DE226790C - - Google Patents

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DE226790C
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Germany
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phenylenediamine
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black
paradiamines
furs
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00—Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02—Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04—Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/30—Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts
    • D06P3/305—Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts with oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift 47349 und den Zusatzpatentschriften sind Verfahren beschrieben, um durch Behandeln von tierischen Haaren bzw. Pelzen mit Lösungen gewisser aromatischer Diamine und darauffolgende Oxydation braune, graue und schwarze Färbungen zu erzeugen. Von den in dieser Patentschrift genannten Paradiaminen hat vorzugsweise das p-Phenylendiamin eine ausgedehnte Verwendung in der Pelzfärberei gefunden. Die mit dieser Base gefärbten Pelze, und zwar einerlei, ob sie mit oder ohne Anwendung von Metallsalzen als Beize gefärbt waren, zeigen bei dunklen Tönen zwar eine 'kohlschwarze Nuance, doch ist diese stumpf, Und es fehlt ihr der in der Praxis bevorzugte bläuliche Stich, welcher den Färbungen einen blumigen Ton verleiht.
Man hat daher schon versucht, dem p-Phe-
nylendiamin gewisse andere Produkte beim
ao Färben von Pelzen zuzusetzen, um die Nuance zu verbessern, und zwar hat man zu diesem Zweck. gewisse Metadiamine, wie z. B. m-Phenylendiamin oder m-Toluylendiamin, benutzt. Wenngleich sich durch Oxydation dieser Basen zusammen mit. p-Phenylendiamin auf tierischen Haaren lebhaftere und mehr blauschwarze Töne erhalten ließen, so zeigten diese Färbungen doch den Übelstand der Unbeständigkeit. Beim Lagern der gefärbten Ware nehmen die Färbungen nämlich nach einiger Zeit einen unerwünschten'rotbraunen Stich an.
Es hat sich nun die unerwartete Tatsache
gezeigt, daß die eben erwähnten Übelstände nicht eintreten, wenn man die Pelze mit Paradiaminen färbt unter gleichzeitigem Zusatz von m-Diaminoanisdl
(O C H3: N H2: N H2 = 1:2:4)
oder m-Diaminophenetol
(O C2 H6: N H,: N H2 = τ: 2: 4).
Durch die gemeinsame Oxydation dieser Metadiamine mit Paradiaminen auf tierischen Haaren erhält man lebhafte blauschwarze Töne von großer Beständigkeit.
Verwendet man gemeinsam mit den eben erwähnten Metadiaminen an Stelle des p-Phenylendiamins andere Paradiamine, wie z. B. Toluylen - ρ - diamin, Chlor - ρ - phenylendiamin, Methoxy-p-phenylendiamin, so ist der Erfolg ein ähnlicher; während diese Paradiamine für sich allein auf Haaren stumpfe rötlichbraune Töne ergeben, liefern sie in der Kombination mit einem der beiden obengenannten Metadiamine sehr brauchbare brillante blau.schwarze Färbungen von großer Beständigkeit.
Das Verfahren soll an folgenden Beispielen erläutert werden.
i. Man löst 3 Teile p-Phenylendiamin und 2 Teile Diaminoanisol (oder Diaminophenetol) in 500 Teile kochend heißem Wasser und setzt dann 400 Teile kaltes Wasser und 100 Teile Wasserstoffsuperoxyd (3 prozentig) hinzu. In das auf 30 bis 350 C. abgekühlte Bad bringt man die vorher gewaschenen Felle, behandelt sie darin 6 bis 12 Stunden, spült und trocknet.
Man erhält auf diese Weise intensiv blauschwarz gefärbte Pelze.
2. Man beizt die gewaschenen Felle riiit einer Lösung von holzessigsaurem Eisen (20 g im Liter) über Nacht; dann werden sie gespült und in einem Bade, welches im Liter j 4,2 Teile p-Phenylendiamin, 2,8 Teile Diamino- ! anisol (oder Diaminophenetol) und 140 Teile Wasserstoffsuperoxyd (3 prozentig) enthält, etwa 12 Stunden lang gefärbt.
Die nach diesem Beispiel erhaltenen PeIzfärbungen sind mehr tief schwarz als die nach Beispiel 1 hergestellten, besitzen aber ebenfalls den schönen bläulichen Stich.
Anstatt des p-Phenylendiamins in den beiden vorgenannten Beispielen kann man andere Paradiamine, wie z. B. die im Text genannten, verwenden. Selbstverständlich kann man, je nachdem hellere oder dunklere Färbungen gewünscht werden, die Mengenverhältnisse der. angewendeten Substanzen sowie die Zeitdauer der Behandlung beliebig abändern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Färben von Haaren, Pelzen u. dgl., darin bestehend, daß man sie mit oder ohne Anwendung metallischer Beizen mit Lösungen von Paradiaminen bei Gegenwart von m-Diaminoanisol oder m-Diaminophenetol und oxydierend wirkenden Mitteln behandelt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3313905A1 (de) * 1983-04-16 1984-10-25 Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf Neue 2.4-diaminophenolether als kuppler fuer oxidationshaarfaerbemittel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3313905A1 (de) * 1983-04-16 1984-10-25 Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf Neue 2.4-diaminophenolether als kuppler fuer oxidationshaarfaerbemittel

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