DE233456C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE233456C DE233456C DENDAT233456D DE233456DA DE233456C DE 233456 C DE233456 C DE 233456C DE NDAT233456 D DENDAT233456 D DE NDAT233456D DE 233456D A DE233456D A DE 233456DA DE 233456 C DE233456 C DE 233456C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- thread
- fitz
- beginning
- gripper
- docking
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000003032 molecular docking Methods 0.000 claims description 18
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 16
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 14
- 241000032989 Ipomoea lacunosa Species 0.000 claims 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 claims 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 238000009940 knitting Methods 0.000 description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 238000009941 weaving Methods 0.000 description 1
- 235000020097 white wine Nutrition 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
- B65H54/56—Winding of hanks or skeins
- B65H54/62—Binding of skeins
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H2701/00—Handled material; Storage means
- B65H2701/30—Handled filamentary material
- B65H2701/31—Textiles threads or artificial strands of filaments
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KA
LICHES
PATENTAMT
Bekanntlich werden auf eine Garnweife die Faden derart nebeneinander aufgewickelt, daß
jeder Faden sechs oder mehr durch kleine Zwischenräume getrennte dichte Windungslagen,
sogenannte Gebinde, bildet, deren Gesamtheit Strähn oder Docke heißt. Um
eine solche Docke marktfähig fertig zu machen, wird sie abgefitzt, d. h. mittels eines
kurzen Fadenstückes, des Fitzfadens, wird
ίο jedes einzelne Gebind umbunden und an das
benachbarte Gebind angebunden.
Zu demselben Zweck wird nun nach der vorliegenden Erfindung eine Fadenverschlingung
benutzt, ganz ähnlich der beim Strick- oder Wirkvorgang entstehenden. Es wird dazu in neuartiger Weise so verfahren, daß
der Anfang eines außerhalb der Garnweife bereitgehaltenen Fitzfadens jenseits des
letzten Gebindes festgehalten, mittels eines Fadenführers quer über alle Gebinde bis nach
der zuerst aufgewickelten hingezogen ist, wo er zum ersten Mal einem aus dem Innern der
Garnweife neben dem ersten Gebind hervortretenden Fadengreifer dargeboten und von
diesem in Schlingenform unter und um das erste Gebind geschlungen wird. Durch diese
Schlinge tritt dann der Fadengreifer zwischen dem ersten und zweiten Gebind wieder
hervor, wird vom Fadenführer aufs neue mit Fitzfaden belegt und zieht letzteren wieder
als Schlinge ähnlich einem Maschenhenkel durch die vorhergebildete Schlinge hindurch,
jetzt aber um das zweite Gebind herum nach dem dritten hin. In gleicher Weise werden so
das erste bis vorletzte Gebind um- und aneinander
gebunden. Dann wird der Fadengreifer beim Aufstieg zwischen dem vorletzten und
letzten Gebind außer mit dem laufenden Fitzfaden noch mit dem Dockfadenende belegt,
und schließlich beim nächsten Aufstieg Jenseits des letzten Gebindes wird ihm nebst dem
laufenden Fitzfaden und dem Dockenfadenende auch noch der Dockenfadenanfang dargeboten.
; Schließlich wird, zum Schürzen eines Schlußknotens, beim letzten Aufstieg
des Fadengreifers diesem sowohl der laufende Fitzfaden und sein quer über die Docke gezogener
Anfang, als auch Anfang und Ende des Dockenfadens dargeboten und nunmehr alle diese Fäden völlig durch die vorhergebildete
Schlinge aus Fitz- und Dockenfadenanfang und -ende hindurchgezogen.
Der durch dieses Verfahren geschaffene Fortschritt besteht einesteils in der Möglichkeit,
es rasch und in einem ununterbrochenen Arbeitsgang an der voll und dicht bewickelten
Weife ausführen zu können, andernteils darin, das Ende und den Anfang des Dockenfadens
in gesonderten Fitzfadenschiingen sichern und die ganze Fitzung durch einen Schlußknoten
schließen zu können. Nach Lösung des Schlußknotens kann die ganze Fitze durch
einfachen Zug am Fitzfadenende wie eine Maschenreihe aufgezogen werden.
In zweiter Linie betrifft die vorliegende Erfindung eine vollkommen selbsttätig wirkende
Vorrichtung zur Ausübung dieses vorstehend angedeuteten Verfahrens an sämtlichen
Strähnen oder Docken einer Weife gleichzeitig. Neu und fortschrittlich an die-
ser Vorrichtung soll in der Hauptsache die Verwendung von Zungennadeln als Fitzfadengreifer
sein, deren jede am Ende eines Nadelhalters sitzt, welche alle von einem außerhalb
der Weife und gänzlich unabhängig von dieser angeordneten Antriebe getragen und bewegt
werden. Beim Fitzen stellt jeder zwischen zwei Gebinden in das Weifeninnere
verschwindende dünne, runde Nadelhalterteil
ίο senkrecht zur Strähnfläehe und dreht sich
hauptsächlich um seine Achse, zugleich etwas längs der Gebindlücke pendelnd. Nach vollendetem
Fitzen kehren auch alle Fitzwerkzeuge selbsttätig in eine derartige Stellung zurück, daß alle Nadelhalter mit den Zungennadeln
gleichzeitig aus den Gebinden herausgehoben werden können und die Weife vollständig
frei wird. Darum kann also die Weife sehr dicht bewickelt und die Weifarbeit durch die Fitzvorrichtung" nicht ungünstig
beeinflußt werden.
Auf den Zeichnungen ist nun zunächst ein Ausführungsbeispiel der den Gegenstand der
Erfindung bildenden Fitzvorrichtung dargestellt und sodann eine Anzahl schematischer
schaubildlicher Figuren zur Erklärung des neuen Verfahrens gegeben.
Fig. ι ist ein Querschnitt durch die Gesamtanordnung
in !deinem Maßstabe.
Fig. 2 zeigt einige Teile des Antriebes in Seitenansicht.
Fig. 3 veranschaulicht einen kleinen Teil der Garnweife mit Fitzvorrichtung im Grundriß.
In Fig. 4 sind alle Fitzwerkzeuge im Quer-.... schnitt der Weife vergrößert dargestellt:
Fig. 5 gibt einen an sich bekannten Einzelteil aus Fig. ι und 4 in Ansicht wieder, und
Fig. 6 zeigt in schaubildiicher Darstellung ein einzelnes neues Fitzwerkzeug.
Fig. 6 zeigt in schaubildiicher Darstellung ein einzelnes neues Fitzwerkzeug.
, Endlich sind die kleinen Schaubilder Fig. 7 bis 20 die Arbeitsphasen des neuen Verfahrens,
und
Fig. 21 zeigt die fertige Fitze.
In den Fig. 1, 3 und 4 ist eine Weife be-
■;■; kannter Art angedeutet, welche in üblicher
Weise drehbar gelagert zu denken ist und auf deren Holmen Garnfäden, so wie eingangs beschrieben,
aufgedockt sind. .Jeder Garnfaden bildet z. B. aus sechs Gebinden 1, 2, 3, 4, 5, 6
-,-:. (Fig. 3) einen Strähn oder eine Docke, welche
abzufitzen ist.
Die neue Fitzvorrichtung ist. an und zwischen zwei Wänden 7 aufgebaut, welche parallel
zueinander stehen und auf einer Welle 10
v: drehbar aufruhen. Diese Welle 10 ist. neben
und parallel der Weife im Maschinengestell nur drehbar angeordnet. Über ihr ist in den
Wänden 7 die Hauptantriebswelle 8 der Fitzvorrichtung gelagert. Sie wird beim Arbeiten
gleichförmig gedreht und besitzt ein Exzenter 9, dem die Rolle 12 eines auf der Welle
10 festen Hebels 11 folgt. Auf der Welle 10
sind außerdem in gleichförmigen Abständen mehrere Hebel 13 befestigt, die gemeinsam
eine Schiene 14 tragen. An dieser letzteren sind ebensoviel Nadelhalter 15, 16, 17, 18. in
Lagern 19 drehbar angeordnet, als die Weife Docken besitzt, und alle Nadelhalter sind
durch eine auf ihre oberen Zapfen 20 aufgesteckte Schiene 21 drehbar beweglich miteinander
verkuppelt. Die Fitzfadengreifer sind ähnlich einer Zungennadel mit zugespitztem
Hakenkopf gestaltete Werkzeuge 22, je eines am unteren Ende 18 eines jeden Nadelhalters
15 bis 18.. Damit sowohl die Nadelhalterschäfte 17 als auch die Fadengreiferzungennadeln
22 genug Bewegungsraum z\vischen den Gebinden finden, ist über jeder Docke ein
Gebindteiler 23 (Fig. 4 und 5) bekannter Art an einer längs der Weife sich erstreckenden
Schiene 24 befestigt, die mittels Haltern 25 an einer Welle 26 hängt.
. Die Werkzeuge zur Führung der Fitzfäden 31 sind an zwei Wellen 27,29 befestigt,
welche drehbar und in der Längsrichtung verschiebbar in den Wänden 7 gelagert sind. Bei
jeder einzelnen Docke ist an der Welle 27 ein Fadenführer 28 mit Fadenloch und an der
Welle 29 ein aus den Teilen 30, 3.2 bis 41 bestehender Halter für den Fitzfadenanfang 31'
befestigt. Ein solcher Halter (Fig. 4 und 6) setzt sich zusammen aus einem Hebel 30 und
folgenden daran angeordneten Teilen. Am unteren Ende befindet sich ein fester Scherenteil
33 mit zugehörigem drehbaren 34, eine feste Klemmfeder 35 und eine mit dem beweglichen
Scherenteil 34 verkuppelte Klemme 36 mit Fadenführer 37 und Fadensucherblech 38 für das Dockenfadenende, sowie ein die beweglichen
Teile antreibender Hebel 41. Durch die Mitten der Hebelarme 30 erstreckt sich
noch eine drehbare Welle 32, auf welcher bei jedem Hebel 30 ein kleiner Hebel 39 starr befestigt ist. Vermittels eines Stiftes 40 in 39,
welcher in einen Schlitz von 41 hineingreift, wird die Verbindung zwischen der Welle 32
und den beweglichen der vorgenannten Teile hergestellt. .
Zum Antrieb der Fadenführer 28 wird ihre Welle 27 durch irgendeine bekannte, nicht gezeichnete,
Vorrichtung hin und her gedreht und außerdem schrittweise in der Längsrichtung verschoben. Letzteres geschieht nach
Maßgabe eines Stufenexzenters 42 (Fig. 1 und 2) auf der an 7 gelagerten Welle 43,
welche von der Hauptantriebswelle 8 her durch ein Schaltschneckengetriebe schrittweise
gedreht wird. Ein Tasthebel 44 am einen Ende der ebenfalls an 7 gelagerten Welle 45 und ein Zahnsegment. 46 am anderen
Ende, welches in eine auf der fortzuschieben-
den Welle 27 befestigte Zahnwalze 47 eingreift, vermitteln die Bewegungen.
Mit ganz gleichen Vorrichtungen könnte auch die Welle 29 der Fadenhalter 30, 32 bis
41 angetrieben werden.
Eine dritte Fadenführervorrichtung ist im Innern der Weife untergebracht, besteht
aber nur aus einer ganz dünnen, längs durch die Weife an einer Flucht Weifenholme drehbar
gelagerten Welle 48, die zwischen je zwei Docken einen leichten Fadenführer 50 mit
einer verschiebbaren Hülse 51 und einer Drahtschlinge 52 besitzt. In den Fadenschlitz
der Hülse 51 wird beim Beginn des Weifens der Anfang des Dockenfadens eingeklemmt
und über die Drahtschlinge 52 hingespannt. Das Hülsengewicht hält die Fäden stramm.
Zum Straffspannen der Gebinde während des Fitzens dient ein an sich bekannter
Dockenspanner, der, wie gezeichnet, aus einer drehbar gelagerten Welle 57 und einer an dieser
mittels Hebel 58 befestigten Schiene 59 besteht. Bei der punktiert gezeichneten Hebelstellung
58' ist die Weife frei, und zwar könnte diese Vorrichtung durch eine Hebelübertragung
zwangläufig abhängig von der Stellung der ganzen Fitzvorrichtung gemacht
werden. Ebenfalls bekannt ist es, beim Fitzen die Weife festzustellen, indem ein Feststellzahn
62 in einen Ausschnitt der Weifennabe 63 einfaßt. Aber auch hier kann eine Hebelverbindung
mit 60, 64 den Feststellzahn 62 selbsttätig in Wirkung setzen, wenn die Fitzvorrichtung
in Arbeitsstellung kommt, und umgekehrt außer Wirkung stellen. In Fig. 1
ist dann noch links neben der Weife eine Vorrichtung zum Spannen der Dockenfäden 55
gezeichnet, welche aus den bekannten Teilen 67 bis 72 besteht.
Durch folgende mit zur Erfindung gehörende Vorrichtung werden die Fitzfäden 31
straff gehalten, von welchen beim Fitzen sehr verschieden lange Fadenstücke verbraucht
werden. Jede der beiden Wände 7 hat einen aufragenden Lagerarm 74, in denen eine Rolle
75 drehbar ruht. Auf 75 sind dann eine Reihe Hebel 76 befestigt, die eine Schiene JJ tragen.
Nun kann entweder durch ein auf der Übertragungswelle 43 befestigtes Exzenter die
Schiene JJ in gesetzmäßige schwingende Bewegungen versetzt werden oder JJ durch eine
weiche Feder beständig abwärts gezogen werden. Die Fitzfäden 31 laufen dann von
ihren auf einer Schiene 79 steckenden Spulen 78 über die Welle 75, unter der Schiene JJ
liin, auf eine dritte feste Schiene 81 auf und
schließlich an der Welle 27 abwärts nach den Löchern der zugehörigen Fadenführer 28.
Wird also viel Fitzfaden 31 verbraucht, so wird die Schiene JJ zuerst rasch hochgezogen
und holt sich dann langsam durch die Kraft
einer Feder oder eines Exzenters von den Spulen 78 Faden nach.
Zwecks Erklärung des neuen \'erfahrens.
ist auf der Zeichnung die Fitzvorrichtung so dargestellt, wie sie sich in ihrer Arbeitsstellung
nach dem Einsenken der Teile JJ, 18, 22 zwischen die Docken zeigt. Wie dieses
letztere sowie das Ausheben nach beendeter Fitzung erfolgt, soll im Anschluß an die Beschreibung
des Fitzvorganges erklärt werden. Des leichteren Verständnisses halber erfolg!
aber die nachstehende Erklärung des neuen Verfahrens nur in Bezugnahme auf eine einzelne
Docke, und es wird deshalb auch immer nur von einem Fitzwerkzeug jedex Art gesprochen.
Weil jedoch gemäß der vorstehenden Beschreibung sämtliche Fitzwerkzeuge einer Art von einem Antrieb, aus zugleich bewegt
werden, so ist nachstehendes dahin zu ergänzen, daß nach einer einzigen Ausübung
des Verfahrens alle Docken auf einer Weife vollkommen fertig gefitzt sind.
Von einem Fadenhalter 30, 32 bis 41 aus (Fig. 4 und J) läuft gespannt der Anfang 31'
eines Fitzfadens 31 durch die Führungsöffnung eines Fadenführers 28. Beginnt sich
dann die Welle 8 zu drehen, so wird der Fadengreiferhalter 15 bis 18 in auf und nieder
gehende Schwingbewegungen versetzt. Zum ersten Male kommt der Fadengreifer22 neben
dem Gebind 1 (Fig. 7) von unten herauf. 1st er in seiner höchsten Stellung angekommen,
so schwingt der Fadenführer 28 hinter ihn. Nun erhält die Welle 27 durch das Zahnsegment
46 die erste Seitenbewegung, und dann schwingt der Fadenführer 28 zurück und legt
den Fitzfaden 31 um den Schaft des Greifers 22 unter den Haken desselben. Der Greifer
22 zieht sich bis unter das Gebind 1 zurück und nimmt die gebildete Fadenschlinge mit.
Sobald die Hakenspitze unterhalb der Strähnenunterkante steht, erhält die Schiene 21 eine
Seitenbewegung in der Pfeilrichtung 53 (Fig-3), wodurch der Greifer 22 seitwärts
bis zwischen die Gebinde 1 und 2 (Fig. 8) geführt wird.
Hier steigt der Greifer 22 zwischen den Gebinden ι und 2 auf (Fig. 8), wobei sich die no
zuerst gebildete Schlinge um das Gebind 1 legt und von diesem unten festgehalten wird,
so daß die Fadenschlinge den Greiferschaft unterhalb der aufgeklappten Zunge umfaßt.
Wie beim ersten Mal legt nun der Fadenführer 28 seinen laufenden Fitzfaden 31 unter
den Greiferhaken, und die neue Schlingenbildung kommt dadurch zustande, daß beim Abwärtsziehen
des Greifers sich seine Zunge unter dem Einfluß der ersten Schlinge schließt und wie beim Wirken eine neue
Schlinge entsteht. Die Pendeibewegungen
des Fadenhalters 30 während dieser Zeit dienen zum Einschlingen des zwischen dem
ersten Gebind 1 und dem Fadenhalter 30 gespannten Fitzfadenanfanges 31', was auf folgende
Weise geschieht. Der Greifer 22 befindet sich das erste Mal unter dem Gebind 1
(Fig. 7). Nun wird die Welle 29 gedreht und der Fadenhalter 30 nach vorn, Richtung x
(Fig.7), geschwenkt, wodurch der Fitzfadenanfang 31' vor dem nun beginnenden Aufstieg
des Greifers 22 (Fig. 8) in dessen Rücken zu liegen kommt. Nachdem die bekannte Bildung der Schlinge durch den Fadenführer
28 erfolgt und der Greifer 22 zwisehen den Gebinden 1 und 2 abwärts gegangen
ist (Fig. 9), wird durch eine kleine Drehung der Welle 29 und die dadurch hervorgebrachte
Schwingbewegung des Fadenhalters 30 in der Richtung y (Fig. 8) der in diesem
letzteren festgeklemmte Anfang des Fitzfadens 31' vor die .Hakenseite des Greifers 22
geführt, so daß bei dessen Abwärtsbewegen (Fig. 9) das zwischen dem Greiferhaken und
der Öffnung des Fadenführers 28 befindliche Fadenstück der neugebildeten Schlinge ein
Stück des Fitzfadenanfanges 31' überschlingt (Fig. 10 und 11). Dieser Vorgang wiederholt
sich durch Vorwärtsschwingen des Fadenhalters 30 beim nächsten Greiferniedergang
(Fig. 12) und so fort, bis der Greifer 22 unterhalb und zwischen dem fünften und
sechsten Gebind steht.
Nunmehr möge angenommen werden, daß eier Anfangsfaden 54 der Docke über die
Drahtschlinge 52 gezogen und an der Hülse 51 des Fadenführers 50 befestigt ist, und
außerdem (Fig. 13), daß sich in dem Schlitz des Fadensuchers 38 an dem Fadenhalter 30
: der Endfaden 55 des letzten Gebindes 6 der
Docke befindet. Der Greifer 22 bewegt sich nun nach aufwärts. Bevor er jedoch mit seinem
spitzen Kopf zwischen dem fünften und sechsten Gebind durchgedrungen ist, ist die
Welle 29 um so viel nach der Seite des ersten Gebindes 1 (Fig. 13) hingeschoben worden,
daß der Faden 55 zwischen dem Endfadensucher 38 des Fadenhalters 30 und der Drahtschlinge
52 des Fadenhalters 50 durch diese Seitenbewegung schräg über die Docke nach dem Gebind 1 hin liegt (in Fig. 13 die mit
30' bezeichnete Stellung). Nachdem der Greifer 22 ganz aufgestiegen und die alte
Schlinge unter die Zunge geführt ist, macht der Fadenführer 28 die zum Einschlingen des
Fitzfadens 31 in den Greiferhaken nötigen Bewegungen, während gleichzeitig die Welle
29 eine Seitenbewegung ausführt, bis der Fadenhalter 30 hinter dem Gebind 6 steht; diesen
Augenblick zeigt Fig. 13. Dann wird der durch den Fadensucher 38 geleitete Endfaden
55 der Docke unter dem Haken des Greifers liegen und niit dem Fitzfäden durch die bei
der vorhergegangenen Fitzbewegung erzeugte Schlinge durchgezogen werden.
Danach steht der Greifer 22 in der tiefsten Stellung und wird in bekannter Weise seitlich
hinter das letzte Gebind 6 geschwungen (Fig. 14). Bevor er nun wieder aufzusteigen
beginnt, wird die auf den Holmen in Lagern
49 gelagerte Welle 48 links herumgedreht, wodurch der End- und Anfangsfadenhalter 50
in der Richtung w gegen die Innenseite der Weife geschwungen wird. Dadurch kommt
der in der Drahtschlinge 52 des Fadenhalters
50 mitgeführte Anfangsfaden 54, der unter der Docke von dem Gebind 1 nach dem Gebind
6 hin liegt und in dem Schlitz der Befestigungshülse 51 eingehängt ist, an die
Hakenseite des Greifers 22 vor den offenen Haken zu liegen. Durch dieselbe Schwingbewegung
wird aber auch der Endfaden 55 jeder Docke, welcher sich, wie vorher erklärt, einerseits in der zuletzt gebildeten Schlinge
befindet, und andererseits von demselben Fadenführer 50 mittels der Drahtschlinge 52 geführt
wird, vor die Hakenseite des Greifers gelegt.
Sobald der Greifer 22 hoch genug steht, schlingt der Fadenführer 28 (Fig. 15) in der
beschriebenen Weise den Fitzfaden 31 in den Greif er haken, und gleichzeitig schwingt, veranlaßt
durch eine Drehung der Welle 48, der Fadenführer 50 nach dem Holm (Richtung 2)
der Haspel zurück, und zwar so, daß jetzt sowohl der Fitzfaden 31 als auch der Dockenanfangs-(54)
und -endfaden 55 von dem Greiferhaken bei der nun folgenden Abwärtsbewegung
durch die vorhergebildete Schlinge hindurchgezogen wird. »
Nun ist noch die Bildung des Schlußknotens zu erklären.
Der Fitzfadengreifer 22 ist am tiefsten Punkt stehend zu denken. Der Fadenführer
50 schwingt wieder auf die beschriebene Art in der Richtung w und bringt beide Fäden 54
und 55. vor den Greiferhaken des sich jetzt nach aufwärts bewegenden Greifers (Fig. 16).
Bei der höchsten Stellung (Fig. 17) legt der Fadenführer 28 den Fitzfaden 31 und durch
Zurückschwingen der Welle 48 der Faden- no führer 50 die Dockenfäden 54 und 55 unter
den Greiferhaken. In demselben Augenblick wird aber auch die Welle 29 etwas gedreht,
wodurch der auf ihr befestigte Fadenhalter 30 nach dem Greifer zu schwingt und seinen
durch die Fitzfadenklemmfeder 35 festgehaltenen Fitzfadenanfang 31' ebenfalls unter
den Haken des Greifers legt. Indem letzterer sich abwärts bewegt, zieht er den Fitzfaden
31, den Dockenanfangs- (54) und -endfaden 55 sowie den Anfang 31' des Fitzfadens durch
die zuletzt gebildete Schlinge. Um den noch
immer in der Fitzfadenklemmfeder 35 festgeklemmten Fitzfadenanfang zu befreien, wird
die durch sämtliche Fadenhalter 30 durchgehende Welle 32 (Fig. 4) links herumgedreht.
Der Hebel 39 schwingt dabei nach innen und öffnet mittels seines Stiftes 40, der
in dem Schlitz des Hebels 41 gleitet, den beweglichen Scherenteil 34 der zugehörigen
Schere (Fig. 18). Alsbald läßt die Fitzfadenklemmfeder 35 den Fitzfadenanfang 31' frei,
und derselbe wird von dem Greifer durch die Schlinge hindurchgezogen (Fig. 18).
Sobald das geschehen ist, tritt der Fadenführer 28 und der Fadenführer 50 durch Seitenverschiebung
ihrer Wellen 27 bzw. 48 näher nach dem ersten Gebind der nächsten benachbarten Docke und legt dabei den Fitzfaden 31, den Dockenanfangsfaden 54 und den
Dockenendfaden 55 vor die offene Schere 33> 34· Der Fadenführer 28 steht noch still.
Wohl aber schwingt die Welle 48 ihren Fadenhalter 50 nach der Schere hin, woditrch der
Dockenanfangs- (54) und -endfaden 55 zwischen die offenen Scherenbacken zu liegen
kommt. Nun wird auch· noch der Fadenhalter 30 nach dem Greifer 22 hin geschwenkt,
wobei der Fitzfaden 31, der von der letzten Schlinge her durch die Führungsöffnung des
hinter dem Fadenhalter 30 stehenden Fadenführers 28 gezogen ist, ebenfalls zwischen
die Scherenbacken gelangt (Fig. 18). Jetzt schneidet die Schere durch eine Drehung der
Welle 32 sämtliche Fäden zugleich ab, welche von der Endknotenfeder 36 des Fadenhalters
30 eingeklemmt werden. Andererseits klemmt die Fitzfadenklemmfeder 35 den nach links
hin aus der Schere herauslaufenden Fitzfaden 31 ein (Fig. 19).
Dadurch, daß nun der Greifer unter den Gebinden zurück nach dem Gebinde 1 hin bewegt
wird, zieht er die letzte Schlinge zusammen, bis der abgeschnittene Fitzfaden und
dessen Anfang sowie der Dockenanfangs- und -endfaden aus der Endknotenfeder 36 heraus-
+5 und von dem Greifer durch die Schlinge
vollends durchgezogen ist. Damit ist die Schürzung des Endknotens beendet (Fig. 20
und 21). Der Fadenhalter 30 bleibt nun ruhig stehen, während der Fadenführer 28 nach sei-
■50 nem Anfangspunkt zurückkehrt, wobei der
durch die Fitzfadenklemmfeder 35 festgehaltene Fitzfaden 31 ■ sich in die Führung 37,
welche an der Endknotenfeder 36 angebracht ist, einlegt. Der Greifer 22, Fadenhalter 30
sowie Fadenführer 28 befinden sich dann in der Anfangsstellung. Die Fitzung ist vollendet.
Die Wände 7 (Fig. 1), welche um die Welle
10 drehbar sind, werden samt allem, was an und zwischen ihnen angeordnet ist, nach
rechts" geschwenkt, wodurch die Greiferhalter bis 18 aus den Gebinden herausgehoben
werden. Wird nun noch die Welle 48 so weit rechts herumgedreht, daß der Fadenführer 50
in die punktiert gezeichnete Lage 50' gelangt, so kann die Weife, wie bekannt, zusammengeklappt
werden, um die gefitzten Docken herabnehmen zu können.
Nun erübrigt es sich noch, den Anfang des Weifprozesses zu erklären. Dazu ist die
Weife so gestellt, daß eine Seite des Strähnenvieleckes wagerecht liegt, und die Fadenführer
50 sind in der Stellung wie gezeichnet. Dann werden von Kops oder Spulen die aufzuweifenden
Fäden bei 52 über die Drahtschlingen in die Schlitze der Hülsen 51 eingehängt,
die Fadenführer 50 von Hand aus in die Lage 50' gedreht, und die Weife ist wieder fertig
zum Wickeln.
Claims (1)
- 80 Patent-Ansprüche:1. Verfahren zum Fitzen der Strähne auf Garnweifen, dadurch gekennzeichnet, daß ein außerhalb der Garnweife bereit gehaltener Fitzfaden (31) mittels eines Fadenführers (28) einem aus dem Innern der Garnweife in aufeinander folgenden Zeitpunkten durch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Gebinden (1, 2 . . .6) nach außen hindurchtretenden Fitzfadengreifer (22") dargeboten wird, der den Fitzfaden bei seinem jedesmaligen Hindurchtreten ergreift und ihn nach Art des Wirkens mit der vorhergebildeten Schlinge bindet.2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Sicherns der Dockenfadenenden der Fadengreifer (22) beim Aufsteigen zwischen dem vorletzten und letzten Gebind (Fig. 13) außer mit dem laufenden Fitzfaden noch mit dem Dockenfadenende (55) belegt wird und beim nächstfolgenden Aufsteigen jenseits des letzten Gebindes (Fig. 14 und 15) ihm nebst dem laufenden Fitzfaden und dem Dockenfadenende (55) noch der Dockenfadenanfang (54) dargeboten wird.3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das jenseits des letzten Gebindes festgehaltene und quer über die Docke gespannte Fitzfadenanfangsstück (31') vor dem jedesmaligen Hervortauchen der Fitznadel (22) eine, kurze Seitenbewegung in Richtung der 11S Gebinde abwechselnd nach rechts und. links ausführt, um dieses Fitzfadenanfangsstück in beständigem Wechsel der Lage vom laufenden Fitzfaden überschlingen zu lassen.4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schürzeneines Schlußknotens beim zweiten Aufstieg des Fadengreifers (22) jenseits des letzten Gebindes (Fig. 16 und 17) sowohl der laufende Fitzfaden (31) und das quer über die Docke gezogene Fitzfadenanfangsstück (31') als auch Anfang (54)' und Ende (55) des Dockenfadens dem Fitzfadengreifer (22) dargeboten und von diesem völlig durch die vorhergebildete Schlinge hindurchgezogen werden (Fig. 20).5. Fitzvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zungennadel(22) am Ende eines Nadelhalters (15, 16, 17, 18) befestigt ist, dessen unterer Teil (17, 18) mit der Zungennadel (22) zwischen je zwei Docken eingesenkt wird und dessen oberer Teil von einem außerhalb der Weife befindlichen Antrieb (9, 10, 11, 12, 13, 14, 21) getragen und bewegt wird, um die Zungennadel "(22) aus dem Innenraum der Weife heraus zwischen den einzelnen Gebinden ' hindurchgreifen zuas lassen.6. Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung, welche das Fitzfadenanfangsstück jenseits des letzten Gebindes festhält und in der Gebindrichtung schwingt, aus einer vereinigten Fadenabschneid-, Klemm-, Greif- und Führungsvorrichtung (30, 32, 33. 34. 35. 36, 38. 39. 40, 41) besteht, welche zuerst das Dockenfadenende (55, Fig. 13), später auch das Fitzfadenanfangsstück der Zungennadel (22) darbietet und nach dem letzten Nadelniedergang alle vier Fadenenden zugleich abschneidet. 7· Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch einen im Innern des Weifensternes sowohl drehbar als auch verschiebbar angeordneten und mit einem ein Spanngewicht bildenden Fadenhalter (51) versehenen Fadenführer (50,52), welcher im ersten Teil des Arbeitsvorganges den Dockenfadenanfang (54) hält, nach beendetem Aufweifen auch das Dockenfadenende (55) ergreift und schließlich beide Fadenenden (54,55) der Zungennadel (22) zwecks Einbindens in den Schlußknoten darbietet.8. Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Fadenspannvorrichtung (75, 76, yj, 81, Fig. 1) für den Fitzfaden (31), welche durch die Wirkung einer Feder (bei 76, yy) die Spannung des Fitzfadens auch bei wechselnder Fadenentnahme annähernd gleich hält.9. Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vollendung des Fitzvorganges alle Fitzwerkzeuge selbsttätig in eine derartige Stellung zurückkehren, daß durch Ausheben der Nadelhalter samt Fitznadeln dieWeife vollständig frei wird, um die Docken abnehmen und dann sofort von nettem weifen zu können.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233456C true DE233456C (de) |
Family
ID=493396
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233456D Active DE233456C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE233456C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181774B (de) * | 1960-02-29 | 1964-11-19 | Licentia Gmbh | Von einer Welle betaetigter synchroner Ein- oder Mehrphasenstrom-Leistungsschalter |
-
0
- DE DENDAT233456D patent/DE233456C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181774B (de) * | 1960-02-29 | 1964-11-19 | Licentia Gmbh | Von einer Welle betaetigter synchroner Ein- oder Mehrphasenstrom-Leistungsschalter |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2651875C3 (de) | Vorrichtung zum Anschlagen und Abschneiden von ins Webfach eingetragenen Schußfäden bei mit Mischwechslern ausgerüsteten schützenlosen Webmaschinen | |
| DE2820241A1 (de) | Verfahren zum anordnen einer schnur um einen ballen und vorrichtung zum durchfuehren des verfahrens | |
| DE69008100T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Einziehen von Kettfäden. | |
| DE2313719C3 (de) | Zusatzvorrichtung für Spulenwickelm aschinen | |
| DE2318249A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum einziehen von kettfaeden | |
| DE19504573A1 (de) | Knoten zur Verbindung zweier Fadenenden, Knotverfahren und Knotvorrichtung | |
| DE231959C (de) | ||
| DE270874C (de) | ||
| DE506029C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einknuepfen von Florfaeden | |
| AT122340B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von geknüpften Teppichen. | |
| DE309766C (de) | ||
| DE934120C (de) | Verfahren und Netzknuepfstuhl zur Bildung eines doppelten Netz- oder Weberknotens | |
| DE242511C (de) | ||
| DE211396C (de) | ||
| DE440162C (de) | Einrichtung fuer Knuepfteppichwebstuehle zum Vorbereiten und Zufuehren ver-schiedenfarbigen Knuepfmaterials an selbstaendig arbeitende Knuepfwerkzeuge | |
| DE2358052A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum automatischen binden von garnstraengen | |
| DE205599C (de) | ||
| DE417246C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Umspinnen oder Abbinden von insbesondere langgestreckten Gegenstaenden, z. B. Wuersten | |
| DE253742C (de) | ||
| DE118782C (de) | ||
| DE283564C (de) | ||
| DE264486C (de) | ||
| DE603986C (de) | Vorrichtung zum Binden von Matten | |
| DE182397C (de) | ||
| DE257403C (de) |