DE230663C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-■Ja 230663 KLASSE 74 b. GRUPPE
KEISER & SCHMIDT in CHARLOTTENBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. September 1909 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Fernthermometer, welches auf dem thermoelektrischen
Prinzip beruht, dessen Angaben jedoch in keiner Weise von der Temperatur der kalten Lötstelle beeinflußt werden, und mit
dessen Hilfe demnach selbst sehr geringe Wärmegrade in vollkommen einwandsfreier
Weise bestimmt werden können. Die gesamte Einrichtung dieses Fernthermometers besteht
ίο im wesentlichen aus drei Teilen: dem die Temperatur
direkt anzeigenden Meßapparat, dem Thermoelement und einer die beiden ersteren verbindenden kombinierten Leitung. Das Instrument
stellt in der Hauptsache eine Vereinigung eines auf dem Drehspulensystem beruhenden
Meßgerätes mit einem Thermometer· dar. Die Anordnung dieses Apparates ist derart
getroffen, daß beide Kräfte, sowohl der Thermostrom als auch die bei Erwärmung des
Thermometers auftretende Kraft, drehend auf das Zeigersystem einwirken. Da nun die vom
Thermometer ausgeübte Drehung des Zeigers stets der Raumtemperatur proportional ist,
die vom Thermostrom ausgeübte Wirkung aber in direktem Zusammenhang mit der Temperaturdifferenz zwischen kalter und heißer
Lötstelle des Elementes steht, so wird bei Übereinstimmung dieser beiden Temperaturen
der Anzeigeapparat die Temperatur der zu messenden Temperatursphäre direkt richtig anzeigen.
Die Übereinstimmung der das Instrument umgebenden Raumtemperatur mit derjenigen der kalten Lötstelle ist somit für
. die richtige Arbeitsweise eines derartigen Fernthermometers von grundlegender Bedeutung,
denn nur in diesem Falle kann das Instrument die an der heißen Lötstelle herrschende
Temperatur richtig· anzeigen. Bei der vorliegenden Erfindung wird die Temperatur der
kalten Lötstelle des entfernten Elementes dadurch auf die gleiche Höhe mit der das Instrument
umgebenden Temperatur gebracht, daß man die kalte Lötstelle des, Thermoelementes
mit Hilfe einer kombinierten Leitung bis in die Nähe Meßapparates verlegt.
Zu diesem Zwecke verbindet man Instrument ■ und Element nicht wie bisher mit gewöhnlichem
Leitungsdraht, sondern mit einem Leitungsstrang, der aus ebensoviel Drähten besteht, wie im Thermoelement Schenkel vorhanden
sind, und die in geeigneter Weise untereinander bzw. mit dem Element verbunden
sind.
Zum besseren Verständnis des in obigem in kurzen Zügen skizzierten Fernthermometers
diene nun die in folgendem an Hand der Zeichnung aufgestellte Beschreibung:
Das die Temperatur direkt anzeigende Meßgerät besteht, wie bereits eingangs erwähnt,
aus einem Drehspuleninstrument mit permanentem Magneten und einem damit vereinigten
Thermometer. Das Thermometer, welches entweder aus einer Bimetallspirale oder, wie in
Fig. ι dargestellt, aus einer mit Quecksilber gefüllten, spiralförmig gebogenen Eisenröhre T
bestehen kann, liegt mit seinem freien Ende an dem Halter H der Feder Sa des Instrumentes
an. Bei Zunahme der Temperatur wird die Thermospirale sich nun aufdrehen
und der Halter H unter dem Einfluß der Schraubenfeder F der Bewegung des Thermometers
folgen, wodurch der Zeiger Z des In-
strunientes im Sinne der Uhrzeigerdrehung auf der Skala bewegt wird. Bei geringeren Wärmegraden
zieht sich das Metallthermometer zusammen und erteilt unter Mitwirkung des Halters H dem Zeiger Z eine entgegen dem
Uhrzeigersinne wirkende Drehung. Mit Hilfe dieser Anordnung wird somit das Instrument
auch ohne Mitwirkung des Thermostromes einen Zeigerausschlag aufweisen, der der umgebenden
Raumtemperatur proportional ist. Wie bereits zu Anfang der Beschreibung erwähnt,
soll das Hauptanwendungsgebiet dieses Fernthermometers durch die Bestimmung und Fernablesung geringer Wärmegrade, wie solche
z. B. in bewohnten Räumen usw. vorkommen, gebildet werden. Solche geringen Temperaturdifferenzen
ergeben aber mit einem Thermoelement keine genügend große Thermokraft, um damit ein robustes, direkt zeigendes Instrument
betreiben zu können, und man sieht sich daher genötigt, eine ganze Batterie von Elementen zu verwenden. Fig. 2 zeigt ein
. zur Fernablesung bestimmtes Thermoelement, welches durch die schematisch gezeichnete
kombinierte Verbindungsleitung mit dem Instrument verbunden ist. Entsprechend den
zwei verwendeten Thermoelementen aus Eisen und. Konstantan besteht die Verbindungslitze
aus vier Drähten, wovon zwei aus Eisen und zwei aus Konstantan gebildet sind. Zwei
Drähte der Litze verschiedenen Materials sind an ihren in der Nähe des Instrumentes befindlichen
Enden miteinander verbunden, während ihre beiden freien Enden die zwei Thermoelemente hintereinander schalten. Die
beiden übrigen Enden der Litze verbinden die Pole der so geschaffenen Thermobatterie
direkt mit den Klemmen des Instrumentes, und zwar derart, daß gleiche Materialien durch
eine Klemme verbunden sind. Bei einer größeren Anzahl von Thermoelementen wird naturgemäß die Anzahl der Verbindungsdrähte
entsprechend zunehmen, dargestellt, daß bei η hintereinander geschalteten Elementen zwei
Drähte der Litze direkt zu den Klemmen des Instrumentes führen, während zn-2 Drähte in
obiger Weise paarweise verbunden sind.
Aus dem Schema der Fig. 2 und der Beschreibung geht nun wohl zur Genüge hervor,
daß mit der beschriebenen Verbindungslitze 5c die kalte Lötstelle in Wirklichkeit in die
Nähe des Instrumentes verlegt wird und somit eine Übereinstimmung der Raumtemperatur
mit der Temperatur der kalten Lötstelle erreicht wird.
Ein derartiges, nach dem vorstehenden Prinzip aufgebautes Fernthermometer gestattet
demnach, wie leicht ersichtlich, in denkbar einfachster. Weise und in einer bisher noch
nicht erreichten. Vollkommenheit die Bestimmung und Fernablesung geringer Wärmegrade.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :- Vorrichtung zum Fernanzeigen von Temperaturen mittels Thermoelemente, dadurch gekennzeichnet, daß zu einem Drehspuleninstrument, auf dessen Zeigersystem außer dem Thermostrom die ausdehnende Kraft irgendeines Thermometers drehend wirkt, von jedem Schenkel eines oder mehrerer in Reihe geschalteter Thermoelemente Leitungen geführt sind, die aus demselben Material wie die zugehörigen Elementschenkel bestehen, so daß die Temperatur der kalten Lötstellen der Thermoelemente mit der Temperatur des Instrumentes übereinstimmt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE230663C true DE230663C (de) |
Family
ID=490862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230663D Active DE230663C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE230663C (de) |
-
0
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