DE2302014C3 - Thermoplastische Pfropfco- und -terpolymerisate, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung - Google Patents
Thermoplastische Pfropfco- und -terpolymerisate, Verfahren zu deren Herstellung und deren VerwendungInfo
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Description
Äthylen-Propylen-Kautschuke besitzen bekanntlich ausgezeichnete Wetterbeständigkeit, und es wurden
daher zahlreiche Versuche unternommen, zugleich wetterfeste und schlagzähe Pfropfcopolymerisate aus
Äthylen-Propylen-Kautschuk und Styrol bzw. Styrol und Acrylnitril herzustellen. In den meisten bekannten
Fällen führt man die Polymerisation in Masse (US-PS 35 38 192) oder in Emulsion (US-PS 34 35 096) durch. In
geringerem Umfa<:g erfolgt die Polymerisation auch in
Lösung (US-Patentschriftsn 35 38 190 und 35 38 191).
Obwohl die erhaltenen Pfropfcopolymerisate im Vergleich zu Acrylnitrii-Butadien-Slyrol-Copolymerisaten
gleiche oder höhere Wetterbeständigkeit aufweisen (was auf den Äthylen-Propylen-Kautschuk zurückzuführen
ist), bleibt ihre Schlagzähigkeit im allgemeinen hinter der der genannten ABS-Copolymerisate zurück.
Selbst wenn das erhaltene Pfropfcopolymerisat eine den ABS-Copolymerisaten vergleichbare Schlagzähigkeit
besitzt, so wird diese in starkem Ausmaß von den Verarbeitungsbedingungen beeinflußt.
Es ist bisher kein Verfahren bekannt, das die Herstellung eines Pfropfcopolymerisats mit einer von
den Verarbeitungsbedingungen unabhängigen bzw. kaum beeinflußten Schlagzähigkeit erlaubt. Vielmehr
wurde die Abhängigkeit der Schlagzähigkeit von den Verarbeitungsbedingungen als unmittelbare Folge der
Verwendung eines Äthylen-Propylen-Kautschuks betrachtet.
Es wurde nun gefunden, daß die bei üblichen Pfropfpolymerisaten zu beobachtende außerordentliche
Abhängigkeit der Schlagzähigkeit von den Verarbeitungsbedingungen auf der unterschiedlichen Mikrostrukiur
vor bzw. nach der Verarbeitung beruht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Pfropfpolymerisation von aromatischen Vinylverbindungen
oder aromatischen Vinylverbindungen und Vinylcyaniden auf einen Äthylen-Propylen-Kautschuk
zu schaffen, bei dem Pfropfcopolymerisafe von ausgezeichneter Schlagzähigkeit entstehen, deren Mikroaufbau
unter beliebigen Verarbeitungsbedingungen unverändert bleibt, so daß die Schlagzähigkeit von den
Verarbeitungsbedingungen unabhängig ist.
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Die Pfropfco- und -terpoiymerisate der Erfindung besitzen hervorragende Eigenschaften; sie verhalten
sich bei der Verarbeitung stabil, wobei vor allem die Schlagzähigkeit kaum beeinträchtigt wird, und ergeben
beim Ausformen Produkte mit äußerst glatter Oberfläche. Das Verfahren der Erfindung besitzt daneben
den Vorteil, daß es ein im Vergleich zu bekannten Verfahren niedrig viskoses Polymerisationssystcm vorsieht,
das die Abführung der Reaktionswärme durch Rühren und die Nachbehandlung erleichtert.
Bevorzugt ist ein Äthylen-Propylen-Kautschuk aus Äthylen und Propylen in einem Molverhältnis von 5 : 1
bis 1 :3. Älhylen-Propylen-Dien-Kautschuke besitzen
vorzugsweise eine Jodzahl von 4 bis 50. Der Äthylen-Propylen-Kautschuk kann gegebenenfalls zusammen
mit einem oder mehreren anderen Kautschuken eingesetzt werden; z. B. sind Gemische aus
Äthylen-Propylcn-Dien- bzw. Äthylen-Propylen-Kautschuk
mit z. B. 1 bis 2 Polybutadien-, Polyisopren- oder Styrol-Butadsen-Kautscbuken geeignet Die Wahl der
anderen Kautschukkomponenien richtet sich nach dem beabsichtigten Anwendungsbereich. Sol! jedoch eine
hohe Wetterbeständigkeit erzielt werden, so ist ein möglichst hoher Gehalt an Älhylen-Propylen-Kautschuk
in der Kautschukkomponente erforderlich. Der bevorzugte Anteil liegt im Bereich von 50 bis 100
Gewich tsprozenL
Das Gewichtsverhältnis der Vinylverbindungen zur
Kauischukkomponente richtet sich nach dem Verwendungszweck;
üblicherweise werden 5 bis 20 Gewichtsprozent der Kautschukkomponente und 95 bis 80
Prozent Vinylmonomere eingesetzt. Soll andererseits ein Ffropfcopolymcrisat mit guter Verträglichkeil mit
anderen Kautsciiukcn oder Kunstharzen hergestellt werden, so führt man die Pfropfcopolymerisation mit
einem möglichst hohen Gewichtsverhältnis von Kautschukkomponente
zu Vinylverbindungen durch. Der Kautschukanteil beträgt in diesem Fall z. B. 20 bis 90
Gewichtsprozent, bezogen auf die Vinylmonomeren.
Heim Aufpropfen der aromatischen Vinylverbindung
und des Vinylcyanids auf den Äthylen-Propylen-Kautschuk
beträgt das Gewichtsverhältnis der beiden Monomeren üblicherweise 2:1 bis 5 : I; im KaIIc der
Copolymerisation von Styrol und Acrylnitril ist beispielsweise ein Gewichtsverhällnis von 70:30 bis
75 :25 geeignet.
Die im Verfahren der Erfindung verwendeten aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel lösen
den Alhylen-Propylcn-Kautschuk. Geeignete Beispiele
sind Benzol, Toluol, Xylol, Älhylbenzol, Diäihylbenzole
undTriäthylbenzole.
Die verwendeten polaren Lösungsmittel können gegebenenfalls den Äthylcn-Propylen-Kautschuk lösen,
müssen jedoch auf jeden Fall ein Lösungsmittel für die Poly-(aromaiische Vinylverbindung) oder das Copolymerisat
aus der arom?tischcn Vinylverbindung und Acrylnitril oder Methacrylnitril darstellen. Geeignete
Beispiele S'nd Ketone, w'f. Aceton, Methyläthylketon,
Metnyl-n-propylkelon, Di.it hy !keton, 2-Hexanon, 3-Hexanon,
Acetophenon und Propiophcnon, Ester, wie Ameisensäuremethyl- und -äthylcster, Essigsäuremethyl-,
-äthyl-, n-propyl-, -η-butyl- und -n-amylester,
Propionsäuremethylester und n-Buttersäuremeihylesler,
Äther, wie Tetrahydrofuran und Dioxan, Dichloräthan, Chloroform, stickstoffhaltige Kohlenwasserstoffe,
wie Pyridin. Anilin, Acetonitril und Dimethylformamid sowie schwefelhaltige Kohlenwasserstoffe,
wie Dimethylsulfoxid.
Die Löslichkeil des Polymerisats in den jeweiligen Lösungsmitteln wird auf folgende Weise bestimmt:
Das Polymerisat wird mit der lOfachen Menge des Lösungsmittels versetzt und 24 Stunden stehengelassen.
Liegt dann ein homogeres Gemisch vor oder beträgt der Queilungsgrad des Polymerisats mindestens 200
Prozent (auch bei inhomogenen Gemsichen), so wird das System als gelöst betrachtet
Im Vei fahren der Erfindung verwendet man ein oder mehrere Lösungsmittel aus jeder der vorstehend
genannten Lösungsmittelgruppen als Polymerisationsmedium. Das Lösungsmittelsystem enthält z. B. ein oder
mehrere der vorstehend genannten Kohlenwasserstofflösungsmittel und ein oder mehrere der vorstehend
genannten polaren Lösungsmittel. Gewöhnlich setzt man ein Lösungsmittelgemisch aus 5 bis 95 Gewichtsprozent
eines Kohlenwasserstofflösungsmitteis und 95
bis 5 Gewichtsprozent eines polaren Lösungsmittels ein. Zu Beginn der Polymerisation kann auch eines der
Lösungsmittel allein verwendet werden, wobei dann das andere Lösungsmittel im Verlauf der Polymerisation
zugegeben wird. Die besten Ergebnisse lassen sich dann erzielen, wenn man zu Beginn der Polymerisation ein
Kohlenwasserstofflösungsmittel einsetzt, das 0 bis 20
Gewichtsprozent eines polaren Lösungsmittels enthält, und im Verlauf der Polymerisation weiteres polares
Lösungsmittel zugibt, so daß das Lt-sungsmittelsystem
im Endstadium der Polymerisation 40 bis 60 Gewichtsprozent
des polaren Lösungsmittels enthält Die Polymerisationsgeschwindigkeit und der Dispersionsgrad des Kautschuks können beliebig gesteuert werden,
indem man die Menge und den Zeitabstand bei der Zugabe des polaren Lösungsmittels im Verlauf der
Polymerisation ändert
Die Pfropfcopolymerisation wird durch übliche Radikalinitiatoren katalysiert. Geeignete Katalysatoren
sind z. B. Peroxide, wie Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, Di-tert-butylperoxid, Acetylperoxid, tert-Butylperoxypivalat,
tert-Butylperoxybenzoesäure, Dicumylperoxid, Peroxybenzoesäure und Peroxyessigsäure sowie Diazoverbindungen,
wie Azobisisobuttersäurenitril.
Im Verfahren der Erfindung kann der Polymerisationskatalysator portionsweise zugegeben werden. Im
Vergleich zur vollständigen Zugabe zu Beginn der Polymerisation hat diese Verfahrensweise den Vorteil,
daß die Polymerisation beschleunigt und die Polymerisationszeit verkürzt wird und das Endprodukt verbesserte
physikalische Eigenschaften besitzt. Auch die Vinylmonomeren werden vorzugsweise in Einzelmengen
zugegeben, da sich so ein höherer Aufp'ropfungsgrad erzielen läßt und das erhaltene Polymerisat bessere
physikalische Eigenschaften hat
Der Polymerisationskatalysator wird in einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die
Vinylmonomeren, verwendet. Die Polymerisationstemperatur beträgt 30 bis 1200C, vorzugsweise 50 bis 8O0C.
Die Polymerisatior.azeit hängt weitgehend von den Polymerisationsbedingungen ab; vorzugsweise werdeil
diese so eingestellt, daß in 5 bis 40 Stunden eine mindestens 90prozentige Umwandlung erreicht ist.
Um das Polymerisationsprodukt nach beendeter Polymerisation abzutrennen, gießt man das k'eaktionsgemisch
unter leichtem Rühren in einen niederen Alkohol, ζ. B. Methanol oder Äthanol, wobei sich das
Polymerisat in Form einer dicken, durch das Lösungsmittel
gequollenen Paste abscheidet. Das abgetrennte Polymerisat wird auf einem Walzwerk zu Folienhahnen
geformt, hierauf zunächst durch einfaches Stehenlassen und anschließend durch mehrstündige Vakuumbehandlung
bei 100 bis 150°C getrocknet. Das getrocknete Polymere wird dann zu Pellets von geeigneter Größe
verarbeitet.
Die im Verfahren der Frfindung erhaltenen Pfropfpolymerisate
besitzen ausgezeichnete ~
und ihre physikalischen Eigenschaften werden durch die Verarbeitungsbedingungen, z. B. Temperatur, Druck
und Scherkräfte, kaum beeinflußt. Dies beruht vermutlich darauf, daß die erfindungsgemäßen Produkte eine
von bekannten Pfropfcopolymerisaten völlig verschie- "■
dene MikroStruktur aufweisen. Die z. B. in den US-Patentschriften 35 38 190 und 35 38 191 beschriebenen
Pfropfcopolymerisate unterscheiden sich vor bzw. nach der Verarbeitung entscheidend in ihrer Mikrostruktur.
Es ist daher zu vermuten, daß dieser Unterschied in der MikroStruktur bei den erfindungsgemäßen
Pfropfcopolymerisaten nur wenig ausgeprägt ist und die Schlagzähigkeit somit nicht nur höher liegt als
bei bekannten Pfropfcopolymerisaten, sondern darüber hinaus kaum von den Verarbeitungsbedingungen ls
abhängt.
Zur MikroStruktur von Pfropfcopolymerisaten wird noch folgendes erläutert:
Mäch d*!T5 SO0CnEnHtCn »Niccr-!nsc!-Krtr>7**r*'<' H»s u**u~r· ,»■■,-«»■'»ti
z.B. bei G. E. M ο lon, »Colloid and Morphological 20 r,,„n h» D„oi
Behavior of Block and Craft Copolymer«, Plenum Press Co., 1971, beschrieben ist, kann man die MikroStruktur
des Pfropfcopolymerisats der Erfindung so darstellen, daß die Kautschukkomponente die »Insel« und die
anderen Komponenten das »Meer« darstellen. Das 25
Pfropfcopolymerisat der Erfindung zeigt nach Verarbeitungsschritten, wie etwa dem Mahlen in einem
Walzenstuhl oder dem Extrudieren, kaum Veränderungen der MikroStruktur. Im Gegensatz dazu besitzen die
nach den Lösungsverfahren der US-Patentschriften M 35 38 190 und 35 38 191 hergestellten Pfropfcopolymerisate
vor der Verarbeitung eine umgekehrte Mikrostruktur; außerdem unterscheidet sich die Mikrostruktur
vor und nach der Verarbeitung in Abhängigkeit der angewandten Bedingungen. 35
Die F i g. 1 und 2 sind elektronenmikroskopische Aufnahmen üblicher Terpolymerisate aus Äthylen-Propylen-Kautschuk,
Styrol und Acrylnitril vor bzw. nach der Verabeitung. In den Fig.3 und 4 sind dagegen
erfindungsgemäße Terpolymerisate aus Äthyien-Propylen-Kautschuk,
Styrol und Acrylnitril vor bzw. nach der Verarbeitung gezeigt
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
(Versuch I bis 13)
(Versuch I bis 13)
In 610 g Toluol, das sich in einem 2 Liter fassenden,
mit einem Dimroth-Kondensator, einem Thermometer, einem Gaseinleitungsrohr, einem Hopkins-Kühler und
einem Rührer mit zwei turbinenartigen Blättern ausgerüsteten Kolben befindet, werden 45 g Äthylen-Propylen
Dien-Kautschuk mit einer|odzahl von 18,7, erher Mooney-Viskosität von 40 und einem Gehalt von
34,7 Gewichtsprozent Propylen und Äthylidennorbornen als Dienkomponente aufgelöst. Die Lösung wird mit
292,5 g Styrol, 97.5 g Acrylnitril in 50 g Toluol und 3,9 g Benzoylperoxid ebenfalls in 50 g Toluol versetzt. Die
Polymerisation wird unter Argon bei 700C durchgeführt, wobei der Rührer mit 600 U/min arbeitet.
Sobald ein Umwandlungsgrad von 15 Prozent erreicht ist, tropft man 300 g Aceton zu und führt die Umsetzung
fort bis ein Umwandlungsgrad von 90 Prozent oder
g g
man das Reaktionsgemisch in Methanol und trennt so das Pfropfcopolymerisat ab. Dieses wird mit Rollen zu
einer Folie ausgewalzt und 3 Stunden bei 1500C im
Vakuum getrocknet.
Die physikalischen Eigenschaften werden auf folgende Weise bestimmt:
Das Pfropfcopolymerisat wird 10 Minuten bei 170°C in einer 17,8 χ 40,6-cm-Mischwalze gemischt und hierauf
10 N':nuten bei 200°C zu einer Folie gepreßt.
Hanteiförmige Probestücke (JIS-Muster Nr. 3) werden aus der erhaltenen Folie ausgeschnitten und bei einer
Streckgeschwindigkeit von 5 mm/min auf. ihre Zugfestigkeit geprüft. Die Schlagzähigkeit wird nach der
ASTM-Prüfnorm D 256-56 bestimmt Die erzielten Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt In den
Versuchen 2 bis 13 wird die Polymerisation gemäß Versuch 1 durchgeführt, jedoch unter Verwendung der
in Tabelle I genannten Lösungsmittel. Die Zugfestigkeit und Schlagzähigkeit der erhaltenen Pfropfcopolymerisate
ist ebenfalls in Tabelle 1 aufgeführt Das Acrylnitril und die Katalysatoren werden mit jeweils 50 g eines
aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittels
verdünnt. Der Rest dient zum Lösen des Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuks.
| Tabelle | I | (g) | EPDM- | Acryl | Styrol | Benzoyl | Polymeri | Zug | Izod-Kerb- |
| Ver | Lösungsmittel | KauUchuk | nitril | peroxid | sationszeit | festigkeit | schlae- zShigkeit |
||
| such | 710 | (Gew.-<fc) | (g) | (f.) | (g) | (h) | (kg/cmJ) | (kg-cm/ | |
| 300 | cm'; | ||||||||
| 710 | 123 | 974 | 2923 | 33 | 21.0 | 345 | 123 | ||
| 1 | Toluol/ | 300 | |||||||
| Aceton | 710 | 12,1 | 97,5 | 292^ | 33 | 21,0 | 306 | 12.7 | |
| 2 | Toluol/ | 300 | |||||||
| Acetonitril | 770 | 11,8 | 97,5 | 292,5 | 33 | 19,0 | 392 | 143 | |
| 3 | Toluol/ | 300 | |||||||
| Dioxan | 650 | 12,6 | 97,5 | 2923 | 33 | 23,0 | 335 | 163 | |
| 4 | Toluol/ | 650 | |||||||
| Äthylacetat | 500 | 11,7 | 973 | 2923 | 33 | 22.0 | 360 | 19,1 | |
| 5 | Toluol/ | 500 | |||||||
| Chloroform | 500 | IU | 97,5 | 2923 | 33 | 22,0 | 343 | 22,7 | |
| 6 | Toluol/ | 500 | |||||||
| Äthylendichlorid | 13,1 | S74 | 2923 | 33 | 23,0 | 309 | 15,6 | ||
| 7 | Toiüöi/ | ||||||||
| Aceton | |||||||||
| Lösungsmittel | 7 | («) | I-PDM | 23 02 | 014 | Dcn/oyl- | 8 | Zug | lzod-Kerb- | |
| Kautschuk | puroxid | festigkeit | schlag- Zähigkeit |
|||||||
| 500 | (Ccw,%) | (g) | IVilymeri- | (kg/cm') | (kg-cm/ | |||||
| 500 | Acryl | Styrol | s:ilions/oit | cm!) | ||||||
| Fortsetzung | Toluol/ | 500 | 12,2 | nitril | 3,9 | <") | 341 | 12,7 | ||
| Ver | Methylethylketon | 500 | (S) | (B) | ||||||
| such | Toluol/ | 500 | 11.5 | 3,9 | 23,5 | 368 | 14,9 | |||
| Dioxan | 500 | 97,5 | 292,5 | |||||||
| Toluol/ | 500 | 12,0 | 3.9 | 21,0 | 364 | 20,0 | ||||
| 8 | Äthylacetat | 500 | 97,5 | 292,5 | ||||||
| Toluol/ | 11,8 | 3.9 | 23,0 | 361 | 13,9 | |||||
| 9 | Meihylisobutyl- | 600 | 97,5 | 292,5 | ||||||
| keton | 600 | 23,0 | ||||||||
| 10 | Toluol/ | 600 | 15,4 | 97,5 | 292,5 | 2,4 | 335 | 48,6 | ||
| Äthylacetat | 600 | |||||||||
| 11 | Toluol/ | H.6 | 3.2 | 29,5 | 356 | 33.0 | ||||
| Äthylacetat | 100 | 300 | ||||||||
| 29.0 | ||||||||||
| 12 | 100 | .300 | ||||||||
| 13 | ||||||||||
Bei der Bestimmung der Schlagzähigkeitsstabilität der in Versuch 10 erhaltenen Probe werden die in den
Tabellen Il und III aufgeführten Ergebnisse erhalten.
Einfluß der Mischbedingungen in einem Walzwerk
Temperatur
(0C)
Dauer (min)
Walzenspalt (mm)
Izod-Kerbschlagzähigkeil
(kg-cm/cm2)
| 160 | 10 | 0,1 | 24,1 |
| 170 | 10 | 0,1 | 23,0 |
| 180 ■ | 20 | 0,1 | 21,8 |
| 170 | 5 | O1I | 28.4 |
| 170 | 10 | 0,1 | 23,0 |
| 170 | 15 | 0,1 | 21,8 |
| 170 | 20 | 0,1 | 20,5 |
| 170 | 30 | 0,1 | 19,7 |
| 170 | 10 | 0.01 | 22.7 |
| Tabelle III | |||
| Einfluß der | Preßbedingungen |
Temperatur Dauer ("C) (min)
Abkühlung
Izod-Kerbschlagzähigkeit
(kg-cm/cm2)
| 180 10 | rasch 21,7 |
| 180 10 | rasch 22,4 |
| 200 10 | rasch 23,0 |
| 200 10 | langsam 24,8 |
| 200 20 | rasch 23,8 |
| 200 20 | langsam 24,7 |
| Preßbedingungen: | |
| Vorerhitzen | 200° C,5 Minuten |
| Druckerzeugung | Obis 100 kg/cm2, |
| 3 Minuten | |
| Pressen | 100 kg/cm2, |
| 2 Minuten | |
| Schnellabkühlung | Leitungswasser, |
| 5 Minuten | |
| Langsame Abkühlung | normales Abkühlen |
Vergleichsbeispiel 1
Gemäß Beispiel 1 wird die Polymerisation unter Ve-wcndung des in der US-PS 35 38 190 beschriebenen
Löaungsmittelgemisches aus η-Hexan und Toluol durchgeführt. Die Schlagzähigkeit des erhaltenen
Pfropfcopolymerisats steht mit den Verarbeitungsbedingungen in der in der Tabelle IV gezeigten Beziehung.
Einfluß der Mischbedingungen in einem Walzwerk
| Mischbedingungen | Walzenspalt | Izod-Kerbschlag- |
| (mm) | zähigkeil | |
| Temperatur Dauer | ||
| CQ (min) | (kg-cm/cm2) | |
| 170 | 10 | 0,3 |
| 40 170 | 3 | 0,1 |
| 170 | 5 | 0,1 |
| 170 | 10 | 0,1 |
| 170 | 20 | 0.1 |
| 170 | 30 | 0,1 |
| 45 170 | 10 | 0,01 |
213
!7,4
7,7
7,7
2a
2,3
2,1
2,1
2,1
2,1
Die elektronenmikroskopischen Aufnahmen des in Beispiel 1, Versuch 10, erhaltenen Pfropfcopolymerisats
und eines auf ähnliche Weise durch Polymerisation in Toiuol erhaltenen, üblichen Pfropfcopolymerisats vor
bzw. nach der Verarbeitung sind in den F i g. 1 bis 4 gezeigt
Die für elektronenmikroskopische Aufnahmen erforderlichen ultradünnen Schnitte werden auf folgende
Weise hergestellt Die nicht verarbeiteten Proben werden durch Ausgießen der Polymerisationslösung zu
einem Film und Schneiden des Films in ultradOnne Abschnitte hergestellt. Verarbeitete Proben werden in
einer Mischwalze gemahlen und hierauf zu einer Folie gepreßt, die in ultradünne Abschnitte aufgeteilt wird.
In den F i g. 1 und 2 sind die entsprechenden Abschnitte von verarbeiteten bzw. nicht verarbeiteten
Proben aus einem auf übliche Weise hergestellten Copolymerisat gezeigt, während die F i g. 3 und 4 die
entsprechenden Abschnitte von verarbeiteten bzw. nicht verarbeiteten Proben eines nach dem Verfahren
der Erfindung hergestellten Copolymerisats darstellen.
Die Vergrößerung der elektronenmikroskopischen
406 kg/cm2
28,0 kg-cm/cm2
15
Aufnahmen beträgt 13 000, d. h. i3 cm der Fotografien
entsprechen 1 μ.
Aus den Fig. 1 bis 4 kann entnommen werden, daß die Verteilung des Kautschuks im Pfropfcopolymerisat
der Erfindung wesentlich verschieden ist von der in einem Copolymerisat, das nach der in der US-PS
35 38 190 beschriebenen Polymerisation in einem Kohlenwasse'stofflösungsmittei hergestellt wurde. Im
ersteren Fall bildet die Kautschukkomponente die »Inseln« und das Styrol-Acrylniiril-Copolymerisat das
»Meer«, während es sich im letzteren Fall genau umgekehrt verhält. Behandelt man diese Copolymerisate in einer Mischwalze oder einem Extruder, so
verändert das Pfropfcopolymerisat der Erfindung seine MikroStruktur kaum, während sich das »Meer« zu
»Insel«-Verhältnis in den bekannten Pfropfcopolymerisaten umkehrt; d. h., die Kautschukkomponente bildet
die »Inseln« und das Styrol-Acrylnitril-Copolymerisat das »Meer«.
Diese Erscheinung steht im Einklang mit der Tatsache, daß sich die Schlagzähigkeit des Pfropfcopoiymerisats der Erfindung bei der Verarbeitung nicht
wesentlich verändert, während bei bekannten Copolymerisaten beträchtliche Unterschiede festzustellen
sind.
Gemäß Beispiel 1, Versuch 13, wird die Polymerisation in einem aus 600 g Toluol und 600 g Äthylacetat
bestehenden Lösungsmittelgemisch 23 Stunden durchgeführt, jedoch beträgt die Polymerisationstemperatur
60°C. Man erhält ein Pfropfcopolymerisat, das 12 Prozent Kautschuk enthält und die folgenden physikalischen Eigenschaften besitzt:
Benzoylperoxid in 25 g Toluol versetzt. Die Polymerisation wird unter Argon bei 7O0C durchgeführt, wobei der
Rührer mit 600 U/min arbeitet. Sobald ein Umwandlungsgrad von 50 Prozent oder höher erreicht ist,
werden 250 g Styrol, 83,3 g Acrylnitril in 25 g Toluol und 3 g Benzoylperoxid in 25 g Toluol zugesetzt und die
Polymerisation forlgesetzt. Sobald der auf die Gesamtmenge der zugesetzten Monomeren bezogene Umwandlungsgrad 20 Prozent oder mehr erreicht, werden
600 g Äthylacetat zugetropft und die Polymerisation weitere 25 Stunden fortgeführt. Die Nachbehandlung
erfolgt gemäß Beispiel 1, wobei ein Pfropfcopolymerisat mit einem Kautschukgehalt von 12.4 Prozent erhalten
wird. Das Copolymere besitzt folgende physikalische Eigenschaften:
Gemäß Beispiel 1, Versuch 13, wird die Polymerisation unter Verwendung eines Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuks mit einer Jodzahl von 18,0, einer Mooney-Viskosität von 75, einem Propylengehalt von 40,0
Gewichtsprozent und mit Äthylidennorbornen als Dienkomponente in einem Lösungsmittelgemisch aus
600 g Toluol und 600 g Äthylacetat durchgeführt. Der Katalysator wird in 2 Portionen zugegeben, wobei eine
Hälfte zu Beginn der Polymerisation und der Rest im Verlauf der Polymerisation zugegeben werden. Das
erhaltene Pfropfcopolymerisat mit einem Kautschukge- $0 halt von 123 Prozent besitzt folgende physikalische
Eigenschaften:
55
In einen 2 Liter fassenden Kolben, der mit einem
Dimroth-Kondensator, einem Thermometer, einem Gaseinleitungsrohr, einem Hopkins-Kühler, einem
Rührer mit zwei Turbinenblättern und einem Tropftrichter ausgerüstet ist, werden 500 g Toluol und 50,0 g
Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuk mit einer jodzahl von 17,5, einer Mooney-Viskosität von 77, einem
Propylengehalt von 44,6 Gewichtsprozent und mit Äthylidennorbomen als Dienkomponente eingespeist.
Nach erfolgter Lösung wird das Gemisch mit 50 g Styrol, 16,7 g Acrylnitril in 25 g Toluol und Ig
Zugfestigkeit
Izod-Kerbschlagzähigkeit
402 kg/cm2
31,3 kg-cm/cm2
31,3 kg-cm/cm2
Gemäß Beispiel 1, Versuch 13, wird die Polymerisation 32 Stunden in einem Lösungsmittelgemisch aus
600 g Toluol und 600 g Äthylacetat unter Verwendung einer Kautschukkomponente durchgeführt, die ein
Gemisch aus 10 g Polybutadien und 40 g des Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuks aus Beispiel 1 darstellt. Man
erhält ein Pfropfcopolymerisat mit einem Kautschukgehalt von 11,8 Prozent und folgenden physikalischen
Eigenschaften:
In dem Polymerisationsgefäß aus Beispiel 1 werden 45 g des dort verwendeten Äthylcn-Propyler.-Dicr,-Kautschuks in 550 g Toluol gelöst. Die erhaltene Lösung
wird mit 400 g Styrol und 4 g Benzoylperoxid in 50 g Toluol versetzt. Die Polymerisation wird unter Argon
bei 700C durchgeführt, wobei der Rührer mu 600 U/min
arbeitet. Sobald ein Umwandlungsgrad von 50 Prozent erreicht ist, werden 600 g Äthylendichlorid zugetropft
und die Polymerisation weitere 23 Stunden fortgeführt. Man erhält ein Pfropfcopolymerisat mit einem Kautschukgehalt von 10,2 Prozent, das folgende physikalische Eigenschaften besitzt:
In dem Polymerisationsgefäß aus Beispiel 1 werden
45 g des dort verwendeten Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuks in 550 g Toluol gelös?. Die erhaltene Lösung
wird mit 400 g Styrol und 3 g Benzoylperoxid in 50 g Toluol versetzt. Man führt die Polymerisation unter
Argon bei 7O0C durch, wobei der Rührer mit 800 U/min
arbeitet. Sobald ein Umwandlungsgrad von 15 Prozent erreicht ist, werden 600 g Äthylendichlorid zugetropft
und die Polymerisation weitere 25 Stunden fortgeführt Man erhält ein Pfropfcopolymerisat mit einem Kautschukgehalt von 12,4 Prozent, das folgende physikalische Eigenschaften besitzt:
Zugfestigkeit
Izod-Kerbschlagzähigkeit
248 kg/cm*
153 kg-cm/cm2
15
In dem Polymerisationsgefäß aus Beispiel I werden 25 g des dort verwendeten Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuks
und 20 g Styrol-Butadien-Kautschuk in 550 g Toluol gelöst Die erhaltene Lösung wird mit 400 g
Styrol und 3 g Benzoylperoxid in 50 g Toluol sowie 600 g Methylethylketon versetzt. Man führt die
Polymerisation 24 Stunder, unter Argon bei 700C durch,
wobei der Rührer mit 800 U/min arbeitet. Es wird ein Pfropfcopolymerisat mit einem Kautschukgehalt von 13
Prozent erhalten, das folgende physikalische Eigenschaften besitzt:
Zugfestigkeit 250 kg/cm2
Izod-Kerbschlagzähigkeit 16,7 kg-cm/cm2
Vergleichsbeispiel 2
Nach dem in der DT-OS 19 65 283 beschriebenen Verfahren wird die Pfropfpolymerisation von Styrol und
Acrylnitril it H einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat
durchgeführt
I) Eingesetzte Ausgungsverbindungen
Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat:
Jodzahl 8,5. Mooney-Viskosität (120° C) 60;
Propylengehall 43 Gewichtsprozent;
Dienkomponente: Äthylidennorbornen;
Jodzahl 8,5. Mooney-Viskosität (120° C) 60;
Propylengehall 43 Gewichtsprozent;
Dienkomponente: Äthylidennorbornen;
Styrol,
Acrylnitril,
tert-Butylperoxypivalat (Aktivität 70%);
Dicumylperoxid (Aktivität 95%);
tert.-Laurylmercaptan;
Benzol,
Anilin.
2) Versuche
Versuch 1
Versuch 1
Gemäß Beispiel 3 der DT-OS 19 65 283 wird ein Präpfropfcopolymerisat hergestellt
In einem 2 Liter fassenden Dreihalskolben, der mit einem Dimroth-Kühier, einem Thermometer und einem
Rührwerk mit Turbinenflügeln ausgerüstet ist, werden 150 g Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat in 1313 g
Benzol gelöst Die Lösung wird mit 26,3 g Styrol, 11,3 g
Acrylnitril und 3,2 g tert-Butylperoxypivalat versetzt und die Polymerisation unter Stickstoff als Schutzgas 6
Stunden bei 700C durchgeführt Danach wird das Reaktionsgemisch in eine große Menge Methanol
gegossen. Das ausgefällte Polymerisat wird abfiltriert und 24 Stunden bei 600C unter vermindertem Druck
getrocknet Ausbeute 157 g Präpfropfcopolymerisat mit einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt
von 95,5 Gewichtsprozent
Versuch 2
Versuch 1 wird wiederholt, jedoch wird als Lösungsmittel
ein Gemisch von Benzol und Anilin in einem Gewichtsverhältnis von 993 :0,1 verwendet Es werden
154,6 g eines Präpfropfcopolymerisats mit einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt
von 97,0 Gewichtsprozent erhalten.
eines Präpfropfcopolymerisats mit einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt
von 99,6 Gewichtsprozent erhalten.
Versuch 4
Unter Verwendung des gemäß Versuch 1 hei gestellten Präpfropfcopolymerisats wird gemäß Beispiel 5 der
DT-OS 19 65 283 die zweite Stufe der Polymerisation als Suspensionspolymerisation in Masse durchgeführt.
In einem 3 Liter fassenden Dreihalskolben, der mit einem Dimroth-Kühier, einem Thermometer und einem
Rührwerk mit Turbinenflügeln ausgerüstet ist, werden 90 g des gemäß Versuch 1 hergestellten Präpfropfcopolymerisats
in 350 g Styrol gelöst. Sodann wird die Lösung unter Rühren bei 900C tropfenweise mit 150 g
Acrylnitril versetzt. Das Gemisch wird hierauf mit 1,23 g tert.-Laurylmercaptan und 0,52 g Dicumylperoxid versetzt
und unter Stickstoff als Schutzgas 50 Minuten bei 900C polymerisiert. Danach werden in dem Reaktions-
jo gemisch 1230 g einer 0,2%igen Lösung von Polyvinylalkohol
suspendiert und 0,88 g tert.-Butylperoxypivalat zugegeben. Das Gemisch wird 17'/2 Stunden, auf 700C
erhitzt. Nach beendeter Umsetzung werden die Polymerperlen gründlich mit Wasser gewaschen und 24
Stunden bei 8O0C unter vermindertem Druck getrocknet. Ausbeute 512 g Polymerisat mit einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt
von 16,8 Gewichtsprozent.
Versuch 5
Versuch 4 wird wiederholt, jedoch wird das in Versuch 2 hergestellte Präpfropfcopolymerisat eingesetzt.
Es werden 443 g eines Polymerisats mit einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt von
19,7 Gewichtsprozent erhalten.
Versuch 6
Versuch 4 wird wiederholt, jedoch wird das in Versuch 3 hergestellte Präpfropfcopolymerisat eingesetzt.
Es werden 458 g eines Polymerisats mit einem Äthylen- Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt von
19,6 Gewichtsprozent erhalten.
Anmerkung: Die Aktivitäten des in den vorstehenden Versuchen verwendeten tert-Butylperoxypivaivs und
Dicumylperoxids sind verschieden von den in den Beispielen der DT-OS 19 65 283 verwendeten Verbindungen.
Deshalb wurden die zugesetzten Mengen korrigiert.
3) Ergebnisse
Die in den Versuchen 4 bis 6 erhaltenen Polymerisate wurden granuliert und Prüfkörner zur Bestimmung der
Schlagzähigkeit nach der ASTM-Prüfnorm D 256-56 hergestellt. Die Ergebnisse sind nachstehend zusammengefaßt:
Versuch 3
Versuch 2 wird wiederholt, jedoch wird als Lösungsmittel
ein Gemisch von Benzol und Anilin im Gewichtsverhältnis 95 :5 verwendet Es werden 150,6 g
| Versuch | 5 | 6 | |
| 4 | 19.7 | 19,6 | |
| Äthylen-Propylen-Dien-Terpoly- merisat-Gehalt, Gew.-% |
16,8 | 2.7 | 1.6 |
| Izod-Kerbschlagzähigkeit, kg-cm/cm2 |
5,4 | ||
Diese Ergebnisse sind mit den in Tabelle I zusammengefaßten Ergebnissen zu vergleichen. Aus Tabelle ϊ geht
hervor, daß die erfindungsgemäßen Polymerisate eine wesentlich höhere Kerbschlagzähigkeit bei geringerem
L 13
Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat-Gehalt aufweisen als beispielsweise das Polymerisat von Versuch 4.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht nur einfacher in seiner Durchführung als das in der DT-OS
19 65 283 beschnebene Verfahren, sondern es werden 5 auch Polymerisate mit überlegenen Eigenschaften
erhalten. Aus den Ergebnissen ist ferner ersichtlich, daß nach dem Verfahren der DT-OS 19 65 283 Polymerisate
mit ähnlich guten Eigenschaften, wie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, nicht erhalten werden io
können.
15
25
30
40
45
50
55
W)
65
Claims (12)
1. Thermoplastische Pfropfco- und -terpolymerisate aus.Äthylen-Propylen-Kautschuk bzw.Äthylen-Propylen-Dien-Kautschuk
und einer aromatischen Vinylverbindung sowie gegebenenfalls Acrylnitril
oder Methacrylnitril, erhalten durch Lösungspolymerisation der Monomeren und des Kautschuks in
einem Gemisch aus a) Benzd, Toluol. Xylol, Äthyibenzol. Diäthylbenzol oder Triäthylbenzol,
oder deren Gemisch sowie b) einem Keton. Ester, Äther, Dichloräthan, Chloroform, einem stickstoffhaltigen
Kohlenwasserstoff, schwefelhaltigen Kohlenwasserstoff, oder deren Gemisch.
2. Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Pfropfco- und -terpolymerisaten aus Äthylen-Propyien-Kautschuk
bzw. Äihylen-Propyien-Dien-Kautschuk
nach Anspruch I. dadurch gekennseichnet,
daß man die Monomeren in Gegenwart des Kautschuks in einem Gemisch aus a) Benzol, Toluol,
Xylol, Äthylbenzol, Diäthylbenzol oder Triäthylbenzol,
oder deren Gemisch sowie_b) einem Keton, Ester, Äther, Dichloräthan, Chloroform, einem stoffhaltigen
Kohlenwasserstoff oder schwefelhaltigen Kohlenwasserstoff oder deren Gemisch der Polymerisation
in Lösung unterwirft.
3. Verfahren nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet,
daß man die Lösungspolymerisation in Gegenwart von 0,1 bis IO Gewichtsprozent, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Vinylmonomeren. eines Radikalkataiysators durchführt.
4. Verfahren nach \nspn>,h 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Polymerisation bei Temperaturen von 30 bis 120eCdurchfü.! -ι.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daö man den Katalysator portionsweise zugibt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man zu Beginn der Polymerisation Benzol, Toluol, Xylol, Äthylbenzol, Diäthylbcnzol
oder Triäthylbenzol, oder deren Gemisch einsetzt, das 0 bis 20 Gewichtsprozent eines Kctons, Esters,
Dichloräthans, Chloroforms, eines schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffs oder eines Gemisches dieser
Verbindungen enthält, und man im Verlauf der Polymerisation weitere Anteile der vorstehend aufgezählten
polaren Lösungsmittel zugibt, bis das Lösungsmittelgemisch im Endstadium der Polymerisation
40 bis 60 Gewichtsprozent dieser polaren Lösungsmittel enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Lösungsmittclgcmisch aus 95 bis 5 Gewichtsprozent des aromatischen Kohlenwasserstoffs
und 5 bis 95 Gewichtsprozent des polaren Lösungsmittels verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Äihylcn-Propylcn-Kautschuk
verwendet, der Äthylen und Propylen in einem Molverhältnis von 5 : 1 bis 1 :3 enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die aromatische Vinylvcrbindung und das Acrylnitril bzw. Methacrylnitril in einem
Gewichtsverhältnis von 2 :1 bis 5 :1 einsetzt.
10. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Styrol und Acrylnitril in einem
Gewichtsverhältnis von 70:30 bis 75:25 auf den Kautschuk aufpfropft.
11. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man 95 bis 80 Gewichtsprozent der aromatischen Vinylverbindung oder eines Gemisches
aus der aromatischen Vinylverbindung und
Acrylnitril bzw. Methacrylnitril auf 5 bis 20 Gewichtsprozent des Kautschuks aufpfropft.
12. Verwendung der thermoplastischen Pfropfco- und -terpoiymerisate nach Anspruch ! zur Herstellung
von Formkörpern und Oberzügen.
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