DE2307643C3 - Befestigungsvorrichtung zur Halterung einer Zahnprothese - Google Patents

Befestigungsvorrichtung zur Halterung einer Zahnprothese

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DE2307643C3
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    • A61C13/225Fastening prostheses in the mouth

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Description

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zur federnd einrastenden Halterung einer Zahnprothese an Restzähnen gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Aus dem DE-GM 18 87 404 ist eine Befestigungsvorrichtung bekannt, die aus einer an der Prothese verankerten Blattfeder besteht, deren ösenförmig gerolltes freies Blattfederende eine federnde Wirkung hat, mit der die seitlich an einem natürlichen Restzahn anliegende Blattfeder die Prothese festhält. Nachteilig ist hierbei, daß die Blattfeder in jedem Falle einjustiert werden muß und zumindest die Gefahr besteht, daß sie bei eingesetzter Prothese unter einer gewissen Spannung steht und nach einiger Zeil erschlaffen kann und reaktiviert werden muß und daß die Blattfeder mit einem gewissen Druck horizontal gegen den Restzahn drückt und dadurch zu Schrägstellungen des Restzahns führen kann. Eine ähnliche Befestigungsvorrichtung mit einem schleifenförmig gebogenen Federdraht als Haltefeder ist aus der Zeitschrift ZWR Nr, 3 1972 bekannt. Aus der DE-OS 19 58 504 ist eine Befestigungsvorrichtung bekannt, bei der in einem Gehäuse, das in der mesialen oder distalen Seite eines Prothesenzahns eingebaut ist, eine um eine horizontale Befestigungsachse gewundene Schraubenfeder angeordnet ist, deren passiver Federarm in dem Gehäuse festgelegt ist und deren aktiver Federarm im wesentlichen horizontal aus dem Gehäuse herausragt und in vertikaler Richtung verschwenkbar ist Bei dieser Befestigungsvorrichtung ist der aktive Federarm der Schraubenfeder zum Angreifen an einer Seite des halternden Restzahns ausgebildet und bestimmt, die nicht die mesiale oder distale Restzahnseite ist, weshalb der aktive Federarm bei eingesetzter Prothese sichtbar und beispielsweise mit der Zunge berührbar bleibt Ferner stc-ht die Schraubenfeder bei der horizontalen Ausgangsstellung des aktiven Federarms unter Spannung und wird der aktive Federarm bei eingesetzter Prothese durch die Schraubenfeder gegen den halternden Restzahn gedrückt Auch bei dieser Befestigungsvorrichtung können von Zeit zu Zeit Reaktivierungen der bei eingesetzter Prothese unter einer Spannung stehenden Schraubenfeder erforderlich werden und übt der aktive Federarm eine ungünstige Druckwirkung gegen den halternden Restzahn in horizontaler Richtung aus. Ferner ist die Schraubenfeder in einem Gehäuse untergebracht, das mit Ausnahme des engen Austrittsspaltes für den aktiven Federarm ringsum geschlossen ist und daher praktisch nicht im Innern gereinigt werden kann, so daß die Gefahr besteht, daß die Schraubenfeder durch eindringende Speisereste oder durch allmähliches Zusetzen mit Zahnstein blockiert wird und die Befestigungsvorrichtung nicht mehr zuverlässig funktioniert. Eine baulich gleichartige Befestigungsvorrichtung aus einem in einer Prothese verankerbaren Federgehäuse mit einer in dem Gehäuse untergebrachten und gespannt gehaltenen Schraubenfeder, deren aktiver Federarm durch einen engen Gehäuseschlitz herausragt und aus seiner Ausgangstellung in einer Schwenkrichtung gegen die Kraft der Schraubenfeder verschwenkbar ist, ist aus dem DE-GM 18 80 388 bekannt. Ausgehend von einer Befestigungsvorrichtung derjenigen bekannten Art, bei der in der einem halternden Restzahn zugewendeten vertikalen Seite eines Prothesenzahns ein Gehäuse eingebaut ist und in dem Gehäuse eine horizontale Befestigungsachse mit einer Schraubenfeder angeordnet ist, deren im wesentlichen horizontal aus dem Gehäuse herausragender und in vertikaler Richtung verschwenkbarer aktiver Federarm mit seinem zu einem abgeflachten Bügel geformten Ende an einer unter sich gehenden Stelle des halternden Restzahns breit anliegt, hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Befestigungsvorrichtung zu schaffen, die im Mund des Trägers der Prothese gänzlich
μ unsichtbar ist, deren Schraubenfeder beim Tragen der Prothese nicht dauernd unter Spannung steht und dadurch erschlaffen kann und ferner nicht ständig gegen den halternden Restzahn in horizontaler Richtung drückt und dadurch Schäden an dem Restzahn hervorruft, sondern eine nachteilige Reibung an den halternden Restzähnen auf ein geringstmögliches Maß beschränkt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in erster Linie durch die Ausbildung der Befestigungsvor-
richtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst Da das Gehäuse an seiner der mesialen oder distalen Seite des halternden Restzahns zugewendeten vertikalen Gehäuseseite weit geöffnet ist, kann die in dem Gehäuse untergebrachte Schraubenfeder gut gereinigt und von Speiseresten oder Zahnsteinbildungen freigehalten werden. Bei der Lage der Schraubenfeder parallel zur offenen Gehäuseseite ragt der aktive Federarm im wesentlichen rechtwinklig zu der offenen Gehäuseseite aus dem Gehäuse heraus und ist der akiive Federarm gegen den halternden Restzahn zur Anlage an dessen mesialer oder distaler Seite gerichtet, so daß der aktive Federarm, d.h. die gesamte Befestigungsvorrichtung bei eingesetzter Prothese unsichtbar ist Da im eingesetzten Zustand der Prothese der aktive Federarm horizontal aus dem Gehäuse bis zur Berührung mit dem Restzahn herausragt und bei dieser horizontalen Stellung des aktiven Federarms die Schraubenfeder spannungslos ist, hat der aktive Federarm bei richtiger Lage der Prothese lediglich eine einfache Berührung mit dem Restzahn und übt er keinen horizontalen Druck gegen den Restzahn aus und kann auch die Schraubenfeder nicht aufgrund ständiger Spannung ermüden. Der in der offenen Gehäuseseite sowohl nach oben als auch nach unten frei verschwenkbare aktive Federarm setzt die Schraubenfeder in entgegengesetzten Richtungen nur unter Spannung, wenn der aktive Federarm beim Einsetzen oder Herausnehmen der Prothese durch den halternden Restzahn nach oben bzw. nach unten verschwenkt und dabei an der dicksten Stelle des halternden Restzahns vorbeigeführt wird. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Schraubenfeder in vorteilhafter Weise von zwei nebeneinander um die Befestigungsachse gewundenen Federteilen gebildet sein, die je aus einer oder aus mehreren Schraubenwindungen bestehen und von denen je ein Ende, vorzugsweise die benachbarten inneren Enden der beiden Federteile als aktiver Federarm der Schraubenfeder aus dem Gehäuse herausragen und unter Bildung des abgeflachten Bügels schleifenförmig miteinander "erbunden sind, während hierbei die bt-.den äußeren Enden der beiden Federteile als passiver Federarm der Schraubenfeder in dem Gehäuse festgelegt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung dargestellt, und zwar zeigt
Fig.! die Befestigungsvorrichtung in perspektivischer Ansicht;
F i g. 2 eine Ansicht der Befestigungsvorrichtung der Fig. 1 von unten;
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in F i g. 2; F i g. 4 eine Ansicht längs der Linie IV-IV in F i ^. 3;
F i g. 5 bis 8 die in eine Prothese eingebettete Befestigungsvorrichtung, wobei F i g. 5 die Prothese beim Einsetzen zeigt, F i g. 6 die Prothese in der eingesetzten Stellung und hierzu die F i g. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VIl in F i g. 6 zeigt und F i g. 8 die Prothese beim Herausnehmen zeigt.
Die in den F i g. 1 bis 4 dargestellte Befcstigungsvorrichtung besteht aus einem Gehäuse 1, welches an einer Seite weit geöffnet ist und so in eine Prothese eingebettet wird, daß die offene Seite des Gehäuses je nach Prothesenart der vorderen oder der hinteren Seite des halternden Restzahns gegenüberliegt. In dem Hohlraum 2 des Gehäuses 1 ist eine horizontale, im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des halternden Restzahns D bzw. des die Befestigungsvorrichtung aufnehmenden Prothesenzahns 14 verlaufende Befestigungsachse 4 angeordnet. Ferner ist in dem Hohlraum 2 des Gehäuses 1 eine Schraubenfeder 3 angeordnet, die um die Befestigungsachse 4 gewunden ist Und zwar sind, wie F i g. 2 zeigt, die beiden parallelen Abschnitte eines doppelt liegenden Federdrahtes um die Befestigungsachse 4 gewunden, so daß die Schraubenfeder von zwei nebeneinander auf der Befestigungsachse 4 liegenden, gewundenen Federteilen besteht wobei das V-förmige Ende 3a, 3c des einen Federteils und das V-förmige Ende 3b, 3d des anderen Federteils in dem Gehäuse 1 festgelegt ist und das jeweils andere Ende beider Federteile als Federarm 5 der Schraubenfeder aus dem Gehäuse herausragt Diese beiden herausragenden Enden der beiden Federteile sind unter Bildung eines abgeflachten Bügels 5a schleifenförmig miteinander verbunden. Die Abflachung des Bügels 5a hat den Zweck, daß der mit dem Restzahn zusammenwirkende Federarm der Schraubenfeder mit briiter Anlage mit dem die Prothese halternden Restzahn in Berührung kommt Der Federarm 5 ragt im ungespannten Zustand der Schraubenfeder 3 im wesentlich·.·.! horizontal aus der offenen Seite des Gehäuses J heraus und läßt sich senkrecht nach oben und unten jeweils unter Spannen der Schraubenfeder verschwenken. Das Gehäuse 1 besitzt seitliche Flügel 6 und 7, die zum Befestigen des Gehäuses in einer Ausnehmung 15 dienen, die in den Prothesenzahn 14 eingearbeitet ist Die Prothese 10 enthält, wie F i g. 5 zeigt, weitere Prothesenzähne 12,13 und besitzt Basisränder 11, die den unbezahnten Kiefer G übergreifen.
Beim Aufsetzen der Prothese 10, die in den F i g. 5 bis 8 eine Unterkieferprothese ist, auf den unbezahnten Kiefer G in Richtung des Pfeils Fl in Fig.5 wird der Federarm 5 durch den halternden Restzahn D bei vorübergehendem Spannen der Schraubenfeder hochgeschwenkt. Die offene Seite des Gehäuses 1 ist so weit bemessen, daß der aus dem Gehäuse herausragende Federarm der Schraubenfeder aus der horizontalen Lage nach oben sowie auch nach unten in eine Stellung verschwenkbar ist, in der der abgeflachte Bügel 5a des Federarms 5 sowohl beim senkrechten Einsetzen der Profr.ese wie auch beim senkrechten Herausnehmen der Prothese an der dicksten Stelle des halternden Restzahns D vorbeiführbar ist und leicht längs dieses Restzahns gleiten kann (F i g. 5). Wenn die Prothese richtig auf dem Kiefer sitzt (Fig.6), gelangt der abgeflachte Bügel 5a des Federanr.s 5 mit einer unter sich gehenden Stelle des halternden Restzahns in Berührung, wobei der Federarm 5 die im wesentlichen horizontale Ruhelage einnimmt und dadurch die Schraubenfeder in den ungespannten Zustand zurückkehrt. Durch die Berührung des Federarms mit dieser unter sich gehenden Stelle des Restzahns ist die Prothese gegen Abheben vom Unterkiefer verriegelt, aufgrund des ungespannten Zustandes der Schraubenfeder bei horizontaler Stellung des Federarms übt die Befestigungsvorrichtung keinen ständigen Druck quer zur Zahnlängsrichtung gegen den Restzahn aus. Das andere Ende der Prothese wird in gleicher Weise an einem anderen Retzahn gehalten. Reibungen an den halternden Restzähnen werden durch die breite, linienförmige Berührung des abgeflachten Bügels 5a mit dem Restzahn weitgehendst herabgesetzt. Zum Herausnehmen der Prothese wird diese in Richtung des Pfeils F2 in F i g. 8 nach oben gezogen, wobei der Federarm 5 unter Spannen der Schraubenfeder in entgegengesetzter Richtung von dem Restzahn nach unten ver-
schwenkt wird. Damit sich hierbei der lederarm ausreichend nach unten verschwenken kann und an der dicksten Stelle des Rest/ahns vorbeiführen läßt, ist bei der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Befestigungsvorrichtung getroffenen Anordnung der Befestigungsachse 4 in dem Gehäuse 1 die offene Seite des Gehäuses nach unten durch eine Aussparung ib vergrößert.
Mit identischen Befestigungsvorrichtungen kann auch eine Oberkieferprothese federnd einrastend an Restzähnen gehalten werden. Von wesentlichem Vorteil ist, daß die Befestigungsvorrichtung in der neutralen Stellung, d.h. wenn sich die Prothese in ihrer richtigen Lage befinde! (Fig. 6). praktisch keine Druckwirkung auf den Restzahn ausübt, da der mit dem Rest/ahn zusammenwirkende Federarm der Schraubenfeder den Rest/ahn nur streift. Die Prothese wird aber zuverlässig gehalten, weil der Fcdcrarm unter der dicksten Stelle des halternden Rest/ahns -inliegt und ein Abheben der Prothese vom Kiefer nur unter Spannen der Schrauben feder durch llerunterschwenkcn des I ederarms möglich ist. Die vorteilhafte Wirkung der Bcfestigungsvor richtung beruht auf der ständigen Rückkehr det Schraubenfeder in ihren iingespannten Zustand, bei detr der freie aktive Federarm die horizontale Ruhestellung
ίο einnimmt. Bei dem dargestellten Ausfiihrungsbeispie bilden die beiden parallelen, schraubenförmig gewickelten Abschnitte des Federdrahts je eine Windung, d. h eine Schraubenfeder mit insgesamt zwei Windungen, es können jedoch auch, falls erwünscht, die beider
!■> Abschnitte mit unterschiedlicher Windungszahl um die Befestigungsachse 4 gewunden sein.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1, Befestigungsvorrichtung zur federnd einrastenden Halterung einer Zahnprothese an Restzähnen, mit einem Gehäuse, das in der einem halternden Restzahn angewendeten vertikalen Seite eines Prothesenzahns eingebaut ist und in dem eine horizontale Befestigungsachse und eine um die Befestigungsachse gewundene Schraubenfeder angeordnet sind, deren passiver Federarm in dem Gehäuse festgelegt ist und deren im wesentlichen horizontal aus dem Gehäuse herausragender aktiver Federarm in vertikaler Richtung verschwenkbar ist und an seinem Ende zu einem abgeflachten, an einer unter sich gehenden Stelle des halternden Restzahns breit anliegenden Bügel geformt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) eine weit geöffnete vertikale Gehäuseseite aufweist, die dem halternden Restzahn (D) zugekehrt ist, daß die Befestigungsachse (4) parallel zu dieser offenen Gehäuseseite in dem Gehäuse angeordnet ist und der aktive Federarm (5) im wesentlichen rechtwinklig zu der offenen Gehäuseseite stehend durch diese herausragt, und daß der aktive Federarm (5) zur druckfreien Berührung seines abgeflachten Bügels (5a) mit der mesialen oder distalen Seite des dem Prothesenzahn (14) benachbarten Restzahn (D) im ungespannten Zustand der Schraubenfeder (3) die im wesentlichen horizontale Stellung aufweist und aus dieser ungespannten Ruhestellung jeweils unter entgegengesetzt gerichtetem Spannen der Schraubenfeder nach oben und nach unten in der offenen Gehäuseseite ''erschwenkbar und beim senkrechten Einsetzen oder Herausnehmen der Prothese an der dicksten Stelle des nähernden Restzahns (D) vorbeiführbar ist.
  2. 2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfeder (3) von zwei nebeneinander um die Befestigungsachse (4) gewundenen Federteilen gebildet ist, die je aus einer oder aus mehreren Schraubenwindungen bestehen, wobei ein Ende beider Federteile als passiver Federarm (3a—d) der Schraubenfeder in dem Gehäuse (1) festgelegt ist und das andere Ende beider Federteile als aktiver Federarm (5) der Schraubenfeder aus dem Gehäuse herausragt und diese beiden herausragenden Enden unter Bildung des abgeflachten Bügels (5a) schleifenförmig miteinander verbunden sind.
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