DE235702C - - Google Patents
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- DE235702C DE235702C DENDAT235702D DE235702DA DE235702C DE 235702 C DE235702 C DE 235702C DE NDAT235702 D DENDAT235702 D DE NDAT235702D DE 235702D A DE235702D A DE 235702DA DE 235702 C DE235702 C DE 235702C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
- F01D17/20—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14 c. GRUPPE
Dampf- oder Gasturbinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. März 1910 ab.
Mit Dampf oder Gas betriebene Niederdruckturbinen schaltet man zweckmäßig mit Hochdruckturbinen
in der Weise zusammen, daß letztere bei ungenügender Leistung ersterer in Tätigkeit treten, ein Verfahren, das man
auch bei Verbindung zweier Turbinen mit gleicher Einlaßspannung gelegentlich anwendet.
An die gemeinsame Regelung der beiden Turbinen werden in den vorliegenden Fällen
ίο besondere Anforderungen gestellt. Zunächst
hat der Regler bei Überlastung der einen Maschine oder bei Mangel an dem erforderlichen
Treibmittel selbsttätig die andere Maschine hinzuzuschalten. Dann hat er das Zusammenarbeiten
der beiden Maschinen in der Weise zu regeln, daß die Summe der Einzelleistungen für dieselbe Belastung ungeändert, wechselnder.
Belastung gegenüber hingegen verhältnisgleich bleibt. Abweichungen von dieser Art
der Regelung verursachen störende Ungleichmäßigkeiten des Ganges, die unter Umständen
einen geregelten Betrieb in Frage stellen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Regelung, bei der ein Geschwindigkeitsregler
Hilfsmaschinen beeinflußt, die zur Einstellung der Einlaßorgane und damit der Einzelleistungen
der Maschinen dienen. Jede der Hilfsmaschinen wird für sich gesteuert. Außerdem aber ist die Hilfsmaschine der einen Hauptmaschine mit einem weiteren Steuerorgan aus-
gerüstet, welches je nach dem Stande des Einlaßorgans der anderen Hauptmaschine eingestellt
wird und eine weitere Beeinflussung des durch die Haupteintrittssteuerung der
Hilfsmaschine gesteuerten Druckmittels vornimmt. Gemäß der Erfindung ist dies Hilfssteuerorgan
in seiner Dreh- oder Verschiebungsrichtung während des Betriebes beispielsweise von Hand einstellbar, so daß je nach Bedürfnis
die Leistung der betreffenden Maschine geändert werden kann. Dabei ist die Wirkungsweise
der neuen Einrichtung eine solche, daß bei Änderung der Leistung der einen Maschine
durch den Regler, der beide Maschinen beeinflußt, eine verhältnisgleiche Leistungsänderung
der anderen Maschine bewirkt wird. Damit werden die eingangs aufgestellten Bedingungen
für die Arbeitsweise der Regelungsvorrichtung erfüllt.
Gemäß der Zeichnung, welche eine beispielsweise Anwendung der neuen Einrichtung darstellt,
soll es sich im vorliegenden Falle um die Regelung zweier Dampfturbinen handeln,
von denen die eine mit Frischdampf, die andere mit Abdampf betrieben wird.
ν ist das Dampfeinlaßventil der Abdampfturbine, ν1 dasjenige der Frischdampfturbine.
Die beiden Turbinen sind miteinander ge-
kuppelt. Auf der Spindel von ν sitzt der Kolben a, der im Zylinder b gleitet. Der Kolben
wird durch ein Druckmittel, welches durch eine Eintrittssteuerung vom Regler aus gesteuert
wird, beeinflußt. Im vorliegenden Falle wird der Ein- und Auslaß des zum Betriebe der
Hilfsmaschine dienenden Drucköles durch den entlasteten Schieber c gesteuert, d und e bezeichnen
den Einlaß bzw. die Auslässe des
ίο Druckmittels. Mit der Muffe f des Geschwindigkeitsreglers
g ist die Stange h drehbar verbunden. Diese Stange ist bei i an der Spindel
des Ventils ν angelenkt; von ihr wird im Punkte k die Bewegung des Steuerschiebers c
der Hilfsmaschine abgeleitet.
In gleicher Weise ist die zur Einstellung des Dampf einlaßven tils v1 dienende Hilfsmaschine
eingerichtet und mit dem Regler verbunden. Die Stange h1, welche mit der
Muffe des Reglers verbunden ist, greift bei k1
an der Spindel von v1 und bei i1 an der Steuerung
an. Die Steuerung wird hier durch Doppelschieber bewirkt, beispielsweise so, daß ein
entlasteter Kolbenschieber /, welcher innere
Einströmung hat und vom Regler aus beeinflußt wird, in einen anderen Kolbenschieber m
gleitet. Dieser Schieber m wird von der Übertragungsstange η aus bewegt, welche im
Punkte 0 angreift. Andererseits greift die Ventilspindel von ν an der Stange im Punkte p
an. Die Stange selbst ist in. einem Punkte q drehbar gelagert. Der Punkt q ist im Zeichnungsbeispiel
in Richtung der eingezeichneten Pfeilrichtungen verstellbar.
Die Wirkungsweise der Regelung ist nun die folgende:
Angenommen, die mit Abdampf gespeiste Turbine arbeite allein und wird über ihre
Höchstleistung hinaus belastet. Dies hat zur Folge, daß ihre Umlaufgeschwindigkeit
sinkt, die Muffe f des Reglers sich senkt und damit die den Stangen h und h1 angelenkten
Steuerschieber c und I abwärts bewegt. Während der Regelschieber m die Eintrittskanäle
zur Hilfsmaschine des Frischdampfventils noch abgeschlossen hält, gibt der Steuerschieber c
dem Druckmittel zur unteren Kolbenseite den Zutritt frei. Die obere Kolbenseite wird hingegen
mit dem Auslasse in Verbindung gebracht. Infolgedessen werden sich der Kolben α und das Ventil ν heben. Durch diese
Bewegung wird der Punkt p als Angriffspunkt der Übertragungsstange nach oben bewegt.
Die Stange dreht sich nun um den Drehpunkt q, so daß sich der an der Hochdrucksteuerung
gelegene Angriffspunkt 0 senkt. Der Regelschieber m beeinflußt nun den Zutritt bzw.
den Auslaß des Druckmittels zur Hilfsmaschine der Hochdrucksteuerung. In diesem Falle
wird er das Druckmittel unter den Kolben a1
der Hilfsmaschine treten lassen und damit das Frischdampf ventil öffnen. Der Drehpunkt
q der Übertragungsstange wird unter Berücksichtigung der jeweiligen Belastung eingestellt,
und zwar zweckmäßig so, daß erst, wenn Ventil und Kolben der Abdampf maschine eine gewisse Hubhöhe erreicht haben, der
Regelschieber m die Ein- und Auslaßkanäle der Druckmittelsteuerung an der Hilfsmaschine des
Hochdruckventils freigibt.
Wird also, wie angenommen wurde, die Abdampfturbine überlastet, so wird durch die
HilfsSteuerung das Anheben des Ventils v1 stattfinden, d. h. die Frischdampfturbine wird
zugeschaltet. Sinkt die Belastung nun wieder auf normale Größe, so erhebt sich die Reglermuffe
f und stellt in umgekehrter Weise durch Abschalten der Frischdampfturbine den ursprünglichen
Zustand wieder her. Dieselbe Wirkungsweise tritt ein, wenn die Abdampfturbine aus Mangel an Abdampf in ihrer
Leistung zurückgeht und von der Hochdruckturbine Unterstützung fordert.
Soll bei Überlastung der Abdampfturbine die Frischdampfturbine mit einer größeren als der
durch den Regler eingestellten Leistung sich an der Gesamtleistung beteiligen, oder aber
soll die Umlaufzahl erhöht werden, so wird der Drehpunkt q gemäß dem Zeichnungsbeispiel
in entsprechender Weise verschoben. Die Ver-Schiebung des Drehpunktes kann sowohl in
der seitlichen als auch in der Höhenrichtung erfolgen.
Da die Steuerungen beider Hilfsmaschinen vom Regler beeinflußt werden, findet bei unveränderter
Lage des Punktes q und bei Änderungen in der Belastung bzw. Schwankungen in der Umlaufzahl selbsttätig die Regelung der
Dampfeinlaßorgane auf der Frischdampf- und auf der Abdampfseite statt. Die Leistungszunähme
bzw. Abnahme ist in diesem Falle bei beiden Turbinen im Verhältnis gleich.
Die Verschiebung des Drehpunktes q kann sowohl von Hand als auch durch eine Steuerung
oder ein Regelorgan vorgenommen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zur Regelung zweier miteinander gekuppelter, mit verschiedener oder gleicher Spannung des Treibmittels arbeitender Kraftmaschinen, im besonderen Dampf- oder Gasturbinen, auf eine der Belastung verhältnisgleiche Gesamtleistung unter mehr oder minder bedeutender Zuschal tung der einen Hauptmaschine, wobei ein Geschwindigkeitsregler die Steuerungen von Hilfsmaschinen beeinflußt, welche zur Einstellung der Einlaßorgane der Hauptmaschinen dienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Hilfsmaschine für diezuzuschaltende Hauptmaschine in zwei ihrer j Reglers zunächst geschlossen bleiben undArbeitsweise nach gleichartige Organe zer- j erst von einem bestimmten Zeitpunkte ab,legt wird, deren eines vom Einlaßorgan der entsprechend der jeweiligen Einstellung desanderen Hauptmaschine in der Weise be- Einlaßorganes der gewöhnlich dauernd ein-einflußt wird, daß die Durchlaßkanäle für das j geschalteten Hauptmaschine, allmählich frei- ·Druckmittel bei einer Verstellbewegung des | gegeben werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.ÜEIU.IN. GEDHUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Country Status (1)
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