DE226546C - - Google Patents

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DE226546C
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core
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glass
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/30—Details of blowing glass; Use of materials for the moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-'ΛΙ 226546-KLASSE 32 a. GRUPPE
Glashohlkörpern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1909 ab.
Es sind bereits Vorrichtungen zur Herstellung von Glashohlkörpern bekannt, bei denen der herzustellende Gegenstand durch Kerne, welche das in eine Vorform eingefüllte Glas entsprechend verdrängen, vorgeformt und dann in einer Fertigform aufgeblasen wird. Solche Vorrichtungen sind auch schon zur Herstellung von Hohlkörpern mit einer oberen und einer unteren Mündung in der Weise eingerichtet worden, daß nach Einführung eines Kernes von unten das Glas in die Vorform eingefüllt und dann durch einen zweiten von oben eingeführten Kern bis zur Ausfüllung der Vorform verdrängt wurde. Dabei blieb zwischen den' Enden der Kerne eine Querwand von Glas bestehen. Diesen Vorrichtungen gegenüber unterscheidet sich die vorliegende dadurch, daß zur Herstellung von Hohlkörpern mit zwei Mündungen und durchgehendem Hohlraum die von oben und unten in die Form eingeführten Kerne sich gegenseitig übergreifen, so daß zwischen den Kernen nicht wie bei den bisherigen Vorrichtungen dieser Art eine Vollwand stehen bleibt, sondern die von den Kernen gebildete Öffnung vollständig durchgeht und der vorgeformte Glasgegenstand auf seiner ganzen Länge aufgeblasen werden kann. Auf diese Weise ist es möglich; alle Glashohlkörper mit durch gehendem Hohlraum, insbesondere die in den Seidenspinnereien zum Aufwickeln der Seide benutzten Glastrommeln oder Glasrollen, ferner auch Lampenglocken maschinell in einfacher und billiger Weise herzustellen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung in Vorderansicht.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-B und
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie C-D von Fig. ι bei in die Form eingeführten Kernen.
Fig. 4 stellt die Vorform mit eingeführten Kernen und
Fig. 5 die zweite Form, die eine größere lichte Weite wie die Vorform hat, im Schnitt dar,
Fig. 6 eine fertige Glastrommel,
Fig. 7 den Teil s in schaubildlicher Darstellung. .
Die Vorrichtungen zum Vorformen und Aufblasen des Glashohlkörpers sind in einem gemeinsamen Gestell α angeordnet. Die ersterwähnte Vorrichtung ist mit zwei beweglichen Kernen b, c versehen, die in die auf dem Gestell α ruhende Vorform d eingeführt werden können. Die Vorform d ist zweiteilig ausgeführt und wird mittels in die seitlichen Flanschen der Form einzusteckender, mit Handgriffen versehener Stifte e zusammengehalten. Zum Tragen sind an der Form d zwei einander gegenüberliegende Stangen f, f angebracht.
Die Kerne b, c sind längsverschiebbar eingerichtet. Der obere Kern b wird zu diesem Zweck von dem in einem Ständer g drehbaren Handhebel h getragen (Fig. 2), mittels dessen er nach unten in die Form d bewegt werden
kann. Der Handhebel h wird durch ein an ihm befestigtes Gegengewicht gewöhnlich in der oberen Stellung gehalten. Der Kern b ist in dem festen Querarm i zweier auf dem Gestell α angeordneten Säulen k geführt, während ein anderer Querarm i1 mit dem Kern η festverbunden ist und seinerseits auf den Säulen k geführt ist. Der untere Teil des oberen Kernes b ist abnehmbar eingerichtet, um nach
ίο Bedarf durch Einsetzen eines anderen Stückes eine andere Kernform bilden zu können. Auf dem Kern b ist ferner eine Platte m befestigt, die auf vier Stangen η gleitet, an denen Unten eine Platte m1 befestigt ist. Auf den Stangen η sind Schraubenfedern angeordnet.
Der untere Kern c wird durch einen drehbar am Gestell α gelagerten Handhebel 0 bewegt. Die Führung des Kernes c erfolgt ähnlich wie bei dem oberen Kern durch einen auf zwei senkrechten Stangen p, p gleitenden Querarm q. In der oberen Stellung kann der Handhebel 0 durch einen verschiebbaren oder drehbaren Sperriegel r festgestellt werden (Fig. 2), während er in die untere Stellung durch sein Eigengewicht zurückkehrt. Gegebenenfalls können jedoch auch Federn auf den Führungsstangen p zu diesem Zweck angeordnet sein.
Gemäß der Erfindung ist der untere Kern c an seinem oberen Ende zugespitzt, während der obere Kern b eine entsprechende Ausbohrung besitzt, in die das zugespitzte Ende des unteren Kernes eingreifen kann. Dieses Ende kann gegebenenfalls zu demselben Zwecke wie bei dem oberen Kern auswechselbar sein.
Der Abschluß der Form unten und oben wird durch Kapseln s, s1 und in die Kapseln passende Scheiben t, t1 bewirkt (Fig. 4 und 5). Die Kapseln s, s1 können aus zwei scherenartig miteinander verbundenen Teilen bestehen (Fig. 7), so daß jede Kapsel bequem geöffnet und geschlossen werden kann.
Die Herstellung eines hohlen Glasgegenstandes wird in der folgenden Weise bewirkt.
Die Vorform d, die in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel von solcher Bauart ist, daß sie zur Herstellung hohler Glastrommeln benutzt werden kann, wird mit der unteren Kapsel s1 nebst Scheibe t1 auf das Maschinengestell α in die richtige Lage zwischen die Säulen k gestellt. Alsdann wird der untere Kern c mittels des Handhebels 0 nach oben geführt und in dieser Stellung durch den Riegel γ festgestellt (Fig. 3). Hierauf wird die heiße Glasmasse in die Form d eingebracht und die obere Kapsel s mit Scheibe t auf die Form aufgesetzt. Der Kern b, der dann durch den Handhebel h nach unten gedrückt wird und sich über das zugespitzte Ende des unteren Kernstückes schiebt (Fig. 4), verteilt die Glasmasse so, daß sich der obere Flansch der Glastrommel bildet. Dadurch, daß die Kerne ineinandergreifen, wird der Glashohlkörper mit einer durchgehenden öffnung versehen, so daß der Körper später auf seiner ganzen Länge aufgeblasen werden kann. Gleichzeitig mit dem oberen Kern b gehen auch die an. ihm befestigten Platten m und m1 mit nach unten. Wenn die Platte m1 auf die Vorform aufstößt, so drückt die Platte m, die auf den Stangen η ηο geführt ist, die auf diesen Stangen sitzenden Federn zusammen, wodurch die untere Platte m1 fest auf die oberen Teile s, t der Vorform d gepreßt wird.
Zur Fertigstellung des Glashohlkörpers wird die Vorform mit den dazugehörigen Teilen nach Entfernen der Kerne b, c hierauf unter die Blasvorrichtung gebracht. Diese besteht aus je einer oberhalb und unterhalb des Gestelles α angeordneten Pumpe u, u1 beliebiger Art." Beide Pumpenzylinder, in die ein hohles Rohr ν bzw. v1 führt, werden zusammen von einem Handhebel w bedient, der durch eine Stange w2 mit dem unteren Pumpenhebel w1 verbunden ist. Auf dem Handhebel w ist ein Gegengewicht angeordnet, das bestrebt ist,. den Handhebel in die Hochlage zurückzuführen. Die Pumpenzylinder sind durch Querarme auf den senkrechten Stangen χ geführt.
Ist die Vorform d zusammen mit ihren Teilen unter die Blasvorrichtung gesetzt, wobei die obere Kapsel mit ihren abgeschrägten Seitenflächen in eine schwalbenschwanzförmige Führung einer Platte y eingeschoben wird, so werden die die Form zusammenhaltenden Stifte e gelöst und die Vorformteile entfernt. Die Blasform z, die eine größere lichte Weite wie die Vorform d hat und gleichfalls zweiteilig ist, hat man zuvor auf der einen Seite geöffnet hinter der Vorform an der Pumpvorrichtung aufgestellt, damit man sofort nach Freilegung des vorgeformten Hohlkörpers diesen in die Blasform ζ wieder einschließen kann.
Die Form ζ ist ebenso wie die Form d durch Bolzen e zusammengehalten, doch bleiben die Formhälften auf der einen Seite dauernd drehbar miteinander verbunden. Die Tragstangen f der Form ζ sind in anderer Weise angeordnet, damit die Formhälften leicht zusammengeschlossen werden können.
Ist die Form ζ nun durch den vorderen, mit Handgriff versehenen Bolzen e dicht zusammengeschlossen, so wird die Blasvorrichtung in Arbeit gesetzt, indem der Handhebel w auf und ab bewegt wird. Die Zylinder der Pumpen u, u1 machen diese Bewegung mit und treiben bei ihrer Bewegung gegen die Form ζ hin Luft in das hohle Rohr ν bzw. v1 und damit in die Form ζ hinein. Der in der Form ζ befindliche Glaskörper, der geringeren Durchmesser wie die Form ζ besitzt (Fig. 7), wird dadurch aufgeblasen und gegen die Wände
der Form ζ angedrückt, so daß er seine endgültige Form erhält (Fig. 5 und 6).
Damit die beiden Röhre v, v1 dicht an die Form ζ angeschlossen werden können, sind sie an ihren Enden mit einem der Formöffnung entsprechenden Wulst versehen, der mit Dichtungsmasse, wie z. B. Asbest, umwickelt ist. Der obere Wulst ist, wie Fig. 5 erkennen läßt, zweckmäßig abschraubbar eingerichtet.
Ist der Glashohlkörper aufgeblasen, so wird die Form ζ auseinandergenommen und die fertige Glas trommel entfernt. In der Zwischenzeit kann in der Vorform schon wieder ein neuer Glaskörper vorgeformt worden sein, so
.15 daß die Herstellung verhältnismäßig schnell vor sich geht. Falls mit beiden Formen zugleich gearbeitet wird, so sind natürlich für jede Form ein Satz Kapseln s, s1 mit Scheiben t, t1 erforderlich.
Die Herstellung anderer Glashohlkörper erfolgt in ähnlicher Weise, nur müssen entsprechend dem herzustellenden Gegenstand die Formen und Kerne eine andere Gestalt besitzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Herstellung von Glastrommeln und anderen beiderseits offenen Glashohlkörpern, die zunächst mittels von oben und unten wirkenden Kernen vorgeformt und dann in die endgültige Form aufgeblasen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne sich in ihrer Arbeitsstellung übergreifen und den Glashohlkörper mit einer durchgehenden Öffnung versehen, so daß der Glashohlkörper auf seiner ganzen Länge aufgeblasen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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