DE2337191B2 - Transportvorrichtung für Karbonoder Plastikfarbbander für kraftangetriebene Schreib- und ähnliche Maschinen - Google Patents
Transportvorrichtung für Karbonoder Plastikfarbbander für kraftangetriebene Schreib- und ähnliche MaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für Karbon- oder Plastikfarbband, insbesondere für abnehmbare
und gegen Gewebefarbband auswechselbare Farbbandeinrichtungen von kraftangetriebenen
Schreib- und ähnlichen Maschinen, bei der die Übertragung der Arbeitsbewegungen von der Hubgabel
vermittels eines Zwischengliedes auf eine, eine Transportrolle mitnehmende Kupplungsschlingfeder
erfolgt, dessen Grundstellung und dadurch der Drehwinkel der Transportrolle vom jeweiligen Durchmesser
des Karbonbandwickels der Aufnahmespule vermittels einer einen Abfühlarm und einen Schlepphebel aufweisenden
Abfühlvorrichtung bestimmt wird.
Es sind Antriebe für Plastik-Karbonfarbbänder bzw. Plastikfarbbänder, die mit Druckfarbe gefüllte Mikrozellen
enthalten, bekannt, die für einmaligen Durchlauf bestimmt sind und bei welchen der Transportschritt
vom jeweiligen Wickeldurchmesser der aufnehmenden Bandspule unabhängig und stets gleich groß ist, so daß
die Karbon- und Plastikfarbbänder wirtschaftlich ausgenutzt werden können.
Es ist vorgeschlagen worden (DE-OS 16 11 454 sowie
34 271), die Transportvorrichtung mit Farbbandkassette und konstantem Transportschritt so auszubilden,
daß an dem auf der Aufnahmespule befindlichen Farbbandwickel eine schwenkbare, unter Federkraft
stehende, durch den Kassettenboden hindurchragende und mit Vorschubspitzen versehene Antriebswalzc
anliegt, der ein zwangsläufig schaltbares Zahnradübersetzungsgetriebe vorgeschaltet ist. Die Antriebsbewegungen
werden von einer Transportklinke und einem Transportrad auf die Antriebswalze über das erwähnte
Getriebe übertragen, dessen Übersetzungsverhältnis und der Drehwinkel der Antriebswalze konstant ist. Die
Größe des Transportschrittes bzw. das Übersetzungsverhältnis zur Antriebswalze wird, je nach der
benutzten Farbbandart, durch das, das entsprechende Farbband enthaltende Gehäuse bestimmt.
Eine derartige Lösung ist kompliziert und aufwendig.
Eine derartige Lösung ist kompliziert und aufwendig.
ίο Außerdem, mit Rücksicht darauf, daß die Antriebswalze
den Bandwickel gegen die Mitte der Spule drückt, ist noch eine zusätzliche Spannvorrichtung für das
Farbband erforderlich, um es stets straff zu halten.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine Transportvorrichtung für Karbon- und Plastikfarbband mit einer über
eine Schrittschaltvorrichtung antreibbaren Farbbandspule, insbesondere für abnehmbare Farbbandeinrichtungen
zu schaffen, bei der der Transportschritt jeweils dem verwendeten Farbband angepaßt werden kann.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das freie Ende des am Abfühlarm angelenkten Schlepphebels
in einer Kurvenbahn geführt wird und somit auf einen auf der Drehachse der Transportrolle gelagerten
und die Ausgangslage der Kupplungsschlingfeder bestimmenden Anschlaghebel einwirkt.
Um eine optimale Ausnutzung eines Plastikfarbbandes mit Mikrozellen durch Überlappen der Abdrücke
auf dem Farbband zu erreichen, wird die Änderung der Bewegung des Schlepphebels und somit die Verkürzung
des Transportschrittes für das Plastikfarbband mit Mikrozellen, daß sich Abdrücke auf demselben überschneiden,
durch Versetzung der die Grundstellung des Anschlaghebels beeinflussenden Kurvenbahn mittels
eines auf der Grundplatte drehbar gelagerten an einem feststehenden Bolzen geführten und in einer in der
Grundplatte vorgesehenen Raste einrastbaren mehrarmigen Hebels erreicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht der Farbbandeinrichtung mit eingelegtem Karbonband,
F i g. 2 eine Draufsicht der Farbbandeinrichtung nach F i g. 1 mii teilweise aufgewickeltem Farbband auf der
Aufnehmespule,
F i g. 3 eine Draufsicht der Farbbandeinrichtung mit eingelegtem Plastikfarbb md,
Fig.4 einen Schnitt der Farbbandeinrichtung nach
Fig. 1 —3 im Bereich der Transportrolle.
Die Zeichnung zeigt ein Oberteil der Farbbandtransso portvorrichtung zum Tragen und Bewegen eines
Plastikfarbbandes, welches Oberteil auf ein nicht dargestelltes, mit dem Maschinengestell bzw. einem
bewegbaren Typenträgerwagen fest verbundenes Unterteil aufsetzbar und von demselben abnehmbar ist und
gegen ein Oberteil mit Gewebefarbband ausgetauscht werden kann.
Das Oberteil besitzt eine Grundplatte 1, auf deren unteren Seite alle Teile der Transporteinrichtung und
deren Steuerung untergebracht sind. Aus Übersichtlichkeitsgründen ist sie nur unvollständig dargestellt. Das
nur für einen einmaligen Durchlauf vorgesehene Kohleband 7 wird von einer mit einer Federbremse 3
versehenen Vorratsspule 2 über eine Umlenkung 6a und die beiden Führungen der Bandgabel 5 und eine weitere
hr> Umlenkung 6b zu einer auf der Spulenaufnahme 4a
aufgesetzten Aufwickelspule 4 geführt. Die Farbbandgabel 5 wird von einer nicht gezeigten Antriebsvorrichtung
nacheinander in drei verschiedene Schreibstellun-
gen gebracht, um das Farbband in drei waagrechten Reihen beschreiben zu können. Der Antrieb für die
Bandtransportvorrichtung vollzieht sich von der Bandgabel 5 über eine an derselben angebrachten Transportstange
8, die auf einen Schenkel 9a einer 1 ransportfeder
9 einwirkt, die die Transportrolle '. 1 antreibt. Diese Transportrolle II bildet ein Stück mit einer Hülse 12,
mit welcher sie auf einem in der Grundplatte 1 befestigten Bolzen 10 frei drehbar aufgesetzt ist. Die als
eine Schlingfeder ausgebildete Transportfeder 9 (F i g. 3) is? zusammen mit einer Rücksperrfeder 13 auf
der Hülse 12 angeordnet. Der von der Transportstange 8 bewegte Federschenkel 9a ist am kürzeren Arm eines
zweiarmigen, am Bolzen 10 gelagerten Anschlaghebels 14 abgestützt, über welchen die Anfangsstellung der
Transportfeder 9 und somit der Drehwinkel der Transportrolle 11 in Abhängigkeit vom jeweiligen
Außendurchmesser des Farbbandwickels auf der Aufnahmespuie 4 bestimmt wird. Die Drehbewegungen der
Transportrolle 11 werden über eine auf einem auf dem Bolzen fO schwenkbar angebrachten zweiarmigen
Hebel 15 gelagerte Zwischenrolle 16 auf den Rand der Aufnahmespule 4 übertragen.
Die auf der Hülse 12 frei drehend aufgewickelte Rücksperrfeder 13 verhindert beim Rückwärtshub das
Zurückdrehen der Transportrolle 11 und ist mit ihrem
freien Schenkel in einer Kerbe 17a einer Schaltstange 17 eingehakt, in welcher der Schenkel durch den
Federdraht 18 spielfrei gehalten wird. Die Schaltstange 17 ist auf einem Sperrhebel 21 drehbar angebracht, der
wiederum drehbar auf der Grundplatte 1 gelagert ist und die Bremsfeder 3 bei Abnehmen des Oberteiles mit
seinem inneren Ende beeinflußt.
Auf dem Bolzen 10 ist ferner ein einarmiger, unter der Wirkung einer am Sperrhebel 21 eingehakten Schrau- J5
benzugfeder 20 stehender RücksteUhebel 19 drehbar gelagert, der zur Rückstellung der Transportfeder 9 in
die Ausgangsstellung nach jedem vollzogenen Vorwärtshub dient.
Zur Steuerung des Drehwinkels der Transportrolle 11
und somit der Aufnahmespule 4 in Abhängigkeit vom Außendurchmesser des Farbbandwickels auf dieser
Spule, ist eine Abfühlvorrichtung vorgesehen. Der unter der Kraft einer Schraubenzugfeder 26 stehende, am
Bolzen 23 lagernde Abfühlarm 25 dieser Vorrichtung, trägt an seinem freien Ende einen am Bandwickel
gleitenden Abfühlbolzen 27. Von diesem Abfühlarm 25 wird ein an ihm im Punkt 24 angelenkter Schlepphebel
29 mitgenommen, an dessen freiem Ende in einer Rundung 32 ein Gleitbolzen 30 befestigt ist, der in einer
in der Grundplatte 1 ausgearbeiteten Kurvenbahn 31 geführt wird. Gleichzeitig gleitet dieser Bolzen 30 am
längeren Arm 14a des Anschlaghebels entlang, wodurch der letztere und somit auch die Transportfeder 9
verdreht werden.
Nachstehend ist die Wirkungsweise der Karbonbandtransportvorrichtung
erläutert. Wie bereits beschrieben, erfolgt die Antriebsbewegung von der Bandgabel 5 über
die Transportstange 8, die bei jedem Vorwärtshub der Gabel 5 den abgewinkelten Schenkel 9a der Transport- m>
feder beaufschlagt, die wiederum die Transportrolle 11 um einen entsprechenden Drehwinkel bewegt, der
jeweils durch die Größe des Außendurchmessers des Farbbandwickels auf der Aufnahmespule 4 bestimmt
wird, um stets einen konstanten Transportschritt des hi
Farbbandes zu gewährleisten. Wie bereits erwähnt, wird der Farbbandwickel auf der Aufnahmespule 4 von dem
Abfühlarm 25 abgefühlt. Bei zunehmendem Wickeldurchmesser wird der Abfühlhebel 25, der gleichzeitig
das Farbband strafft, gegen die Kraft der Feder 26 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei er den in der
Kurvenbahn 32 am Bolzen 30 geführten Schlepphebel 29 ^chzieht. Der Bolzen 30 gleitet gleichzeitig am
längeren Schenkel 14a des Anschlaghebels entlang, wobei sich derselbe bei zunehmendem Durchmesser des
aufgewickelten Farbbandes gegen den Uhrzeigersinn verdreht und verstellt somit über den kürzeren Schenkel
des Anschlaghebels 14 die Transportfeder 9, deren Schenkel 9a sich mehr und mehr von der sich in
Grundstellung befindlichen Transportstange 8 entfernt und somit deren wirksame Hublänge verkürzt. Der
Drehwinkel der Transportrolle 11 und damit auch der Drehwinkel der Aufnahmespule 4 wird auf diese Weise
so verkleinert, daß jeweils nach drei Hüben die transportierte Bandlänge bei jedem Außendurchmesser
des Bandwickels die gleiche Größe hat. Somit stehen die Abdrücke auf dem Farbband auf jeder waagrechten
Reihe im gleichen Abstand.
Zum Austausch einer vollen Aufnahmespule 4 für eine neue Leerspule wird die Zwischenrolle 16 vermittels des
Hebels 15a vom Rand der Aufnahmespule weggeschwenkt. Beim Abnehmen der vollen Aufnahmespule 4
springt der Abfühlarm 25 mit dem Schlepphebel 29 unter der Wirkung der Zugfeder 26 in ihre Ausgangsstellung.
Dabei legt sich die Abrundung 28 des Abfühlarmes 25 auf die Spulenaufnahme 4a an. Der
Bolzen 27 befindet sich dann außerhalb des Bereiches des Spulenkernes, so daß das Aufstecken der leeren
Spule unbehindert durchgeführt werden kann. Gleichzeitig bringt der Rückstellhebel 19 die Transportfeder 9
sowie den Anschlaghebel 14 in die Ausgangsstellung.
Beim Abnehmen des Karbonbandoberteiles zum Austausch gegen ein Oberteil für Gewebefarbband,
wird der unter der Kraft der Zugfeder 22 stehende Sperrhebel 21 gegen den Uhrzeigersinn geschwenkt.
Hierbei wird auch die Schaltstange 17 mitgenommen, die über die in ihr eingehakte Rücksperrfeder 13 die
Transportrolle 14 um einen kleinen Betrag in Transportrichtung verdreht. In diesem Falle wirkt die Rücksperrfeder
13 als Transportfeder und die Transportfeder 9 als Rücksperre und es wird hierbei durch die Drehung der
Transportrolle 14 erreicht, daß sich der letzte Abdruck auf dem Farbband etwas von der Abdruckstelle
entfernt, um beim erneuten Aufsetzen des Karbonband-Oberteiles Überlappungen der neuen mit den alten
Abdrücken zu vermeiden. Beim Betätigen des Sperrhebels 21 zum Lösen des Karbonband-Oberteiles, wird die
Vorratsspule 2 — in der letzten Bewegungsphase — durch die Bremsfeder 3 gegen unbeabsichtigtes
Verdrehen abgebremst, um ein Lockerwerden des Bandes zu vermeiden. Hierbei wird das Band gleichzeitig
gestrafft.
Wenn ein Plastik-Farbband mit mikroverkapseltem Farbstoff verwendet wird, bei dem ein dichtes
Beschreiben, wobei die Anschlagstellen auf dem Farbband überlappen, erwünscht ist, so kann der
Transportschritt auf ein Bruchteil verkleinert werden (F i g. 2). Zu diesem Zwecke ist ein dreiarmiger
Stellhebel 40 vorgesehen, der auf der Grundplatte gelagert ist und den Schlepphebel beeinflußt. Die
Ruhelage und die Wirklage dieses Hebels 40 werden bestimmt einerseits durch einen im rechten Arm 40a
vorgesehenen Schlitz 41, der an einem in der Grundplatte 1 festsitzenden Führungsbolzen 42 entlanggleitet
und andererseits durch einen in der Mitte des Hebels 40 befindlichen Ansatzbolzen 45, der mit Hilfe
einer Drahtfeder 43 in einem in der Grundplatte 1 ausgeschnittenen Schlitz 44 zwei Stellungen einnehmen
kann, und zwar: bei Ruhestellung in der rechten Raste 44a und bei Betriebsstellung in der linken Raste 44ö.
Zum Schreiben mit dem Plastikfarbband mit Mikrozellen wird der über den Rand der Grundplatte
hinausragende Hebelarm 406 im Uhrzeigersinn geschwenkt, bis der Ansatzbolzen 45 in die linke Raste 44b
eingerastet ist. Dadurch kommt der Schlepphebel 29 mit seiner Rundung 31 zum Anliegen am linken Hebelarm
40c, an dem die Rundung 31 im weiteren Verlauf entlanggleitet und der Bolzen 30 des Schlepphebels 29
wird von seiner Kurvenbahn abgehoben. Die Winkeldrehung der Transportrolle 14 wird dadurch si
verkleinert, daß sich die Anschlagstellen auf der Farbband überschneiden. Der Transportschritt betrag
in diesem Falle etwa Vs des Normalschrittes. Transport
rolle 11, Zwischenrolle 16 und der Rand de Aufnahmespule 4 können gerändelt oder verzaht seil
oder es kann eine Kombination von Gummireibrollei zu deren Herstellung verwendet werden.
Die Erfindung ist nicht nur für Farbbandeinrichtun gen, bei welchen das Farbband in drei horizontale
Reihen beschrieben wird, anwendbar, sondern ist auc für Vorrichtungen mit einzeilig zu beschreibende
Farbbändern geeignet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüciie:!.Transportvorrichtung für Karbon- oder Plastikfarbband, insbesondere für abnehmbare und gegen Gewebefarbband auswechselbare Farbbandeinrichtungen von kraftangetriebenen Schreib- und ähnlichen Maschinen, bei der die Übertragung der Arbeitsbewegungen von der Hubgabel vermittels eines Zwischengliedes auf eine, eine Transportrolle mitnehmende Kupplungsschiingfeder erfolgt, deren Grundstellung und dadurch der Drehwinkel der Transportrolle vom jeweiligen Durchmesser des Karbonbandwickels der Aufnahmespule vermittels einer einen Abfühlarm und einen Schlepphebel aufweisenden Abfüllvorrichtung bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des am Abfühlarm (25) angelenkten Schlepphebels (29) in einer Kurvenbahn (32) geführt wird unti somit auf einen auf der Drehachse (10) der Transportrolle (11) gelagerten und die Ausgangslage der Kuppiungsschlingfeder (9) bestimmenden Anschlaghebel (14) einwirkt.
- 2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung der Bewegung des Schlepphebels (29) und somit die Verkürzung des Transportschrittes für das Plastikfarbband mit Mikrozellen, daß sich die Abdrücke auf demselben überschneiden, wird durch Versetzung der die Grundstellung des Anschlaghebels (14) beeinflussenden Kurvenbahn (32) mittels eines auf der Grundplatte (1) drehbar gelagerten an einem feststehenden Bolzen (42) geführten und in einer in der Grundplatte (1) vorgesehenen Raste (44b)einrastbaren mehrarmigen Hebels (40) erreicht.
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