DE228496C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/28—Compounds of silicon
- C09C1/32—Ultramarine
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 22/. GRUPPE
FERDINAND BELLET in PARIS.
Ofen zur Herstellung von Ultramarin. Patentiert im Deutschen Reiche vom 6.JuIi 1909 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Ofen zur Herstellung von Ultramarin mit
retortenähnlichen Räumen, um die die Heizgase zwecks Erhitzung des Rohmaterials herumstreichen.
Der Erfindungsgegenstand ist dadurch gekennzeichnet, daß der Raum für die Aufnahme
des Rohmaterials im Querschnitt ringförmige Gestalt besitzt und in den Zylinderwänden
parallel zur Ofenachse verlaufende röhrenförmige, mit dem Innern der Retorte in Verbindung stehende Öffnungen angeordnet
sind, durch die die Zuführung der Reaktionsgase stattfindet.
Durch die ringförmige Gestaltung des Arbeitsraumes wird eine wesentliche Raumersparnis
erzielt; auch ist die Erhitzung eine sehr gleichmäßige und die Ausnutzung der
Heizgase eine sehr vorteilhafte.
Die Zeichnungen zeigen eine Ausführungsform des Ofens.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Schnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt in verschiedenen Höhen nach A-A und B-B der Fig. 1.
Fig. 2 einen Querschnitt in verschiedenen Höhen nach A-A und B-B der Fig. 1.
Wie aus den Zeichnungen erkennbar ist, besitzt der Ofen im allgemeinen die Form
eines Zylinders mit senkrechter Achse.
Die Heizung des Ofens wird durch Gas bewirkt. Zu diesem Zwecke sind Leitungen 1
und 2 für ■ Gas und Luft in dem unteren Teile des Ofens um diesen herum angeordnet,
während Brenner 3 in geeigneter Zahl im Kreise am unteren Teil des Ofens angeordnet
sind. Die heißen Gase und Flammen treten durch den ringförmigen Raum 4 in Richtung
der Pfeile F, gehen in den mittleren Kanal 5 nach unten und durch den Kanal 6 nach dem
Schornstein.
Die heißen Gase strömen auf diese Weise um einen durch die beiden gleichachsigen Zylinder
8 und 9 gebildeten retortenähnlichen Raum 7 von ringförmigem Querschnitt, der aus Bausteinen hergestellt wird. In diesem
Raum befindet sich das zu bearbeitende Material.
Die Retorte 7 wird im oberen Teile durch einen abnehmbaren Deckel 10 geschlossen, der
aus einer Anzahl Abschnitte gebildet wird. Im unteren Teile ist die Retorte durch Stopfen 11
verschlossen, die zwecks Herausnahme des Ultramarins entfernt werden können.
Die zum Bau der Zylinder 8 und 9 verwendeten Steine sind in senkrechter Richtung,
d. h. parallel zur Ofenachse, von röhrenförmigen öffnungen 12 von verhältnismäßig großem
Durchmesser durchsetzt, die durch den ganzen Stein hindurchgehen und durch öffnungen 13
von geringerem Durchmesser mit dem Innenraum der Retorte 7 in Verbindung stehen.
Der Gesamtquerschnitt der öffnungen 13 ist gleich dem Gesamtquerschnitt der öffnungen 12.
Die den öffnungen 13 gegenüberliegenden
Flächen der Zylinder 8 und 9 werden zweckmäßig mit einem Überzug oder einer Emaille
versehen, die den Durchgang der Luft durch diese Wände verhindert, selbst wenn sie einer
hohen Temperatur ausgesetzt sind. Das gleiche Ergebnis könnte übrigens auch dadurch
erreicht werden, daß hinter diesen , Wänden eine Schicht von Schlacken, feinem
Sand, Kieselgur oder ähnlichem Material angeordnet wird.
Um die Innen- und Außenseite der Retorte 7 herum ist je ein Raum 14 von ringförmigem
Querschnitt angeordnet, der eine ruhende Luftschicht einschließt.
Die öffnungen 12 der übereinandergelegten Steinreihen stehen untereinander so in Verbindung, daß sie ununterbrochene Kanäle vom oberen nach dem unteren Teile des Ofens bilden (Fig. 1). Die Kanäle 12 des inneren Zylinders 9 stehen mit dem Kanal 15 in Verbindung, durch den, wie durch Pfeil F' angedeutet, das für die Behandlung des Materials nötige gasförmige Reaktionsmittel (vorzugsweise Luft) eingeführt wird. Die Gase strömen
Die öffnungen 12 der übereinandergelegten Steinreihen stehen untereinander so in Verbindung, daß sie ununterbrochene Kanäle vom oberen nach dem unteren Teile des Ofens bilden (Fig. 1). Die Kanäle 12 des inneren Zylinders 9 stehen mit dem Kanal 15 in Verbindung, durch den, wie durch Pfeil F' angedeutet, das für die Behandlung des Materials nötige gasförmige Reaktionsmittel (vorzugsweise Luft) eingeführt wird. Die Gase strömen
in Richtung der Pfeile f durch die Öffnungen 13 in die Retorte 7 ein und durchströmen auf
diese Weise das zu bearbeitende Material. Die Abgase gelangen, wie durch Pfeil f angedeutet,
durch die Öffnungen 13 des äußeren Zylinders 8 in die Kanäle des genannten Zylinders
und in den ringförmigen Sammler 16, von wo sie nach außen abströmen.
Das zu bearbeitende Material wird auf -diese Weise in seiner ganzen Masse durchaus gleichmäßig
von dem gasförmigen Reaktionsmittel durchströmt.
Die Beschickung des Ofens erfolgt vom oberen Teile des Ofens aus. Zu diesem Zweck
wird der Deckel 17, der aus einer Anzahl Abschnitte zusammengesetzt ist, und gleichzeitig
auch der Deckel 10 gelüftet. Das Material wird in einem Wagen herbeigeschafft, an dessem
Boden ein biegsamer Schlauch angeordnet ist, der über den ringförmigen Raum der Retorte
7 gebracht wird. Durch öffnung des Wagenbodens fällt das Material durch den
biegsamen Schlauch und verteilt sich gleichmäßig in der Retorte 7.
Um den Ofen zu entleeren, genügt es, die Verschlußstopfen 11 herauszunehmen.
Der Ofen besitzt Schauöffnungen 18, die die Beobachtung des Arbeitsganges und gegebenenfalls
die Herausnahme von Proben gestatten. Andere öffnungen 19, die in der Wand des
mittleren Kanals 5 angeordnet sind, dienen zur Feststellung der Temperatur der in den
Abzug strömenden Gase. Ein Pyrometer 20 wird zweckmäßig im oberen Teile des mittleren
Kanals 5 angeordnet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch':Ofen zur Herstellung von Ultramarin mit retortenähnlichen Räumen, um die die Heizgase zur Erhitzung der Rohmaterialien herumstreichen, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum -für die Aufnahme des Rohmaterials im Querschnitt ringförmige Gestalt besitzt und daß in den Zylinderwänden parallel zur Ofenachse verlaufende röhrenförmige öffnungen (12) von größerem Durchmesser für die Zuführung der Reaktionsgase angeordnet sind, die durch Öffnungen (13) von kleinerem Durchmesser mit dem Innern der Retorte in Verbindung stehen. ■ .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE228496C true DE228496C (de) |
Family
ID=488888
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228496D Active DE228496C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE228496C (de) |
-
0
- DE DENDAT228496D patent/DE228496C/de active Active
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