DE229193C - - Google Patents

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DE229193C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D17/00Detergent materials or soaps characterised by their shape or physical properties
    • C11D17/0008Detergent materials or soaps characterised by their shape or physical properties aqueous liquid non soap compositions
    • C11D17/0017Multi-phase liquid compositions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D7/00Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
    • C11D7/50Solvents
    • C11D7/5004Organic solvents
    • C11D7/5022Organic solvents containing oxygen

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Description

KAISERLICHES
»f-L,
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229193 KLASSE 22g. GRUPPE
Zusatz zum Patente 218958 vom 27. November 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1909 ab. Längste Dauer: 26. November 1923.
In dem Patent 218958 ist ein Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln beschrieben, das darin besteht, daß bitumenartige hochsiedende Mineralöle oder Mineralölrückstände (Goudron) mit starkem Alkohol, gegebenenfalls unter Anwendung von Wärme und Druck, extrahiert werden, worauf die so erhaltenen alkoholischen Lösungen durch Zusatz von Wasser in Emulsionen übergeführt werden.
Es hat sich nun herausgestellt, daß die emulsionsartige Verteilung des alkohollöslichen Anteils aus den hochsiedenden Mineralölen oder Mineralölrückständen im Wasser auch dann noch bestehen bleibt, wenn nach dem Mischen des alkoholischen Extraktes mit Wasser der Alkohol mehr oder weniger weit entfernt wird. Die so entstehenden Flüssigkeiten lassen sich in derselben Weise wie die ursprünglichen stark alkoholhaltigen Emulsionen zur Reinigung von Gegenständen der verschiedensten Art, insbesondere auch von Geweben, benutzen. Das Abdestillieren des Alkohols kann in bekannter Weise, z. B. unter Benutzung eines Kolonnenapparates o. dgl., erfolgen.
Das vorliegende Verfahren bietet den Vorteil, daß der abdestillierte Alkohol wieder von neuem zur Extraktion frischer Mengen Ausgangsmaterials benutzt werden kann, wodurch ein großer Teil des Alkohols einen Kreislauf beschreibt. Hierdurch wird das Verfahren
erheblich verbilligt. Andererseits ist es in einzelnen Fällen von Vorteil, alkoholarme, wäßrige Lösungen zum Reinigen von gegen Alkohol empfindlichen Gegenständen zu benutzen ; ferner sind die Emulsionen nicht feuergefährlich.
Beispiel 1.
100 ecm einer 3prozentigen Bitumenlösung in Alkohol von 96 Prozent wurden mit der gleichen Menge Wasser verdünnt und destilliert. Das spezifische Gewicht der Bitumenlösung war 0,824, das der Emulsion 0,937. Es wurden 40 Prozent und dann nach Ersatz des übergegangenen Alkohols durch die gleiche Menge Wasser noch einmal 10 Prozent der Flüssigkeit abdestilliert. Das zuerst erhaltene Destillat hatte das spezifische Gewicht 0,867, was einem 78 prozentigen Alkohol entspricht. Die 40 + 10 Prozent hatten das spezifische Gewicht 0,873, entsprechend einem 76 prozentigen Alkohol. Es wurde also durch Abdestillieren von 50 Prozent der Emulsion von dem ursprünglich 96 prozentigen Alkohol 76prozentiger Alkohol wiedergewonnen, der dann im Kolonnenapparat wieder auf die gewünschte Stärke gebracht wurde.
Beispiel 2.
100 ecm der Bitumenlösung wie in Beispiel ι wurden wie dort mit der gleichen Menge Wasser verdünnt, Von der entstandenen
Emulsion wurde die Hälfte abdestilliert. Es entstand das Destillat i. Der Rückstand wurde abermals mit ioo ecm Wasser versetzt, und von der entstandenen Flüssigkeit wurden wiederum ioo ecm abdestilliert. Es entstand das Destillat 2. Der Rückstand vom Destillat 2 wurde wiederum mit 100 ecm Wasser versetzt und wiederum zur Hälfte ab destilliert. Es entstand das Destillat 3, und es verblieb ein Rückstand, der mit 4 bezeichnet werden mag. Dieser Rückstand 4 ist fast alkoholfrei, scheint aber dennoch eine beständige Emulsion zu bilden.
Das Destillat 1 hatte das spezifische Gewicht 0,873 und enthielt 76 Prozent Alkohol. Das Destillat 2 hatte das spezifische Gewicht 0,982 und enthielt 13 Prozent Alkohol. Das Destillat 3 hatte das spezifische Gewicht 0,999 und enthielt
V2 Prozent Alkohol.
Wie weit die Alkoholentfernung zu treiben ist, richtet sich einmal danach, ob Wert auf sehr geringen Alkoholgehalt im Produkt gelegt wird, im übrigen ergibt sich der zweckmäßige Grad des Abtreibens des Alkohols aus einfachen wirtschaftlichen Überlegungen, indem zweckmäßig so viel Alkohol abdestilliert wird, daß der Wert des wiedergewonnenen konzentrierten Alkohols die Wiedergewinnungskosten deckt oder noch übersteigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Reinigen von Oberflächen aller Art, dadurch gekennzeichnet, daß aus der nach Anspruch 2 des Patents 218958 erhaltenen alkoholhaltigen, wäßrigen Flüssigkeit der Alkohol mehr oder weniger weit entfernt wird.
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