DE232703C - - Google Patents

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DE232703C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232703 —. KLASSE 12 #V GRUPPE
Firma CARL J. HOEPNER in HANNOVER.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Dezember 1909 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von nicht ätzenden, bei Zusatz von Alkalien langsam aktiven Sauerstoff entwickelnden Präparaten, die besonders haltbar sind und sowohl in Pulverform wie in Stücken in den Handel gebracht werden können.
Es hat sich gezeigt, daß, wenn Seife in bekannter Weise mit Perboraten u. dgl. gemischt wird, der in geringen Mengen freiwerdende Sauerstoff auf die Seife einwirkt und einen Teil der Fettsäure zersetzt, wobei, unangenehm riechende Aldehyde entstehen. Durch diesen Vorgang, den man als »Ranzigwerden« bezeichnet, wird nicht nur aktiver Sauerstoff verbraucht, sondern die Seife wird auch durch den auftretenden Geruch mehr oder weniger unbrauchbar.
Durch die vorliegende Erfindung werden diese Nachteile vermieden, indem Fettsäuren überhaupt nicht benutzt werden, sondern nur anorganische Substanzen. Es ist bereits bekannt, Superoxyde der Alkalien oder alkalischen Erden mit kieselsaurem Alkali zu mischen und auf der Außenfläche durch Zer-Setzung mittels Kohlensäure eine Schutzdecke zu erzeugen, allein dieser Schutz ist wegen des gleichzeitigen Verlustes an aktivem Sauerstoff auf größere Stücke beschränkt, und es lassen sich Seifenpulver auf diese Weise nicht herstellen.
Durch Verwendung von Salzen der Persäuren statt der Superoxyde ist es jedoch möglich, durch Zusatz der molekularen Menge Säure, z.B. Schwefelsäure, die ganze Kieselsäure gallertartig abzuscheiden und die Masse durch und durch gegen Zersetzung zu schützen. Es gelingt so, nicht nur Stücke, sondern auch Pulver herzustellen, welche mit anderen Substanzen mischbar sind und überdies den großen Vorteil besitzen, daß die Sauerstoffentwickelung bei Verwendung des Präparates verlangsamt wird.
Zur Ausführung der Erfindung verfährt man ungefähr wie im nachfolgenden Beispiel:
Man trage 10 Teile Perborat in 20 Teile Wasserglas von 38 ° Be. unter Umrühren ein, füge 10 Teile Wasser hinzu und dann sofort eine Lösung von 2 Teilen Schwefelsäure von 60 ° Be. in 24 Teilen' Wasser und rühre so lange, bis sich die Gallerte gebildet hat. Man lasse dann das Präparat bei etwa 15 ° C. unter 2 bis 3 maligem Umwerfen liegen. Nach etwa 12 Stunden ist das Präparat gebrauchsfertig.
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Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von nicht ätzenden, bei Zusatz von Alkalien langsam aktiven Sauerstoff entwickelnden Präparaten in Stücken oder in Pulverform, dadurch gekennzeichnet, daß Salze der Persäuren durch Vermischen mit einer kieselsauren Alkalilösung und Neutralisation des an die Kieselsäure gebundenen Alkalis durch eine anorganische andere Säure mit gallertartiger Kieselsäure umhüllt werden, ■ welche, wenn getrocknet, die Salze vor Zersetzung schützt und bei Verwendung die Sauerstoffabgabe verlangsamt.
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DE (1) DE232703C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE957566C (de) * 1952-08-15 1957-02-07 Kall Chemie Ag Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE957566C (de) * 1952-08-15 1957-02-07 Kall Chemie Ag Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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