DE229788C - - Google Patents
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- DE229788C DE229788C DE1910229788D DE229788DA DE229788C DE 229788 C DE229788 C DE 229788C DE 1910229788 D DE1910229788 D DE 1910229788D DE 229788D A DE229788D A DE 229788DA DE 229788 C DE229788 C DE 229788C
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B35/00—Electric light sources using a combination of different types of light generation
Landscapes
- Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)
- Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 229788-KLASSE 21 d. GRUPPE
ARTHUR HEIMANN und WALTER SCHÄFFER
in BERLIN.
Zusatz zum Patente 221343 vom 14. Januar 1909.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Januar 1910 ab. Längste Dauer: 13. Januar 1924.
In dem Hauptpatent ist beschrieben worden, wie der Betrieb von Bogenlampen und Glühlampen
in Hintereinanderschaltung mit Hilfe eines Spartransformators und von Variatoren
derart geschehen kann, daß den Bogenlampen variabler Strom und variable Spannung, den
Glühlampen aber konstanter Strom und konstante Spannung zugeführt wird. Hierbei war
vorausgesetzt, daß sich eine derartige Anlage im normalen Betrieb befindet.
Nach dem Zusatzpatent 229787 werden noch, besondere Variatoren direkt vor den Bogenlampen
angeordnet, wodurch bei etwaigen Störungen während des Betriebes, hervorgerufen
z. B. durch Aneinanderhaften der Bogenlampenkohlen, übermäßige Strom- bzw. Spannungserhöhungen
im Glühlampenkreise unmöglich gemacht werden.
Gegen solche Vorkommnisse wären nämlich die Mittel der Wirkungsweise der Anordnung
laut Hauptpatent unzulänglich bzw. nicht ausreichend. Die vorliegende Erfindung betrifft
nun die Art der Einschaltung. Im Einschaltmoment müssen sich naturgemäß die Bogenlampenkohlen zum Zwecke der Zündung
berühren. Da im ersten Berührungsmoment die Bogenlampenkohlen kalt sind, ist ihr
innerer Widerstand, besonders aber der Übergangswiderstand an der Berührungsstelle ein
verhältnismäßig sehr kleiner. Damit die Glühlampen in diesem Augenblick nicht einen übermäßig
starken Strom bekommen, müßten die Variatoren in der Lage sein, sofort einen verhältnismäßig
großen Widerstandswert anzunehmen. Da jedoch der Widerstandswert der Variatoren erst eine Folge ihrer Erwärmung
ist, so wird der entsprechend hohe Widerstand erst nach einer gewissen, wenn auch relativ
kurzen Zeit erreicht. Bis jedoch diese Zeit verstrichen ist, sind fraglos die Glühlampen einem
zu starken Strom ausgesetzt. Allerdings laufen ja die Glühlampen selbst auch nur Gefahr
bei übermäßiger Erwärmung ihrer Fäden, und auch diese Erwärmung wird eine gewisse Zeit
erfordern. Die Glühlampenfäden sind aber im Vakuum untergebracht und haben selbst eine
außerordentlich geringe Masse. Die Eisendrähte der Variatoren, die an sich eine viel
größere Masse haben, sind außerdem noch in Wasserstoffatmosphäre angeordnet; daher wird
im allgemeinen die Erwärmung der Variatoren' erheblich langsamer erfolgen als die Erwärmung
der Glühlampen. Ist einmal eine mittlere variable Temperatur erreicht, so wird bei von
diesem Zustande aus erfolgenden Stromstößen die weitere Erwärmung auf eine höhere Temperatur verhältnismäßig geringe Zeit erfordern,
denn die dann in Frage kommenden Tempe-
*) Früheres Zusatzpatent 229787.
, raturdifferenzen sind natürlich lange nicht so
groß als diejenigen bei- der Erwärmung vom kalten Zustande aus.
Um nun das Anlassen der Bogenlampen in unschädlicher Weise zu erwirken, sind ■ zwei
Wege vorhanden. Bei der ersten Anlaßmöglichkeit müssen, bevor die Bogenlampen überhaupt
eingeschaltet werden, mindestens die Glühlampenvariatoren auf die normale Betriebstemperatur
gebracht werden. Ferner muß den Bogenlampen ein Anlaßwiderstand vorgeschaltet werden als Gegengewicht gegen den anfangs
geringen Widerstand der Bogenlampenkohlen und der Übergangsstelle von einer Kohle zur
anderen im kalten Zustande, falls während des Anlassens der Bogenlampen der Glühlampenkreis
in ihrem Stromwege liegt. Auf diese Art des Anlassens bezieht sich Fig. 1.
Eine zweite Anlaßmöglichkeit ist in Fig. 2 dargestellt. Diese letzte Anordnung unterscheidet sich im wesentlichen von der ersteren
' dadurch, daß während der Anlaßperiode der ganze Glühlampenkreis nicht im Stromwege der
Bogenlampen liegt. Die Zusammenschaltung von Bogenlampen und Glühlampen erfolgt erst, nachdem die Bogenlampen zum normalen
Brennen gebracht sind, also erstens größere Stromstöße praktisch nicht mehr zu befürchten
sind und zweitens die Bogenlampenvariatoren in den normalen warmen Zustand versetzt
worden sind. Selbstverständlich können bei den beschriebenen beiden Arten zum Zwecke
des Anlassens der Bogenlampen die besonderen Bogenlampenvariatoren, die übrigens,
um einen geringen Effektverbrauch während des normalen Betriebes zu erwirken, für eine
höhere als die normale Betriebsstromstärke bemessen sind, fortfallen. Die beschriebenen
Anlaßmethoden lassen sich in praktisch brauchbarer Art durchführen, wenn nur der vorgesehene
Anlaßwiderstand (ein ganz gewöhnlicher Widerstand aus irgendwelchen Widerstandsdrähten
bzw. Spiralen) richtig bemessen ist. In Fig. ι sind 1 und 2 die Netzsicherungen,
3 und 4 die Spulen des Spar- oder Ausgleichtransformators, 5 die Glühlampenvariatoren,
6 die Glühlampengruppe, 7 und 8 die Bogenlampen, 9 die Bogenlampenvariatoren, 10 der
Anlaßwiderstand, 11, 12 und 13 die festen
Kontakte eines Kurbelschalters mit der Kurbel 14. Der Kurbelschalter kann in vier verschiedenen
Stellungen stehen. In der Ausschaltstellung berührt der Kurbelkontakt
keinen der Kontakte 11, 12 und 13; in der
nächsten Stellung berührt er nur den Kontakt 11. In diesem Falle ist der Ausgleichtransformator
unter Strom und die Glühlampengruppe 6 ist allein in Betrieb. In der dritten Stellung des Kurbelschalters berührt der Kontakt
der Schaltkurbel 14 die festen Kontakte 11
und 12. Dies ist die Anlaßstellung der Bogenlampen,
denen jetzt der Anlaßwiderstand 10 vorgeschaltet ist. Nach Erbrennen der Bogenlampen
erfolgt die Weiterschaltung in die vierte (gezeichnete) Stellung. In dieser berührt
der Kontakt der Kurbel 14 gleichzeitig die festen Kontakte 11, 12 und 13. Hierdurch
ist der Anlaßwiderstand 10 kurzgeschlossen. Jetzt ist der normale Brennzustand nach dem
Hauptpatent erreicht.
In Fig. 2 sind 15 und 16 die Netzsicherungen,
17 und 18 die Spulen des Ausgleichtransformators, 19 die Glühlampenvariatoren, 20 die
Glühlampengruppe, 21 die Bogenlampenvariatoren, 22 und 23 die Bogenlampen, 24 der
Bogenlampenanlaßwiderstand, 25 und 26 die festen Kontakte des Kurbelschalters mit der
Kurbel 27.
In der Ausschaltstellung berührt der Kontakt der Kurbel 27 keinen der festen Kontakte 25
oder 26. Beim Einschalten wird vom Kurbelkontakt erst der Kontakt 25 allein berührt.
In diesem Zustande geschieht das Anlassen der Bogenlampen mit Hilfe des Vorschaltwiderstandes
24. Die Glühlampen liegen jetzt nicht im Bogenlampenstromwege. Nach Erbrennen der Bogenlampen wird der Kurbelkontakt auf
den festen Kontakt 26 umgeschaltet, während des Umschaltens verbindet der Kurbelkontakt
eine kurze Zeitlang die Kontakte 25 und 26. In diesem Augenblick liegt die Glühlampengruppe
nebst Variatoren dem Anlaßwiderstande 24 parallel. Die Bogenlampen erhalten nun einen etwas verstärkten Strom, der jedoch
praktisch absolut unschädlich ist, zumal er ja nur sehr kurze Zeit wirkt. Sowie die Umschaltung
auf den Kontakt 26 durchgeführt ist, wird der Kontakt 25 von dem Kurbelkontakt nicht mehr berührt, der Anlaßwiderstand
24 ist stromlos, und der normale Betriebszustand gemäß Hauptpatent ist erreicht.
Die Kurbelschalter, die in den Fig. 1 und 2 angegeben und beschrieben worden sind, können
zweckmäßig so eingerichtet werden, daß in bekannter Weise ein fahrlässiges, zu schnelles
Weiterschalten — nämlich in Fig. 1, ehe die Glühlampenvariatoren genügend vorgewärmt,
bzw. in den Fig. 1 und 2, ehe die Bogenlampen erbrannt sind — durch elektromagnetische oder
mechanische Hemmungseinrichtungen verhindert wird;
Claims (1)
- Patent-AnSPRU cH :Verfahren zum Inbetriebsetzen von elektrischen Anlagen, bei denen Bogenlampen Und Glühlampen nach Patent 221343 hintereinandergeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß entweder erst die Glühlampengruppe mit den Glühlampenvariatoren eingeschaltet wird und nach der Erwärmung der Variatoren auf deren normale Betriebs-temperatur die Bogenlampen der Glühlampengruppe und deren Variatorengruppe mit Hilfe eines Anlaß Widerstandes zugeschaltet werden, welcher seinerseits erst nach dem Erbrennen der Bogenlampen kurzgeschlossen wird (Fig. i), oder daß erst die Bogenlampen mit Hilfe eines besonderen Anlaßwiderstandes eingeschaltet und nach dem Erbrennen der Bogenlampen der Anlaßwiderstand durch die Glühlampengruppe und deren Variatorengruppe ersetzt wird (Fig. 2).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE221343T | 1909-01-14 | ||
| DE229788T | 1960-12-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229788C true DE229788C (de) | 1911-01-10 |
Family
ID=490057
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1910229788D Expired DE229788C (de) | 1909-01-14 | 1910-01-11 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229788C (de) |
-
1910
- 1910-01-11 DE DE1910229788D patent/DE229788C/de not_active Expired
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