DE235230C - - Google Patents

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DE235230C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C17/00Fulling
    • D06C17/02Fulling by rollers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 235230 KLASSE Sa. GRUPPE
Walzenwalke* Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. März 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Walzenwalke, bei welcher bei der Aufwärtsbewegung des Leitrechens eine auf der Hauptwelle sitzende Bandbremse angezogen wird.
Die Erfindung betrifft insbesondere die Einrichtung, welche getroffen ist, um die Bewegung des Leitrechens auf die Bandbremse zu übertragen, und die darin besteht, daß eine Daumenscheibe vorgesehen ist, die derart ausgebildet ist, daß sie bei Beginn der Aufwärtsbewegung des Leitrechens durch Abwärtsdrücken eines mit dem Bremsbandhebel verbundenen Druckhebels das Bremsband sofort festzieht und bei der weiteren Bewegung des Rechens den Druckhebel nur in seiner Tiefstellung hält, ohne eine weitere Bewegung des Bremsbandhebels zu verursachen.
Der übrige Teil des Aufwärtshubes des Leitrechens kann dann von dem Arbeiter dazu benutzt werden, um das Hindernis in der Ware wegzuräumen, während es bis jetzt gewöhnlich erforderlich ist, die Ware unter erheblicher Anstrengung zurückzuziehen, um sie lose genug zu machen, um z. B. einen Knoten aus derselben entfernen zu können.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform jier Er-
findung und die Fig. 2, 3 und 4 die' andere Ausführungsform in Seitenansicht bzw. Vorderansicht und schaubildlich.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform bezeichnet α den Maschinenrahmen, durch welchen eine mit dem Leitrechen verbundene Stange c hervorragt. Diese Stange ist durch eine einstellbare Gelenkstange d1 mit einem an einer drehbar gelagerten Daumenscheibe η sitzenden Hebelarm d2 verbunden. Gegen die Daumenscheibe η liegt ein Druckhebel f an, der, wenn die Daumenscheibe eine Teildrehung ausführt, nach abwärts gedrückt wird, worauf er bei weiterer Drehung der Daumenscheibe in seiner Lage verbleibt, weil die Daumenscheibe zum Teil als Kreisbogen ausgebildet ist, dessen Mittelpunkt sich im Drehpunkt der Scheibe befindet. Der Hebel f ist in f3 drehbar angeordnet, und am Arm fl ist an demselben eine einstellbare Gelenkstange i angelenkt, die mit ihrem anderen Ende drehbar mit dem Bremsbandhebel g verbunden ist, der auf der Bremswelle k sitzt und zwei Hebelarme j, j1 betätigt, welche mit den Enden eines Bremsbandes k verbunden sind, das um eine Bremsscheibe k1 gelegt ist, welche auf der Hauptwelle ι sitzt.
Geht der Leitrechen mit der Stange c nach oben, so wird die Daumenscheibe vermittels der Gelenkstange d1 und des Hebels d2 gedreht. Der Daumen η ist nun so ausgebildet, daß er bei dem ersten Teil seiner vollständigen Drehbewegung das Niederdrücken des Druckhebels f bewirkt, während er bei der übrigen Drehung den Hebel f nicht mehr verstellt, sondern nur dazu dient, denselben in seiner Tief stellung zu halten. Die Bremse kommt somit schnell in Wirkung, so daß einer Beschädigung der Ware vorgebeugt ist und die
Maschine ohne Gefahr mit viel größerer Geschwindigkeit umlaufen kann, als das bis jetzt der Fall war, weil die Wirkung der Bremse eine viel schnellere ist. Das Zurückbringen des Druckhebels f und somit auch der Daumenscheibe η und des Leitrechens in die Normalstellung geschieht von Hand mittels des Handgriffs Z"1 am Hebel f.
In den Fig. 2, 3 und 4 wird zum Niederdrücken des Hebels f eine der in der Fig. 1 dargestellten Daumenscheibe ähnliche verwendet. Fig. 2 zeigt diese Daumenscheibe punktiert in ihrer Normalstellung und in vollen Linien in der Stellung, welche sie einnimmt, wenn der Leitrechen p (Fig. 3 und 4) am Ende seiner Aufwärtsbewegung angelangt ist. Anstatt, wie in Fig. 1, nach aufwärts gedrückt zu werden, wird der Bremsbandhebel g nach abwärts gezogen.· Dies ist jedoch nicht wesentlich. Von dem Handgriff f1 nach Fig. 1 ist bei dieser Ausführungsform der Vorrichtung abgesehen worden, indem eine Feder r vorgesehen ist, welche den Druckhebel f selbsttätig in seine Normalstellung zurückbringt, wenn der Daumen η und die Stange c in ihre Normalstellung zurückbewegt werden. In Fig. 3 ist der Leitrechen p in seiner höchsten Stellung dargestellt, während aus Fig. 4 der Leitrechen ersichtlich ist, wie er durch einen Knoten in der Ware bis in die Mittelstellung zwischen den feststehenden Anschlägen s und t angehoben ist, welche die Bewegung desselben begrenzen. In der in Fig. 4 dargestellten Stellung hat die Daumenscheibe ihren Arbeitshub schon vollzogen. Die Bremse wirkt so schnell, daß der Leitrechen selten höher als in die in Fig. 4 dargestellte Stellung gelangt, bevor die Bremse ihre volle Wirkung ausübt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Walzenwalke, bei welcher bei der Aufwärtsbewegung des Leitrechens eine auf der Hauptwelle sitzende Bandbremse angezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung der Bewegung des Leitrechens (c, p) auf den Bremsbandhebel (g) eine Daumenscheibe (n) dient, die derart ausgebildet ist, daß sie bei Beginn der Aufwärtsbewegung des Leitrechens (p) durch Abwärtsdrücken eines mit dem Bremsbandhebel (g) verbundenen Druckhebels (f) das Bremsband (k) sofort festzieht, bei der weiteren Bewegung des Rechens (p) den Druckhebel (f) aber nur in seiner Tiefstellung hält.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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