DE233034C - - Google Patents
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- DE233034C DE233034C DENDAT233034D DE233034DA DE233034C DE 233034 C DE233034 C DE 233034C DE NDAT233034 D DENDAT233034 D DE NDAT233034D DE 233034D A DE233034D A DE 233034DA DE 233034 C DE233034 C DE 233034C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41M—PRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
- B41M9/00—Processes wherein make-ready devices are used
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- Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)
- Printing Methods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Feindruck muß auf die Teile der Druckfläche, welche besonders dunkle Stellen
der Reproduktion hervorrufen sollen, ein kräftiger Druck ausgeübt werden, während die
die helleren Stellen der Reproduktion, die sogenannten Lichter, hervorrufenden Teile der
Druckplatte einem geringeren Druck unterworfen werden müssen. Zu diesem Behufe pflegt man die Teile der Form, die die dunklen
Stellen hervorrufen sollen, dadurch zu erhöhen, daß man unter sie eine oder mehrere
Schichten Papier als Unterlage legt oder man erhöht die Teile des Druckzylinders, die mit
den betreffenden Stellen in Berührung kommen. Nach der Erfindung werden die Matrizen,
auf welchen die Druckplatten hergestellt werden, so konstruiert, daß die Platten eine
größere Dicke an den Stellen erhalten, wo die Schattenstellen der Reproduktion hervorge-.
rufen werden sollen, und dort dünner werden, wo »Lichter« reproduziert werden sollen.
Derartige Platten können ohne Zurichtung gebraucht werden. Es wird zu dem Behufe
eine Matrize hergestellt, auf deren Rückseite die Zurichtung in Form geeigneter Unterlagen
angebracht wird; dann wird geeignetes plastisches, aber erhärtendes Material auf die
Stirnseite der Matrize gebracht und zwecks Herstellung einer Druckplatte aufgepreßt. Es
entsteht eine Druckplatte, die auf ihrer Druckfläche tiefe Eindrücke an den Stellen
hat, an welchen auf dem Rücken der Matrize Auflagen angebracht waren und diesen entsprechende
Vorsprünge auf ihrer Rückseite.
In der Oberfläche der Druckplatte läßt man die Vertiefungen unverändert, während die
Vorspränge auf der Rückseite der Platte entfernt werden.
An Hand der beiliegenden schematischen Zeichnung soll das Verfahren der Erfindung
näher erläutert werden.
Fig. ι stellt im Schnitt einen Teil der Matrize
mit den die Zurichtung bildenden Unterlagen dar.
Fig. 2 zeigt die Matrize mit den Unterlagen, nachdem eine Platte auf sie aufgepreßt
ist. . ■
Fig. 3 zeigt die Platte, nachdem sie von der Form in Fig. 2 entfernt und auf die Zurichtung
aufgelegt ist.
Fig. 4 schließlich zeigt einen Teil einer fertiggestellten Druckplatte.
Die Matrize M, die aus Papiermache bestehen kann, ist zweckmäßig aus verschiedenen
Schichten oder Lagen Matrizenpapiers hergestellt, die in bekannter Weise miteinander
verbünden sind, am besten vermittels einer Paste, die Natriumsilikat enthält. Ist der
Matrizengrund gebrauchsfertig, so wird er auf ■ die Typenform oder -fläche gelegt, von weleher
die Matrize abgenommen werden soll, und gegen diese gepreßt, und zwar durch Flach- oder Walzendruck, der zweckmäßig in
geeigneter Weise gleichzeitig auf alle Teile ausgeübt wird. Das Härten der Matrize erfolgt
zweckmäßig, während sie noch in Berührung mit der Form ist. Die so hergestellte
Matrize M hat durchgehende von ihrer Rückseite bis zu der Innenfläche m (Fig. 1),
auf welche der Intagliodruck ausgeübt ist, dieselbe Dicke, sofern für ordnungsgemäße
Ausübung des Druckes der Typen während
der Herstellung der Matrize Sorge getragen war. Zuweilen ist es zweckmäßig, der Matrize
eine metallische Oberfläche zu geben, um bei Halbtondruck eine scharfe und dauernde
Einzeichnung der feinen Linien und Striche zu gewährleisten. In diesem Falle besteht
die Oberfläche aus einer Schicht aus Zinnfolie, die auf den Mätrizengrund aufgebracht wird,
bevor er gepreßt wird.
ίο Bevor man nun von derartigen Matrizen eine Druckplatte herstellt, wird eine Zurichtung
aus Schichten oder Unterlagen U aus . Papier auf die Rückseite der Matrize an die
Stellen gelegt, wo die Reproduktion Lichter zeigen soll. Die Unterlagen verdicken naturgemäß
diesen Teil der Matrize. Es wird infolgedessen die Druckplatte P, die von einer
derartigen Matrize hergestellt wird, leichte Vertiefungen p auf ihrer Druckfläche besitzen,
die den erhöhten Teilen u der Matrize entsprechen, und gleichzeitig analog den Vertiefungen
p Vorsprünge p' auf der Rückseite. Diese Vorsprünge p' auf der Rückseite der
Platte werden entfernt, um der Plattenrückseite eine gleichmäßige Fläche zu verleihen.
Infolgedessen wird die fertiggestellte Platte
' bei p dünner sein (Fig. 4), so daß beim Drucken der Druck der Zylinder oder Platten
an den betreffenden Stellen geringer sein wird als an den anderen Teilen. Die Verdickung
der Matrize an den Unterlagen U wird natürlich entsprechend der Art des Druckes, der hergestellt werden soll, gewählt.
Aus einer Matrize der beschriebenen Art, die an den Stellen der Lichter mit Unterlagen
versehen ist, wird eine Druckplatte aus plastischem Material wie folgt hergestellt.
Eine Schicht aus Zelluloid oder anderem plastischen Material P, das beim Aufbringen
auf die Matrize erweicht und nachher wieder gehärtet werden kann, wird in geeigneter
weicher Konsistenz auf die Matrizenfläche gebracht und hierauf einem Druck unterworfen,
so daß sich das plastische Material den Vertiefungen der Matrize anpassen muß. Infolgedessen
bildet die Druckfläche der Platte P eine genaue Umkehrung der Matrizenfläche,
während die Rückseite der Platte Vorsprünge p' an all den Punkten zeigt, die den Unterlagen
der Matrize entsprechen (Fig. 2). Von der Rückseite der Platte P werden nunmehr die
Vorsprünge p' durch Abschleifen o. dgl. entfernt, und zwar geschieht dies entweder, solange
die Druckfläche noch in Berührung mit der Matrize ist und von dieser getragen wird,
wie in Fig. 2 dargestellt, oder nachdem man sie auf die Zurichtung JJ gelegt hat (Fig. 3).
Es gelingt in dieser Weise, eine Druckplatte von ungleichmäßiger Dicke herzustellen, die
wunschgemäß an den Stellen der Schatten stärker und an den Stellen der Lichter dünner
ist.
Es ist erforderlich, daß die Platte, während ihre Rückseite abgeschliffen oder, abgehobelt
wird, auf ihrer Druckseite an den dünnen Stellen durch die Matritze oder die Zurichtung
unterstützt wird, damit unter der Einwirkung der Messer o. dgl. die Platte nicht
ausweichen kann und ihre Druckfläche keinem Druck ausgesetzt wird, durch welchen Unregelmäßigkeiten,
Unebenheiten und dünne Stellen, welche namentlich bei farbigem Druck recht
störend wirken würden, hervorgerufen werden können. Die Rückseite der Platte P wird gewöhnlich
aus dem Material derselben selbst gebildet oder aus der Füllmasse der Platte. Wenn die Platte in der beschriebenen Art
abgeschnitten oder geglättet ist, ist sie fertig. In der beschriebenen Weise gelingt es, ohne
an den erhöhten Teilen der Platte neues Material zu dieser hinzuzufügen, eine Druckplatte
herzustellen, bei der an den für den hellen Druck bestimmten Teilen eine geringe
Verdünnung der Platte, wie in Fig. 4 dargestellt, wunschgemäß erreicht ist.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung in sich zugerichteter Druckplatten, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckplattenmaterial auf eine mit der Zurichtung hinterlegte Matrize aufgepreßt wird, wodurch an den
Stellen der Druckplatte, die den mit der Unterlage versehenen Teilen der Matrize
entsprechen, vorn Vertiefungen und hinten Erhöhungen entstehen, worauf letztere
durch Abhobeln oder Abschleifen entfernt werden, ohne daß die vordere Druckseite
verändert wird. . . '
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Ebenung
der Rückseite der Druckplatten die in der vorderen Druckseite der Druckplatte durch
die Unterlegung der Matrize hervorgebrachten Vertiefungen entweder durch die Matrize
selbst oder durch die Zurichtung ausgefüllt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB190928642T | 1909-12-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233034C true DE233034C (de) |
Family
ID=32447258
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233034D Active DE233034C (de) | 1909-12-07 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE233034C (de) |
| FR (1) | FR410194A (de) |
| GB (1) | GB190928642A (de) |
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0
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1909
- 1909-12-07 GB GB190928642D patent/GB190928642A/en not_active Expired
- 1909-12-10 FR FR410194A patent/FR410194A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB190928642A (en) | 1910-07-21 |
| FR410194A (fr) | 1910-05-13 |
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