DE229132C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE229132C DE229132C DENDAT229132D DE229132DA DE229132C DE 229132 C DE229132 C DE 229132C DE NDAT229132 D DENDAT229132 D DE NDAT229132D DE 229132D A DE229132D A DE 229132DA DE 229132 C DE229132 C DE 229132C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure
- steam
- air
- water
- temperature
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D19/00—Details
- F24D19/10—Arrangement or mounting of control or safety devices
- F24D19/1003—Arrangement or mounting of control or safety devices for steam heating systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)
Description
KAI
HES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 229132 KLASSE 36 c. GRUPPE
CASIMIR OBRgBOWICZ in WARSCHAU. Generelle Temperaturregelung bei Dampfheizungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom I.Oktober 1909 ab.
Automatische Wärmeregler, in denen der Luftdruck auf Membranen, Kolben o. dgl.
einwirkt, welche den Dampfzufluß zum Heizkörper steuern, und automatische Wärme'S
regler, durch welche Druckluft in die Heizkörper eingelassen wird, um den Dampfzufluß
zu ver-ringern, sind bekannt, doch wird in denselben bisher nur ein etwa konstanter Luftdruck
angewendet, auch wirkt dieser Luft-1 druck nicht stetig, sondern mit Unterbrechungen,
indem ein Thermostat den Druckluftzufluß bald öffnet, bald wieder sperrt, den
Luftauslaß bald öffnet, bald wieder schließt, oder gar ein Absaugen der überschüssigen
!5 Luft einleitet. In den Luftleitungen sind hier
automatisch betätigte Absperrvorrichtungen unumgänglich notwendig, auch wird hier nur
eine örtliche Temperaturregelung, d. h. im allgemeinen nur die Regelung in dem Räume,
in welchem der Thermostat aufgestellt ist, erzielt.
Die vorliegende Erfindung soll dagegen eine generelle Temperaturregelung, ja sogar eine
Fernregelung der Temperatur in Dampfheizungen und in Dampf-Warmwasserheizungen ermöglichen, indem, an der Wärmeabgabestelle
dem Dampfdruck der Druck der von der Zentralstelle her hingeleiteten Druckluft derart
entgegengestellt wird, daß durch eine entsprechende Änderung des Druckes jener Druckluft in der Zentralstelle die bezweckten
Änderungen der Dampfzuflüsse, somit auch der Wärmeabgaben, in allen mit jener Zentralstelle
verbundenen Wärmeabgabestellen bewirkt werden. Bei der darauffolgenden Konstanthaltung des Luftdruckes werden
auch die Dampfzuflußmengen konstant bleiben, und zwar so lange, als der Luftdruck in
der Zentralstelle nicht wieder geändert wird, was erst bei eintretender Änderung des
Wärmebedarfes nötig ist.
Von den zahlreichen Ausführungsformen dieser neuen Temperaturregelung sind in
Fig. ι und 2 zwei Beispiele dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Regelungsvorrichtung an einem Zimmerheizkörper, bei. welcher der
Luftdruck eine Membran betätigt.
Fig. 2 zeigt eine ebenso betätigte Regelungsvorrichtung an einem Warmwasserkessel,
welcher durch eine Dampfschlange beheizt wird.
Bei der neuen Art der Temperaturregelung wird an der Zentralstelle ein Luftbehälter aufgestellt,
in welchem der Luftdruck in gewissen Grenzen beliebig geändert werden kann, und wird dieser Luftdruck dem jeweiligen Wärmebedarf
entsprechend eingestellt. Selbstverständlich kann der Druckluftbehälter entbehrt
werden, wenn statt dessen der Druck im Luftdrucknetz durch andere bekannte Mittel, z. B.
Luftpumpe, in entsprechender Höhe aufrechterhalten wird. Auch kann die Druckluft durch
andere Gase, z. B. durch sauerstoffreie Verbrennungsprodukte, ersetzt werden, um das
Rosten der Leitungen zu verringern. Ferner kann der Druck der Druckluft einen Überdruck
oder einen Unterdruck gegen den Atmosphärendruck darstellen. Schließlich kann die
Einstellung des dem jeweiligen Wärmebedarf entsprechenden Luftdruckes in der Zentral-
stelle, sei es von Hand, sei es automatisch, durch Thermostaten o. dgl., ev. auch aus der
Ferne her, bewerkstelligt werden.
Von dem erwähnten zentralen Luftbehälter oder von der Vorrichtung, welche ihn ersetzt,
wird nun die Druckluft nach den Wärmeabgabestellen hingeleitet, um dort die Wärmeregelungstätigkeit
zu verrichten.
Alle Heizkörper, welche infolge Benutzungsart der Räume oder mit Bezug auf Himmelsrichtung
ähnlichen Schwankungen in ihrer Wärmeabgabe unterliegen, werden zu einem Regelungssystem vereinigt, so daß für die
Heizung eines Gebäudes ein oder mehrere derartige Regelungssysteme angeordnet werden,
aber auch umgekehrt mehrere Gebäude durch ein gemeinschaftliches Regelungssystem bedient
werden können. Alle Wärmeabgabestellen eines jeden solchen Regelungssystems werden mit dem zugehörigen zentralen Druckluftbehälter
verbunden, wobei unter geeigneten Umständen die Kondensleitung der Dampfheizung als Druckluftleitung mitbenutzt
werden kann; andernfalls ist von dem zentralen Druckluftbehälter nach den einzelnen
Wärmeabgabestellen ein besonderes Druckluftleitungsnetz anzuordnen.
Der an die Wärmeabgabestelle hingeleitete Luftdruck kann nun dem Dampfdruck in verschiedener
Weise derart entgegengestellt werden, daß die gewünschte generelle Regelung der Wärmeabgabe erzielt werde.
In der einfachsten Art dieser Wärmeregelung wird die Druckluft (unter eventueller
Zuhilfenahme des Kondensleitungsnetzes als Luftleitungsnetz) in die Heizkörper direkt
eingeführt. Es stellt sich alsdann der Luftdruck direkt dem Dampfdruck des in den
Heizkörper einströmenden Dampfes entgegen.
Wird nun (bei gleichbleibendem Dampfdruck im Vorlauf des Heizkörpers und bei gleichbleibender
Größe der Dampfzuströmungsöffnung nach dem Heizkörper) in dem zentralen Luftbehälter
der Luftdruck vergrößert, so stellt sich dem in den Heizkörper einströmenden Dampf ein größerer Gegendruck entgegen,
daher wird die Dampfzuflußmenge, somit auch die Wärmeabgabe, verringert. Umgekehrt
wird eine Verminderung des Luftdruckes im Zentralbehälter eine Vergrößerung des Dampfzuflusses
und somit auch der Wärmeabgabe nach sich ziehen.
Um den Dampfdruck im Vorlauf des Heizkörpers tunlichst konstant zu erhalten, kann
ein jeder Heizkörper für sich oder auch geeignete Heizkörpergruppen mit je einem Druckminderer versehen werden. Da es sich hierbei
meist um sehr geringe Dampfdrücke handeln wird,, so wäre z. B. folgende, prinzipiell bekannte,
einfache und zuverlässig wirkende Anordnung dieser Druckminderer angezeigt. Die Absperr- (oder Drosselvorrichtung (ζ. B. die
Kegel nebst Spindel eines Doppelsitzventils), welche den Dampf von unverminderter Spannung
absperrt bzw. drosselt, ist fest mit einer Membran verbunden, so daß sie die Bewegungen
dieser Membran mitmachen muß. Auf die innere Flache der Membran wirkt der verminderte
Dampfdruck, auf deren äußere Fläche dagegen der Druck der Atmosphäre ein. Außerdem wird aber die Membran noch belastet
durch das Eigengewicht der Absperrvorrichtung selbst sowie eventuell durch Zusatzgewichte,
Feder- oder Flüssigkeitsdrücke, welche derart bemessen werden, daß der gewünschte
verminderte Dampfüberdruck erhalten wird.
Soll die Druckluft nicht in den Heizkörper eingeführt werden, sondern mittelbar dem
Dampfdruck entgegengestellt werden, so kann sie auf Membranen (Kolben, Trennflüssigkeiten
o. dgl.) einwirken, welche in bekannter Art den Dampfzufluß nach dem Heizkörper steuern. Hierbei wären zwei Hauptanordnungen
zu unterscheiden : Bei tunlichst konstantem Druck in der Kondensleitung (z. B. bei
Atmosphärendruck) wird der Dampfdruck im Vorlauf des Heizkörpers etwa in der vorbeschriebenen
Weise konstant erhalten, alsdann würde der sich ändernde Druck .der Druckluft
auf eine Membran o. dgl. einwirken müssen, deren Bewegung die Dampfzuflußöffnung zum
Heizkörper verengt bzw. erweitert. Oder bei ebenfalls konstantem Druck in der Kondensleifung
wird die Membran o. dgl. an dem Dampfdruckminderer selbst durch den sich ändernden Druck der Druckluft derart zusätzlich
be- oder entlastet, daß der verminderte Dampfdruck entsprechend geändert wird, die
Dampfzuflußöffnung aber in ihrer Größe ungeändert bleibt. In diesen beiden Anordnungen
wird die Änderung des Luftdruckes im Zentralbehälter eine entsprechende Änderung
der Dampf zuflußmenge und somit auch der Wärmeabgabe der Heizkörper nach sich
ziehen. Schließlich könnte auch eine Kombination jener beiden Hauptanordnungen zusammen
zur Ausführung kommen.
In Fig. ι ist ein Beispiel einer solchen Ausführung
dargestellt. Der Radiator α mit dem üblichen Regulierventil a' ist in Ansicht, die
übrigen Teile aber sind im Schnitt dargestellt. Der Dampf tritt aus dem Rohr d in ein Doppelsitzventil
ein, dessen Gehäuse mit c, das eigentliche Ventil mit b und dessen Spindel
mit e bezeichnet sind. Diese Spindel ist mit der Membran / fest verbunden, welche oben
durch den gewölbten Deckel g abgedichtet ist. Das Druckluftrohr / leitet nun die Druckluft
in den Zwischenraum zwischen der Membran / und dem Deckel g. Wird der Druck der Druckluft
vergrößert, so drückt er die Membran
Claims (4)
1. Generelle Temperaturregelung bei 5c
Dampfheizungen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Dampfdruck an den Wärmeabgabestellen
ein in der Zentralstelle dem je- ■ weiligen Wärmebedarf entsprechend eingestellter
und nach den Wärmeabgabestellen hingeleiteter Luftdruck entgegengestellt
wird.
2. Generelle Temperaturregelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die von der Zentralstelle zu den Wärmeabgabestellen hingeleitete Druckluft direkt in
die Heizkörper eingeführt wird, wobei ev. der Dampfdruck in der Dampfzuleitung zu
den Heizkörpern durch bekannte Mittel (z. B. Dampfdruckminderer) konstant gehalten
wird.
3. Generelle Temperaturregelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der in der Zentralstelle entsprechend dem jeweiligen Wärmebedarf eingestellte und
nach den Wärmeabgabestellen hingeleitete Luftdruck an den Wärmeabgabestellen auf
Membranen, Kolben, Trennflüssigkeiten
o. dgl. einwirkt, welche in bekannter Art den Dampfzufluß zu den Heizkörpern
steuern und welche außerdem in bekannter Art durch anderweitige Drücke (wie
Dampfdruck, Atmosphärendruck, Gewichtsdruck, Federdruck oder Flüssigkeitsdruck u. dgl.) belastet sind.
4. Generelle Temperaturregelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
derselben Wärmeabgabestelle die Regelungen nach Anspruch 2 und 3 entweder gleichzeitig oder auch nacheinanderfolgend
zur Wirkung gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229132C true DE229132C (de) |
Family
ID=489470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229132D Active DE229132C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229132C (de) |
-
0
- DE DENDAT229132D patent/DE229132C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE112010004952B4 (de) | Druckreduzierventile mit mehreren Köpfen und Sitzen | |
| DE69306461T2 (de) | Ventilanordnung für Anlagen, die sowohl für Heizungs- als auch für Haushaltsheisswasser vorgesehen ist | |
| DE229132C (de) | ||
| DE2505856B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur selbsttaetigen regelung des druckes in einem pulsationsdaempfer | |
| AT51643B (de) | Verfahren zur Regelung des Heizdampfzuflusses bei Dampfheizungen. | |
| DE2525643C3 (de) | Kaskadenregelung für eine Warmwasserheizungs- oder -bereitungsanlage | |
| DE470951C (de) | Regelungseinrichtung mit Hilfssteuerung fuer Dampfkesselfeuerungsanlagen zur Aufrechterhaltung gleichen Druckes im Feuerraum | |
| DE671630C (de) | Heizvorrichtung, insbesondere fuer Warmwasserbereitungsanlagen | |
| DE570132C (de) | Druckregelvorrichtung fuer Speiseventile | |
| DE2809105C2 (de) | Kaskadenregelung für eine Warmwasserheizungs- oder -bereitungsanlage | |
| DE569860C (de) | Automatische Leistungsregulierung von Verdampfanlagen, insbesondere fuer die Zuckerindustrie, durch Steuerung des Heizdampfes | |
| DE267933C (de) | ||
| DE142788C (de) | ||
| DE641192C (de) | Membrangasdruckregler | |
| DE147478C (de) | ||
| DE69012759T2 (de) | Wasserkreislaufumstellanlage für Kessel für Zentralheizung und Brauchwasser. | |
| DE241034C (de) | ||
| DE623285C (de) | Einrichtung zur Regelung einer auf Leistung geregelten Gegendruckmaschine | |
| DE923873C (de) | Gas-Wasserheizer mit Haupt- und Nebenzapfstelle | |
| DE1039332B (de) | Mehrstufige Regelduese | |
| DE453232C (de) | Verdampfanlage | |
| DE907467C (de) | Durchflussmesser | |
| AT148508B (de) | Flüssigkeitserhitzer mit einem den Flüssigkeitszutritt zum Heizkörper regelnden Ventil. | |
| DE2316302A1 (de) | Automatisch arbeitende vorrichtung zur temperatur- und feuchtigkeitsregelung | |
| DE53581C (de) | Kleinmotor für Betrieb durch Druckluft |