DE2362060C3 - Vorrichtung zum mechanischen Codieren eines Einschubplatzes für eine steckbare Flachbaugruppe in einem Baugruppenträger - Google Patents
Vorrichtung zum mechanischen Codieren eines Einschubplatzes für eine steckbare Flachbaugruppe in einem BaugruppenträgerInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einer Vorrichtung zum mechanischen Codieren eines Einschubplatzes für eine
Flachbaugruppe in einem Baugruppenträger mittels einer Anordnung von zusammenwirkenden Codierstiften
und Codierkammern, die an der dem Steckverbinder der Flachbaugruppe gegenüberliegenden Frontseite der
Flachbaugruppe an einer Frontplatte und an einer vorderen Rahmenleiste des Baugruppenträgers angeordnet
sind.
Es sind bereits Methoden zur mechanischen Codierung der Einschubplätze für Flachbaugruppen in
Baugruppenträgern bekannt Eine der einfachsten mechanischen Codierungen ist die sogenannte »Pin-Codierung« (Normblatt für Verteidigungsgeräte VG 0095
324, Blatt 11, S. 5). Hierbei werden in der am hinteren
Ende der Flachbaugruppe angeordneten Messerleiste der Steckverbindung Kontaktmesser entfernt In die
korrespondierende Federkontaktkammer der Federleiste wird ein Schlüsselstück eingesetzt Beim Einschieben
ίο einer für diesen Platz nicht vorgesehenen Flachbaugruppe stößt dann ein nicht entferntes Kontaktmesser
auf das eingesetzte Schlüsselstück und sperrt das Herstellen der Steckverbindung. Bei dieser Codierung
wird eine verhältnismäßig große Anzahl der Kontakt-
iS messer und Federkammern für die Funktion der
Codierung verwendet und fällt damit für die elektrische Verbindung aus.
Aus der US-PS 35 82 867 ist eine Einrichtung bekannt bei der seitlich neben den beiden Schmalseiten eines
ίο Steckverbinders jeweils eine Codiereinrichtung an
geordnet ist bei der die Codierung durch jeweils eine von sechs Positionen eines drehbaren Formteiles
gegeben ist Bei dieser Einrichtung können somit 36 Verbindungen gesichert werden. Damit Einbauraum
für die Codiereinrichtung zur Verfügung steht, kann der Steckverbinder dabei allerdings nicht über die volle
Breite der Flachbaugruppe reichen, so daß somit die Anzahl der elektrischen Kontakte beschrankt wird.
Bei einer anderen bekannten Möglichkeit (DT-Gbm 19 33 162) der mechanischen Codierung von Einschubplätzen
für Flachbaugruppen bleibt die volle Anzahl der elektrischen Verbindungen erhalten. Bei dieser Möglichkeit
ist längsseitig neben der Steckverbindung eine kammartige Stift-Loch-Kombination angeordnet, bei
der in die Löcher einer Bolzenleiste Codierbolzen eingesetzt werden können, die im eingeschobenen
Zustand der Flachbaugruppe in die durch Nichteinsetzen
von Codierbolzen in eine Zahnleiste verbleibende Zahnlücke greifen. Bei dieser mechanischen Codierung
muß jedoch längsseitig n^ben den Steckverbindungen der Flachbaugruppen für die Bolzen- und Zahnleisten
zusätzlicher Raum freibleiben. Die Verwendung einer solchen Codierung vermindert daher die Zahl der für
einen Baugruppenträger vorgesehenen Flachbaugrup-Pen.
Bei einer Vorrichtung nach dem DT-Gbm 19 69 182 sind ein Steckverbinder und eine Codiereinrichtung
räumlich getrennt angeordnet. Zur Codierung dienen dabei Kämme aus Isolierstoff, die zum einen an dem
Steckverbinder gegenüberliegenden Ende der Flachbaugruppe unmittelbar oberhalb der Bauteile der
jeweiligen Flachbaugruppe und zum anderen an einem Gehäuserahmen eines Gehäuses zur Aufnahme der
Flachbaugruppen angeordnet sind.
Diese Vorrichtung bietet den Vorteil, daß sie eine große Anzahl von Codiermöglichkeiten eröffnet,
benötigt aber einen Einbauraum zwischen den nebeneinander angeordneten Flachbaugruppen. Ferner können
die wenig formsteifen Kämme durch Verwerfungen aufgrund unachtsamen Befestigens oder von Temperatureinflüssen
sowie durch Bruch der empfindlichen Zinken ein unzulässiges Einsetzen einer Flachbaugruppe
nicht mit Sicherheit verhindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mechanische Codierung anzugeben, die bei vorhandenen
Flachbaugruppen und Baugruppenträgern ohne Verlust der ausnutzbaren Zahl von elektrischen
Kontakten sowie ohne Verminderung der Zahl von in
einem Baugruppenträger maximal vorzusehenden Flachbaugruppen verwendet werden kann. Ferner soll
durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum mechanischen Codieren keine Einschränkung in dei Bauteilebestückung
auf der jeweiligen Leiterplatte entstehen, trotzdem aber eine Vielzahl von Codiervarianten
möglich sein.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Frontplatte mindestens auf einer Seite über die
Breite der Flachbaugruppe vorsteht und daß in dem dadurch gebildeten Feld der Frontplatte außerhalb des
Bestückungsbereiches der Flachbaugruppe an der Rückseite der Frontplatte in einem mehrreihigen Raster
die Codierstifte bzw. Codierkammern angeordnet sind, die mit den entsprechenden Codierkammern und
Codierstiften eines Gegenstückes an der vorderen Rahmenleiste fluchten.
Die folgenden Teilmerkmale können in Weiterbildung der Erfindung vorteilhafterweise einzeln oder in
Kombination miteinander verwendet werden:
Die Codierkammern sind wahlweise durch Verschlußbolzen ausfüllbar.
Die Verschlußbolzen tragen eine federnde Nase, die beim Einstecken des Verschlußbolzens vor der Codierkammerwandung
zurückweicht und in seiner Endlage in eine öffnung der Codierkammerwandung rastet.
Die Codierkamniern sind durch Ausbrechen von
Zähnen eines Codierkammes gebildet.
Das Gegenstück ist auch mit dem vorderen Ende einer zum Führen der Flachbaugruppe während des
Einschiebens vorgesehenen Führungsschiene verbunden. Die Codierstifte sind in für sie vorgesehene
öffnungen an der Rückseite der Frontplatte einrastbar.
Die Codierstifte sind zu Kämmen zusammengefaßt und einzeln ausbrechbar und für jeden Kammrücken ist
ein Bcfcstigungsschlitz in der Rückseite der Frontplatle vorgesehen. Senkrecht zur Steckrichtung sind in der
Frontplatte und in jedem Kammrücken sich deckende Löcher zum Aufnehmen eines Befestigungsbolzens
vorgesehen.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele ist die Erfindung nachstehend näher erläutert. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Teils eines Baugruppenträgers mit den vorderen Rahmenleisten
und einer Flachbaugruppe mit Vorrichtungen zum mechanischen Codieren,
F i g. 2 eine S chnittdarstellung durch die obere vordere Rahmenleiste des Baugruppenträgers mit
einem Gegenstück,
Fig.3 eine perspektivische Rückansicht eines Teils
einer Baugruppenfrontplatte mit öffnungen zum Einsetzen von Codierstiften,
Fig.4 eine perspektivische Rückansicht einer Baugruppenfrontplatte
mit Schlitzen zum Einsetzen von kammartig zusammengefaßten Codierstiften,
Fig.5 eine mögliche Kombination einer Baugruppenfrontplatte
gemäß F i g. 4 mit einem Gegenstück, bei dem die Codierbolzen aus dem vorher gezähnten
Codierkammerstück ausgebrochen werden können.
Der in F i g. 1 teilweise dargestellte Baugruppenträger besteht aus Seitenwänden 1 und Rahmenleisten, von
denen nur die vorderen Rahmenleisten 2 dargestellt sind. Ferner sind im Baugruppenträger in nicht näher
dargestellter Weise Führungsschienen 3 zum eindeutigen Fixieren der Lage einer Flachbaugruppe 4 im
Baugruppenträger befestigt. Am vorderen Ende jeder Führungsschiene befindet sich ein Gegenstück 5, das mit
Hilfe von Warzen 6 und einer Nasenleiste 7 an der jeweiligen Rahmenleiste 2 des Baugruppenträgers
befestigt ist Das Gegenstück 5 kann als Einzelteil für sich an der Rahmenleiste befestigt sein, es kann aber
S auch als Bestandteil der Führungsschiene an diese angespritzt und zusammen mit ihr an der Rahmenleiste
befestigt sein. Am vorderen Ende des Gegenstückes 5 sind auf der Frontseite des Baugruppenträgers gerichtete
Codierkammern 8 vorgesehen. Diese Codierkammern können durch sogenannte Verschlußbolzen 9
ausgefüllt werden.
Am hinteren Ende der Flachbaugruppe 4 ist eine handelsübliche Messerleiste 10 vorgesehen, die beispielsweise
die gleiche Breite hat wie die schmälste aller in einem solchen Baugruppensystem verwendeten
Froraplatten 11. Zum Ziehen der Flachbaugruppe 4 befindet sich an der Frontplatte 11 ein Ziehgriff 12.
Ferner sind an der Rückseite der Frontplatte 11 auf die
Gegenstücke 5 gerichtete Codierstifte 13 vorgesehen.
Die Codierstifte 13 sind fluchtend mit solchen Kammern
8 der Gegenstücke 5 angeordnet, die durch keinen Verschlußbolzen 9 ausgefüllt sind. Trifft beim Einschieben
einer Flachbaugruppe in den Baugruppenträger auch nur einer der Codierstifte 13 auf eine durch einen
Verschlußbolzen 9 ausgefüllte Codierkammer, so kann die Flachbaugruppe nicht bis zum Herstellen der
elektrischen Verbindung eingeschoben werden. Daraus ist die fehlerhafte Zuordnung dieser Flachbaugruppe
erkennbar.
ya Die Schnittdarstellung in F i g. 2 zeigt eine Einzelheit
aus dem Bereich der oberen vorderen Rahmenleiste 2 mit einem an die Führungsschiene 3 angespritzten
Gegenstück 5, das zusammen mit der Führungsschiene 3 durch die Warzen 6 und die Nasenleiste 7 an der
vorderen Rahmenleiste 2 befestigt ist. Im geschnittenen Teil des Gegenstückes 5 ist deutlich eine offene
Codierkammer 8 und eine durch einen Verschlußbolzen
9 verschlossene Codierkammer zu erkennen. Der Verschlußbolzen besteht vorzugsweise aus einem
elastischen Kunststoff und trägt an seinem vorderen Ende einen beim Einführen in eine Codierkammer
elastisch zurückweichenden Haken, der im voll eingeschobenen Zustand des Verschlußbolzens hinter dieser
Ausnehmung federnd einrastet. Die an der Flachbaugruppe 4 befestigte Frontplatte 11 trägt auf ihrer
Rückseite Codierstifte 13 von denen der eine deutlich sichtbar in die unverschlossene Codierkammer 8 stößt.
Ein anderer Codierstift (hier nur teilweise sichtbar) ragt dagegen in eine der benachbarten, unverschlossenen
Codierkammern.
F i g. 3 zeigt eine vorteilhafte, prinzipiell aus dem DT-Gbm 70 33 080 bekannte Möglichkeit zum Befestigen
der Codierstifte 13 in der Rückseite der Frontplatte 11. Dazu sind in der Rückseite in ihrer Form den
Codierstiften 13 angepaßte öffnungen 14 vorgesehen, in die je nach Wahl Codierstifte 13 geklebt, gepreßt oder
eingerastet werden können.
Eine andere Möglichkeit zum Befestigen der Codierstifte 13 ist in Fig.4 dargestellt. Dazu sind in der
Rückseite der Frontplatte 11 zwei Schlitze 15 vorgesehen, in die je ein Codierstiftkamm 16 eingeführt
werden kann. Senkrecht zur Steckrichtung des Kammes und zur breiten Kammrückenfläche sind in der
Frontplatte und im Kammrücken sich deckende Löcher 17 zum Aufnehmen eines Befestigungsbolzens 18
vorgesehen. Die Codierstifte 13 des Codierstiftkammes 16 können je nach Wahl beispielsweise an dafür
vorgesehenen Sollbruchstellen abgebrochen werden.
Ferner ist auch eine der für die Codierstifte 13 in F i g. 3 vorgesehenen Befestigungsarten an Stelle der Befestigungsart
mit Loch und Bolzen für die Codierstiftkamme möglich.
Das Ausführungsbeispiel nach F i g. 4 ist auch für die Codierstifte in Fig.5 gewählt. In diesem Ausführungsbeispiel steht den Codierstiften 13 jedoch ein anderes
Ausführungsbeispiel für ein Gegenstück 5 gegenüber. Hierin sind ähnlich wie bei den Codierstiftkämmen 16
kammartig angeordnete Verschlußbolzen 19 vorgesehen, die beispielsweise durch Abbrechen, Abkneifen
oder andere mechanische Bearbeitungsverfahren entsprechend der Anordnung der Codierstifte 13 entfernt
werden können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum mechanischen Codieren eines Einschubplatzes für eine steckbare Flachbaugruppe
in einem Baugruppenträger mit Hilfe einer Anordnung von zusammenwirkenden Codierstiften und
Codierkammern, die an der dem Steckverbinder der
Flachbaugruppe gegenüberliegenden Frontseite der Flachbaugruppe an einer Frontplatte und an einer
vorderen Rahmenleiste des Baugruppenträgers angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Frontplatte (11) mindestens auf einer Seite über die Breite der Flachbaugruppe (4) vorsteht und
daß in dem dadurch gebildeten Feld der Frontplatte (U) außerhalb des Bestückungsbereiches der Flachbaugruppe (4) an der Rückseite der Fronlplattt (U)
in einem mehrreihigen Raster dio Codierstifte (13) bzw. Codiei kammern angeordnet sind, die mit den
entsprechenden Codierkammern (8) und Codierstiften eines Gegenstückes (5) an der vorderen
Rahmenleiste (2) fluchten.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Codierkammern (8) wahlweise durch Verschlußbolzen (9) ausfüllbar sind.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußbolzen (9) eine
federnde Nase tragen, die beim Einstecken des Verschlußbolzens vor der Codierkammerwandung
zurückweicht und in seiner Endlage in eine öffnung der Codierkammerwandung rastet.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierkammern (8) durch
Ausbrechen von Zähnen (19) eines Codierkammes (F i g. 5)gebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenstück
(5) auch mit dem vorderen Ende einer zum Führen der Flachbaugruppe (4) während des Einschiebens
vorgesehenen Führungsschiene (3) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierstifte
(13) in für sie vorgesehene öffnungen (14) an der Rückseite der Frontplatte (11) einrastbar sind.
7. Vorrichtung nach Palentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierstifte (13) zu
Kämmen (16) zusammengefaßt und einzeln ausbrechbar sind und daß für jeden Kammrücken ein
Befestigungsschlitz (15) in der Rückseite der Frontplatte (11) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß senkrecht zur Steckrichtung in
der Frontplatte (11) und in jedem Kammrücken (16) sich deckende Löcher (17) zum Aufnehmen eines
Befestigungsbolzens (17) vorgesehen sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732362060 DE2362060C3 (de) | 1973-12-13 | Vorrichtung zum mechanischen Codieren eines Einschubplatzes für eine steckbare Flachbaugruppe in einem Baugruppenträger | |
| AT846274A AT341604B (de) | 1973-12-13 | 1974-10-21 | Vorrichtung zum mechanischen codieren des einschubplatzes fur eine flachbaugruppe in einem baugruppentrager |
| ZA00747634A ZA747634B (en) | 1973-12-13 | 1974-11-29 | An assembly for mechanically coding the mating location of a flat plug-in unit in a support frame |
| CH1650874A CH580871A5 (de) | 1973-12-13 | 1974-12-11 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732362060 DE2362060C3 (de) | 1973-12-13 | Vorrichtung zum mechanischen Codieren eines Einschubplatzes für eine steckbare Flachbaugruppe in einem Baugruppenträger |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2362060A1 DE2362060A1 (de) | 1975-06-19 |
| DE2362060B2 DE2362060B2 (de) | 1977-06-30 |
| DE2362060C3 true DE2362060C3 (de) | 1978-02-16 |
Family
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