DE233456C - - Google Patents

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DE233456C
DE233456C DENDAT233456D DE233456DA DE233456C DE 233456 C DE233456 C DE 233456C DE NDAT233456 D DENDAT233456 D DE NDAT233456D DE 233456D A DE233456D A DE 233456DA DE 233456 C DE233456 C DE 233456C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/56—Winding of hanks or skeins
    • B65H54/62—Binding of skeins
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00—Handled material; Storage means
    • B65H2701/30—Handled filamentary material
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KA
LICHES
PATENTAMT
Bekanntlich werden auf eine Garnweife die Faden derart nebeneinander aufgewickelt, daß jeder Faden sechs oder mehr durch kleine Zwischenräume getrennte dichte Windungslagen, sogenannte Gebinde, bildet, deren Gesamtheit Strähn oder Docke heißt. Um eine solche Docke marktfähig fertig zu machen, wird sie abgefitzt, d. h. mittels eines kurzen Fadenstückes, des Fitzfadens, wird
ίο jedes einzelne Gebind umbunden und an das benachbarte Gebind angebunden.
Zu demselben Zweck wird nun nach der vorliegenden Erfindung eine Fadenverschlingung benutzt, ganz ähnlich der beim Strick- oder Wirkvorgang entstehenden. Es wird dazu in neuartiger Weise so verfahren, daß der Anfang eines außerhalb der Garnweife bereitgehaltenen Fitzfadens jenseits des letzten Gebindes festgehalten, mittels eines Fadenführers quer über alle Gebinde bis nach der zuerst aufgewickelten hingezogen ist, wo er zum ersten Mal einem aus dem Innern der Garnweife neben dem ersten Gebind hervortretenden Fadengreifer dargeboten und von diesem in Schlingenform unter und um das erste Gebind geschlungen wird. Durch diese Schlinge tritt dann der Fadengreifer zwischen dem ersten und zweiten Gebind wieder hervor, wird vom Fadenführer aufs neue mit Fitzfaden belegt und zieht letzteren wieder als Schlinge ähnlich einem Maschenhenkel durch die vorhergebildete Schlinge hindurch, jetzt aber um das zweite Gebind herum nach dem dritten hin. In gleicher Weise werden so das erste bis vorletzte Gebind um- und aneinander gebunden. Dann wird der Fadengreifer beim Aufstieg zwischen dem vorletzten und letzten Gebind außer mit dem laufenden Fitzfaden noch mit dem Dockfadenende belegt, und schließlich beim nächsten Aufstieg Jenseits des letzten Gebindes wird ihm nebst dem laufenden Fitzfaden und dem Dockenfadenende auch noch der Dockenfadenanfang dargeboten. ; Schließlich wird, zum Schürzen eines Schlußknotens, beim letzten Aufstieg des Fadengreifers diesem sowohl der laufende Fitzfaden und sein quer über die Docke gezogener Anfang, als auch Anfang und Ende des Dockenfadens dargeboten und nunmehr alle diese Fäden völlig durch die vorhergebildete Schlinge aus Fitz- und Dockenfadenanfang und -ende hindurchgezogen.
Der durch dieses Verfahren geschaffene Fortschritt besteht einesteils in der Möglichkeit, es rasch und in einem ununterbrochenen Arbeitsgang an der voll und dicht bewickelten Weife ausführen zu können, andernteils darin, das Ende und den Anfang des Dockenfadens in gesonderten Fitzfadenschiingen sichern und die ganze Fitzung durch einen Schlußknoten schließen zu können. Nach Lösung des Schlußknotens kann die ganze Fitze durch einfachen Zug am Fitzfadenende wie eine Maschenreihe aufgezogen werden.
In zweiter Linie betrifft die vorliegende Erfindung eine vollkommen selbsttätig wirkende Vorrichtung zur Ausübung dieses vorstehend angedeuteten Verfahrens an sämtlichen Strähnen oder Docken einer Weife gleichzeitig. Neu und fortschrittlich an die-
ser Vorrichtung soll in der Hauptsache die Verwendung von Zungennadeln als Fitzfadengreifer sein, deren jede am Ende eines Nadelhalters sitzt, welche alle von einem außerhalb der Weife und gänzlich unabhängig von dieser angeordneten Antriebe getragen und bewegt werden. Beim Fitzen stellt jeder zwischen zwei Gebinden in das Weifeninnere verschwindende dünne, runde Nadelhalterteil
ίο senkrecht zur Strähnfläehe und dreht sich hauptsächlich um seine Achse, zugleich etwas längs der Gebindlücke pendelnd. Nach vollendetem Fitzen kehren auch alle Fitzwerkzeuge selbsttätig in eine derartige Stellung zurück, daß alle Nadelhalter mit den Zungennadeln gleichzeitig aus den Gebinden herausgehoben werden können und die Weife vollständig frei wird. Darum kann also die Weife sehr dicht bewickelt und die Weifarbeit durch die Fitzvorrichtung" nicht ungünstig beeinflußt werden.
Auf den Zeichnungen ist nun zunächst ein Ausführungsbeispiel der den Gegenstand der Erfindung bildenden Fitzvorrichtung dargestellt und sodann eine Anzahl schematischer schaubildlicher Figuren zur Erklärung des neuen Verfahrens gegeben.
Fig. ι ist ein Querschnitt durch die Gesamtanordnung in !deinem Maßstabe.
Fig. 2 zeigt einige Teile des Antriebes in Seitenansicht.
Fig. 3 veranschaulicht einen kleinen Teil der Garnweife mit Fitzvorrichtung im Grundriß.
In Fig. 4 sind alle Fitzwerkzeuge im Quer-.... schnitt der Weife vergrößert dargestellt:
Fig. 5 gibt einen an sich bekannten Einzelteil aus Fig. ι und 4 in Ansicht wieder, und
Fig. 6 zeigt in schaubildiicher Darstellung ein einzelnes neues Fitzwerkzeug.
, Endlich sind die kleinen Schaubilder Fig. 7 bis 20 die Arbeitsphasen des neuen Verfahrens, und
Fig. 21 zeigt die fertige Fitze.
In den Fig. 1, 3 und 4 ist eine Weife be-
■;■; kannter Art angedeutet, welche in üblicher Weise drehbar gelagert zu denken ist und auf deren Holmen Garnfäden, so wie eingangs beschrieben, aufgedockt sind. .Jeder Garnfaden bildet z. B. aus sechs Gebinden 1, 2, 3, 4, 5, 6
-,-:. (Fig. 3) einen Strähn oder eine Docke, welche abzufitzen ist.
Die neue Fitzvorrichtung ist. an und zwischen zwei Wänden 7 aufgebaut, welche parallel zueinander stehen und auf einer Welle 10
v: drehbar aufruhen. Diese Welle 10 ist. neben und parallel der Weife im Maschinengestell nur drehbar angeordnet. Über ihr ist in den Wänden 7 die Hauptantriebswelle 8 der Fitzvorrichtung gelagert. Sie wird beim Arbeiten gleichförmig gedreht und besitzt ein Exzenter 9, dem die Rolle 12 eines auf der Welle 10 festen Hebels 11 folgt. Auf der Welle 10 sind außerdem in gleichförmigen Abständen mehrere Hebel 13 befestigt, die gemeinsam eine Schiene 14 tragen. An dieser letzteren sind ebensoviel Nadelhalter 15, 16, 17, 18. in Lagern 19 drehbar angeordnet, als die Weife Docken besitzt, und alle Nadelhalter sind durch eine auf ihre oberen Zapfen 20 aufgesteckte Schiene 21 drehbar beweglich miteinander verkuppelt. Die Fitzfadengreifer sind ähnlich einer Zungennadel mit zugespitztem Hakenkopf gestaltete Werkzeuge 22, je eines am unteren Ende 18 eines jeden Nadelhalters 15 bis 18.. Damit sowohl die Nadelhalterschäfte 17 als auch die Fadengreiferzungennadeln 22 genug Bewegungsraum z\vischen den Gebinden finden, ist über jeder Docke ein Gebindteiler 23 (Fig. 4 und 5) bekannter Art an einer längs der Weife sich erstreckenden Schiene 24 befestigt, die mittels Haltern 25 an einer Welle 26 hängt.
. Die Werkzeuge zur Führung der Fitzfäden 31 sind an zwei Wellen 27,29 befestigt, welche drehbar und in der Längsrichtung verschiebbar in den Wänden 7 gelagert sind. Bei jeder einzelnen Docke ist an der Welle 27 ein Fadenführer 28 mit Fadenloch und an der Welle 29 ein aus den Teilen 30, 3.2 bis 41 bestehender Halter für den Fitzfadenanfang 31' befestigt. Ein solcher Halter (Fig. 4 und 6) setzt sich zusammen aus einem Hebel 30 und folgenden daran angeordneten Teilen. Am unteren Ende befindet sich ein fester Scherenteil 33 mit zugehörigem drehbaren 34, eine feste Klemmfeder 35 und eine mit dem beweglichen Scherenteil 34 verkuppelte Klemme 36 mit Fadenführer 37 und Fadensucherblech 38 für das Dockenfadenende, sowie ein die beweglichen Teile antreibender Hebel 41. Durch die Mitten der Hebelarme 30 erstreckt sich noch eine drehbare Welle 32, auf welcher bei jedem Hebel 30 ein kleiner Hebel 39 starr befestigt ist. Vermittels eines Stiftes 40 in 39, welcher in einen Schlitz von 41 hineingreift, wird die Verbindung zwischen der Welle 32 und den beweglichen der vorgenannten Teile hergestellt. .
Zum Antrieb der Fadenführer 28 wird ihre Welle 27 durch irgendeine bekannte, nicht gezeichnete, Vorrichtung hin und her gedreht und außerdem schrittweise in der Längsrichtung verschoben. Letzteres geschieht nach Maßgabe eines Stufenexzenters 42 (Fig. 1 und 2) auf der an 7 gelagerten Welle 43, welche von der Hauptantriebswelle 8 her durch ein Schaltschneckengetriebe schrittweise gedreht wird. Ein Tasthebel 44 am einen Ende der ebenfalls an 7 gelagerten Welle 45 und ein Zahnsegment. 46 am anderen Ende, welches in eine auf der fortzuschieben-
den Welle 27 befestigte Zahnwalze 47 eingreift, vermitteln die Bewegungen.
Mit ganz gleichen Vorrichtungen könnte auch die Welle 29 der Fadenhalter 30, 32 bis 41 angetrieben werden.
Eine dritte Fadenführervorrichtung ist im Innern der Weife untergebracht, besteht aber nur aus einer ganz dünnen, längs durch die Weife an einer Flucht Weifenholme drehbar gelagerten Welle 48, die zwischen je zwei Docken einen leichten Fadenführer 50 mit einer verschiebbaren Hülse 51 und einer Drahtschlinge 52 besitzt. In den Fadenschlitz der Hülse 51 wird beim Beginn des Weifens der Anfang des Dockenfadens eingeklemmt und über die Drahtschlinge 52 hingespannt. Das Hülsengewicht hält die Fäden stramm.
Zum Straffspannen der Gebinde während des Fitzens dient ein an sich bekannter Dockenspanner, der, wie gezeichnet, aus einer drehbar gelagerten Welle 57 und einer an dieser mittels Hebel 58 befestigten Schiene 59 besteht. Bei der punktiert gezeichneten Hebelstellung 58' ist die Weife frei, und zwar könnte diese Vorrichtung durch eine Hebelübertragung zwangläufig abhängig von der Stellung der ganzen Fitzvorrichtung gemacht werden. Ebenfalls bekannt ist es, beim Fitzen die Weife festzustellen, indem ein Feststellzahn 62 in einen Ausschnitt der Weifennabe 63 einfaßt. Aber auch hier kann eine Hebelverbindung mit 60, 64 den Feststellzahn 62 selbsttätig in Wirkung setzen, wenn die Fitzvorrichtung in Arbeitsstellung kommt, und umgekehrt außer Wirkung stellen. In Fig. 1 ist dann noch links neben der Weife eine Vorrichtung zum Spannen der Dockenfäden 55 gezeichnet, welche aus den bekannten Teilen 67 bis 72 besteht.
Durch folgende mit zur Erfindung gehörende Vorrichtung werden die Fitzfäden 31 straff gehalten, von welchen beim Fitzen sehr verschieden lange Fadenstücke verbraucht werden. Jede der beiden Wände 7 hat einen aufragenden Lagerarm 74, in denen eine Rolle 75 drehbar ruht. Auf 75 sind dann eine Reihe Hebel 76 befestigt, die eine Schiene JJ tragen. Nun kann entweder durch ein auf der Übertragungswelle 43 befestigtes Exzenter die Schiene JJ in gesetzmäßige schwingende Bewegungen versetzt werden oder JJ durch eine weiche Feder beständig abwärts gezogen werden. Die Fitzfäden 31 laufen dann von ihren auf einer Schiene 79 steckenden Spulen 78 über die Welle 75, unter der Schiene JJ liin, auf eine dritte feste Schiene 81 auf und schließlich an der Welle 27 abwärts nach den Löchern der zugehörigen Fadenführer 28.
Wird also viel Fitzfaden 31 verbraucht, so wird die Schiene JJ zuerst rasch hochgezogen und holt sich dann langsam durch die Kraft einer Feder oder eines Exzenters von den Spulen 78 Faden nach.
Zwecks Erklärung des neuen \'erfahrens. ist auf der Zeichnung die Fitzvorrichtung so dargestellt, wie sie sich in ihrer Arbeitsstellung nach dem Einsenken der Teile JJ, 18, 22 zwischen die Docken zeigt. Wie dieses letztere sowie das Ausheben nach beendeter Fitzung erfolgt, soll im Anschluß an die Beschreibung des Fitzvorganges erklärt werden. Des leichteren Verständnisses halber erfolg! aber die nachstehende Erklärung des neuen Verfahrens nur in Bezugnahme auf eine einzelne Docke, und es wird deshalb auch immer nur von einem Fitzwerkzeug jedex Art gesprochen. Weil jedoch gemäß der vorstehenden Beschreibung sämtliche Fitzwerkzeuge einer Art von einem Antrieb, aus zugleich bewegt werden, so ist nachstehendes dahin zu ergänzen, daß nach einer einzigen Ausübung des Verfahrens alle Docken auf einer Weife vollkommen fertig gefitzt sind.
Von einem Fadenhalter 30, 32 bis 41 aus (Fig. 4 und J) läuft gespannt der Anfang 31' eines Fitzfadens 31 durch die Führungsöffnung eines Fadenführers 28. Beginnt sich dann die Welle 8 zu drehen, so wird der Fadengreiferhalter 15 bis 18 in auf und nieder gehende Schwingbewegungen versetzt. Zum ersten Male kommt der Fadengreifer22 neben dem Gebind 1 (Fig. 7) von unten herauf. 1st er in seiner höchsten Stellung angekommen, so schwingt der Fadenführer 28 hinter ihn. Nun erhält die Welle 27 durch das Zahnsegment 46 die erste Seitenbewegung, und dann schwingt der Fadenführer 28 zurück und legt den Fitzfaden 31 um den Schaft des Greifers 22 unter den Haken desselben. Der Greifer 22 zieht sich bis unter das Gebind 1 zurück und nimmt die gebildete Fadenschlinge mit. Sobald die Hakenspitze unterhalb der Strähnenunterkante steht, erhält die Schiene 21 eine Seitenbewegung in der Pfeilrichtung 53 (Fig-3), wodurch der Greifer 22 seitwärts bis zwischen die Gebinde 1 und 2 (Fig. 8) geführt wird.
Hier steigt der Greifer 22 zwischen den Gebinden ι und 2 auf (Fig. 8), wobei sich die no zuerst gebildete Schlinge um das Gebind 1 legt und von diesem unten festgehalten wird, so daß die Fadenschlinge den Greiferschaft unterhalb der aufgeklappten Zunge umfaßt. Wie beim ersten Mal legt nun der Fadenführer 28 seinen laufenden Fitzfaden 31 unter den Greiferhaken, und die neue Schlingenbildung kommt dadurch zustande, daß beim Abwärtsziehen des Greifers sich seine Zunge unter dem Einfluß der ersten Schlinge schließt und wie beim Wirken eine neue Schlinge entsteht. Die Pendeibewegungen
des Fadenhalters 30 während dieser Zeit dienen zum Einschlingen des zwischen dem ersten Gebind 1 und dem Fadenhalter 30 gespannten Fitzfadenanfanges 31', was auf folgende Weise geschieht. Der Greifer 22 befindet sich das erste Mal unter dem Gebind 1 (Fig. 7). Nun wird die Welle 29 gedreht und der Fadenhalter 30 nach vorn, Richtung x (Fig.7), geschwenkt, wodurch der Fitzfadenanfang 31' vor dem nun beginnenden Aufstieg des Greifers 22 (Fig. 8) in dessen Rücken zu liegen kommt. Nachdem die bekannte Bildung der Schlinge durch den Fadenführer 28 erfolgt und der Greifer 22 zwisehen den Gebinden 1 und 2 abwärts gegangen ist (Fig. 9), wird durch eine kleine Drehung der Welle 29 und die dadurch hervorgebrachte Schwingbewegung des Fadenhalters 30 in der Richtung y (Fig. 8) der in diesem letzteren festgeklemmte Anfang des Fitzfadens 31' vor die .Hakenseite des Greifers 22 geführt, so daß bei dessen Abwärtsbewegen (Fig. 9) das zwischen dem Greiferhaken und der Öffnung des Fadenführers 28 befindliche Fadenstück der neugebildeten Schlinge ein Stück des Fitzfadenanfanges 31' überschlingt (Fig. 10 und 11). Dieser Vorgang wiederholt sich durch Vorwärtsschwingen des Fadenhalters 30 beim nächsten Greiferniedergang (Fig. 12) und so fort, bis der Greifer 22 unterhalb und zwischen dem fünften und sechsten Gebind steht.
Nunmehr möge angenommen werden, daß eier Anfangsfaden 54 der Docke über die Drahtschlinge 52 gezogen und an der Hülse 51 des Fadenführers 50 befestigt ist, und außerdem (Fig. 13), daß sich in dem Schlitz des Fadensuchers 38 an dem Fadenhalter 30
: der Endfaden 55 des letzten Gebindes 6 der Docke befindet. Der Greifer 22 bewegt sich nun nach aufwärts. Bevor er jedoch mit seinem spitzen Kopf zwischen dem fünften und sechsten Gebind durchgedrungen ist, ist die Welle 29 um so viel nach der Seite des ersten Gebindes 1 (Fig. 13) hingeschoben worden, daß der Faden 55 zwischen dem Endfadensucher 38 des Fadenhalters 30 und der Drahtschlinge 52 des Fadenhalters 50 durch diese Seitenbewegung schräg über die Docke nach dem Gebind 1 hin liegt (in Fig. 13 die mit 30' bezeichnete Stellung). Nachdem der Greifer 22 ganz aufgestiegen und die alte Schlinge unter die Zunge geführt ist, macht der Fadenführer 28 die zum Einschlingen des Fitzfadens 31 in den Greiferhaken nötigen Bewegungen, während gleichzeitig die Welle 29 eine Seitenbewegung ausführt, bis der Fadenhalter 30 hinter dem Gebind 6 steht; diesen Augenblick zeigt Fig. 13. Dann wird der durch den Fadensucher 38 geleitete Endfaden 55 der Docke unter dem Haken des Greifers liegen und niit dem Fitzfäden durch die bei der vorhergegangenen Fitzbewegung erzeugte Schlinge durchgezogen werden.
Danach steht der Greifer 22 in der tiefsten Stellung und wird in bekannter Weise seitlich hinter das letzte Gebind 6 geschwungen (Fig. 14). Bevor er nun wieder aufzusteigen beginnt, wird die auf den Holmen in Lagern
49 gelagerte Welle 48 links herumgedreht, wodurch der End- und Anfangsfadenhalter 50 in der Richtung w gegen die Innenseite der Weife geschwungen wird. Dadurch kommt der in der Drahtschlinge 52 des Fadenhalters
50 mitgeführte Anfangsfaden 54, der unter der Docke von dem Gebind 1 nach dem Gebind 6 hin liegt und in dem Schlitz der Befestigungshülse 51 eingehängt ist, an die Hakenseite des Greifers 22 vor den offenen Haken zu liegen. Durch dieselbe Schwingbewegung wird aber auch der Endfaden 55 jeder Docke, welcher sich, wie vorher erklärt, einerseits in der zuletzt gebildeten Schlinge befindet, und andererseits von demselben Fadenführer 50 mittels der Drahtschlinge 52 geführt wird, vor die Hakenseite des Greifers gelegt.
Sobald der Greifer 22 hoch genug steht, schlingt der Fadenführer 28 (Fig. 15) in der beschriebenen Weise den Fitzfaden 31 in den Greif er haken, und gleichzeitig schwingt, veranlaßt durch eine Drehung der Welle 48, der Fadenführer 50 nach dem Holm (Richtung 2) der Haspel zurück, und zwar so, daß jetzt sowohl der Fitzfaden 31 als auch der Dockenanfangs-(54) und -endfaden 55 von dem Greiferhaken bei der nun folgenden Abwärtsbewegung durch die vorhergebildete Schlinge hindurchgezogen wird. »
Nun ist noch die Bildung des Schlußknotens zu erklären.
Der Fitzfadengreifer 22 ist am tiefsten Punkt stehend zu denken. Der Fadenführer 50 schwingt wieder auf die beschriebene Art in der Richtung w und bringt beide Fäden 54 und 55. vor den Greiferhaken des sich jetzt nach aufwärts bewegenden Greifers (Fig. 16). Bei der höchsten Stellung (Fig. 17) legt der Fadenführer 28 den Fitzfaden 31 und durch Zurückschwingen der Welle 48 der Faden- no führer 50 die Dockenfäden 54 und 55 unter den Greiferhaken. In demselben Augenblick wird aber auch die Welle 29 etwas gedreht, wodurch der auf ihr befestigte Fadenhalter 30 nach dem Greifer zu schwingt und seinen durch die Fitzfadenklemmfeder 35 festgehaltenen Fitzfadenanfang 31' ebenfalls unter den Haken des Greifers legt. Indem letzterer sich abwärts bewegt, zieht er den Fitzfaden 31, den Dockenanfangs- (54) und -endfaden 55 sowie den Anfang 31' des Fitzfadens durch die zuletzt gebildete Schlinge. Um den noch
immer in der Fitzfadenklemmfeder 35 festgeklemmten Fitzfadenanfang zu befreien, wird die durch sämtliche Fadenhalter 30 durchgehende Welle 32 (Fig. 4) links herumgedreht. Der Hebel 39 schwingt dabei nach innen und öffnet mittels seines Stiftes 40, der in dem Schlitz des Hebels 41 gleitet, den beweglichen Scherenteil 34 der zugehörigen Schere (Fig. 18). Alsbald läßt die Fitzfadenklemmfeder 35 den Fitzfadenanfang 31' frei, und derselbe wird von dem Greifer durch die Schlinge hindurchgezogen (Fig. 18).
Sobald das geschehen ist, tritt der Fadenführer 28 und der Fadenführer 50 durch Seitenverschiebung ihrer Wellen 27 bzw. 48 näher nach dem ersten Gebind der nächsten benachbarten Docke und legt dabei den Fitzfaden 31, den Dockenanfangsfaden 54 und den Dockenendfaden 55 vor die offene Schere 33> 34· Der Fadenführer 28 steht noch still. Wohl aber schwingt die Welle 48 ihren Fadenhalter 50 nach der Schere hin, woditrch der Dockenanfangs- (54) und -endfaden 55 zwischen die offenen Scherenbacken zu liegen kommt. Nun wird auch· noch der Fadenhalter 30 nach dem Greifer 22 hin geschwenkt, wobei der Fitzfaden 31, der von der letzten Schlinge her durch die Führungsöffnung des hinter dem Fadenhalter 30 stehenden Fadenführers 28 gezogen ist, ebenfalls zwischen die Scherenbacken gelangt (Fig. 18). Jetzt schneidet die Schere durch eine Drehung der Welle 32 sämtliche Fäden zugleich ab, welche von der Endknotenfeder 36 des Fadenhalters 30 eingeklemmt werden. Andererseits klemmt die Fitzfadenklemmfeder 35 den nach links hin aus der Schere herauslaufenden Fitzfaden 31 ein (Fig. 19).
Dadurch, daß nun der Greifer unter den Gebinden zurück nach dem Gebinde 1 hin bewegt wird, zieht er die letzte Schlinge zusammen, bis der abgeschnittene Fitzfaden und dessen Anfang sowie der Dockenanfangs- und -endfaden aus der Endknotenfeder 36 heraus-
+5 und von dem Greifer durch die Schlinge vollends durchgezogen ist. Damit ist die Schürzung des Endknotens beendet (Fig. 20 und 21). Der Fadenhalter 30 bleibt nun ruhig stehen, während der Fadenführer 28 nach sei-
■50 nem Anfangspunkt zurückkehrt, wobei der durch die Fitzfadenklemmfeder 35 festgehaltene Fitzfaden 31 ■ sich in die Führung 37, welche an der Endknotenfeder 36 angebracht ist, einlegt. Der Greifer 22, Fadenhalter 30 sowie Fadenführer 28 befinden sich dann in der Anfangsstellung. Die Fitzung ist vollendet.
Die Wände 7 (Fig. 1), welche um die Welle 10 drehbar sind, werden samt allem, was an und zwischen ihnen angeordnet ist, nach rechts" geschwenkt, wodurch die Greiferhalter bis 18 aus den Gebinden herausgehoben werden. Wird nun noch die Welle 48 so weit rechts herumgedreht, daß der Fadenführer 50 in die punktiert gezeichnete Lage 50' gelangt, so kann die Weife, wie bekannt, zusammengeklappt werden, um die gefitzten Docken herabnehmen zu können.
Nun erübrigt es sich noch, den Anfang des Weifprozesses zu erklären. Dazu ist die Weife so gestellt, daß eine Seite des Strähnenvieleckes wagerecht liegt, und die Fadenführer 50 sind in der Stellung wie gezeichnet. Dann werden von Kops oder Spulen die aufzuweifenden Fäden bei 52 über die Drahtschlingen in die Schlitze der Hülsen 51 eingehängt, die Fadenführer 50 von Hand aus in die Lage 50' gedreht, und die Weife ist wieder fertig zum Wickeln.

Claims (1)

  1. 80 Patent-Ansprüche:
    1. Verfahren zum Fitzen der Strähne auf Garnweifen, dadurch gekennzeichnet, daß ein außerhalb der Garnweife bereit gehaltener Fitzfaden (31) mittels eines Fadenführers (28) einem aus dem Innern der Garnweife in aufeinander folgenden Zeitpunkten durch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Gebinden (1, 2 . . .
    6) nach außen hindurchtretenden Fitzfadengreifer (22") dargeboten wird, der den Fitzfaden bei seinem jedesmaligen Hindurchtreten ergreift und ihn nach Art des Wirkens mit der vorhergebildeten Schlinge bindet.
    2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Sicherns der Dockenfadenenden der Fadengreifer (22) beim Aufsteigen zwischen dem vorletzten und letzten Gebind (Fig. 13) außer mit dem laufenden Fitzfaden noch mit dem Dockenfadenende (55) belegt wird und beim nächstfolgenden Aufsteigen jenseits des letzten Gebindes (Fig. 14 und 15) ihm nebst dem laufenden Fitzfaden und dem Dockenfadenende (55) noch der Dockenfadenanfang (54) dargeboten wird.
    3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das jenseits des letzten Gebindes festgehaltene und quer über die Docke gespannte Fitzfadenanfangsstück (31') vor dem jedesmaligen Hervortauchen der Fitznadel (22) eine, kurze Seitenbewegung in Richtung der 11S Gebinde abwechselnd nach rechts und. links ausführt, um dieses Fitzfadenanfangsstück in beständigem Wechsel der Lage vom laufenden Fitzfaden überschlingen zu lassen.
    4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schürzen
    eines Schlußknotens beim zweiten Aufstieg des Fadengreifers (22) jenseits des letzten Gebindes (Fig. 16 und 17) sowohl der laufende Fitzfaden (31) und das quer über die Docke gezogene Fitzfadenanfangsstück (31') als auch Anfang (54)' und Ende (55) des Dockenfadens dem Fitzfadengreifer (22) dargeboten und von diesem völlig durch die vorhergebildete Schlinge hindurchgezogen werden (Fig. 20).
    5. Fitzvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zungennadel
    (22) am Ende eines Nadelhalters (15, 16, 17, 18) befestigt ist, dessen unterer Teil (17, 18) mit der Zungennadel (22) zwischen je zwei Docken eingesenkt wird und dessen oberer Teil von einem außerhalb der Weife befindlichen Antrieb (9, 10, 11, 12, 13, 14, 21) getragen und bewegt wird, um die Zungennadel "(22) aus dem Innenraum der Weife heraus zwischen den einzelnen Gebinden ' hindurchgreifen zu
    as lassen.
    6. Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung, welche das Fitzfadenanfangsstück jenseits des letzten Gebindes festhält und in der Gebindrichtung schwingt, aus einer vereinigten Fadenabschneid-, Klemm-, Greif- und Führungsvorrichtung (30, 32, 33. 34. 35. 36, 38. 39. 40, 41) besteht, welche zuerst das Dockenfadenende (55, Fig. 13), später auch das Fitzfadenanfangsstück der Zungennadel (22) darbietet und nach dem letzten Nadelniedergang alle vier Fadenenden zugleich abschneidet. 7· Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch einen im Innern des Weifensternes sowohl drehbar als auch verschiebbar angeordneten und mit einem ein Spanngewicht bildenden Fadenhalter (51) versehenen Fadenführer (50,52), welcher im ersten Teil des Arbeitsvorganges den Dockenfadenanfang (54) hält, nach beendetem Aufweifen auch das Dockenfadenende (55) ergreift und schließlich beide Fadenenden (54,55) der Zungennadel (22) zwecks Einbindens in den Schlußknoten darbietet.
    8. Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Fadenspannvorrichtung (75, 76, yj, 81, Fig. 1) für den Fitzfaden (31), welche durch die Wirkung einer Feder (bei 76, yy) die Spannung des Fitzfadens auch bei wechselnder Fadenentnahme annähernd gleich hält.
    9. Fitzvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vollendung des Fitzvorganges alle Fitzwerkzeuge selbsttätig in eine derartige Stellung zurückkehren, daß durch Ausheben der Nadelhalter samt Fitznadeln dieWeife vollständig frei wird, um die Docken abnehmen und dann sofort von nettem weifen zu können.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181774B (de) * 1960-02-29 1964-11-19 Licentia Gmbh Von einer Welle betaetigter synchroner Ein- oder Mehrphasenstrom-Leistungsschalter

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181774B (de) * 1960-02-29 1964-11-19 Licentia Gmbh Von einer Welle betaetigter synchroner Ein- oder Mehrphasenstrom-Leistungsschalter

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