DE2363723B2 - Verfahren zum beidseitigen beschichten duenner spanplatten mit folien sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum beidseitigen beschichten duenner spanplatten mit folien sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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DE2363723B2 DE19732363723 DE2363723A DE2363723B2 DE 2363723 B2 DE2363723 B2 DE 2363723B2 DE 19732363723 DE19732363723 DE 19732363723 DE 2363723 A DE2363723 A DE 2363723A DE 2363723 B2 DE2363723 B2 DE 2363723B2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum beidseitigen Beschichten dünner und im gewissen Ausmaß biegsamer Spanplatten mit Folien aus thermoplastischem Kunststoff, bei dem die Spanplatte mit der ersten zu beschichtenden Seite in einer kontinuierlich arbeitenden Presse gegen die auf einer beheizten Walze aufliegende und von der Walze her in plastischen Zustand übergeführte Folie von einem die Walze teilweise umschlingenden, unter Spannung siehenden Druckband gepreßt wird und dabei mit der Folie beschichtet wird.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die DT-OS 22 01 136 lehrt eine Presse der zuvor genannten Art. Bei dem dort beschriebenen Ausfüh-· rungsbeispiel laufen die Beschichtungsfolien auf die beheizte Walze auf. Das ist deshalb zweckmäßig, weil nur die Walze mit einer so gleichmäßigen und glatten Oberfläche versehen werden kann, daß die Oberfläche der beschichteten Spanplatte die gewünschte Oualität hat Das zur Anpressung an die beheizte Walze dienende und die beheizte Walze zu diesem Zweck umschlingende Band kann nur mit großem Aufwand und auch dann nur unvollkommen mit einer so glatten Oberfläche versehen werden, daß damit eine Beschichtung auf der dem anpressenden Band zugewandten Seite möglich ist. Darüber hinaus ist über das Band Wärme nicht in ausreichender Menge genügend schnell zuzuführen, so daß auch aus diesem Grunde eine Beschichtung auf der dem Band zugewandten Seite nicht zweckmäßig ist. Bei Beschichtung von beiden Seiten und entsprechender ausreichender Zuführung von Wärme wurde innerhalb der von der Beschichtung eingeschlossenen Spanplatte in bekannter Weise ein Dampfdruck entstehen der die Beschichtung abhebt und Blasen bildet wenn die beschichtete Spanplatte die Presse verläßt. Daher ist es bei bekannten (Zeitschrift »Kunststoffe«, Band 55, 1965, Heft 3, S. 194 bis 196) Flachpressen üblich, die Spanplatte mit den Preßplatten unter Druck abzukühlen, was einen beträchtlichen Energieaufwand bedeutet.
Durch die DT-PS 901 346 ist ein Verfahren zur Herstellung von papierähnlichen Erzeugnissen bekannt bei dem Fasern aus thermoplastischen Kunststoffen stellenweise unter Einwirkung von Druck und Wärme verschweißt werden. Das Vlies umläuft, gehalten zwischen zwei Bändern, eine beheizte Walze und wird am Schluß des Umschlingungsbereiches durch eine Druckwalze zusammengepreßt. Das «ine der Bänder ist ein Drahtgewebe, das durch seine zum Teil punktförmige Auflage auch die punktförmige Verschweißung bewirkt. Nach der Verschweißung von der einen Seite umläuft das verschweißte Vlies eine kalte Walze zum Zwecke der Kühlung. Zur Beschichtung von dünnen Spanplatten eignet sich dieses bekannte Verfahren nicht, es liegen völlig andersartige Prinzipien zugrunde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur zweiseitigen kontinuierlichen Beschichtung dünner Spanplatten anzugeben, die sparsam im Energieverbrauch ist und darüber hinaus eine hohe Oberflächengüte der Beschichtung bei geringerem Aufwand ermöglicht. Die Vorrichtung soll außerdem billig in der Herstellung sein.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird bei dem Verfahren dadurch gelöst, daß das Beschichten auf der zweiten Seite der Spanplatte nach der Beschichtung auf der ersten Seite und in derselben Weise wie auf der ersten Seite vorgenommen wird.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung erfolgt also das Beschichten der Spanplatte nicht gleichzeitig auf beiden Seiten. Das bedeutet, daß in der ersten Presse Wärme nur auf der zu beschichtenden Seite zugeführt wird, und zwar in einem solchen Maße, daß gerade der thermoplastsiche Kunststoff weich wird und sich mit der benachbarten Oberfläche der Spanplatte verbindet und in die Poren der Oberfläche teilweise eindringt. Die Spanplatte selbst wird im Inneren und auf der der zunächst zu beschichtenden Seite abgewandten Seite nicht erwärmt, so daß nicht die Gefahr der Dampfbildung besteht, die zur Blasenbildung führen kann. Außerdem ist der Wärmeverbrauch gering gehalten. Wird erfindungsgemäß die zweite Seite
ιί
.„ Spanplatte nachträglich beschichtet, so wird wiederum nur Wärme auf der jetzt zu beschichtenden Seite zugeführt, die Platte selbst wird so wenig erwärmt, daß nicht die Gefahr von Dampf- und BIalenbildung entsteht.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung sind die im Anspruch 2 genannten Maßnahmen vorgesehen. Durch sie wird erreicht, daß eine hohe Oberflächengüte auf beiden Seiten der Spanplatte ohne Schwierigkeiten zu erzielen ist, da die die Oberfläche bildende Folie immer auf der Walze aufliegt, die ohne Schwierigkeiten mit einer hohen Oberflächengüte herzustellen ist, während das bei dem umschlingenden Druckband nicht der Fall ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind bei Spanplatten in Bahnfonn die Maßnahmen gemäß Anspruch 3 getroffen. Sie führen dazu, daß beide Pressen einen völlig gleichen Aufbau habe:» können, wodurch sich deren Herstellung vereinfacht. Da die zweite Presse nicht schneller oder langsamer arbeiten darf als die erste, ist eine Konstanthaltung der Länge der Spanplattenbahn zwischen den beiden Pressen erforderlich.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3 ist dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Pressen übereinander oder in etwa einer Ebene hintereinander angeordnet sind und daß zum Konstanthalten der Länge zwischen den Pressen eine Tasteinrichtung vorgesehen ist, die auf die Drehzahl der Walze der zweiten Presse einwirkt. Durch die Anordnung der Pressen übereinander ergibt sich eine geringe Länge der gesamten Vorrichtung. Bei Anordnung in einer Ebene ergibt sich eine geringe Bauhöhe. Zum Konstanthalten der Länge zwischen den Pressen durch Regelung der Drehzahl der Walze der zweiten Presse dient die Tastvorrichtung zwischen den Pressen, die einen frei geführten Bogen zwischen den beiden Pressen abtastet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch zur einseitigen Beschichtung dünner Spanplatten dienen, indem in der zweiten Presse keine Beschichtung erfolgt, die nichtbeschichtete Seite der dünnen Spanplattenbahn also auf der beheizten Preßwalze aufliegt. Bei zweiseitiger Beschichtung is; die Temperatur der dünnen Spanplattenbahn und die Feuchtigkeit auf beiden Außenflächen im wesentlichen gleich. Würde bei einseitiger Beschichtung die Bahn nur durch eine Presse zur Beschichtung geführt, so wäre die thermische und Feuchtigkeitsbelastung ungleichmäßig, so daß die Spanplattenbahn gekrümmt aus der Presse zur Beschichtung herauskommen würde. Läßt man die Spanplatte dagegen, ohne sie zu beschichten, noch durch die zweite Presse laufen, so wird weigehende Symmetrie in der Oberflächentemperatur und -feuchtigkeit erreicht, so daß die Spanplattenbahn weitgehend gerade aus der letzten Presse herauskommt.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 und 2 zeigen jeweils den ersten und den zweiten Teil einer vollständigen Anlage zur kontinuierlichen Herstellung zweiseitig beschichteter Spanplatten aus Holzspänen, wobei alle Pressen im wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind;
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Einrichtung wie die Fig. 1 und 2, jedoch sind die beiden Pressen zur Beschichtung übereinander angeordnet. Bei der Anlage nach den F i g. 1 und 2 werden von einer Streumaschine 1 Späne 2 aus Holz auf ein Band 3 aus Stahl gestreut, das über Walzen 4, 5, 6 und 7 geführt ist und zwischen den Walzen 4 und 5 eine große beheizte Preßwalze 8 umschlingt. Die Holzspäne 2 sind mit einem Bindemittel versetzt, so daß die aus ihnen gebildete Schicht durch das Zusammenpressen zwischen der Walze 4 und der i?reßwalze 8 sowie dem Band 3 und der Preßwalze 18 auf Grund der Beheizung durch die Prcßwalze 8 fest; miteinander verbunden werden, so daß aus dem Spalt zwischen dem Band 3 und der Preßwalze 8 eine fertig gepreßte Spanplattenbahn 9 austritt. Diese wird über eine Walze 10 und dann in einem Bogen 11 geführt, in dessen Bereich ein Taster 12 die Größe des Bogens abtastet und die Arbeitsgeschwindigkeit einer nachgeschalteten Presse 13 zur Beschichtung steuert. Zwischen der Presse 13 und dem Bogen 11 betfindet sich eine Sägevorrichtung 14, die aus einem Tisch 15 und einer Säge 16 besteht, mit deren Hilfe die Spanplattenbahn 9 sowohl an den Kanten besäumbar als auch quer dazu ablängbar ist. Das Ablängen erfolgt nur dann, wenn keine beschichteten Spanplatten erwünscht sind. Die Spanplattenbahn 9 läuft dann über eine Walze 17 auf eine beheizte Preßwalze lit auf, die von einem Band 19 teilweise umschlungen ist, das nicht nur über die Walze 17, sondern gleichzeitig auch über Walzen 20 und 21 läuft.
Von einem Wickel 22 läuft thermoplastische Folie 23 auf die Spanplattenbahn 9 auf. Gleichzeitig läuft von einem Wickel 24 eine Dekorfolie 25, die z. B. aus bedrucktem Papier bestehen kann, auf die Preßwalze 18 auf.
Im Betrieb hat die Preßwalze 18 eine Temperatur, bei der die thermoplastische Folie 23 schmilzt. Sie dient dadurch als Bindemittel zwischen der Dekorfolie 25 und der Spanplattenbahn 9. Die Oberfläche der Preßwalze 18 ist äußerst gleichmäßig und glatt, so daß die aufgebrachte Beschichtung ebenfalls eine entsprechende glatte Oberfläche hat. Aus der Presse 13 tritt also eine einseitig beschichtete Spanplattenbahn 26 aus, die auf der der Preßwalze 18 zugewandten Seite beschichtet ist. Diese Spanplattenbahn 26 wird über Walzen 27 und 28 geführt, sie läuft dann in eine weitere Presse 29 zur Beschichtung ein. Die Presse 29 ist praktisch gleich aufgebaut wie die Presse 13. Sie braucht daher nicht näher erläutert zu werden. Entsprechende Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, wobei die Bezugszeichen der Presse 29 zur Unterscheidung mit einem Strich versehen sind. Der einzige Unterschied der beiden Pressen 13 und 29 besteht darin, daß sie eine unterschiedliche Drehrichtung ihrer Prcßwalzen 18 bzw. 18' haben, wobei die einseitig beschichtete Spanplattenbahn 26 mit der Seite auf die Prcßwalze 18' aufläuft, die noch unbeschichtet ist.
Zwischen den Walzen 27 und 28 ist die Spanplattenbahn 26 in einem Bogen 20 geführt, der durch einen Taster 12' abgetastet wird, der die Geschwindigkeit der Presse 29 steuert, so daß in der Spanplattenbahn 26 keine unerwünschten Zugspannungen oder Schlaufen auftreten.
Der Presse 29 ist eine Sägeeinrichtung 30 nachgcschaltet, die der Einrichtung 14 entspricht und deren Teile entsprechend mit gleichen Bezueszeichen versehen sind, mit dem Unterschied, daß die Bezugszeichen zur Unterscheidung einen Strich haben. Die Sägeeinrichtung 30 besäumt eine aus der Presse austretende, zweiseitig beschichtete Spanplattenbahn
31 an den Rändern und zerschneidet die Spanplattenbahn auch quer dazu, so daß von dem Tisch 15' allseitig beschnittene und zweiseitig beschichtete Spanplatten 32 kommen.
Die Spanplattenbahn 26 kann auch unter Umgehung der Presse 29 über eine Führungswalze 33 direkt in die Sägeeinrichtung 30 eingeführt werden, wie das durch eine gestrichtelte Linie angedeutet ist, wenn nur einseitig beschichtet Spanplatten gewünscht werden. Auf Grund der Anordnung der Sägeeinrichtung 30 zwischen den beiden Pressen ist es möglich, bei Herstellung einseitig und zweiseitig beschichteter Spanplatten nur eine Sägeeinrichtung zu verwenden.
Die Anlage nach der F i g. 3 weist im wesentlichen
die gleichen Teile auf wie die nach den Fi g. 1 und 2 entsprechend sind übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Wesentlicher Unterschied zwischen der Anlage nach F i g. 3 und dei nach F i g. 1 und 2 ist die Anordnung der Pressen 12 und 29 in zwei Ebenen übereinander, wobei zwischer beiden ein Zwischenboden 34 angeordnet ist, auf derr die Presse 29 und die Sägeeinrichtung 30 montier sind. Ein anderer geringfügiger Unterschied besteh ίο darin, daß statt der einen Führungswalze 33 bei dei Anlage nach den F i g. 1 und 2 drei Führungswalzer 33 vorgesehen sind. Diese Ausführungsform komm mit einer geringen Baulänge aus und benötigt stat dessen eine größere Bauhöhe.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum beidseitigen Beschichten dünner und im gewissen Ausmaß biegsamer Spanplatten mit Folien aus thermoplastischem Kunststoff, bei dem die Spanplatte mit der ersten zu beschichtenden Seite in einer kontinuierlich arbeitenden Presse gegen die auf einer beheizten Walze aufliegende und von der Walze her in plastischen Zustand überführte Folie von einem die Walze teilweise umschlingenden, unter Spannung stehenden Druckband gepreßt wird und dabei mit der Folie beschichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichten auf der zweiten Seite der Spanplatte nach der Beschichtung auf der ersten Seite und in derselben Weise wie auf der ersten Seite vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- ao kennzeichnet, daß für die Beschichtung der zweiten Seite eine zweite Presse im wesentlichen mit der Presse für die Beschichtung der ersten Seite übereinstimmenden Aufbaues eingesetzt und die Spanplatte zwischen den beiden Pressen gewendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2 für das Beschichten von Spanplatten in endloser Bahnform, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Presse der ersten Presse so nachgeordnet eingesetzt wird, daß die Richtung des Durchlaufes der Plattenbahn durch sie gegenläufig zur Durchlaufrichtung bei der ersten Presse ist, daß das Wenden der Plattenbahn fortlaufend durch Umlenkung um zu ihrer Laufrichtung senkrechte Achsen in der Plattenebene vorgenommen wird und daß die Länge der Spanplattenbahn zwischen den beiden Pressen konstant gehalten wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Pressen übereinander oder in etwa einer Ebene hintereinander angeordnet sind und das zum Konstanthalten der Länge zwischen den Pressen eine Tasteinrichtung (12') vorgesehen ist, die auf die Drehzahl der Walze (18') der zweiten Presse einwirkt.
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