DE227182C - - Google Patents

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DE227182C
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turbine
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D3/00Machines or engines with axial-thrust balancing effected by working-fluid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Oktober 1909 ab.
Die Erfindung benutzt den Dampf- oder Gasschub auf den Laufkörper der Turbine, um den achsialen Wasserschub von mit der Turbine verbundenen Flüssigkeitsgetrieben ganz oder teilweise auszugleichen und umgekehrt. Hierdurch gelingt es, die üblichen Druckausgleichvorrichtungen, wie Druckscheiben oder Labyrinthkolben, oder Drucklager sowohl in der Dampfturbine wie im Flüssigkeitsgetriebe entweder ganz zu ersparen oder sie wenigstens in ihrer Ausdehnung wesentlich zu beschränken. Mit dem Wegfall der Druckausgleichvorrichtungen ist weiterhin ein wirtschaftlicher Vorteil verbunden, indem z. B. die erheblichen Flüssigkeitsverluste bei Labyrinthkolben wegfallen und die Reibungsverluste im Drucklager geringer werden.
Verwendungen des Dampfschubes zum Druck-. ausgleich sind bei Schiffsantrieben zum Aus-
ao gleich des Propellerschubes bekannt; im vorliegenden Falle handelt es sich jedoch um eine neue Verwendung in Verbindung mit Flüssigkeitsgetrieben.
Gemäß der Erfindung werden sowohl die Dampfturbine wie das Flüssigkeitsgetriebe so gegeneinander angeordnet, daß ihre Achsialdrücke entgegengesetzt gerichtet sind und sich ganz oder, teilweise aufheben, was bei ihrer normalen Bauart im allgemeinen nicht der Fall und sonst nur durch besondere Druckausgleichvorrichtungen in jedem einzelnen der beiden. Teile erzielbar ist.
Die besonderen Maßnahmen, durch die nun dieser neue, gegenseitige Ausgleich herbeigeführt wird, können entweder nur beim Flüssigkeitsgetriebe oder nur bei der Turbine oder bei beiden getroffen werden. In jedem Falle haben diese neuen Maßnahmen zum Druckausgleich dahin zu gehen, daß der Wasserschub des Getriebes dem Dampfschub im Laufkörper der Turbine entgegenwirkt und umgekehrt.
Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise eine Anzahl derartiger Anordnungen schematisch. In der Erläuterung sei unter »Kuppelende« derjenige Teil der Turbine verstanden, welcher auf der Seite des Getriebes liegt, im Gegensatz zu dem »freien Ende« der Turbine.
In Fig. ι a ist die Turbine ohne Druckausgleichvorrichtung ausgeführt; die Beaufschlagung erfolgt vom freien Ende aus, ihr achsialer Schub ist gegen das Kuppelende hin gerichtet. Um diesen Achsialschub auszugleichen, ist der primäre Teil- des Flüssigkeitsgetriebes so ausgebildet, daß er einen Achsial- schub, welcher nach der Dampfturbine hin gerichtet ist, erzeugt, und zwar ist dies dadurch erreicht, daß der Eintritt in das Primärrad von der Seite der Dampfturbine her erfolgt. Die Welle zwischen Getriebe und Dampfturbine ist dabei auf Druck beansprucht.
In den weiteren Fig. 1 b bis 6 sind Anordnungen gegeben, bei welchen der Dampfschub vom Flüssigkeitsgetriebe bzw. der Wasser-
(2. Auflage, ausgegeben an 12. Februar 1913.)
schub von der Dampfturbine weg gerichtet ist. Die Welle zwischen Getrieben und Dampfturbinen ist dabei also auf Zug beansprucht.
Fig. ι b stellt die Anordnung bei einer reinen Trommelturbine dar. Der Dampf tritt am Kuppelende ein und durchströmt die Turbine in einer Richtung gegen das freie Ende hin.
Eine Anordnung mit Dampf druckäusgleich-
kolbeh für nicht genau ausgeglichene Schübe
ίο stellt Fig. 2 dar. Diese Fig. 2 gibt gleichzeitig ein Beispiel einer Niederdruckturbine, die von irgendeiner Hochdruckturbine oder Kolbenmaschine Dampf erhält. Der Abdampf des Druckausgleichkolbens kann in der Turbine zur weiteren Arbeitsleistung, wie üblich, verwendet werden.
Fig. 3 gibt eine Anordnung, bei welcher der Niederdrucktrommel eine Hochdruckturbine vorgeschaltet ist, die in der Figur beispielsweise mit ein oder mehreren Druck- und Geschwindigkeitsstufen ausgebildet ist. Der Dampf tritt am Kuppelende ein und strömt durch die ganze Turbine nur in einer Richtung gegen das freie Ende.
Die Anordnung nach Fig. 4 ist, um an Baulänge zu sparen, so getroffen, daß der Dampf in der Mitte der Turbine eintritt, die Hochdruckturbine gegen das Kuppelende und die als Trommel ausgebildete Niederdruckturbine in entgegengesetzter Richtung gegen das freie Ende durchströmt. Die Umleitung des Dampfes von der Hochdruckturbine zur Niederdruckturbine kann durch die öffnungen der Radscheibe oder um diese herum, oder durch ähnliehe Umführungen, wie sie in Fig. 5 und 6 dargestellt sind, geschehen.
Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei welcher der Dampf in der Mitte der Turbine austritt. Der Dampf tritt in die Hochdruckturbine am freien Ende ein, er durchströmt die Turbine zuerst in Richtung gegen das Kuppelende, wird dann durch eine Umleitung außerhalb des Turbinenzylinders in die Niederdruckturbine geleitet und durchströmt diese Turbine in entgegengesetzter
+5 Richtung gegen das freie Ende der Turbine hin. Statt der Umleitung außerhalb der Turbine kann die Überleitung des Dampfes zur Niederdruckturbine durch die hohle Welle nach Fig. 6 erfolgen.
Fig. 7 gibt endlich eine Anordnung, bei weleher zu beiden Seiten der Dampfturbine Flüssigkeitsgetriebe angeordnet sind. Die Turbine und die beiden Getriebe sind dabei so bemessen, daß die Schübe der drei einzelnen Einheiten sich im ganzen genommen möglichst ausgleichen.
Die geschilderte Anwendung des Druckausgleiches gilt für alle Arten von Flüssigkeitsgetrieben oder Flüssigkeitskupplungen in Verbindung mit allen Arten von Dampfturbinen, auch wenn an irgendeiner Stelle irgendwelche zusätzlichen Entlastungsflächen vorhanden sind. Je nach Bedarf können zur Unterstützung Hilfsdrucklagef oder Druckausgleichkolben vorgesehen werden, welche jedoch stets nur eine untergeordnete Rolle spielen. Das Hilfsdrucklager kann an jeder beliebigen Stelle auf der treibenden Welle sitzen, z. B. am freien Ende oder am Kuppelende. Auch mehrere Dampfturbinen auf einer Antriebswelle können zum Antrieb des Transformators verwendet werden.
Ferner läßt sich die Erfindung sinngemäß für alle Arten Gasturbinen anwenden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Axialschubausgleich für Dampf- oder Gasturbinen in Verbindung mit Flüssigkeitsgetrieben, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf- oder Gasschub auf den Lauf körper der Turbine einerseits, der Wasserschub des Flüssigkeitsgetriebes andererseits einander entgegengesetzt gerichtet sind, um sich ganz oder teilweise. auszugleichen.
2. Achsialschubausgleich nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten der Dampfturbine je ein Flüssigkeitsgetriebe so angeordnet wird, daß sich die Achsialschübe der zwei Flüssigkeitsgetriebe zusammen mit dem der Turbine im ganzen möglichst ausgleichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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