DE227175C - - Google Patents

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DE227175C
DE227175C DENDAT227175D DE227175DA DE227175C DE 227175 C DE227175 C DE 227175C DE NDAT227175 D DENDAT227175 D DE NDAT227175D DE 227175D A DE227175D A DE 227175DA DE 227175 C DE227175 C DE 227175C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/501Preparation of sulfur dioxide by reduction of sulfur compounds
    • C01B17/506Preparation of sulfur dioxide by reduction of sulfur compounds of calcium sulfates
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    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides
    • C01F11/08Oxides or hydroxides by reduction of sulfates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ& 227175 KLASSE 12 m. GRUPPE
PAUL PRIOR in FRANKFURTa. M.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1909 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschließen reduzierbarer Salze und Mineralien, wie z. B. Barium- und Calciumsulfat. Hierbei ist unter »Aufschließen« die Überführung dieser Stoffe in Verbindungen, welche in Wasser oder Säuren leichter löslich sind, oder welche sich infolge ihrer Eigenschaften in anderer Weise von den Ausgangsverbindungen unterscheiden, zu verstehen.
ίο Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß man die aufzuschließenden Stoffe mit Brennstoff mischt, diese Mischung entzündet und mittels eines durch die Masse hindurchgeführten Luftstromes die Verbrennung des Brennstoffes in dem Maße bewirkt, daß die erzeugte Temperatur die Aufschlußreaktion veranlaßt, wobei ein Teil des zugemischten Brennstoffes als Reaktionsmittel dienen kann.
Das Verfahren kann beispielsweise in folgender Weise ausgeführt werden:
Auf den Rost eines kippbaren Topfes der Art, wie sie bei dem H un tington-Heberlein-Verfahren zum Rösten und Sintern von Erzen verwendet werden, wird ein Feuer entzündet und das mit feiner Kohle gemischte, zerkleinerte Mineral, z. B. Schwerspat, in den Topf chargiert. Durch die Masse wird sodann ein Luftstrom hindurchgeblasen oder -gesaugt, wobei sich die Verbrennung durch die in dem Topf aufgeschüttete Masse allmählich hindurchpflanzt. Infolge der so erzeugten erhöhten Temperatur tritt der glühende Kohlenstoff mit dem Bariumsulfat in Reaktion, und das Bariumsulfat wird zu Bariumsulfid reduziert. Das entstandene Bariumsulfid kann seinerseits wiederum in Berührung mit der durchgeblasenen Luft in Bariumoxyd verwandelt werden, welch letzteres wiederum teilweise durch die in den Verbrennungs- und Reduktionsgasen enthaltene Kohlensäure in Bariumcarbonat oder in andere Verbindungen übergehen kann. Es entsteht schließlich nach Beendigung der Verblasearbeit ein1 Gemenge von Bariumsulfid, Bariumoxyd, Bariumcarbonat und unreduziertem (oder infolge teilweiser Wiederoxydation des Bariumsulfids aus diesem entstandenen) Bariumsulfat, aus welchem Gemisch die löslichen Bariumverbindungen durch Behandlung mit Wasser und Säuren ausgezogen werden können. Durch geeignete Wahl der Menge des beigemischten Brennstoffes, der Menge und der Pressung des durchgeblasenen Windes und der sonstigen Betriebsbedingungen kann man es erreichen, daß die eine oder andere der oben aufgezählten Verbindungen in dem Endprodukt des Verfahrens überwiegt. So enthielt beispielsweise das Endprodukt bei einem vom Erfinder ausgeführten Versuch,' bei welchem 40 Prozent Brennstoff dem Schwerspat beigemischt worden war, 45 Prozent Bariumsulfid, 22 Prozent Bariumoxyd, 14 Prozent in Säure lösliche Bariumverbindungen, insbesondere Bariumcarbonat, und 19 Prozent unzersetztes oder durch Wiederoxydation des Bariumsulfids entstandenes Bariumsulfat. Durch Erhöhung der Menge des Mischbrennstoffes und Verlangsämung des Luftstromes wird man eine höhere Ausbeute an Bariumsulfid erzielen können, während man durch stärkere Luftzufuhr die Ausbeute an Oxyd erhöhen und gleichzeitig eine
stärkere Entwicklung von schwefliger Saure erzielen kann. .
Das Verfahren ist selbstverständlich nicht an - die Verwendung von Huntington-Hebe flein-Töpfen gebunden; diese sind in dem angeführtön Ausführungsbeispiel nur erwähnt, weil sie eine bequeme Durchführung des Verfahrens und eine leichte Entleerung des Reaktionsproduktes gestatten. Man kann zur Ausführung
ίο des.' Verfahrens jeden anderen Apparat verwenden, welcher zur Durchführung von Verblasearbeiten geeignet ist. Auch kann man die. iLuft, statt sie von unten nach oben durch die Masse hindurchzuschicken, von oben nach unten oder von der Seite her hindurchblasen oder -saugen. Wesentlich für das Verfahren ist nur, daß die Reaktionstemperatur durch Verbrennung von dem aufzuschließenden Stoff beigemengtem Brennstoff mittels eines durch die Mischung hindurchgeführten Luftstromes erzeugt wird. Neben dem Brennstoff können natürlich auch noch andere Fluß- und Reaktionsmittel dem Gemisch zugefügt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Aufschließen reduzierbarer Salze und Mineralien, insbesondere der Sulfate der alkalischen Erden, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein entzündetes Gemenge des aufzuschließenden Stoffes mit Brennstoff ein Luftstrom hindurchgeleitet wird.
DENDAT227175D 1916-10-06 Active DE227175C (de)

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DEM60351D DE371863C (de) 1916-10-06 1916-10-06 Verfahren zur Gewinnung von schwefliger Saeure aus Sulfaten durch Verblasen

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