DE2362773C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von organisch gebundenem Kohlenstoff in Wasser durch photochemische Oxidation - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von organisch gebundenem Kohlenstoff in Wasser durch photochemische Oxidation

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Description

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung von organisch gebundenem Kohlenstoff in Wasser durch Oxidation organischer Substanzen mit Sauerstoff, Austreiben und Bestimmung des gebildeten Kohlendioxids in einem Gasanalysator.
Bei den bisher bekannten Geräten zur Bestimmung von organisch gebundenem Kohlenstoff in Wasser erfolgt die Oxidation der organischen Wasserinhaltsstoffe zu Kohlendioxid entweder durch thermische Verbrennung oder auf chemischem Weg in Form einer Naßoxidation. Das entstehende Kohlendioxid wird durch einen Sauerstoff- bzw. Luftstrom in einen angeschlossenen Gasanalysator, z. B. einen Infrarotspektrographen überführt und dort quantitativ gemessen oder mit einer chemischen Methode bestimmt.
Bei Verfahren, welche aie organische Substanz bei bis 9000C zu CO2 verbrennen, wird die Probe entweder diskontinuierlich in Mengen von 10—200μ1 eingespritzt oder kontinuierlich in die Verbrennungsapparatur eingetropft.
Die Leistungsfähigkeit der Einspritzmethode ist dadurch begrenzt, daß nur kleine Probemengen eingesetzt werden können und sich die Adsorptionsbedingungen für das CO2 nach dem Einspritzvorgang durch den Wechsel von trockenem Sauerstoffstrom zum wasserdampfhaltigen Gasgemisch an den Innenwänden der Apparatur ändern. Die Folge davon ist eine Adsorption von COa-Spuren an den Innenwänden der Apparatur während der Trockenlaufzeiten und eine teilweise Verdrängung des adsorbierten CO2 während der Meßzeiten, wodurch das verdrängte CO2 vom Gasstrom mitgenommen und im Analysator mitgemessen wird. Es wird somit ein Gehalt an organischen Stoffen in der Wasserprobe vorgetäuscht, der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist
Außerdem muß bei der Einspritzmethode der anorganisch gebundene Kohlenstoff, wie er in allen natürlichen Wässern in Form von CO2, HCO3- und CO32- vorliegt, vor der eigentlichen Messung des organisch gebundenen Kohlenstoffs in jeder Probe durch Ansäuern und Ausgasen des gebildeten CO2 mit Luft oder einem anderen Gas entfernt werden. Dabei werden jedoch flüchtige organische Stoffe ebenfalls mit ausgetrieben, so daß sie der Messung verlorengehen.
Ein Teil dieser Schwierigkeiten läßt sich vermeiden, wenn man die Probe nicht einspritzt sondern kontinuierlich zutropft Hierdurch werden vor allem die Meßgenauigkeit und die Empfindlichkeit verbessert Durch ein entsprechendes Zusatzgerät läßt sich dabei auch eine automatische Probendosierung erreichen.
Die Leistungsfähigkeit der mit thermischer Verbrennung arbeitenden Apparaturen wird aber durch folgende Faktoren begrenzt:
1. Es läßt sich nur eine bestimmte Wassermenge pro Zeiteinheit verdampfen, da sonst die Druckstöße in der Apparatur beim Einspritzverfahren zu groß werden bzw. der Verbrennungsteil bei einer kontinuierlichen Verfahrensweise zu stark abgekühlt wird und die Verbrennung infolgedessen nur unvollständig verläuft. Dadurch wird eine untere Erfassungsgrenze festgelegt.
2. Die Analyse stark saurer Wasser ist nicht möglich, weil anorganische Säuren bei 600—9000C teilweise zersetzt werden. Die Zersetzungsprodukte führen zu agressiven Nebeln, weiche die Küvetten des Infrarotanalysators verunreinigen und nach einiger Zeit unbrauchbar machen.
3. Die in natürlichen Wässern enthaltenen anorganisehen Salze verbleiben im Verbrennungsteil. Das kann aufwendige Reinigungen bzw. eine Erneuerung des Verbrennungsteils der Apparatur zur Folge haben. Sublimationsfähige Salze, wie z. B. Ammoniumverbindungen führen zu Ablagerungen hinter dem Verbrennungsteil der Apparatur.
4. Bei allen thermischen, insbesondere jedoch bei den kontinuierlich arbeitenden Verfahren ist die „Anfahrzeit" der Apparatur unverhältnismäßig lang. Das bedeutet, daß es sich kaum lohnt, die Anlage wegen 5 oder 10 Proben in Gang zu setzen. Wenn nur wenige Proben pro Tag anfallen, erschwert dieser Umstand die Verwendung solcher Meßverfahren.
Die Verfahren, bei denen die organische Substanz auf chemischem Wege zu CO2 oxidiert wird und bei denen als Oxidationsmittel hauptsächlich Kaliumdichromat oder Peroxodisulfate mit entsprechenden Katalysatoren verwendet werden, haben gegenüber den thermischen den Vorteil, daß sich im Reaktionsteil der Apparatur keine anorganischen Salze ablagern können, weil für jede Probe eine frische Oxidationslösung verwendet wird. Von Nachteil ist es jedoch, daß die zur
Naßoxidation verwendeten Chemikalien oft nur schwer absolut frei von organischen Substanzen herzustellen •sind. Dadurch sowie durch die unvollständige Oxidation bei zu großer Verdünnung ergibt sich auch bei diesen Verfahren eine untere Nachweisgrenze, »velche die Erfassung sehr niedriger Konzentrationen unmöglich macht
Aufgabe dieser Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung und eines Verfahrens, mit deren Hilfe einerseits die beschriebenen Nachteile der genannten Verfahren vr<rmieden und andererseits sowohl die Vorteile der thermischen Verbrennung, d.h. sauberes Arbeiten ohne aggressive Reagenzien und geringe Betriebskosten durch Wegfall teurer Chemikalien, als auch die Vorteile dir chemischen Naßoxidation, d.h. geringe Zeit zum Anfahren der Apparatur und keine Bildung von anorganischen Ablagerungen im Reakiionsteil der Apparatur, erzielt werden sollen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einem Verfahren der eingangs genannten Art daduich gelöst daß die Oxidation in einem Bestrahlungsgefäß unter Einwirkung von UV-Licht einer Quecksilberdampflampe fotochemisch erfolgt. Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, welche gekennzeichnet ist durch ein Bestrahlungsgefäß mit einem Kühlmantel zur Aufnahme einer Wasserprobe, einer in diesem Gefäß im wesentlichen zentral angeordneten Quecksilberdampflampe, einer Öffnung zum Einführen der Wasserprobe in das Beslrahlungsgefäß, einem im unteren Teil des Bestrahlungsgefäßes angeordneten Frittenboden, Mitteln zur Einführung von Sauerstoff in das Bestrahlungsgefäli unterhalb des Frittenbodens und Mitteln zur Abführung und Bestimmung des durch Oxidation der organischen Substanzen gebildeten Kohlendioxids.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung eingehender erläutert.
Die A b b. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Die A b b. 2 und 3 geben zwei zusätzliche Variationsmöglichkeiten dieser Vorrichtung wieder.
Die in A b b. 1 gezeigte Vorrichtung besteht aus einem Bestrahlungsgefäß l.das mit einem Kühlmantel 2 umgeben ist. Dieser Kühlmantel wird ebenso wie ein derartiger, der bevorzugt für die Kühlung einer in diesem Gefäß 1 im wesentlichen zentral angeordneten Quecksilberdampflampe 7 vorgesehen ist, von Wasser durchströmt, welches mittels eines Thermostats auf einer Temperatur !wischen 30 und 50° C, vorzugsweise von etwa 40° C gehalten wird. Dadurch bleibt einerseits die Temperatur des Wassers im Reaktionsgefäß, die ohne Thermostatisierung nach längerer Bestrahlungszeit bis zum Siedepunkt steigen würde, konstant, und andererseits wird der Brenner der Quecksilberdampflampe, vorzugsweise einer Niederdruck-Quecksilberdampflampe, auf der für die UV-Lampe optimalen Arbeitstemperatur gehalten.
Durch den Ablaßhahn 4 wird gelegentlich Wasser aus dem Bestrahlungsgefäß 1 abgelassen, weil dort der. Wasserspiegel durch Zugabe von Proben ansteigen kann.
Das mit konzentrierter Phosphorsäure oder konzentrierter Schwefelsäure vorzugsweise auf einen pH-Wert unterhalb von 4,5, besonders bevorzugt auf einem pH-Wert gleich oder kleiner als 2 eingestellte Wasser im Reaktionsgefäß wird kontinuierlich von Sauerstoff durchströmt, der durch den Frittenboden 3 in das Gefäß gelangt. Hierdurch ist eine ausreichende Durchmischung des Wassers mit Sauerstoff gewährleistet Der Sauerstoff wird vorher durch Trockentürme mit Kieselgel 13 und Natronasbest 14 von Feuchtigkeit und Kohlendioxid befreit und mittels eines Nadelventils 15 und eines Strömungsmessers 16 *uf eine konstante Strömungsgeschwindigkeit gebracht. Nachdem der Gasstrom das Wasser im Reaktionsgefäß wieder verlassen hat, gelangt er durch den Kühler 6 in den Rohrofen 8. Der Kühler 6 ist vorzugsweise mit Glasspiralen, Raschigringen oder ähnlichem Material gefüllt und hat die Aufgabe, die dem Gasstrom anhaftende Feuchtigkeit zu kondensieren. Der Kühler ist bevorzugt so angeordnet, daß das sich bildende Kondensat in die Apparatur zurückfließt Der Rohrofen 8 ist mit einem Quarzrohr versehen, welches mit Quarzstücken gefüllt ist, auf die ein Platinkatalysator aufgebracht ist Er hat einerseits die Aufgabe, das Ozon zu zerstören, welches durch Bestrahlung des Sauerstoffs entstanden ist und dient andererseits dazu, die flüchtigen organischen Stoffe vollständig zu CO2 zu oxidieren.
Nachdem der Gasstrom den Rohrofen passiert hat, gelangt er durch eine Sicherheitswaschflasche 9 in die mit Schwefelsäure gefüllte Waschflasche 10. Hier wird dem Gas der letzte Rest der Feuchtigkeit entzogen, bevor es in einen Gasanalysator 11, bevorzugt in einen Infrarot-Gasanalysator gelangt.
Für die Durchführung einer Analyse führt man eine Wasserprobe beispielsweise mit einer Spritze bei ausgeschalteter UV-Lampe durch die Einspritzöffnung 5 ein. Dabei gelangt die Probe ohne Verzögerung in das stark saure, kohlenstoffreie Wasser des Bestrahlungsapparates, wo sie durch den Sauerstoffstrom von anorganischem Kohlendioxid befreit wird. Dieser Vorgang ist abgeschlossen, wenn der Schreiber des am Infrarot-Gasanalysators 11 angeschlossenen Kompensationsschreibers 12 auf der Null-Linie angelangt ist. Erst jetzt wird die UV-Lampe eingeschaltet. Durch die Einwirkung der UV-Strahlen in Gegenwart von Sauerstoff werden alle gelösten organischen Verbindungen oxidiert und als Kohlendioxid auf dem Schreiber 12 registriert. Hat der Schreiber wieder die Null-Linie erreicht, so sind sämtliche organischen Stoffe oxidiert worden, und die UV-Lampe kann ausgeschaltet werden.
Während der Oxidation hat der Infrarot-Gasanalysator 11 kontinuierlich die zu jedem Zeitpunkt im Trägergas, z. B. im Sauerstoff, vorliegende Konzentration an Kohlendioxid analysiert, so daß auf dem angeschlossenen Schreiber 12 eine Kurve erscheint, deren Fläche direkt proportional der aus dem Kohlenstoff der Proben entstandenen CO2-Menge ist. Verwendet man einen Schreiber mit Integrator, so gibt dieser besagte Fläche unter der Kurve in Skalenteilen an. In Verbindung mit einer Eichkurve, die man sich beispielsweise durch Oxidation einer Oxalsäureiösung bekannten Kohlenstoffgehaltes hergestellt hat, läßt sich der Gehalt an organischem Kohlenstoff ermitteln. Die Eichung kann auch direkt über die Kohlendioxidmessung erfolgen.
Die pro Analyse aufzuwendende Zeit läßt sich verkürzen, wenn man die Entfernung des anorganisch gebundenen Kohlenstoffs nicht erst im Bestrahlungsgefäß, sondern in bekannter Weise schon vorher durchfahrt. Hierzu wird die Probe mit konzentrierter
&5 Phosphorsäure oder Schwefelsäure auf einen pH-Wert unterhalb von 4,5 angesäuert und ca. 15 bis 20 Minuten begast, bis sie frei von Kohlendioxid ist. Die Begasung kann sowohl mit Sauerstoff als auch mit Luft
durchgeführt werden.
Diese Luftbehandlung läßt sich allerdings nicht anwenden, wenn das zu untersuchende Wasser flüchtige organische Verbindungen enthält, da diese beim Begasen zusammen mit dem Kohlendioxid aus anorganisch gebundenem Kohlenstoff entfernt werden. Will man die flüchtigen organischen Verbindungen neben nicht-flüchtigen und anorganisch gebundenem Kohlenstoff mitbestimmen, muß man von jeder Probe eine dreifache Kohlenstoffbestimmung durchführen. Dazu wird bei ausgeschalteter Lampe eine Probe eingespritzt. Durch den Gasstrom werden das CO2 aus anorganisch gebundenem Kohlenstoff und die flüchtigen organischen Stoffe ausgetrieben. Beim Passieren des Rohrofens werden die flüchtigen organischen Stoffe zu CO2 oxidiert Auf diese Weise erhält man die Summe aus CO2 des anorganisch gebundenen Kohlenstoffs und CO2 der flüchtigen organischen Stoffe. Ist der Schreiber auf der Nullinie angelangt, wird die UV-Lampe eingeschaltet, und die nicht-flüchtigen organischen Verbindungen werden im Gefäß 1 in Gegenwart von Sauerstoff zu CO2 oxidert Man erhält so den Kohlenstoffgehalt der gelösten, nicht-flüchtigen organischen Substanzen sowie die Summe aus dem Kohlenstoffgehalt der flüchtigen organischen Substanzen und anorganisch gebundenem Kohlenstoff.
Durch eine weitere Bestimmung wird das CO2 des anorganisch gebundenen Kohlenstoffs extra ermittelt Im Gegensatz zur ersten Doppel-Bestimmung wird der Gasstrom jetzt nicht direkt vom Gefäß 1 zum Kühler 6 und weiter zum Rohrofen 8 geführt, sondern, wie aus A b b. 2 ersichtlich, mittels eines Dreiwegehahns 17, durch ein Belüftungsgefäß 18. In dieses Gefäß wird durch die Einspritzöffnung 20 eine Probe eingespritzt. Aus dem Tropftrichter 19 läßt man jetzt einige Tropfen konz. HCl zutropfen. Der mit anorganischen CO2 und flüchtigen organischen Stoffen beladene Gasstrom gelangt unter Umgehung des Rohrofens 8 in das Infrarotmeßgerät, wo nur das anorganische CO2 registriert wird. Subtrahiert man jetzt das anorganische CO2 von der Summe aus anorganischen CO? und flüchtigen organischen Stoffen, die man durch die erste Doppelmessung erhalten hat, so erhält man den Kohlenstoffgehalt der flüchtigen organischen Stoffe.
Sollen die flüchtigen organischen Stoffe nicht gesondert bestimmt werden, so kann man bei der ersten Messung die Probe von Anfang an belichten. Man erhält dann die Summe des Kohlenstoffgehalts von flüchtigen und nicht-flüchtigen organischen Stoffen und anorganischen CO2. Subtraktion des anorganischen CO2 aus der zweiten Bestimmung ergibt dann die Summe des Kohlenstoffgehalts von flüchtigen und nicht-flüchtigen organischen Substanzen.
Als Oxidationsmittel wird bevorzugt Sauerstoff aus einer handelsüblichen 02-Stahlflasche benutzt. Anstelle von Sauerstoff lassen sich jedoch auch sauerstoffhaltige
iü Gasmischungen, insbesondere Luft verwenden, die mit einer entsprechenden Pumpe 21 in das Bestrahlungsgefäß 1 gepumpt wird, wobei zwischen Pumpe 21 und Trockenturm 13 ein Filter 22, vorzugsweise ein Aktivkohlefilter, geschaltet ist, um die organischen Luftverunreinigungen zurückzuhalten. In Abb. 3 wird eine derartige Anordnung wiedergegeben.
Als UV-Lampe hat sich besonders eine Quecksilber-Niederdruckdampflampe bewährt, die eine Strahlung mit den Wellenlängen λ = 254 nm und A2 = 185 nm abgibt, wodurch eine schnell verlaufende, vollständige photochemische Oxidation bewirkt wird. Die UV-Lampe hat in der Regel eine Leistung von 100 Watt.
Entsprechend ihrer photochemischen Oxidierbarkeit werden unterschiedliche organische Substanzen verschieden schnell zu Kohlendioxid oxidiert. Dies gestattet, mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus dem zeitlichen Verlauf der CO2-Entstehung auch Aussagen über die Art der organischen Substanzen zu treffen. Durch Vergleichsmessungen mit bekannten Wässern wird dabei eine qualitative Aussage erhalten.
Die Erfindung ermöglicht eine fehlerfreie Bestimmung von organisch gebundenem Kohlenstoff in Wasser unter Vermeidung der beschriebenen Mängel von sowohl der thermischen Verbrennung als auch der chemischen Naßoxidation.
Die Meßempfindlichkeit liegt bei Verwendung eines handelsüblichen Gasanalysators mit einem Meßbereich von 0 bis 30 ppm Kohlendioxid und eines Bestrahlungsgefäßes mit ca. 1 Liter Wasserinhalt bei 0,001 mg/1 Kohlenstoff. Dadurch wird die Analyse von Proben möglich, deren Kohlenstoffgehalt bisher nicht mehr bestimmbar war. Vorteilhaft ist neben der hohen Empfindlichkeit insbesondere der unkomplizierte Aufbau der Apparatur und die schnelle Betriebsbereitschaft Der Verzicht auf hohe Temperaturen und gefährliche Chemikalien bedingt ferner eine einfache Bedienung und eine geringe Reparaturanfälligkeit
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Bestimmung von organisch gebundenem Kohlenstoff in Wasser durch Oxidation organischer Substanzen mit Sauerstoff, Austreiben und Bestimmung des gebildeten Kohlendioxids in einem Gasanalysator, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidation in einem Bestrahlungsgefäß unter Einwirkung von UV-Licht einer Quecksilberdampflampe fotochemisch erfolgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Niederdruck-Quecksilberdampflampe, die eine Strahlung mit einer Wellenlänge Ai = 254 nm und λ2 = 185 nm abgibt, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die fotochemischt. Oxidation bei Temperaturen zwischen 30 ui.d 500C erfolgt
<. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein von flüchtigen und nichtflüchtigen organischen Substanzen sowie anorganisch gebundenem Kohlenstoff die Bestimmung des Kohlenstoffs aus den drei unterschiedlichen Herkunftsquellen getrennt erfolgt.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Bestrahlungsgefäß (1) mit einem Kühlmantel (2) zur Aufnahme einer Wasserprobe, einer in diesem Gefäß im wesentlichen zentral angeordneten Quecksilberdampflampe (7), einer Öffnung (5) zum Einführen der Wasserprobe in das Bestrahlungsgefäß, einem im unteren Teil des Bestrahlungsgefäßes angeordneten Frittenboden (3), Mitteln (13-16) zur Einführung von Sauerstoff in das Bestrahlungsgefäß unterhalb des Frittenbodens und Mitteln (6—12) zur Abführung und Bestimmung des durch Oxidation der organischen Substanzen gebildeten Kohlendioxids.
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