DE2353690B2 - Faserverstärktes Kunststofflaminat - Google Patents
Faserverstärktes KunststofflaminatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein im neutralen Bereich und in den Randzonen faserverstärktes Kunststofflaminat,
dessen Randzonenverstärkung aus Glasfasern und dessen im neutralen Bereich liegende Verstärkung aus
einer Chemiefasermatteneinlage besteht, welches gegebenenfalls an seinen Oberflächen zusätzliche textile
Flächengebilde aus Chemiefasern besitzt und bei dem die Chemiefasermatteneinlage im vorimprägnierten
Zustand eingelegt ist und in ihrem Mittelbereich Hohlräume aufweist.
Ein derartiges Laminat ist Gegenstand des Hauptpatents P 22 54 006.3-16. Durch die Hohlräume wird
gegenüber Laminaten ohne Hohlräume, von denen beim Hauptpatent ausgegangen ist, ein geringes
Gewicht und eine höhere Steifigkeit erreicht. Die Herstellung solcher Kunststofflaminate mit definierten
Hohlräumen setzt in der Regel die vorherige Strukturierung der Oberflächen der zur Herstellung der
vorimprägnierten Chemiefasermatteneinlagen verwendeten Cherniefasermatten voraus. Das Hauptpatent P
22 54 0063-16 schlägt dazu beispielsweise die Verwendung wellblechartig vorgeformter Einzelmatten vor.
Weiterhin erfordert die Herstellung solcher Laminate in der Regel eine genaue Zuordnung dieser vorgeformten
Einzelmatten zueinander vor dem Tränken des Laminatverbundes.
Der Erfindung liegt im Sinne der dem Gegenstand des Hauptpatents zugrundeliegenden Aufgabe (geringeres
Gewicht und höhere Steifigkeit) die Aufgabe zugrunde, ein Laminat der genannten Art zu schaffen, bei dem die
Chemiefasermatten nicht speziell strukturiert und im Laminatverbund nicht speziell einander zugeordnet
werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Chemiefasermatteneinlage nur mit bis zu 60
Vol.-% Kunstharz in nahezu gleichmäßiger Weise vorimprägniert ist, daß ihre Randbereiche in den
Kunststoff der Randzonen eingebettet sind und daß das
verbliebene freie Volumen die Hohlräume bildet.
Die Menge des zum Vorimprägnieren verwendeten Kunstharzes (in Vol.-%) wird auf das scheinbare
Volumen der Chemiefasermatteneinlage bezogen, welches sich aus den äußeren Abmessungen der Einlage
(Länge · Breite · Dicke) berechnet »In nahezu gleichmäßiger Weise« bedeutet, daß der Anteil des Kunststoffes,
über das Gesamtvolumen der Chemiefasermatteneinlage gesehen, im Durchschnitt überall etwa gleich
groß ist oder aber, wenn die Technologie zum Einbringen des Kunststoffs eine völlig gleichmäßige
Verteilung über die gesamte Einlagendichte nicht zuläßt, zumindest innerhalb der einzelnen Dickenschichten,
unter allmählicher Abstufung von Schicht zu Schicht, etwa gleich groß ist
Dadurch, daß die Randzonenbereiche der erfindungsgemäß verwendeten Chemiefasermatteneinlagen in den
Kunststoff der Rardzonen des Laminats eingebettet sind, erzielt man zugleich eine ausgezeichnete interlaminare
Haftung.
Der Kunststoff kann auf verschiedene Weise in die Chemiefasermatteneinlage eingebracht werden. Man
kann die Chemiefasermatten in Kunststoff tauchen, so daß die Chemiefasern von diesem benetzt werden und
sich gegebenenfalls zwischen den Fasern, insbesondere an den Faserkreuzungspunkten, kleine Lamellen oder
Tropfen bilden. Gegebenenfalls kann man die Chemiefasermatten nach dem Tauchen abquetschen. Man kann
die Cliemiefasermatten auch mit dem Kunststoff besprühen, was insbesondere bei Chemiefasermatten
mit sehr hohem Hohlraumvolumen von Vorteil ist. Hierbei läßt sich über die Feinheit des Sprühnebels
(Tröpfchengröße) und Sprühdauer der Kunststoffanteil variieren. Andere Technologien zum Einbringen des
Kunststoffs in die Chemiefasermatten sind möglich.
Die derart behandelten Chemiefasermatten können vor oder nach dem Aushärten des Kunststoffs zu
Kunststofflaminaten der beanspruchten Art weiterverarbeitet werden.
Für die Herstellung der erfindungsgemäßen Kunststofflaminate
eignen sich besonders Chemiefasermatteneinlagen aus Monofilen mit einem Durchmesser von
etwa 0,1 und 1,5 mm, wobei der Kunststoff im wesentlichen an den Kreuzungsstellen der Monofile
wirksam ist.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Laminats kann auch erfolgen, indem auf die erste Randzone eine
Chemiefasermatteneinlage, welche mit Kunststoff benetzt ist, aufgebracht und anschließend mit einer
zweiten Randzone abgedeckt wird.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Danach wird die Chemiefasermatteneinlage 1, welche
aus Fasern 2 besteht, an deren Kreuzungsstellen der eingesprühte Kunststoff in Tröpfchen 3 erhärtet ist,
zunächst mit einem Randbereich in den Kunststoff einer ersten Randzone 4 eingebettet, welche hier mit einer
Fasermatte 5 verstärkt ist. Diesen Verbund kann man nach Erhärten des Kunststoffes mit dem anderen
Randbereich der Chemiefasermatteneinlage 1 in den Kunststoff einer zweiten, ebenfalls mit einer Fasermatte
6 verstärkten Randzone 7 einbetten.
Zu einer weiteren Verbesserung der Haftung zwischen der im neutralen Bereich befindlichen
Chemiefasermatteneinlage 1 und den Randzonen 4,7 ist es möglich, in die Randzonen 4, 7 Stapelfasern
einzulassen (nicht dargestellt).
In den erfindungsgemäßen Kunststofflaminaten können die in der Beschreibung des Gegenstands des
Hauptpatents angegebenen Polymere und Faserarten zur Anwendung gelangen. Was unter »neutraler
Bereich« und »Chemiefasermatte« im einzelnen verstanden wird, ist ebenfalls der zum Hauptpatent
gehörenden Beschreibung zu entnehmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. im neutralen Bereich und in den Randzonen faserverstärktes Kunststofflaminat, dessen Randzonenverstärkung
aus Glasfasern und dessen im neutralen Bereich liegende Verstärkung aus einer Chemiefasermatteneinlage besteht und welches
gegebenenfalls an seinen Oberflächen zusätzlich textile Flächengebilde aus Chemiefasern besitzt und
bei dem die Chemiefasermatteneinlage im vorimprägnierten Zustand eingelegt ist und in ihrem
Mittelbereich Hohlräume aufweist, nach Patent P22540063-16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Chemiefasermatteneinlage nur mit bis zu 60 Vol.-% Kunstharz in nahezu gleichmäßiger Weise
vorimprägniert ist, daß ihre Randbereiche in den Kunststoff der Randzonen eingebettet sind und daß
das verbleibene freie Volumen die Hohlräume bildet.
2. Kunststofflaminat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Chemiefasermatteneinlage
aus Moraofilen mit einem Durchmesser von etwa 0,1 bis 1,5 mm besteht, wobei der Kunststoff im
wesentlichen an den Kreuzungsstellen der Monofile wirksam ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2353690A DE2353690C3 (de) | 1973-10-26 | 1973-10-26 | Faserverstärktes Kunststofflaminat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2353690A DE2353690C3 (de) | 1973-10-26 | 1973-10-26 | Faserverstärktes Kunststofflaminat |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2353690A1 DE2353690A1 (de) | 1975-05-07 |
| DE2353690B2 true DE2353690B2 (de) | 1978-05-03 |
| DE2353690C3 DE2353690C3 (de) | 1978-12-21 |
Family
ID=5896500
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2353690A Expired DE2353690C3 (de) | 1973-10-26 | 1973-10-26 | Faserverstärktes Kunststofflaminat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2353690C3 (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3238057C2 (de) * | 1982-10-14 | 1986-09-25 | Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim | Verfahren zum Herstellen eines festen, dünnwandigen, tiefgezogenen Formteiles |
| NL8702423A (nl) * | 1987-10-12 | 1989-05-01 | Dsm Resins Bv | Laminaat struktuur. |
| CA2036247A1 (en) * | 1990-03-29 | 1991-09-30 | Jeffrey L. Berger | Nonwoven surface finishing articles reinforced with a polymer backing layer and method of making same |
| US5363604A (en) * | 1992-08-21 | 1994-11-15 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Entangled continuous filament nonwoven scouring articles and methods of making same |
| US5858140A (en) * | 1994-07-22 | 1999-01-12 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Nonwoven surface finishing articles reinforced with a polymer backing layer and method of making same |
| US5573844A (en) * | 1995-01-06 | 1996-11-12 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Conformable surface finishing article and method for manufacture of same |
-
1973
- 1973-10-26 DE DE2353690A patent/DE2353690C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2353690A1 (de) | 1975-05-07 |
| DE2353690C3 (de) | 1978-12-21 |
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Legal Events
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