DE2321301B2 - Kraftfahrzeug-bremsbelagmaterial - Google Patents

Kraftfahrzeug-bremsbelagmaterial

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DE2321301B2
DE2321301B2 DE19732321301 DE2321301A DE2321301B2 DE 2321301 B2 DE2321301 B2 DE 2321301B2 DE 19732321301 DE19732321301 DE 19732321301 DE 2321301 A DE2321301 A DE 2321301A DE 2321301 B2 DE2321301 B2 DE 2321301B2
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Philip H Penndel Pa. Dougherty (V-StA.)
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Thiokol Chemical Corp, Bristol, Pa. (V.StA.)
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/34Silicon-containing compounds
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/021Composition of linings ; Methods of manufacturing containing asbestos

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Description

Aus der Literaturslelle »Mechanism of Brake Fade in Organic Brake Linings«, Automotive Engineering Congress, 1967, Nr. 670 14b ist es bekannt, daß sich der Reibungskoeffizient von Kraftfahrzeug-Reibmaterialien beim Erhitzen auf Temperaturen über 2600C und in verstärktem Maße über 3100C verringert, wobei beobachtet wurde, daß mit einer solchen Verringerung des Reibungskoeffizienten bei erhöhten Temperaturen die Bildung gasförmiger Bruchstücke des in dem Reibungsmaterial enthaltenen Phenolharzes einherging. Eine Lösung des Problems, den Reibungskoeffizienten auch bei erhöhten Temperaturen möglichst stabil zu halten, wurde in dieser Literaturstelle nicht untersucht.
Die FR-PS 14 06 546 beschreibt Kraftfahrzeug-Reibmatcrialien aus kautschukartigen hitzehärtbaren Harzen, die zur Absorption aus solchen kautschukartigen Substanzen entstehender flüchtiger Schwefelverbindungen pulverförmige Cellulosematerialien enthalten, die unter der Reibungswärme zu Adsorptionskohle verkohlen. Schwefelverbindungen treten aber bei der Verwendung synthetischer Harze nicht auf. Aus der französischen Zusatzpatentschrirt 89 994 zur FR-PS 14 06 546 V> sind Kraftfahrzeug-Reibmaterialien bekannt, die als Füllstoffe in hit/.ehärtbaren kauischukartigen Harzen als Füllstoffe natürlich vorkommende Aluminiumsilikatmineralien enthalten können, die aber keine Molekularsicbeigenschaften besitzen.
Schließlich ist es bekannt, daß bestimmte kristalline Aluminosilikate auf Grund definierter Porengrößen zur Trennung unterschiedlich großer und unterschiedlich strukturierter Moleküle geeignet sind, weswegen sie als Molekularsiebe bezeichnet werden. Bekanntermaßen adsorbiert man mit solchen Molekularsieben bei relativ niedrigen Temperaturen, während man sie durch Desorption im Temperaturbereich zwischen 204 und 316°C wieder regeneriert und für erneute Adsorption aufnahmefähig macht.
Verschiedene Kraftfahrzeug-Reibmaterialien aus hit-/ehäncbaren Harzen und Asbest mit verschiedenen Zusatzstoffen sind beispielsweise aus den US-PS 32 27 249, 33 07 969, 34 92 262, 34 94 884 und 35 85 102 bekannt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, bei derartigen Kraftfahrzeug- Bremsbelagmaterialien auf der Grundlage eines synthetischen hit/.ehärtbaren Harzes und von Asbest das eingangs geschilderte Problem einer Verringerung des Reibungs- Mi koeffi/.ienten bei stärkerem Erhitzen des Reibmaterials zu lösen.
Das erfindungsgemiiße K radfahrzeug-Bremsbclagmaterial aus Asbest, einem synthetischen hit/.ehärtbaren ! I ar/, und einer Aluminiumsilikatverbindung ist dadurch es gekennzeichnet, daß es als AiuminiuiMsniicrHVcrbindtiug ! bis lr) Gew.-"/n eines Molekularsieben in unbeladenem Zustand enthält.
Derartige Molekularsiebe sind kristalline Metallaiuminosilikate, die in der dehydratisierten Form ein stabiles dreidimensionales Netzwerk vom SiO4- und AlO-4-Tetraedern besitzen und intrakristalline Hohlräume aufweisen, die durch Poren einheitlicher Größe miteinander verbunden sind. Die Elektrovalenz der aluminiumhaltigen Tetraeder is·, durch Kationen, besonders Alkali- oder Erdalkalikationen, besonders Natrium-, Kalium- und Calciumionen abgesättigt. Das Gesamthohlraumvolumen nach der Dehydratisierung liegt allgemein in der Größenordnung von etwa 25 bis 35%.
Die zeolithischen Molekularsiebtypen, wie sie in den US-PSen 28 82 243 und 28 82 244 beschrieben sind, sind besonders geeignet. Diese sind allgemein unter den Bezeichnungen Zeolithe 3A, 4A, 5A, 1OX und 13X bekannt und besii/.en Porendurchmesser von 3, 4, 5, 9 bzw. 10 A.
Überraschenderweise ergeben die erfindungsgemäßen Reibmaterialien keine oder praktisch keine Verschlechterung des Reibungskoeffizienten selbst beim Erhitzen auf Temperaturen, bei denen die gleichen Reibmaterialien ohne Molekularsiebzusatz eine erhebliche Verminderung des Reibungskoeffizienten zeigen. Diese Tatsache ist umso überraschender und offenbar nicht auf die Adsorbenseigenschaften zurückzuführen, da bekanntermaßen bessere Adsorptionsmittel diesen Effekt der Molekularsiebe nicht ergeben, da aus synthetischen Harzen durch Erhitzen entstehende Zersetzungsprodukte im Hinblick auf die kleine Porengröße der Molekularsiebe nicht oder nur in geringem Umfang adsorbiert werden können und da bei den Temperaturen, bei denen eine Zersetzung der synthetischen Harze in dem Reibmaterial auftritt, gewöhnlich bei Molekularsieben bereits eine Desorption und Regenerierung eintritt. Überraschenderweise haben die erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Reibmaterialien auch eine erheblich längere Lebensdauer bei Fahrzeugen mit starker Bremsenbeanspruchung. Bei Versuchen mit zwei Polizeiwagen wurde nämlich festgestellt, daß bei Verwendung von Bremsbelag-Reibmatcrialien aus Asbest und einem Phenolharz ohne Molekularsiebgehalt ein Austausch der Bremsbeläge bereits nach 9600 bzw. 8320 km erfolgen mußte, während ein Austausch von Bremsbelägen, die zusätzlich etwa 10% Molekularsieb 3A enthielten, bei den gleichen beiden Polizeiwagen erst nach 32 000 km bzw. 30 700 km erfolgen mußte. Bei starker Beanspruchung der Bremsbeläge konnte deren Lebensdauer durch Einarbeitung von Molekularsieben nach der Erfindung somit auf mehr als das Dreifache verlängert werden.
Durch die Zeichnung ist die Erfindung weiter erläutert. Die F i g. 1 bis 4 zeigen die Veränderung des Reibungskoeffizienten in Abhängigkeit von der Temperatur des Reibmaterials, und zwar jeweils für ein Reibmaterial aus Asbest und Kunstharz ohne Molekularsiebzusatz, sowie für das gleiche Reibmaterial mit verschiedenen Molekularsiebzusätzen. Die Diagramme wurden gemäß der Literaturstelle »Mechanism of Brake Fade in Organic Brake Linings«, Automotive Engineering Congresse, )anuar 1967, Nr. 670 146 ermittelt. Die Reibmaterialien bestanden jeweils aus 50 Gewichtsteilen Asbest, 22,7 Gcwichtsteilen Bariumsulfat und 18,2 Gewichisteilen Phenolharz, wobei jeweils die ir Zeichnungen angegebenen Mengen der angegebene! Molekularsiebe zugesetzt wurden. In F i g. 4 ist in den Diagramm auch die Veränderung des Reibungskoeffi /ienlen mit der Temperatur für einen handelsübliche!
Bremsbelag gezeigt, um die bei solchen handelsüblichen tHibmatcrialicn übliche Abnahme des Reibungskoeffizienten zu demonstrieren.
Aus allen Figuren ist ersichtlich, daß durch den Zusatz von Molekularsieben die Abnahme des ;*eibungskoeffi-/ienten mit der Temperatur abgeschwächt oder völlig beseitigt wird, wobei ein Zusatz von etwa 9 bis 10% Molekularsieb /u einem stabilen oder praktisch stabilen Reibungskoeffizienten führt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Kraftfahrzeug-Bremsbelagmaterial aus Asbesi, einem synthetischen hitzehärtbaren Harz uv-'- -iner Aluminiumsilikatverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aluir.iniumsilikdtverbindung 1 bis 15 Gew.-% eines Molekularsiebes in unbeladenem Zustand enthält.
    10
DE19732321301 1972-05-05 1973-04-27 Kraftfahrzeug-Bremsbelagmaterial Expired DE2321301C3 (de)

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US25050272A 1972-05-05 1972-05-05

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DE2321301A1 DE2321301A1 (de) 1973-11-08
DE2321301B2 true DE2321301B2 (de) 1977-11-10
DE2321301C3 DE2321301C3 (de) 1978-06-29

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GB (1) GB1421819A (de)
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IT979754B (it) 1974-09-30
SE400355B (sv) 1978-03-20
JPS4921544A (de) 1974-02-26
JPS5425175B2 (de) 1979-08-25
DE2321301A1 (de) 1973-11-08
FR2183784A1 (de) 1973-12-21
FR2183784B1 (de) 1976-06-11
CA999096A (en) 1976-10-26
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