DE2363392C2 - Verstellbarer Sessel, insbesondere für Flugzeuge - Google Patents

Verstellbarer Sessel, insbesondere für Flugzeuge

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DE2363392C2
DE2363392C2 DE2363392A DE2363392A DE2363392C2 DE 2363392 C2 DE2363392 C2 DE 2363392C2 DE 2363392 A DE2363392 A DE 2363392A DE 2363392 A DE2363392 A DE 2363392A DE 2363392 C2 DE2363392 C2 DE 2363392C2
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    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B60N2/02Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable
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    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
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    • B64D11/06Arrangements of seats, or adaptations or details specially adapted for aircraft seats
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    • B64D11/064Adjustable inclination or position of seats
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung betrifft einen verstellbaren Sessel der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art, insbesondere für Flugzeuge.
Ein derartiger Stuhl ist aus der DE-OS 21 53 417 bekannt. Dabei sind die Lehne und der Sitz durch ein Gelenk so miteinander verbunden, daß jede Verändef>5 rung der Lehnenneigung eine Veränderung der Sitzhöhe bewirkt. Tritt eine starke Vertikalbeschleunigung auf, wie es insbesondere in Flugzeugen der Fall sein kann, wobei der Stuhlbenutzer nach unten auf die
Sitzfläche gedrückt wird, so kann die Sitzfläche bei schlechter Verriegelung nach unten geschoben werden, wobei gleichzeitig die Lehne nach vorne kommt Dies ist jedoch nicht ungefährlich.
Auch bei einem aus der DE-OS 19 02 670 bekannten Stuhl sind Lehne und Sitz so miteinander gekoppelt, daß jede Veränderung der Sitzneigung eine Veränderung der Lehnenneigung bewirkt und dementsprechend eine starke Vertikalbeschleunigung des Stuhlbenutzers zu einem Umklappen der Lehne in Richtung auf die i» Sitzfläche führen kann.
Aus der US-PS 33 68 845 ist ein Stuhl für Friseursalons u. dgL bekannt, bei dem der gesamte Sitzrahmen zusammen mit der daran angeordneten Lehne sowie der Sitzfläche höhenverstellbar auf Kolben-Zylinder-Aggregaten angeordnet ist Somit sind weder Sitz noch Rückenlehne unmittelbar mit einem ortsfest angeordneten Standteil verbunden, so daß eine besonders hohe Stabilität, wie sie bei Verwendung des Sessels in Flugzeugen gefordert wird, nur mit sehr hohem Aufwand gewährleistet werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen auch für Flugzeuge besonders geeigneten verstellbaren Sessel zu schaffen, bei dem die Sitzflächenneigung und die Sitzflächenhöhe ohne Änderung der Lehnenneigung und die Lehnenneigung ohne Veränderung der Sitzflächenhöhe bzw. -neigung bei gleichbleibendem Abstand zwischen Sitzfläche und Sitzlehne geändert werden können.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden jo Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die Merkmale bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Grundsätzlich können die Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheiten in einem Stück zusammen mit dem Standteil hergestellt, zum Beispiel gegossen werden, wobei Zylinder und Standteil aus Metall, Kunststoff oder einem beliebigen anderen Material bestehen können.
Nachstehend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand von Schemazeichnungen näher beschrieben. Im einzelnen zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Sessels gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen ähnlichen Sessel wie in F i g. 1 in unterer und nach hinten geneigter Stellung,
Fig.3 eine Schnittansicht des Oberteils eines mit Laufmitteln ausgerüsteten Zylinders,
Fig.4 einen Sessel mit zwei Zylindern und in Mittelstellung, so
F i g. 5 die Seitenansicht eines Sessels mit nur einem Einzelzylinder und in unterer Stellung,
F i g. 6 den gleichen Sessel wie in F i g. 5 in oberer Stellung,
F i g. 7 eine besondere Ausführungsform des Verbindungsgliedes zwischen Kolben und Sitzplatte,
F i g. 8 eine weitere Ausfuhrungsform mit in unterer Stellung befindlichem Sessel,
F i g. 9 den gleichen Sessel wie in F i g. 8, wobei jedoch die Rückenlehne zur Umwandlung des Sessels in eine Liege in die horizontale Stellung gekippt ist,
Fig. 10 einen Schnitt durch eine besondere Ausführungsform der Höhenverstellvorrichtung des Sitzes.
In der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist die feste Stand- oder Fußplatte 1 mit pneumatischen Zylindern 2 fest verbunden, die eine Höhenverstellung des Sitzes 3 ermöglichen. Die Rückenlehne 4 ist in dem Bereich 5 durch nicht gezeigte Mittel an der Standplatte 1 befestigt Durch diese Mittel kann insbesondere die Rückenlehne 4 vollkommen fest mit der Standplatte 1 verbunden sein oder auch der Rückenlehne 4 eine Neigung ermöglicht werden. Die Pneumatikzylinder 2 dieser Ausführungsform werden durch Kanäle 6 gespeist, die in eine allgemeine Versorgungsleitung 7 einmünden. Die den Pneumatikzylindern 2 zugeführte Energie kann z. B. aus dem Bordnetz entnommen oder durch Einzelpumpen je Sessel erzeugt werden. Die Speisung der Pneumatikzylinder 2 über die Kanäle 6 wird, durch Ventile 8 geregelt Diese Ventile 8 werden durch den Sitzenden, z. B. Passagier, mittels eines beliebigen üblichen Systems, das als Verteiler bzw. Regler für gasförmige oder flüssige Medien geeignet ist gesteuert Durch die Regelung der Pneumatikzylinder 2 kann der Sitz 3 in seine obere Stellung, seine untere Stellung, sowie in jede Zwischenstellung nach Belieben des Reisenden gebracht werden. Der untere Teil des Sitzes 3 besteht aus einem Schlitten 9, der Führungsschienen 10 aufweist Die oberen Enden der Kolbenstangen 11 sind mit Lauf mitteln 17 versehen, die auf den Führungsschienen 10 gleiten. Diese Laufmittel 17 sind in F i g. 3 als auf der Schiene 10 laufende Laufrollen 18 im einzelnen gezeigt. Eine im Punkt 13 fest mit dem Schlitten 9 verbundene Stange 12 trägt an ihrem anderen Ende eine Rolle 14, die in einem im Unterteil der Rückenlehne 4 angebrachten Schlitzführung 15 läuft Diese Halteverbindung zwischen dem Sitz 3 und der Rückenlehne 4 in Form einer Stange 12 ermöglicht die Beibehaltung einer möglichst vollkommenen Berührung zwischen dem hinteren Teil 16 des Sitzes 3 und dem vorderen Teil der Rückenlehne 4. Da die Rückenlehne 4 mit der Standplatte 1 in Verbindung steht, wird bei der vertikalen Verstellung infolge der aus der Stange 12 bestehenden Halteverbindung eine Bewegung in Richtung nach vorn bzw. hinten auf den Sitz 3 bewirkt. Diese Verschiebung des Sitzes 3 in Richtung nach vorn bzw. hinten wird durch das Ablaufen der Laufmittel 17 in der Führungsschiene ermöglicht.
F i g. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der bzw. die hinteren Zylinder 2 eine sich von dem bzw. den vorderen Zylindern 2 unterscheidende Regelung aufweisen. Die Pneumatikzyünder 2 können z. B. unterschiedliche Hubwege aufweisen, wodurch eine Änderung der Sitzlage ermöglicht wird. Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 2 ist der Sitz 3 nach hinten geneigt, wenn er sich in seiner unteren Stellung befindet
Das Neigen des Sitzes 3 wird insbesondere durch Verwendung von Laufrollen 18 gemäß Fig.3 ermöglicht, da die untere Ebene des Sitzes 3 nicht ständig eine rechtwinklige Lage zu den lotrechten Kolbenstangen 11 der Pneumatikzyünder 2 einzunehmen braucht.
Der Sessel kann auf folgende Weise verwendet werden. Wenn der Sessel nicht belegt ist, befindet sich der Sitz 3 in seiner oberen Stellung. Wenn sich der Reisende setzt, bewirkt er damit ein gleichzeitig schnelles und sanftes Absinken auf den niedrigsten Stand. Diese Entspannungsstellung ermöglicht es den Reisenden, die Beine unter Inanspruchnahme des unter dem Vordersitz vorhandenen Platzes auszustrecken. Um sich ohne Behinderung wieder aufzurichten, betätigt der Reisende die Regeleinrichtung für die Pneumatikzyünder 2, wodurch sein Sitz 3 in die obere Stellung gt'oracht wird.
Bei einer anderen Ausführungsform ist der Sitz 23, wie in F i g. 4 gezeigt, mit zwei Stand- oder Fußplatten 19 unter dem Sitzgestell versehen, das von ihnen links
und rechts mittels der Kolben von vier Zylindern 20 getragen wird.
Unter Sitzgestell ist die aus folgenden Teilen bestehende Baugruppe zu verstehen:
— Eine Platte 21, die mit den Zylindern 20 über die Mittel, welche die Sitzverschiebung nach vorn und hinten gewährleisten und eine Kippbewegung nach links oder rechts verhindern, fest verbunden ist.
— Ein Schlitten 22, der auf der Platte 2! gleitet und in Richtung vorn/hinten langer als die Platte 21 ist.
— Der Sitz 23, der mit diesem Schlitten 22 fest verbunden ist, die gleichen Abmessungen wie dieser hat und allgemein ein oder mehrere Kissen trägt. !5
Auf jeder der links und rechts angeordneten Standplatten erkennt man zwei Zylinder 20, von denen jeweils einer vorn und einer hinten angeordnet ist. Am oberen Ende des Kolbenhubs befinden sich die Kolben der vier Zylinder 20 in gleicher horizontaler Ebene. Am unteren Ende ihres Hubs befinden sich die Kolben der beiden vorderen Zylinder 20 in beliebiger Höhe z. B. in einer Ebene parallel über der Ebene, in der sich die Kolben der beiden hinteren Zylinder 20 am Ende ihres Hubes befinden. Statt der Kolben können jeweils auch die Zylinder 20 auf- und abbewegbar sein.
Bei der Abwärtsbewegung des Sitzgestells erfolgt somit bei Hubende eine stufenlos verlaufende Änderung des Sitzes 23, der sich so nach hinten neigt, daß sich der 3n durch die allgemeinen Ebenen des Sitzes 23 und der Rückenlehne gebildete Keilwinkel ändert. Um eine solche Lageänderung des Sitzes 23 zu ermöglichen, müssen die hinteren Kolbenstangen mit Scharnieren 24 und die vorderen Kolbenstangen mit Rollen 25 versehen werden.
Die hintere Kante des Sitzes 23 soll bei ihrer Aufwärts- und Abwärtsbewegung stets in Berührung mit der Vorderseite der Rückenlehne bleiben, an der sie bei ihrer Bewegung von oben nach unten und umgekehrt entlangstreift. Diese Bewegung wird durch eine Dreifacheinrichtung gewährleistet:
— Der Sitz 23 ist auf einem Schlitten 22 befestigt, der die Sitzverschiebung von vorn nach hinten gewährleistet. Dieser Schlitten 22 gleitet auf einer Platte 21, die mit dem Oberteil der hinteren Zylinder 20 durch Scharniere 24 verbunden ist, welche eine Lageveränderung dieser Platte 21 ermöglicht, d. h. eine Kippbewegung des Sitzes 23 von vorn nach hinten und umgekehrt, nicht jedoch von rechts nach links. Die vorderen Kolbenstangen laufen in Rollen 25 aus, die auf der Unterseite der Platte 21 aufliegen und auf dieser Fläche laufen können.
— An der Rückseite wird der Sitz 23 durch zwei Stangen 26 gehalten, die ständig an den beiden Seiten des Schlittens 22 und parallel zu diesen befestigt sind, jedoch in einer Ebene, die von der des Schlittens 22 abweichen kann, wobei die hinteren Enden mit Rollen 27 versehen sind, die in zwei gekrümmten, im Unterteil.29 der Rückenlehne angebrachten Schlitzführung 28 laufen. Die durch das obere bzw. untere Ende dieser Schlitzführung 28 verlaufenden horizontalen Ebenen haben einen Abstand von ca. 120 bis 200 mm.
Die Rückenlehne besteht aus zwei verschiedenen Teilen:
— Das Unterteil 29 ist auf der Höhe seiner unteren Enden und auf der Ebene seiner Seitenteile so mit dem bzw. den Pumpenkörpern der Zylinder 20 verbunden, daß die Zylinder 20 und das feste Unterteil 29 der Rückenlehne als Sitzgestell betrachtet werden können, das die Beschleunigungskräfte und die Befestigungen der Sicherheitsgurte aufnehmen kann.
— Das Oberteil 30 der Rückenlehne kann nach vorn in eine horizontale Lage gekippt werden, indem es um die Achsen 31 geschwenkt wird, welche die beiden Teile 29, 30 der Rückenlehne miteinander verbinden. Das Oberteil 30 kann ebenfalls nach hinten gekippt werden, um eine bessere Entspannung zu ermöglichen, insbesondere wenn der Sitz 23 in seine untere Stellung gebracht worden ist Die Vorrichtungen für diese Bewegungen und die Zurückführung der Rückenlehne nach vorn nach einer vorhergehenden Kippbewegung nach hinten sind von gleicher Art, wie sie an den heutigen Sitzen 23 bestimmter Linienflugzeuge verwendet werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform besitzt der Sitz zwei Standplatten, die das Sitzgestell rechts und links tragen, jede jedoch nur über jeweils einen Zylinder oder ein entsprechendes Stellaggregat. Eine solche Ausführungsform ist in F i g. 5 und 6 dargestellt.
Die beiden Zylinder, einer rechts und einer links, tragen das Sitzgestell in der Weise, daß die Achse des durch die Zylinder ausgeübten Drucks an derjenigen Stelle, an der der durch den Körper des Passagiers ausgeübte Druck auf das Sitzkissen seine maximale Höhe erreicht (ca. 500 g/cm2), im wesentlichen der Achse des Körperdrucks nach unten entgegengesetzt ist. Unter diesen Bedingungen wird die den Zylindern zusätzlich übertragene Rolle der Dämpfung und Federung am besten gewährleistet.
Bei ihrer Abwärtsbewegung kommt die Unterseite der Platte auf die Anschläge 32 zu liegen, die von den von der Vorderseite der Zylinder ausgehenden spornartigen Ansätzen 33 getragen werden, die gegebenenfalls in einem Stück mit den Zylindern gegossen oder in sonstiger Weise hergestellt sein können. Ihre Hauptachse ist nach oben und nach vorn ausgerichtet. Die Anschläge 32 können mit Rollmitteln ausgerüstet bzw. als solche ausgebildet sein.
Die Anschläge 32 treten mit der Platte in Berührung, noch ehe die Kolben ihren Hubweg beendet haben. Das Sitzgestell neigt sich dann stufenlos nach hinten, indem es um die Achse 40 der in F i g. 7 gezeigten Vorrichtung schwenkt, welche die oberen Enden der beiden Kolben mit dem Sitzgestell verbindet Diese Vorrichtung ermöglicht das Kippen des Sitzes nach hinten und weist eine waagerecht und rechtwinklig zur Mittelebene des Sessels verlaufende Schwenkachse 40 sowie eine Auflagefläche 41 auf, die ein Kippen nach vorn verhindert Bei der Ausführung gemäß F i g. 7 besteht diese Vorrichtung aus einem Einzelblock, der auf die Kolbenstange aufgesteckt ist Die Rückführung des Untergestells in die Horizontale kann durch ein Gummiseil oder eine analoge Vorrichtung bewirkt werden, die in F i g. 5 und 6 nicht dargestellt ist
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Sitzplatte auf einem Einzelzylinder oder Einzelstellaggregat abgestützt, der mit Sporn und Anschlag versehen
ist, sowie mit einer die Lageänderung ermöglichenden Vorrichtung. Der Zylinder kann auf einer drehbaren Standplatte angebracht werden, die in bezug auf das Sitzgestell exzentrisch angeordnet ist. Eine solche Variante entspricht ebenfalls den F i g. 5,6 und 7.
Gemäß einem weiteren Merkmal arbeitet die Vorrichtung mit einem an Bord des Flugzeugs vorhandenen Antriebsmedium. Es werden vorzugsweise Pneumatikzylinder verwendet, die auf Grund der Komprimierbarkeit von Gasen dazu geeignet sind, die Dämpfung der Beschleunigungskräfte und eine elastische Aufhängung des Sitzgestells besser zu gewährleisten.
Wenn es sich um ein Flugzeug handelt, werden die nach unten wirkenden Beschleunigungskräfte durch die Kompression des Gases in der unteren Kammer des Zylinders neutralisiert, während die nach oben wirkenden Beschleunigungskräfte dadurch absorbiert werden können, daß man in der oberen Kammer einen Restdruck oder einen ausreichenden Gegendruck aufrecht erhält
Bei der Ausführungsform nach F i g. 8 ist das Standoder Fußgestell Sl in drei Teile gegliedert. Das mittlere Teil nimmt den Gestellkörper des bzw. der Pneumatikzylinder auf, die die Höhenverstellung des Sitzes 53 ermöglichen. Das vordere Teil des Fußgestells besteht aus einem spornartigen Teil 54, das an seinem oberen Ende ein Laufmittel 55 trägt. Das hintere Teil 56 des Fußgestells dient als Stütze für die Rückenlehne. Das Sitzgestell des Sessels besteht aus einer Baugruppe mit folgenden Einzelteilen:
— einer Platte 57, die mit dem bzw. den Zylindern verbunden ist und zwar über Mittel, die eine Lageänderung nach vorn erlauben, gleichzeitig aber eine Kippbewegung nach rechts oder links verhindern,
— einem Schlitten 58, der auf der Platte 57 läuft und in Richtung von vorn nach hinten länger als die Platte 57 ist,
— dem eigentlichen Sitz 53, der mit dem Schlitten 58 fest verbunden ist und etwa die gleichen Abmessungen wie dieser hat
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 8 besteht die Vorrichtung für die Höhenverstellung des Sitzes 53 aus zwei Zylindern, die nebeneinander und genügend weit voneinander angeordnet sind, damit der Passagier auf dem direkt dahinter liegenden Sitz seine Beine ausstrecken kann. Die oberen Enden der Kolbenstangen
52 sind ferner mit einer Vorrichtung zur festen Verbindung mit der Platte 57 des Sitzes 53 versehen. Diese Vorrichtung weist eine horizontale und rechtwinklig zur Mittelachse des Sessels verlaufende Achse 59 auf, die das Kippen des Sitzes 53 erlaubt, sowie eine horizontale Auflagefläche 60, die ein Kippen des Sitzes
53 nach vorne verhindert
Die Rückenlehne des Sessels wird durch ein Unterteil 61 und ein Oberteil 62 gebildet, wobei beide Teile 61,62 durch eine horizontal und rechtwinklig zur Mittelebene des Sessels verlaufende Schwenkachse 63 miteinander verbunden sind. Das Unterteil 61 ist kleiner als das Oberteil 62 und um eine in bezug auf den den Sessel tragenden Boden 65 horizontal verlaufende feste Achse 64 schwenkbar am hinteren Teil 56 der Stand- oder Fußplatte 51 angelenkt
Das gleiche Unterteil 61 der Rückenlehne ist mit einer Verriegelungsvorrichtung versehen, die das Arretieren der Rückenlehne in mehreren vorbestimmten Stellungen ermöglicht. Im Fall der Fig.8 besteht diese Vorrichtung aus einer Verriegelungsfalle 66 mit mehreren Stellungen. Es versteht sich, daß die Falle 66 durch eine übliche Verriegelungsvorrichtung auf der Achse 64, z. B. ein Schaltrad mit einer beweglichen Klinke, ersetzt werden kann. Das gleiche Unterteil 61 der Rückenlehne besitzt auf seinen Seitenflächen ferner eine gekrümmte Schlitzführung 67, die parallel zur
ίο Verbindungslinie der Vorderseite und der Seitenflächen des Oberteils 61 der Rückenlehne angeordnet ist. Eine am hinteren Ende einer jeden Haltestange 69 des Sitzes 53 angebrachte Rolle 68 läuft bzw. gleitet in dieser Schlitzführung 67.
Das Oberteil 62 der Rückenlehne kann durch Schwenken um die Achse 63, welche die beiden Teile 61, 62 der Rückenlehne miteinander verbindet, nach vorn in die Horizontale gekippt werden. Die Gelenkverbindung an der Achse 63 ist mit üblichen Verriegelungsmitteln der gleichen Art, wie sie an den heutigen Sitzen bestimmter Linienflugzeuge verwendet werden, ausgerüstet.
Auch wenn das Unterteil 61 der Rückenlehne mittels des Riegelorgans 66 arretiert wird, bleiben die Kraftverhältnisse des Sitzes 53 absolut gleich. Darüber hinaus kann die Rückenlehne in der unteren Stellung nach Entriegelung des Riegelorgans 66 frei um ihre Achse 64 geschwenkt werden. Durch eine Schubkraft, die über die Stell- oder Hubvorrichtung auf das Sitzgestell ausgeübt wird, und durch eine z.B. gleichzeitig wirkende Schubkraft die nach hinten durch den Rücken des Passagiers auf die Rückenlehne des Sessels ausgeübt wird, wird der Sitz 53 in seine horizontale Stellung gebracht und die Rückenlehne bis in die Horizontale nach hinten gekippt Eine solche Stellung des Sessels ist in F i g. 9 dargestellt; in dieser Stellung kann der Sessel als Liege verwendet werden. Es ist daher unerläßlich, daß das hintere Teil des Sitzes 53 in vollständigen Kontakt mit dem vorderen Teil des Unterteils 61 der Rückenlehne gebracht wird. In der in F i g. 9 gezeigten Ausführungsform läuft z. B. der Sitz 53 in eine abgeschrägte Kante aus.
Es kann beispielsweise ein beliebiges Verriegelungsmittel für das Unterteil 6i der Rückenlehne vorgesehen werden. Insbesondere kann das Riegelorgan 66 durch ein übliches Verriegelungsmittel an der Lagerachse 64 der Rückenlehne, wie z. B. ein mit einer beweglichen Klinke zusammenarbeitendes Schaltrad od. dgl., ersetzt werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal kann auch das
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verwendet werden, um die Rolle 68 mit dem unteren Ende der Schützführung 67 in Verbindung zu halten bzw. — allgemeiner — ihre Verschiebung in der Schlitzführung 67 zu verhindern. Dies erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn sich der Sitz 53 in seiner unteren Stellung befindet und das Riegelorgan 66 in bezug auf den Sporn 70 entriegelt ist, wobei die Rolle 68 mit dem Unterteil 62 der Schlitzführung 67 in Kontakt gehalten wird; hierbei ist es durch einfache Aufwärtsbetätigung der Stell- oder Hubvorrichtung möglich, den Sitz 53 anzuheben und gleichzeitig die Rückenlehne bis in ihre horizontale Lage nach hinten zu kippen.
Man kann z. Bn wie in F i g. 9 gezeigt, das gleiche Riegelorgan 66 dazu benützen, die Rückenlehne zu verriegeln und gleichzeitig die Rolle 68 mit dem unteren Enie der Schlitzführung 67 in Verbindung zu halten, wenn man die Rückenlehne nach hinten kippen will.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist es ferner möglich, die drei Teile des Stand- oder Fußgestells 51 voneinander zu trennen und getrennt an dem den Sessel tragenden Fußboden zu befestigen.
Es versteht sich, daß für die Ausführungsform gemäß Fi g. 8 und 9 als Vorrichtung für die Höhenverstellung des Sitzes Pneumatikzylinder verwendet werden können. Die Zylinder können auch durch ein beliebiges an sich bekanntes, z. B. mechanisches Hubsystem ersetzt werden.
In Fig. 10 ist das Unterteil des Zylinderkörpers 71 über eine Rückschlagklappe 73 mit einer Speiseleitung 72 für das unter Druck komprimierbare gasförmige Medium verbunden, wobei als komprimierbares gasförmiges Medium einfach Luft verwendet werden kann. Die Speiseleitung 72 ist an eine Einzelpumpe 74 angeschlossen, die z. B. nach Wunsch des Passagiers direkt von diesem betätigt werden kann. Die Betätigungseinrichtung für die Pumpe 74 wird vorteilhafterweise mit mindestens einer Armlehne des Sessels verbunden. Hierbei ist natürlich die Armlehne so ausgelegt, daß damit eine Bewegung zur Betätigung der Einzelpumpe 74 ausgeführt werden kann. Der Kolben 75 der Pumpe 74 ist beispielsweise auf seiner seitlichen Außenfläche mit einer Lippendichtung versehen, welche den Zustrom von Luft während seines Aufwärtshubs erlaubt.
Am Oberteil des Zylinderkörpers 71 ist ein Anschlagsteil 76 angebracht, das dazu dient, den Hub des Kolbens 77 nach oben zu begrenzen. Dieses Teil 76 kann z. B. in Form eines ringförmigen aufgesetzten Teiles ausgeführt werden.
Vorteilhaft besitzt die Seitenwand des Zylinderkörpers 71 in ihrem Oberteil eine Entspannungsöffnung 78. Diese ist so angeordnet, daß der Kolben 77 in seiner höchsten Stellung die Entspannungsöffnung 78 freigibt und einen freien Austritt der im Zylinder 71 enthaltenen Luft in die Atmosphäre erlaubt. Durch diese Entspannungsöffnung 78 kann somit ein eventueller Überdruck im Zylinder 71, der sich durch mißbräuchliche Betätigung der Pumpe 74 ergeben könnte, vermieden werden. Für solche Fälle ist vorzugsweise ein Rückstellmittel 79 für die Rückstellung nach oben vorgesehen, beispielsweise eine Feder, die im Innern des Zylinders 71 angeordnet ist, um den Kolben 77 und die mit ihm verbundenen beweglichen Teile (unter Einschluß des Sitzes) daran zu hindern, unter der Wirkung des Eigengewichts wieder nach unten zu gehen, wenn die Innenkammer des Zylinders 71 an Atmosphäre gelegt wird.
ίο Gemäß einem weiteren Merkmal kann der Sessel vorteilhafterweise auch eine Verriegelungsvorrichtung für den Sitz aufweisen, der damit in jeder gewünschten Hubstellung gehalten werden kann.
Diese Ausführungsform kann wie folgt verwendet werden:
In Ruhestellung befindet sich der Sitz in seiner oberen Stellung. Wenn der Passagier im Sessel Platz nimmt, senkt sich der Sitz unter dem Gewicht des Passagiers nach unten. Während dieser Abwärtsphase verhindert die Rückschlagklappe 73 jede Rückkehr der Luft in die Speiseleitung 72, so daß ein Komprimieren der im Innern des Zylinders 71 vorhandenen Luft erfolgt, die dadurch eine gewisse Energie speichert.
Wenn der Sitzende sich erhebt, um seinen Sessel zu verlassen, tritt eine Entspannung und Ausdehnung der komprimierten Luft ein, die dabei die gespeicherte Energie wieder abgibt. Die Abgabe macht sich in Form einer Rückstellkraft bemerkbar, durch welche der Sitz nach oben bewegt wird.
Aufgabe der Einzelpumpe 74 ist es. Luft in den Zylinder 71 zu fördern. Damit können entweder eventuelle Luftverluste wegen unzureichender Abdichtung ausgeglichen werden oder es läßt sich die Höhe des Sitzes regeln, falls der Sessel nicht mit einer Verriegelungsvorrichtung für den Sitz ausgerüstet ist oder der Sitz freigegeben wird. In beiden Fällen bleibt die von der Pumpe 74 ausgeübte Kraft relativ gering, da diese nur zusätzlich zu der Kraft wirkt, die durch die Energiemenge ausgeübt wird, welche beim Abwärtshub des Sitzes gespeichert wird und sich nach oben auszuwirken sucht.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen

Claims (18)

Patentansprüche:
1. Verstellbarer Sessel, insbesondere für Flugzeuge, mit einem festen Stand- oder Fußteil, einer um eine gegenüber dem Standteil feste Achse schwenkbaren und arretierbaren Rückenlehne und einem mittels einer Schlitzführung od. dgl. geführten Sitz, der gleichzeitig in horizontaler und vertikaler Richtung sowie in seiner Neigung mittels einer zwischen Sitz und Standteil angeordneten Verstellvorrichtung einstellbar und arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Höhenverstellung eine mindestens eine Kolben-Zylinder-Einheit (2, 20) aufweisende Verstellvorrichtung für ein gasförmiges oder flüssiges Medium vorgesehen ist, daß zur horizontalen Verstellung der Sitz (3,23,53) auf einem Schlitten (9, 22, 58) ruht, der auf einer Abstützanordnung bzw. -platte (57) gleitet bzw. läuft, die zur Neigungsverstellung des Sitzes (3,23,53) mit Laufmitteln oder Scharnieren (17; 24, 25; 40, 41; 59, 60) an dem oberen Ende der Kolbenstange (11, 52) zusammenarbeitet, und daß der Sitz (3, 23, 53) mittels einer vom Sitz (3, 23,53) aus in Richtung auf die Rückenlehne gerichteten Stange (12,26,69) über eine Rolle (14, 27, 58) in der Schlitzführung (15, 28, 67) od. dgl. gleitet
2. Sessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung zwei Pneumatikoder Hydraulikzylinder (2, 20) aufweist, die in der Mittelebene des Sessels angeordnet sind.
3. Sessel nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung ein vorderes Paar und ein hinteres Paar pneumatischer bzw. hydraulischer Zylinder (2,20) aufweist.
4. Sessel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderen Zylinder (2, 20) von den hinteren Zylindern (2,20) unterschiedlich einstellbar sind (F ig. 2).
5. Sessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kolbenstange (11) an ihrem oberen Ende eine Gelenkvorrichtung zur Abstützung und Drehung des Sitzes (3, 23, 53) um eine horizontale und rechtwinklig zur Mittelebene des Stuhles verlaufende Achse (40, 59) und eine Auflagefläche (41, 60) aufweist, die ein Vorwärtskippen des Sitzes (3,23,53) verhindert.
6. Sessel nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Neigungsveränderung des Sitzes (3, 23, 53) zumindest ein Anschlagteil (54) vorgesehen ist, auf welchem der vordere Teil des Sitzes (3,23,53) aufliegt.
7. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Standteil eine Verteilungsvorrichtung aufweist, um jedem Zylinder (2,20) Druck zur Höheneinstellung des Sitzes (3,23, 53) zuzuführen.
8. Sessel nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil eines jeden Zylinders (2,20) mit einer an eine Druckquelle (74) angeschlossenen Speiseleitung (72) für ein komprimierbares unter Druck stehendes Druckmittel über eine den Rückfluß des Druckmittels in die Speiseleitung (72) verhindernde Rückschlagklappe (73) verbunden ist.
9. Sessel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckquelle aus einer Einzelpumpe (74) besteht, die jedem Sessel zugeordnet und vom Stuhlbenutzer nach Wunsch betätigbar ist.
10. Sessel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Einzelpumpe (74) gegenüber dem Querschnitt der Zylinderkörper (71) relativ gering ist.
11. Sessel nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zylinder (2, 20) an seinem oberen Teil zumindest eine Entspannungsöffnung (78) aufweist, welche eine Verbindung der Druckzylinderkammer mit der Atmosphäre
ίο ermöglicht, wenn der Kolben (77) des Zylinders (2, 20) eine Höhe entsprechend der Maximalhöhe des Sitzes (3,23,53) erreicht
12. Sessel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zylinder (2, 20) Rückstellmittel
(79) aufweist welche verhindern, daß der Kolben
g7) bei Freigabe der Entspannungsöffnung bzw. ffnungen (78) absinkt
13. Sessel nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet daß der Sitz (3, 23, 53) in jeder gewünschten Vertikallage mittels eines Feststellmechanismus feststellbar ist
14. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet daß die Sperrvorrichtung zur Arretierung der Rückenlehne ein Riegelorgan
(66) mit mehreren Einstell-Lagen aufweist welches unterhalb der Halteachse (64) der Rückenlehne angeordnet ist
15. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet daß am unteren Teil (62) der Rückenlehne eine Riegelvorrichtung (66) angeordnet ist welche eine Verschiebung der Rolle (68) der Halteverbindung verhindert so daß die Verstelleinrichtung (52), wenn die Sitzlehne sich frei um ihre Horizontalachse (64) dreht den Sitz (53) anhebt und gleichzeitig eine Drehung der Rückenlehne (61, 62) in Rückwärtsrichtung um ihre Horizontalachse (64) verursacht.
16. Sessel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (66) zur Verhinderung der Verschiebung der Rolle (68) durch eine Riegelfalle gebildet wird, die Sperrvorrichtung zur Arretierung der Rückenlehne (61,62) ist.
17. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil des Sitzes (53) und der vordere Teil des Unterteils (61) der Rückenlehne je eine Anschlagfläche aufweisen, welche sich aneinander anlegen, wenn die Rückenlehne in eine horizontale Liegestellung gekippt wird (F ig. 9).
18. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne aus zwei Teilen (61, 62) besteht, die gegeneinander um eine horizontale und rechtwinklig zur Mittelachse des Stuhles verlaufende Achse (63) schwenkbar sind.
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