DE230628C - - Google Patents

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DE230628C
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/105Preparation of the ground by water level modification

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Description

KAISERLICHES
Elften --(Exemplar
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 230628 KLASSE 5 c. GRUPPE
auf seiner Sohle ansammelndem Wasser.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Mai 1909 ab.
Beim Abteufen von Schächten, deren Wässer stark gashaltig sind, entstehen bekanntlich sehr erhebliche Schwierigkeiten dadurch, daß das zu beseitigende Wasser, sobald sein Gasgehalt ein gewisses Maß übersteigt, durch die Pumpen mit den üblichen Abmessungen nicht mehr gefördert werden kann. Man muß dann zu allerhand Hilfsmitteln greifen, die zum Teil umständlich und kostspielig sind, wie
ίο etwa das Abteufen unter Wasser, das Abdichten der Schächte mit Hilfe von Tübbings, das Gefrierverfahren, die Anwendung von Senkschächten usw.
Alle diese Schwierigkeiten sollen nach der vorliegenden Erfindung auf einfachste Weise umgangen werden. Das neue Verfahren beruht auf der bei ölpumpen bekannten Anordnung, die in der Saugleitung frei werdenden Gase durch eine besondere Vorrichtung abzusaugen, so daß das der Pumpe zuströmende Öl genügend gasfrei ist.
Nach der Erfindung wird in das gashaltige Wasser des Schachtes ein Saugrohr eingeführt, an dessen oberem Ende über Tag oder entsprechend hoch im Schachte ein Ventilator oder eine Luftpumpe saugend wirkt. Nahe über dem Wasserspiegel des Schachtes zweigt von dem Saugrohr ein zu einer unweit angeordneten Flüssigkeitspumpe führendes kurzes Rohr ab. Einige Zeit nach Anlassen des Ventilators wird in dem Saugrohre Wasser aufsteigen, worauf infolge des hydrostatischen Druckes, nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße, auch in die Flüssigkeitspumpe Wasser einfließt, ohne daß diese Saugarbeit aufzuwenden hätte, die ja übrigens erfolglos wäre. Aus dem Stiefel der Flüssigkeitspumpe wird das Wasser, unbeschadet seines etwaigen Gasgehaltes, durch ein Steigrohr von dem Pumpenkolben herausgedrückt. Die anzuwendende Flüssigkeitspumpe ist also eine Druckpumpe, welche nur normale Abmessungen zu haben braucht, weil sie bloß Wässer zu fördern bestimmt ist, während das Gas, welches im Wasser enthalten ist, fast vollständig durch die oberirdische Luftpumpe, den Ventilator o. dgl. abgesaugt wird.
Ein wesentliches Merkmal des' neuen Verfahrens ist, daß die abgesaugten Gase im oberen Teil des Schachtes zweckmäßig über Tage abgeführt werden. Diese Gase, in der Regel Kohlensäure, sind ja giftig und dürfen daher nicht im Schacht verbleiben. Weiter soll die Pumpe selbst aber möglichst den vorhandenen Ausführungen entsprechen, d. h. als gewöhnliche Druckpumpe ausgebildet und im Sumpf des Schachtes aufgestellt werden. Dabei muß die Saugvorrichtung in der Regel so stark wirken, daß sie allein imstande ist, das Wasser in dem Saugrohr hoch genug zu treiben, um es auch der Pumpe zuzuführen, denn bei stark kohlensäurehaltigen Wässern — es kommen Fälle vor, wo in 1 cbm Wasser 8 cbm Kohlensäure enthalten sind ·— würde die Pumpe allein gar nicht imstande sein, das Wasser anzusaugen. Dadurch unterscheidet sich die Anordnung auch von der oben erwähnten bekannten Vorrichtung für Ölpumpen.
Der Gasgehalt der Öle ist niemals so stark, daß eine gewöhnliche Pumpe die Flüssigkeit nicht ansaugen könnte. Die Absaugevorrichtung sollte daher auch nur dazu dienen, den Wirkungsgrad der Pumpe zu verbessern, und es war beabsichtigt, den als Luftsauger dienenden Injektor aus der Druckleitung der Pumpe selbst zu speisen und das dazu verwendete öl dem Behälter wieder zuzuführen.
ίο Beides wäre bei Ausführung der Erfindung im Bergwerksbetriebe ausgeschlossen.
In der Zeichnung, die den senkrechten Schnitt durch den unteren Teil eines Schachtes darstellt, ist die Ausführung des Verfahrens erläutert. Das untere Ende des Saugrohres 1, an dessen oberem Ende ein Ventilator oder eine Luftpumpe arbeitet, ist mit dem Saugkorb 2 versehen. Unter dem Einfluß des dadurch erzeugten Vakuums steigt das Wasser 3 des Schachtes in dem Saugrohr 1 aufwärts und gelangt schließlich so hoch, daß es infolge des hydrostatischen Druckes durch das Zweigrohr 4 in die Druckpumpe 5 einfließt, die alsdann in gewöhnlicher Weise arbeiten kann. Die Anordnung der Ventile ist die normale, also derart, daß der niedergehende Kolben das Wasser aus dem Stiefelraum der Pumpe 5 durch das Druckrohr 6 herausdrückt. Bei großen Schächten und beträchtlichen Wassermassen können zum Zwecke rascheren Arbeitsfortschrittes auch mehrere Druckpumpen gleichzeitig arbeiten, in welchem Falle jede Pumpe durch ein eigenes Zweigrohr mit dem gemeinschaftlichen Saugrohr verbunden ist. Auch können mehrere Ventilatoren oder Luftpumpen gleichzeitig arbeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Förderung von gashaltigem, sich während des Abteufens eines Schachtes auf seiner Sohle ansammelndem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß an ein in das Wasser eintauchendes Rohr (1) über Tage oder entsprechend hoch im Schachte eine Luftpumpe oder Absaugevorrichtung ähnlicher Art angeschlossen wird, welche die im Wasser enthaltenen Gase an die Außenluft fördert und zugleich ein Aufsteigen des Wassers im oberhalb des Wasserspiegels vom Rohr (1) abzweigenden Rohr (4) und das Füllen der Pumpe (5) bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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