DE228492C - - Google Patents

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DE228492C
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iii
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D45/00Aircraft indicators or protectors not otherwise provided for
    • B64D45/02Lightning protectors; Static dischargers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Insulated Conductors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— Ja 228492-KLASSE 21c. GRUPPE 6.1.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung von Luftfahrzeugen jeder Art, wie Kugelballons, lenkbaren Luftschiffen usw., gegen Entzündungen durch den plötzlichen Ausgleich der statischen Ladungen, die auf den Ballonteilen ζ. Β. dadurch auftreten können, daß das Luftschiff sich Schichten anderen Potentials, wie Gewitterwolken, nähert.
Man hat bereits den Stoff von Luftballons
ίο mit Chlorcalciumlösungen oder Bronzelösungen bestrichen, um ihn leitend zu machen und so elektrisch zu sichern; jedoch haben sich diese Anstriche ebensowenig wie die Anbringung radioaktiver Substanzen als genügend erwiesen.
In nachstehendem soll nun eine Einrichtung beschrieben werden, mittels welcher die auf den Ballonteilen auftretenden statischen Ladungen sofort in dynamische Hochfrequenzströme und dann in Wärme umgesetzt bzw. vernichtet werden. Hierdurch wird das Auftreten nennenswerter Ladungen und Spannungen auf dem Ballon verhindert, so daß ζ. Β. zwischen diesem und einer geladenen Wolke nur unschädliche Büschel- oder Glimmentladungen, aber keine Funkenentladungen stattfinden können.
Zu diesem Zwecke wird das Luftfahrzeug mit einem gut leitenden Netz umgeben und an der Gondel ein von dieser isoliertes Drahtseil angebracht. Die von dem Netz sowie dem Drahtseil aufgenommenen statischen Ladungen werden an die Klemmen einer gut gegen Funkenbildung gesicherten Unterbrechungsvorrichtung, beispielsweise eines Vakuumunterbrechers, geführt.
Parallel zu diesen Klemmen ist ein aus einer Kapazität und einer Selbstinduktion bestehender Schwingungskreis angeordnet. Wird die Unterbrechungsvorrichtung auf irgendeine Weise, z. B. auf elektromagnetischem Wege, in Tätigkeit gesetzt, und ist ein größerer Potentialunterschied zwischen Ballonnetz und dem isolierten Drahtseil vorhanden, so erzeugen die statischen Ladungen dieser Teile durch die Funkenbildung am Unterbrecher in dem Kreise Schwingungen hoher Frequenz und hoher Spannung. Diese Schwingungen werden entweder unmittelbar oder induktiv auf einen zweiten Schwingungskreis übertragen, um ihre Spannung herabzumindern und ihre elektrische Energie dann in gefahrloser Weise in Wärme umzusetzen und zu vernichten.
Auf der Zeichnung ist eine derartige Anordnung dargestellt. Fig. 1 zeigt das Schaltungsschema und Fig. 2 einen Kugelballon mit dem leitenden Netz und dem isoliert aufgehängten Drahtseil.
In dem Kreise I bedeutet 1 eine Stromquelle, 2 einen Unterbrecher, der vom dem Elektromagneten 3 angetrieben wird. 4 ist der oben erwähnte Vakuumunterbrecher, an dessen Klemmen der Schwingungskreis II mit der Kapazität 5 und der Selbstinduktion 6 angeschlossen ist. Letztere ist als Transformator ausgebildet, dessen Sekundärwicklung 7 den Kreis III bzw.
den Widerstand 8 speist. Sämtliche Apparate sind in einem (nicht gezeichneten) festen Gehäuse untergebracht. An den Schwingungskreis II sind unter Vorschaltung der Drosselspulen 9 und 10 das Drahtseil 11 und das Ballonnetz 12 angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Durch den im Kreise I enthaltenen Unterbrecher 2 mit dem Magneten 3 wird der
to Vakuumunterbrecher 4 betrieben und der Schwingungskreis II abwechselnd geöffnet und geschlossen. Wenn nun zwischen dem Drahtseil 11 und dem Ballonnetz 12 eine bedeutende Spannungsdifferenz herrscht, werden im Kreise II kräftige elektrische Schwingungen von hoher Frequenz und Spannung erzeugt. Diese werden durch den Transformator 6,7 unter Spannungsverminderung auf den Kreis III übertragen und im Widerstand 8 in Wärme umgesetzt. An Stelle des Widerstandes können auch andere Stromverbraucher eingeschaltet werden. Die Erzeugung der elektrischen Schwingungen in dem Kreise II dauert so lange an, wie der Ausgleich der statischen Ladungen zwischen dem Ballonnetz 12 und dem Drahtseil 11 durch den Vakuumunterbrecher 4 stattfindet.
Die Drosselspulen 9 und 10 verhindern die Hochfrequenzschwingungen des Kreises II in das Ballonnetz 12 und Drahtseil 11 überzugehen, hindern aber nicht den Ausgleich der statischen Ladungen über die Unterbrechungsvorrichtung 4.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Sicherung von Luftfahrzeugen gegen Entzündungen durch den plötzlichen Ausgleich statischer Ladungen verschiedenen Potentials, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Ballonkörper umgebendes leitendes Netz (12) und ein herabhängendes, vom Ballonkörper isoliertes Drahtseil (11) an die beiden Klemmen eines eine Unterbrechungsvorrichtung (4) sowie Kapazität (5) und Selbstinduktion (6) enthaltenden Schwingungskreises (II) angeschlossen sind, der unmittelbar oder mittelbar mit einem' zweiten, beliebige Stromverbraucher (8) enthaltenden Schwingungskreis (III) verbunden ist, zum Zwecke, die statischen Ladungen verschiedenen Potentials auf den Ballonteilen (11, 12) sofort in Hochfrequenzströme (Kreis II) und dann in Wärme (Kreis III) umzusetzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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