DE2307601B2 - Verfahren zur Herstellung von übertragbaren Schrift- und/oder Bildwerken - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von übertragbaren Schrift- und/oder BildwerkenInfo
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Description
•5
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von übertragbaren Schrift- und/oder Bildwerken unter
Verwendung von Schrift- und/oder Bildelementen, die ablösbar auf einem Trägerblatt angebracht sind.
Es ist bekannt, Schrift- und/oder Bildwerke in der μ
Form von Abziehbildern auszuführen, um mit ihrer Hilfe Flächen an Gegenständen, z. B. Schalttafeln, Maschinen
und Maschinenteilen usw. beschriften zu können. Dabei bestehen, solange es sich um häufig vorkommende
Wörter, Ausdrücke oder Symbole handelt, keine 2$
Schwierigkeiten, da die Herstellungskosten der für die einzelnen Wörter bzw. Symbole individuell benötigten
Einrichtungen sich auf eine große Auflage verteilen lassen.
Aus der deutschen Patentschrift 12 43 058 ist eine Folie zum Zusammenstellen. Ausrichten und Übertragen
von vorgefertigten, mit Klebestoff versehenen Bildzeichen in Folienform zur Herstellung von Schriftbildern
bekannt, die dadurch gekennzeichnet, ist, daß die Folie transparent ist, ein Quadratmuster mit Linienabstand
von einem oder mehreren Millimetern und auf einer Seite eine Klebstoffschicht aufweist. Die Klebstoffschicht
ist mit einer abziehbaren Schutzfolie, beispielsweise aus Papier, versehen. Es handelt sich um
ausgestanzte oder ausgeschnittene einseitig mit Klebstoff versehene Buchstaben oder Symbole aus Kunststoff-Folien,
die spiegelverkehrt auf ein mit Klebstoff versehenes Band oder eine Fläche aufgeklebt werden
und damit auf den Objekten angedrückt werden.
Die österreichische Patentschrift 2 01 083 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anbringen von
typographischen und anderen Figuren auf Schildern «. dgl. mit Buchstaben oder anderen Figuren versehenen
Gegenstände, das dadurch gekennzeichnet, ist, daß ein aus einer Unterlage und einer mit Klebstoff daran so
befestigten gedruckten Figur bestehendes Abziehbild mit der Figurseite auf einen nichtabschließenden
Zwischenträger gelegt und die Unterlage entfernt wird, so daß die gedruckte Figur in spiegelbildlicher
Anordnung auf der einen Seite des nichtabschließenden Zwischenträgers verbleibt, worauf dieser an dem zu
bedruckenden Gegenstand aufgelegt und die Figur in der gewünschten Lage gegen den Gegenstand gedrückt
wird. Der nichtabschließende Zwischenträger besteht aus einem feinen Sieb aus Seide, Baumwolle oder
anderen Naturfasern, oder aus synthetischen Kunststoff- oder Metallfäden oder gelochtem oder erhaben
geprägtem Material, Kunststoff od. dgl. und ist in einem starren Rahmen montiert, der das Sieb mit der dem
Gegenstand zugekehrten Figur in geringem Abstand von dem Gegenstand hält, und die Figur dadurch gegen
den Gegenstand gedrückt wird, wobei durch Druck gegen das Sieb dieses gegen den Gegenstand hin
durchgebogen wird. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen starren
Hauptrahmen, ein auf der einen Seite desselben angebrachtes feines Sieb und ein auf der einen Seite des
Hauptrahmens unter Zwischenlage des Siebes ange- : brachter Abstandhalterrahmen, der eine Tiefe von 1,27
bis 3,81 mm (0.05 bis 0,15 Zoll) hat Die in Spiegelschrift
zusammengestellten Schriften auf dem Gerät müssen mit diesem Gerät auf die Objekte übertragen werden.
Für diese Geräte können nur beidseitig giimmierte Buchstaben oder Symbole verwendet werden, die
vorher im Wasser vom Trägerpapier abgelöst und spiegel verkehrt auf dies Gerät angeordnet worden sind.
Ganz anders liegen die Dinge indessen dann, wenn Schrift- und/oder Bildwerke einmalig benötigt werden.
Ihre Herstellung in Form von Abziehbildern ist in einem solchen FaUe infolge der hohen Kosten praktisch
ausgeschlossen. Damit freilich gehen die den Abziehbildern innewohnenden Vorteile verloren, darunter die
Haltbarkeit und die Veränderbarkeit einer Beschriftung und die Möglichkeit des Aufbringen durch unqualifizierte
Fachleute. Tatsächlich muß die Ausführung einem Schriftenmaler übertragen werden, der das Werk in
vielen Fällen zuerst vorzeichnen muß, da die Verwendung von Schablonen oft aus Platzmangel unmöglich ist
Sind dann kleine Serien notwendig, so wird man vielleicht doch wieder Schrift- oder Bildwerke in Form
von Abziehbildern ins Auge fassen und die gegenüber der individuellen Herstellung zwar verminderten, an
sich aber immer noch sehr hohen Kosten in Kauf nehmen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist nun, diese Nachteile zu beheben und die Ausnützung der Vorteile
von Abziehbildern auch dann zu ermöglichen, wenn es sich um die Einzelanfertigung von Schrift- und/oder
Bildwerken handelt, d.h., wenn individuelle und mehrfarbige Bilder hergestellt oder sogar Änderungen
auf bereits bestehenden Darstellungen durchgeführt werden sollen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die nach der Art von Abziehbildern beschaffenen
Schriftzeichen und/oder Bildelemente zuerst seitenrichtig in ihrer durch das Schrift- oder Bildwerk bedingten
gegenseitigen Lage auf einer Unterlage geordnet und sodann durch Auflegen einer klebfähigen Tragfolie zu
einem Flächengebilde zusammengefaßt werden.
Zur Durchführung dieses Verfahrens sieht die Erfindung ein Sortiment von in der Art von Abziehbildern
beschaffenen Schriftzeichen und/oder Bildelementen vor, welche ablösbar auf einem Trägerblatt
angebracht, sind. Ein solches, mit Schriftzeichen und Bildelementen ausgerüstetes Trägerblatt kann im
Grunde genommen mit einem Setzkasten verglichen werden. Sinngemäß stellt es, wenn auch nicht das
einzige, so doch ein bevorzugtes Mittel zur Durchführung des Verfahrens dar. Es kann nach dem gleichen
Verfahren hergestellt werden wie dies im Zusammenhang mit Abziehbildern üblich ist, unter Verwendung
der entsprechenden Materialien. Von den gewöhnlichen Abziehbildern unterscheidet es sich indessen dadurch,
daß die Schriftzeichen bzw. die Bildelemente voneinander isoliert und von dem Trägerblatt einzeln abgelöst
werden können. Dieses Ablösen erfolgt indessen nicht, wie dies sonst bei Abziehbildern üblich ist, durch
Abziehen, sondern in einer noch näher zu erläuternden Weise.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird bei den nachfolgenden Erörterungen davon ausgegangen, daß
ein Trägerblatt der vorbeschriebenen Art zur Verfügung
steht, wobei auf demselben Buchstaben, Zahlen usw. in Form von Abziehbildern aufgebracht sind. Dabei
ist z.B. jeder Buchstabe mehrfach vorgesehen, in Abhängigkeit der Häufigkeit in der Sprache, in welcher
das Schriftwerk erstellt werden solL Die Beschaffenheit und die Herstellungstechnik von Abziehbildern ist
hinreichend bekannt, so daß man sich in diesem Zusammenhang hier auf das Notwendigste beschränken
kann. Dementsprechend genügt es, lediglich darauf hinzuweisen, daß das Trägerblatt ein sogenanntes
Spezial-Duplexpapier ist, auf welchem die Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen usw. aufgedruckt sind. Die für die
Darstellung dieser Schriftzeichen verwendete Nitrofarbschicht Hegt zwischen zwei. Kunstharz-Lackschichten
eingeschlossen, von welchen die eine auf dem Trägerblatt haftet Die Lackschichten benachbarter
Zeichen hängen miteinander nicht zusammen. Die Schriftzeichen stellen mithin Abziehbilder auf einem
gemeinsamen Trägerblatt dar.
Wird nun dieses Trägerblatt, oder wie man es auch
nennen könnte, ein solcher Alphabetbogen in Wasser eingetaucht, das mit einigen Tropfen Abwaschmittel
enthärtet wurde und anschließend auf eine wasserabstoßende plane Fläche gelegt, so lassen sich nach einigen
Minuten die Buchstaben, z. B. mit Hilfe einer Pinzette, einzeln vom Trägerpapier ablösen. Die für das
herzustellende Schriftwerk erforderlichen Buchstaben werden nun auf eine Unterlage gelegt und dort zu dem
Schriftwerk zusammengesetzt Vorteilhaft verwendet man dabei als Unterlage ein Millimeterpapier, das mit
einer selbstklebenden Transparentfolie satt überspannt ist. Auf dieser Unterlage haften die ausgelegten
Schriftzeichen dank ihrer Feuchtigkeit nur leicht, so daß sie ohne Mühe geordnet werden können. 1st dies erfolgt,
so werden die Schriftzeichen sorgfältig geglättet, damit das überschüssige Wasser und etwaige Luftblasen
entweichen. Dies kann von Hand mit Hilfe eines befeuchteten weichen Tuches geschehen. Das in dieser
Weise zusammengestellte Schriftwerk, es kann sich dabei um mehrzellige Blöcke handeln, präsentiert sich
dem Betrachter so, wie es nach Übertragung auf dem Bestimmungsort erscheinen wird. Das gleiche gilt für
etwaige Bildwerke, die alleine oder mit dem Schriftwerk kombiniert werden. Im Zusammenhang mit Bildwerken
benützt man freilich Druckbogen, welche entsprechende
Bildelemente, z. B. gerade oder gekrümmte Linien usw. enthalten.
Nach einer Trocknungszeit von mindestens 15 Minuten wird nun eine Tragfolie, welche ebenfalls aus
einem Duplexpapier besteht und nach jeder Seite größer als das gesetzte Schriftwerk ist, mit ihrer
Glanzseite auf das vorher leicht befeuchtete Schriftwerk aufgelegt und angepreßt Dabei kommt selbstvsrständlich
die mit einem wasserlöslichen Klebstoff hauchdünn beschichtete Glanzseite dieses Duplexpapiers
auf das Schriftwerk zu liegen. Vorteilhaft geht man
'so vor, daß die Trägerfolie wie eine aufgeklappte ■ Buchseite neben dem Schriftwerk stehend mit Hilfe von
Klebbändern auf der Unterlage Fixiert und sodann umgeklappt und z.B. mit einer Linolwalze angerollt
wird. Diese Walze wird einmal hin- und hergeführt, wobei beim Zurückrollen die Trägerfolie mit dem
nunmehr an ihr anhaftenden Schriftwerk von der Unterlage abgehoben wird. Sie trägt nunmehr das
Schrift- und/oder Bildwerk in seitenverkehrter Anordnung und somit in jeder Beziehung in Form eines
Abziehbildes. Dementsprechend erfolgt die Übertragung des Schrift- oder Bildwerkes auf das Objekt nach
der im Zusammenhang mit Abziehbildern üblichen Technik unter Benützung eines Spezial-Fixativs. Hierüber
braucht man — wie bereits darauf hingewiesen — im vorliegenden Rahmen keine weiteren Ausführungen
mehr zu machen, da der Fachmann auch ohnehin durchaus in der Lage ist, die Übertragung vorzunehmen.
Übersteigen die Buchstaben oder Bildelemente eine • gewisse Größe, z. B. bei Schriften mit einer Höhe von
•über 10mm, so empfiehlt sich, das beschriebene
Vorgehen insofern zu modifizieren, als die Buchstaben zunächst aus dem Alphabetbogen ausgeschnitten
werden. Dann wird die dünne Spezialfolie des Duplexpapiers trocken vom dickeren Trägerpapier
abgelöst, kurz in enthärtetes Wasser getaucht und mit dem Buchstaben nach unten auf die Unterlage gelegt
und geglättet, damit überschüssiges Wasser und Luftblasen entweichen können. Löst man nun die dünne
Folie von der Unterlage ab, so bleiben die Buchstaben auf derselben haften und können, wie oben beschrieben,
entsprechend ihrer Lage im Schriftwerk geordnet werden. Das weitere Vorgehen entspricht dem beschriebenen.
Dank dem beschriebenen Verfahren gemäß welchem Schrift- und/oder Bildwerk in Form von Abziehbildern
durch »Setzen« entstehen, im Gegensatz zu der herkömmlichen Technik bei der Herstellung von
Abziehbildern, die in ihrer Gesamtheit gedruckt werden, ist es möglich, Einzelanfertigungen in wirtschaftlichem
Maßstab herzustellen und den Verbrauchern zuzuliefern. Dieselben können dann die Übertragung ohne
besondere Fachkenntnisse vornehmen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von übertragbaren Schrift- und/oder Bildwerken, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Art von Abziehbildern beschaffenen Schriftzeichen und/ oder Bildelemente zuerst seitenrichtig in ihrer durch das Schrift- oder Bildwerk bedingten gegenseitigen Lage auf einer Unterlage geordnet und sodann durch Auflegen einer klebfähigen Tragfolie zu einem Flächengebilde zusammengefaßt werden.
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1972
- 1972-03-07 CH CH328272A patent/CH542065A/de not_active IP Right Cessation
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1973
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