angegebenen Weise in ihre Stellung gebracht sind, wird das Zahnrad K mit seiner Schlüsselscheibe U1 am Knopfe k1 aus der Bahn der Zahnstangen gerückt, die durch die Stange M gesperrt bleiben, bis die Schnappstifte v1, v2 des Schlittens L in die Kerben v* der Stangen P-, I2 einspringen und somit den Schlitten in dieser Stellung festzuhalten suchen. Während das Zahnrad K
und die Schlüsselscheibe U1 in diese Lage gebracht werden, treffen sie auf die Enden der Gleitbolzen S1 bis S5. Wenn somit einer der Bolzen, beispielsweise S2 (Fig. 7), einem Loch in der Schlüsselscheibe gegenübersteht, so rückt er in das Loch ein, bis er auf das Zahnrad trifft und mit diesem während der weiteren Verschiebung ebenfalls verschoben wird. Die Bolzen S1, S3, S4, S5 aber (Fig. 7), welche keinem Loch an der SchlüsselscheiBe gegenüberstehen, werden früher bewegt und also noch um ein der Dicke der Lochscheibe U1 entsprechendes Stück weiter ausgerückt.
Wie, bereits erwähnt, sind die Schieber P1 bis P5 fest mit den Bolzen S1 bis S5 verbunden, es wird also jeder derselben um den Betrag verschoben, der einer normalen oder einer umgekehrten Silbe entspricht bzw. diese aufdeckt, je nachdem der zugehörige Bolzen
ao auf ein Loch in der Schlüsselscheibe U1 trifft oder den zwischen den Löchern liegenden Steg. Die Löcher in der Sperrscheibe U2 sind, wie bereits erwähnt, versetzt zu den Löchern der Schlüsselscheibe U1 angeordnet, so daß die Bolzen, welche in die Löcher der einen eintreten, auf die Stege oder die Seitenfläche der anderen treffen. Die Bolzen sind so lang, daß jeder entweder zwischen Schlüsselscheibe U1 und Platte Uz oder zwischen Zahnrad K und Sperrscheibe U2 eingeklemmt wird. Auf diese Weise sind die Schieber in ihren Stellungen unveränderlich festgelegt, solange das Zahnrad K ausgerückt bleibt. Die Anordnung der 16 Löcher in den Scheiben ist eine solche, daß jeder der 32 möglichen Winkelstellungen des Zahnrades eine andere Aufeinanderfolge von Löchern und Stegen zwischen diesen entspricht und dementsprechend auch eine unterschiedliche Anordnung normaler und umgekehrter Deckzeichensilben in den fünf Silbenfenstern ri1 erscheint.
Es geht aus der bisherigen Beschreibung hervor, daß die Winkelverstellung bzw. die Versetzung des Zahnrades der Restzahl entspricht, die man erhält, wenn die Summe der in den Fenstern n3 erscheinenden Zahlen durch 32 geteilt wird, also der Kontrollzahl, und auf diese Weise bildet für jede Kennzahl des Deckzeichenwortes der Apparat die entsprechende Anordnung normaler und umgekehrter Silben.
Uni das Einstellen der Walzen A1 bis A5 während der Dechiffrierung zu erleichtern, wobei die aufeinanderfolgenden fünf Deckzeichen des aufgegebenen Wortes unter die Fenster n1 zu bringen sind, ist die Platte N mit den fünf Längsschlitzen n3 ausgestattet, je einer über jeder Walze. Durch diese ist der eine oder der andere der Arme g des Klotzes F sichtbar, je nachdem die eine oder die andere Spalte der Tabelle auf der entsprechenden Walze eingestellt ist. Die Platte N trägt auf ihrer Oberseite eine Anzeigetabelle sämtlicher Zeichen, die so angeordnet ist, daß jedes beliebige auf der Walze angeordnete Deckzeichen unter das Fenster n1 gebracht werden kann, indem man den Arm g in die entsprechende, durch die Indextafel angezeigte Stellung bringt. Die verschiedenen Arme g jedes Klotzes F können durch Farben oder sonstwie voneinander unterschieden werden, während die zu der entsprechenden Spalte gehörigen Deckzeichen ähnlich auf der Indextafel markiert sind, so daß die Spalte, zu welcher irgendeine gewünschte Silbe gehört, durch Drehen am Knopfe bs in die Arbeitsstellung gebracht werden kann.
Wenn die fünf Deckzeichen eines Wortes auf diese Weise eingestellt werden, müssen auch die entsprechenden fünf Zahlen in den Fenstern n2 sichtbar werden, und das Wort ist dechiffriert. Seine Richtigkeit kann dadurch geprüft werden, daß man das Zahnrad nach rechts zieht und so mittels der Schlüsselscheiben die Schieber P1 bis P5 betätigt, wie dies bei der Chiffrierung eines Wortes geschieht. Wenn die Anordnung .normaler und umgekehrter Deckzeichen, welche auf diese Weise aufgedeckt werden, von der Anordnung in dem empfangenen Wort abweichen, so wird hierdurch ein Fehler in der Übertragung o. dgl. festgestellt.
Eine abgeänderte Ausführungsform des Apparates ist in den Fig. 9, 10 und 11 gezeigt; derselbe arbeitet im wesentlichen in gleicher Weise wie der oben beschriebene.
Bei dieser Ausführungsform sind diejenigen Teile, welche die Tabellen der zu vertauschenden Zeichen tragen, und welche somit den Walzen A1 bis A s der in Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsform entsprechen, durch zylindrische Ringe V gebildet. Die Zeichen sind auf dem äußeren Umfange in zwei parallelen Ringspalten angeordnet. Die eine Spalte enthält die Zahlen in numerischer Reihenfolge und die andere die entsprechend kombinierten Deckzeichen. Gleichwertige Zahlen und Deckzeichen nehmen dabei überall die relative Stellung ein. Die Anordnung ist in Fig. 11 gezeichnet, die einen Teil der Karte abgewickelt vom Zylinder darstellt.
Die Fenster w1 und w2, durch welche die Deckzeichen und Geheimzeichen erscheinen, sind in einer über den Ringen V liegenden ■Platte w angeordnet. Die Anordnung .dieser Fenster entspricht den relativen Stellungen äquivalenter Deck- und Geheimzeichen, beispielsweise der Zeichen DOD und 19 (Fig. 11).
Die Ringe V sind drehbar in festen Lagerringen ν angeordnet, welche selbst fest in dem Gestell X des Apparates unter Vermitt-
lung der Querstange χ befestigt sind. Mit jedem Ring V ist konzentrisch hierzu und auf Konsolen y befestigt ein im Innern mit Zähnen versehener Ring Y verbunden. Die Ringe V werden so gedreht, daß sie die entsprechenden Zeichen unter die Fenster w1 und w2 bringen. Das Drehen geschieht durch das Zahnrad K, welches schrittweise aufeinanderfolgend mit den Ringen Y in Eingriff gebracht werden
ίο kann. Das Zahnrad if ist in einem Schlitten L . und auf einer in der Querrichtung gleitenden Spindel k gelagert, welche mit einem geriffelten Kopf k1 versehen ist, wesentlich in der Form des an Hand der Fig.i bis 7 beschriebenen Apparates. Das Zahnrad K besitzt hier beispielsweise 32 Zähne, während die Anzahl der Zähne und Ringe Y ein Vielfaches von 32 ist. Die Kreisteilung der Deck- und Geheimzeichen auf dem Zylinder V entspricht der Zahnteilung der Zahnräder, so daß, wie bereits in der früheren Ausführungsform beschrieben, die Winkelstellung des Zahnrades dem Rest entspricht, den man erhält, wenn man die Summe der Zahlenwerte der Geheimzeichen durch 32 dividiert. Diese Ausführungsform entspricht teilweise dem in Fig. 1 bis 8 beschriebenen Getriebe und ist auch mit denselben Bezugszeichen versehen, so daß sich eine nähere Beschreibung erübrigt.
An Stelle der Schlüsselscheibe und der Sperrscheibe kann auch die in Fig. 12 gezeichnete Ausführungsform benutzt werden. In diesem Falle ist die Schlüsselscheibe £74 mit fünf Kreisreihen von Löchern ausgestattet. . Jede Kreisreihe besitzt, wie vorher, 16 Löcher, die auf 32 gleich weit voneinander entfernten Teilen des Kreises angeordnet sind. Die Bolzen S1 bis S5 sind in diesem Falle radial so angeordnet, daß jeder derselben mit dem einen oder dem anderen der Löcher einer Kreisreihe in Eingriff kommen kann. Diese Bolzen werden bei der Vergleichsarbeit durch die Schlüsselscheibe £/4 und eine entsprechende (nicht gezeichnete) Sperrscheibe betätigt, deren Löcher umgekehrt wie oben beschrieben angeordnet sind.
Die Anordnung der Löcher nach Fig. 12 ist derart, daß eine verschiedene Kombination von Löchern und freien Stellen auf den Radiuslinien der Bolzen für· jede der 32 möglichen Stellungen der Schlüsselscheibe gegeben ist.
Fig. 13 und 14 geben eine andere Ausführungsform der in Verbindung mit der Walzenform der Tabellen gezeigten Kontrolleinrichtung an. Die Schieber P1 bis P5 nach Fig. 1 bis 8 und ihre zugehörigen Teile sind hier durch eine einzige Verschlußplatte P6 vertreten, welche quer über die ganze Maschine sich erstreckt und mit Führungen q6 versehen ist. Letztere greifen in entsprechende, in dem Gestell C angeordnete Nuten. Bei dieser Form der Maschine besitzt die feste Scheibe N Fenster n1 und n2, wie vorher beschrieben. Sie wird jedoch mit Bezug auf die Walzen so hoch gehoben; daß die Platte P6 daruntergeschoben werden kann. Das Zahnrad K und der Schlitten L sind wie vorher beschrieben angeordnet, jedoch ist die Schlüsselscheibe weggelassen. : Die Zahnradspindel k ist mit einer festen Scheibe k% ausgestattet, die mit einem Ansatz oder Anschlag k3 versehen ist, der parallel zu der Spindel gerichtet vorsteht. An Stelle der Sperrscheibe U2 ist ein Zahnrad Ks derselben Größe und derselben Zähnezahl wie das Zahnrad K vorgesehen, welches in diesem Falle auf der Muffe A4 befestigt ist. Letztere umgibt die Spindel k und kann mit Bezug auf die Spindel k und das Gestell C unter Vermittlung des geriffelten Kopfes Ä5 von außen her gedreht werden.
Das Zahnrad K3 ist mit einem Ansatz oder Anschlag ke versehen, welcher gegen den Ansatz k2 gerichtet ist und mit der Zahnstange Q1 in Eingriff steht, die an der Schieberplatte P6 befestigt ist. >
Die Einstellung der Zeichen der Tabellen tragenden Walzen unter den Fenstern erfolgt, wie vorher an Hand der Fig. 1 bis 8 beschrieben. Dann wird das Zahnrad K nach rechts geschoben, bis die Scheibe k2 in die in Fig. 14 punktiert gezeichnete Lage gebracht ist. Die Scheibe kz und das Zahnrad K nehmen die Winkellage ein, welche der Summe der numerischen Werte der Geheimzeichen unter den Fenstern entspricht. Welche Winkelverstellung das Zahnrad K beim Ausrücken mit der letzten Zahnstange H auch haben mag, es muß diese beibehalten, da die feste Scheibe M1 zwischen seine Zähne eingreift, bis es noch weiter nach rechts verschoben wird.
Das Zahnrad K und die Scheibe k% sind somit an der Drehung verhindert. Das Zahnrad Ks wird aber durch den geriffelten Kopf k5 so gedreht, daß der Schieber Pe über die Walzen und unter die Platte JV gelangt, bis der Anschlag k6 den Anschlag kz berührt und somit weitere Bewegungen verhindert.
Die Platte P6 ist mit Querreihen von Fenstern fe ausgestattet, wobei die Fenster jeder Reihe über. einer Walze sich befinden und in der Längsrichtung einen solchen Abstand haben, daß sie mit den Reihen am Umfange der Walzentabellen zusammenfallen.
Die einzelnen Fenster sind derart bemessen, daß sie immer nur zwei Buchstaben eines kombinierten Deckzeichens erscheinen lassen, und zwar zeigen sie, je. nachdem sie etwas nach links oder nach rechts von der Mittellinie der Walze verschoben werden, ein normales oder ein umgekehrtes Deckzeichen. Die
Kombination solcher Links- oder Rechtsfenster in jeder Reihe ist von der jeder folgenden verschieden, so daß die Anordnung der normalen und umgekehrten Deckzeichen davon
S abhängt, welche Reihe der Schieber mit der Reihe der Löcher n1, der Platte N zusammenfällt, was durch die Lage des Anschlags ΚΆ bestimmt wird, also durch .die Kennzahl des eingestellten Wortes. Die in Fig. 13 und 14 dargestellte Abänderung kann selbstverständlich auch an der Apparatform nach Fig. 9 und 11 angeordnet werden.

Claims (9)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Apparat zur Übertragung von chiffrierten Mitteilungen, gekennzeichnet durch eine Reihe die Tabellen der zu vertauschenden Zeichen tragenden Glieder (beispielsweise A1, A2, Az usw. bzw. V, V) und eine Einrichtung zur Bewegung dieser Glieder in Übereinstimmung mit den Zeichen zugeordneten Zahlenwerten, welche selbsttätig entsprechend dem Werte der erhaltenen Summe dieser Bewegungen auf den Tabellen übereinstimmende Deckzeichen auswählt und sichtbar macht.
  2. 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Summiervorrichtung mit den die Zeichentabellen tragenden Gliedern nacheinander in Eingriff kommt und die Beträge der Bewegung der letzteren addiert.
  3. 3. Apparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Summiereinrichtung eine Sperrvorrichtung (M) verbunden ist, welche die die Zeichen tragenden Glieder nach der Einstellung der Deckzeichen in den Fenstern festlegt.
  4. 4. Apparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl Walzen (A1 bis A5), welche die Tabellen der zu vertauschenden Geheim- und Deckzeichen tragen, auf ihrer Achse drehbar und längsverschiebbar so eingerichtet sind, daß je zwei gleichbedeutende Zeichen gleichzeitig eingestellt und aufgedeckt werden können. .
  5. 5. Apparat nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen auf mit Spiralnuten (D). versehenen Stangen (B) gelagert und die Zeichen der Tabellen in schraubenförmig verlaufenden Spalten angeordnet sind.
  6. 6. Apparat nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zeichen tragenden Walzen die Deckzeichen in normaler und umgekehrter Form zur Erscheinung bringen, während bewegliche Schieber (P1 bis P5J von Fall zu Fall die eine oder die andere beider Formen bestimmen. . .
  7. 7. Apparat nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Verschlußschieber in Abhängigkeit von der Tätigkeit des Zählwerkes (K, k1, U, S, L usw.,) eingestellt werden.
  8. 8. Apparat nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die Tabellen tragenden Glieder mit Verzahnungen (H, h) versehen sind, in welche ein Zahnrad (K) aufeinanderfolgend eingerückt werden kann, während eine Schlüsselscheibe (U1) sich mit dem Zahnrad dreht und die Bewegungen der Schieber je nach der während der Einstellung der Tabellen erreichten Stellung des Zahnrades bestimmt.
  9. 9. Eine Abänderung des Apparates nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem bereits vorhandenen Zahnrad (K) noch ein zweites Zahnrad (K3) angeordnet ist, welches mit einem beweglichen Schieber (P6) in Eingriff steht und einen Anschlag (ke) besitzt, der, zeitweise in die Bahn eines auf dem ersteren Zahnrad vorgesehenen Anschlages (k3) gerückt, die Bewegung des Schiebers begrenzen kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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