DE226708C - - Google Patents

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DE226708C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D5/00Fringes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Harvester Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 226708 -KLASSE 25 c. GRUPPE
JOSEF PLOMER in WEIPERT, Böhmen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1910 ab.
Die bisher bekannten Vorrichtungen zur Herstellung von Fransen sind derart eingerichtet, daß jeder Kopf nur eine Fransenspindel besitzt, und daß daher während desjenigen Zeitraumes, welcher zur Vornahme der zur Herstellung von Fransenstengeln erforderlichen Arbeitsvorgänge nötig ist, auf jedem Kopf nur ein Stengel fertiggestellt wird.
Demgegenüber unterscheidet sich die den
ίο Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung zur Herstellung von Fransen im wesentlichen dadurch, daß auf jedem Arbeitsbzw. Drehkopf mehrere Fransenspindeln angeordnet sind, welche während einer Umdrehung des Drehkopfes der Reihe nach den Fransenfaden zugeführt erhalten und diesen ebenfalls der Reihe nach zu Fransen ausbilden, so daß bei jeder Umdrehung des Drehkopfes ebenso viele Fransenstengel entstehen, als die Anzahl der Fransenspindeln beträgt.
Ermöglicht wird dies dadurch, daß die Fransenspindeln in achsialer Schräglage zur Drehkopfachse geneigt angeordnet sind, diese umkreisen und sich gleichzeitig um ihre eigene Achse drehen, so daß während einer Umkreisung der Drehkopfachse der Fransenfaden den Spindeln zugeführt, drilliert (bzw. aufgeschnitten) und von diesen wieder abgestreift wird.
Sollen an Stelle von Drillierfransen Schnittfransen hergestellt werden, so braucht mit dem Fransenhaken nur eine Schneidvorrichtung in Verbindung gebracht zu werden, welche nach erfolgtem Ausziehen des Fransenfadens zur Schleife die erforderliche Schneidbewegung ausführt.
Bei dem zur Erläuterung der Erfindung gewählten Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß der Drehkopf mit vier Fransenspindeln versehen ist.
Es stellen dar:
Fig. ι einen Drehkopf im Längsschnitt,
Fig. 2 und 3 die verschiedenen aufeinander folgenden Arbeitsstellungen der Fransenspindein sowie des Fadeneinlegers.
Fig. 4 ist ein schematischer Grundriß des Drehkopfes, und
Fig. 5 veranschaulicht die Ausführungsform einer Spindel zur Herstellung von Schnittfransen.
Die in üblicher Weise am oberen Ende zu einem Haken ausgebildeten Fransenspindeln a1 bis «4 sind auf einem Kreuz b des Drehkopfes in achsialer Schräglage zu der senkrechten Drehkopfachse c drehbar gelagert, und zwar unter einem solchen Neigungswinkel, daß sich die verlängerten Achsen der Drillierspindeln mit der Drehkopfspindel an der Einbindungsstelle der Franse schneiden. Jede Drillier- spindel steht mit einem Hebelt1 bis άΑ derart in Verbindung, daß sich deren unterer Teil im gegebenen Augenblick, d. h. wenn die Drillierung der Franse beginnen soll, durch Auflaufen auf dem Ansatz e1 eines an der feststehenden Achse c des Drehkopfes befestig-
ten Exzenters e abwärts verschieben und mit einem Getriebe f1 (bzw. f2, f3, /"4) kuppeln läßt (Fig. ι rechts).
Letzteres wird von einem von der Hauptantriebswelle g aus angetriebenen Zahnrad h in ständige Umdrehung versetzt, während das Drehkreuz b ebenfalls auf geeignete Weise, und zwar unabhängig von dem Zahnrad Ji, in Umlauf gesetzt wird.
ίο Die .Umlaufsrichtung des Kreuzes b kann entweder im Sinne des Zahnrades Ji oder entgegengesetzt zu diesem erfolgen, je nach der gewünschten Drehrichtung der Fransenstengel. Infolge der Verbindung der Fransenspindein a1 bis α4 mit dem Drehkreuz b einerseits und der sich auf dem Zahnrad Ji abrollenden Getriebe f1 bis /"4 andererseits drehen sich die Fransenspindeln um ihre eigene Achse und umkreisen zugleich gemeinsam mit dem Drehkreuz b die Drehkopfachse c.
In vorliegendem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß drillierte Fransen hergestellt werden sollen. In diesem Falle ist ein Einleger i (Fig. ι bis 3) angeordnet, der von einer geeigneten Vorrichtung parallel zur Drillierspindel auf- und abwärts verschoben wird. In seiner Hochstellung erfaßt er den Fransenfaden k (Fig. 2), zieht diesen beim Abwärtsbewegen zu einer Schleife k1 (Fig. 3) aus und hängt diese in den Fransenhaken ein. Das Einlegen der Schleife in den Fransenhaken findet an der Stelle statt, wo z. B. der Hebel d1 der zugehörigen Spindel a1 im Begriff steht, auf den Ansatz des Exzenters e aufzulaufen. Da durch das Auflaufen des Hebels d auch das Kuppeln der betreffenden Spindel a1 erfolgt, beginnt auch sofort das Drillieren der Franse, welches sich so lange fortsetzt, bis infolge Abgleitens des Hebels d1 von dem Exzeirteransatz e1 die Spindel durch eine Feder I o. dgl. wieder entkuppelt wird.
Unterdessen ist die nächste Spindel a~ an die Einlegestelle getreten, erhält eine Fadenschleife, drilliert diese usf., weichte Arbeiten" auch die nächstfolgenden Spindeln a3 und a4 ausführen. Die durch die Drillierung des Fransenstengels verursachte Verkürzung wird vermittels einer Feder m ausgeglichen, indem diese der Spindel ein entsprechendes.Anheben gestattet. An der Stelle, an welcher die Fransenspindel ihre Drehung um ihre eigene Achse beendet, ist in üblicher Art ein Draht n, Stäbchen o. dgl. (Fig. 3) vorgesehen, vermöge welchen der fertige Fransenstengel vom Fransenhaken auf bekannte Weise abgestreift wird. Die hierzu erforderliche Aufwärtsbewegiing der Spindel wird zweckmäßig durch eine nach innen führende Ansteigbahn e2 des Exzenters e hervorgerufen, wie dies aus Fig. 1 links ersichtlich ist. Nach der Freigabe des Fransenstengels bewegt sich die Fransenspindel bis zn ihrer in Fig. 2 dargestellten Anfangsstellung leer und ohne sich zu drehen zurück, um ihre Arbeit .von neuem zu beginnen.
In dieser Folge führt jede der Spindel a1 bis α4 einzeln nacheinander die verschiedenen Arbeitsvorgänge aus, so daß bei einmaliger Umdrehung des Drehkreuzes so viel Fransenstengel fertiggestellt werden, als Spindeln vorhanden sind.
In die Fransenstengel werden während ihrer Ausbildung in bekannter Art Verbindungsfäden q (Fig. 3) eingearbeitet, was mittels irgendeiner bekannten und daher in der Zeichnung nicht mit angegebenen Einschlagvorrichtung geschehen kann.
Sollen Schnittfransen hergestellt werden, so brauchen die Fransenspindeln nur mit einer Schneidevorrichtung in Verbindung gebracht zu werden, welche nach erfolgtem Ausziehen des Fadens zur Schleife die erforderliche Schneidbewegung ausführt. Dies würde gemäß dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel zweckmäßig dadurch geschehen können, daß im Schaft p des Fransenhakens ein Messer 0 längsverschiebbar gelagert ist, wel-' ches sich zu gegebener Zeit gegen den Haken bewegt und die Fransenschleife aufschneidet.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von gedrehten und geschnittenen Fransen, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeden Kopf mehrere Fransenspindeln (a1 bis al) radial zur Drehkopf achse (c) angeordnet sind, welche während einer Umdrehung des Drehkopfes der Reihe nach den Fransenfaden (k)' zugeführt erhalten und diesen ebenfalls der Reihe nach zu Fransen ausbilden, so daß bei jeder Umdrehung des Drehkopfes ebenso viele Fransenstengel entstehen, als die Anzahl der Fransenspindeln beträgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fransenspindeln (al bis al) auf einem Drehkreuz • (b) o. dgl. angeordnet sind und in achsialer Schräglage zur Drehkopfachse (c) diese umkreisen und sich gleichzeitig um ihre eigene Achse drehen, so daß während einer Umkreisung der Drehkopf achse (c) der Fransenfaden (i) den Spindeln zugeführt, drilliert (bzw. aufgeschnitten) und von diesen wieder abgestreift wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fransenspindeln (a1 bis al) mit der zur Drehung um ihre eigene Achse dienenden Antriebsvorrichtung (f1 bis /"*) derart in Verbin-
dung gebracht sind, daß die Drehung nach Erfordernis eingeleitet oder unterbrochen werden kann und die Spindeln gleichzeitig sich in ihrer Achsrichtung verschieben können, um der bei der Drillierung des Fransenstengels stattfindenden Verkürzung desselben zu folgen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Fransenspindel eine Schneidevorrichtung vorgesehen ist, welche nach erfolgtem Ausziehen des Fransenfadens zu einer Schleife die erforderliche Schneidbewegung ausführt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Fransenspindel (p) ein Messer (0) längsverschiebbar gelagert ist, welches gegen die Spindel bewegt wird und die Fransenschleife aufschneidet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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