DE226546C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE226546C DE226546C DENDAT226546D DE226546DA DE226546C DE 226546 C DE226546 C DE 226546C DE NDAT226546 D DENDAT226546 D DE NDAT226546D DE 226546D A DE226546D A DE 226546DA DE 226546 C DE226546 C DE 226546C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- preform
- cores
- core
- mold
- glass
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 27
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 8
- 239000002775 capsule Substances 0.000 description 8
- 239000011324 bead Substances 0.000 description 2
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 2
- 241000947840 Alteromonadales Species 0.000 description 1
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 238000005086 pumping Methods 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/30—Details of blowing glass; Use of materials for the moulds
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-'ΛΙ 226546-KLASSE 32 a. GRUPPE
Glashohlkörpern.
Es sind bereits Vorrichtungen zur Herstellung
von Glashohlkörpern bekannt, bei denen der herzustellende Gegenstand durch
Kerne, welche das in eine Vorform eingefüllte Glas entsprechend verdrängen, vorgeformt und
dann in einer Fertigform aufgeblasen wird. Solche Vorrichtungen sind auch schon zur
Herstellung von Hohlkörpern mit einer oberen und einer unteren Mündung in der Weise eingerichtet
worden, daß nach Einführung eines Kernes von unten das Glas in die Vorform eingefüllt und dann durch einen zweiten von
oben eingeführten Kern bis zur Ausfüllung der Vorform verdrängt wurde. Dabei blieb
zwischen den' Enden der Kerne eine Querwand von Glas bestehen. Diesen Vorrichtungen
gegenüber unterscheidet sich die vorliegende dadurch, daß zur Herstellung von Hohlkörpern
mit zwei Mündungen und durchgehendem Hohlraum die von oben und unten in die Form eingeführten Kerne sich gegenseitig
übergreifen, so daß zwischen den Kernen nicht wie bei den bisherigen Vorrichtungen
dieser Art eine Vollwand stehen bleibt, sondern die von den Kernen gebildete Öffnung
vollständig durchgeht und der vorgeformte Glasgegenstand auf seiner ganzen Länge aufgeblasen
werden kann. Auf diese Weise ist es möglich; alle Glashohlkörper mit durch gehendem
Hohlraum, insbesondere die in den Seidenspinnereien zum Aufwickeln der Seide benutzten Glastrommeln oder Glasrollen,
ferner auch Lampenglocken maschinell in einfacher und billiger Weise herzustellen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung in Vorderansicht.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-B und
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie C-D von Fig. ι bei in die Form eingeführten Kernen.
Fig. 4 stellt die Vorform mit eingeführten Kernen und
Fig. 5 die zweite Form, die eine größere lichte Weite wie die Vorform hat, im Schnitt
dar,
Fig. 6 eine fertige Glastrommel,
Fig. 7 den Teil s in schaubildlicher Darstellung. .
Die Vorrichtungen zum Vorformen und Aufblasen des Glashohlkörpers sind in einem gemeinsamen
Gestell α angeordnet. Die ersterwähnte Vorrichtung ist mit zwei beweglichen
Kernen b, c versehen, die in die auf dem Gestell α ruhende Vorform d eingeführt werden
können. Die Vorform d ist zweiteilig ausgeführt und wird mittels in die seitlichen Flanschen
der Form einzusteckender, mit Handgriffen versehener Stifte e zusammengehalten.
Zum Tragen sind an der Form d zwei einander gegenüberliegende Stangen f, f angebracht.
Die Kerne b, c sind längsverschiebbar eingerichtet.
Der obere Kern b wird zu diesem Zweck von dem in einem Ständer g drehbaren
Handhebel h getragen (Fig. 2), mittels dessen er nach unten in die Form d bewegt werden
kann. Der Handhebel h wird durch ein an ihm befestigtes Gegengewicht gewöhnlich in
der oberen Stellung gehalten. Der Kern b ist in dem festen Querarm i zweier auf dem Gestell
α angeordneten Säulen k geführt, während ein anderer Querarm i1 mit dem Kern η festverbunden ist und seinerseits auf den Säulen k
geführt ist. Der untere Teil des oberen Kernes b ist abnehmbar eingerichtet, um nach
ίο Bedarf durch Einsetzen eines anderen Stückes
eine andere Kernform bilden zu können. Auf dem Kern b ist ferner eine Platte m befestigt,
die auf vier Stangen η gleitet, an denen Unten eine Platte m1 befestigt ist. Auf den Stangen
η sind Schraubenfedern angeordnet.
Der untere Kern c wird durch einen drehbar am Gestell α gelagerten Handhebel 0 bewegt.
Die Führung des Kernes c erfolgt ähnlich wie bei dem oberen Kern durch einen
auf zwei senkrechten Stangen p, p gleitenden Querarm q. In der oberen Stellung kann der
Handhebel 0 durch einen verschiebbaren oder drehbaren Sperriegel r festgestellt werden
(Fig. 2), während er in die untere Stellung durch sein Eigengewicht zurückkehrt. Gegebenenfalls
können jedoch auch Federn auf den Führungsstangen p zu diesem Zweck angeordnet
sein.
Gemäß der Erfindung ist der untere Kern c an seinem oberen Ende zugespitzt, während
der obere Kern b eine entsprechende Ausbohrung besitzt, in die das zugespitzte Ende des
unteren Kernes eingreifen kann. Dieses Ende kann gegebenenfalls zu demselben Zwecke wie
bei dem oberen Kern auswechselbar sein.
Der Abschluß der Form unten und oben wird durch Kapseln s, s1 und in die Kapseln
passende Scheiben t, t1 bewirkt (Fig. 4 und 5). Die Kapseln s, s1 können aus zwei scherenartig
miteinander verbundenen Teilen bestehen (Fig. 7), so daß jede Kapsel bequem geöffnet
und geschlossen werden kann.
Die Herstellung eines hohlen Glasgegenstandes wird in der folgenden Weise bewirkt.
Die Vorform d, die in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel von solcher Bauart ist, daß
sie zur Herstellung hohler Glastrommeln benutzt werden kann, wird mit der unteren
Kapsel s1 nebst Scheibe t1 auf das Maschinengestell
α in die richtige Lage zwischen die Säulen k gestellt. Alsdann wird der untere
Kern c mittels des Handhebels 0 nach oben geführt und in dieser Stellung durch den
Riegel γ festgestellt (Fig. 3). Hierauf wird die heiße Glasmasse in die Form d eingebracht
und die obere Kapsel s mit Scheibe t auf die Form aufgesetzt. Der Kern b, der dann durch
den Handhebel h nach unten gedrückt wird und sich über das zugespitzte Ende des unteren
Kernstückes schiebt (Fig. 4), verteilt die Glasmasse so, daß sich der obere Flansch der
Glastrommel bildet. Dadurch, daß die Kerne ineinandergreifen, wird der Glashohlkörper mit
einer durchgehenden öffnung versehen, so daß der Körper später auf seiner ganzen Länge
aufgeblasen werden kann. Gleichzeitig mit dem oberen Kern b gehen auch die an. ihm
befestigten Platten m und m1 mit nach unten.
Wenn die Platte m1 auf die Vorform aufstößt,
so drückt die Platte m, die auf den Stangen η ηο
geführt ist, die auf diesen Stangen sitzenden Federn zusammen, wodurch die untere Platte m1
fest auf die oberen Teile s, t der Vorform d gepreßt wird.
Zur Fertigstellung des Glashohlkörpers wird die Vorform mit den dazugehörigen Teilen
nach Entfernen der Kerne b, c hierauf unter die Blasvorrichtung gebracht. Diese besteht
aus je einer oberhalb und unterhalb des Gestelles α angeordneten Pumpe u, u1 beliebiger
Art." Beide Pumpenzylinder, in die ein hohles Rohr ν bzw. v1 führt, werden zusammen von
einem Handhebel w bedient, der durch eine Stange w2 mit dem unteren Pumpenhebel w1
verbunden ist. Auf dem Handhebel w ist ein Gegengewicht angeordnet, das bestrebt ist,. den
Handhebel in die Hochlage zurückzuführen. Die Pumpenzylinder sind durch Querarme auf
den senkrechten Stangen χ geführt.
Ist die Vorform d zusammen mit ihren Teilen unter die Blasvorrichtung gesetzt, wobei
die obere Kapsel mit ihren abgeschrägten Seitenflächen in eine schwalbenschwanzförmige
Führung einer Platte y eingeschoben wird, so werden die die Form zusammenhaltenden
Stifte e gelöst und die Vorformteile entfernt. Die Blasform z, die eine größere lichte Weite
wie die Vorform d hat und gleichfalls zweiteilig ist, hat man zuvor auf der einen Seite
geöffnet hinter der Vorform an der Pumpvorrichtung aufgestellt, damit man sofort nach
Freilegung des vorgeformten Hohlkörpers diesen in die Blasform ζ wieder einschließen kann.
Die Form ζ ist ebenso wie die Form d
durch Bolzen e zusammengehalten, doch bleiben die Formhälften auf der einen Seite
dauernd drehbar miteinander verbunden. Die Tragstangen f der Form ζ sind in anderer
Weise angeordnet, damit die Formhälften leicht zusammengeschlossen werden können.
Ist die Form ζ nun durch den vorderen, mit Handgriff versehenen Bolzen e dicht zusammengeschlossen,
so wird die Blasvorrichtung in Arbeit gesetzt, indem der Handhebel w
auf und ab bewegt wird. Die Zylinder der Pumpen u, u1 machen diese Bewegung mit
und treiben bei ihrer Bewegung gegen die Form ζ hin Luft in das hohle Rohr ν bzw. v1
und damit in die Form ζ hinein. Der in der Form ζ befindliche Glaskörper, der geringeren
Durchmesser wie die Form ζ besitzt (Fig. 7), wird dadurch aufgeblasen und gegen die Wände
der Form ζ angedrückt, so daß er seine endgültige Form erhält (Fig. 5 und 6).
Damit die beiden Röhre v, v1 dicht an die
Form ζ angeschlossen werden können, sind sie an ihren Enden mit einem der Formöffnung
entsprechenden Wulst versehen, der mit Dichtungsmasse, wie z. B. Asbest, umwickelt ist.
Der obere Wulst ist, wie Fig. 5 erkennen läßt, zweckmäßig abschraubbar eingerichtet.
Ist der Glashohlkörper aufgeblasen, so wird die Form ζ auseinandergenommen und die fertige
Glas trommel entfernt. In der Zwischenzeit kann in der Vorform schon wieder ein neuer Glaskörper vorgeformt worden sein, so
.15 daß die Herstellung verhältnismäßig schnell vor sich geht. Falls mit beiden Formen zugleich
gearbeitet wird, so sind natürlich für jede Form ein Satz Kapseln s, s1 mit Scheiben
t, t1 erforderlich.
Die Herstellung anderer Glashohlkörper erfolgt in ähnlicher Weise, nur müssen entsprechend
dem herzustellenden Gegenstand die Formen und Kerne eine andere Gestalt besitzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Herstellung von Glastrommeln und anderen beiderseits offenen Glashohlkörpern, die zunächst mittels von oben und unten wirkenden Kernen vorgeformt und dann in die endgültige Form aufgeblasen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne sich in ihrer Arbeitsstellung übergreifen und den Glashohlkörper mit einer durchgehenden Öffnung versehen, so daß der Glashohlkörper auf seiner ganzen Länge aufgeblasen werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE226546C true DE226546C (de) |
Family
ID=487089
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT226546D Active DE226546C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE226546C (de) |
-
0
- DE DENDAT226546D patent/DE226546C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2103083A1 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Teilen aus Gießsand, wie z B Gußfor men und kerne oder dgl aus Sand | |
| DE3042871A1 (de) | Maschine zum formen von werkstuecken | |
| DE1679929C3 (de) | Spritzblasmaschine zum Herstellen von Hohlkörpern aus Kunststoff | |
| DE2542015C3 (de) | Verriegelungseinrichtung an einer Blasformeinheit für eine Kunststoffblasmaschine | |
| DE2747410B2 (de) | Vorrichtung zur Formung runder Pakete aus Stabmaterial | |
| DE1299244B (de) | Kolbenpresse zur Herstellung eines doppelwandigen Rohres aus plastischen keramischen Massen | |
| DE3838984C2 (de) | Blasform | |
| DE2017557A1 (de) | Streckmaschine zum Streckziehen und -richten von Metallblechen und -platten | |
| DE2063041C3 (de) | Einrichtung zum Biegen von Stäben u.dgl | |
| DE1508739C3 (de) | Vorrichtung zur Herstellung kernbestückter, kastenloser Gießformen | |
| DE2557193C2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von hohlen Gießkernen | |
| DE102004033131B4 (de) | Hohlkörperblasanlage | |
| EP1427552B1 (de) | Vorrichtung zum verformen von dünnwandigem material zu einem hülsenförmigen körper | |
| DE2136691C3 (de) | Gußstück-Entnahmevorrichtung für eine Horizontal-Druckgießmaschine | |
| DE901407C (de) | Verfahren zum selbsttaetigen Herstellen von Schraubenfedern mit an jedem Ende angeordneter OEse | |
| EP0611616B1 (de) | Formmaschine | |
| DE206252C (de) | ||
| DE2118393C3 (de) | Reifenvulkanisierpresse | |
| DE562972C (de) | Metallform, insbesondere zur Herstellung von Beton- oder Zementroehren | |
| DE444748C (de) | Vorrichtung zum Wenden der Formkasten an Handformmaschinen | |
| DE2557420C2 (de) | Blaskopf zum Formsandblasen | |
| DE1602638C (de) | Vorrichtung zum Herstellen von ringförmigen Federn aus geraden, an einem Ende konisch verjüngten Schraubenfedern | |
| DE325087C (de) | Flaschenblasmaschine | |
| DE2413033C2 (de) | Federkernmontagemaschine | |
| DE608461C (de) | Schaftantrieb fuer Handwebstuehle |