DE236454C - - Google Patents
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- DE236454C DE236454C DENDAT236454D DE236454DA DE236454C DE 236454 C DE236454 C DE 236454C DE NDAT236454 D DENDAT236454 D DE NDAT236454D DE 236454D A DE236454D A DE 236454DA DE 236454 C DE236454 C DE 236454C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■ - M 236454 KLASSE 42 n. GRUPPE
Seitdem die vordem als permanent betrachteten Gase, wie Luft, Wasserstoff, Helium usw.,
verflüssigt werden können und die Herstellung solcher »flüssigen« Gase fabrikmäßig erfolgt,
ist auch das Bedürfnis entstanden, die Stadien der Gasverflüssigung in ihrem Verlaufe anschaulich
vorzuführen.
Demzufolge besteht die vorliegende Erfindung in der Darstellung eines einfachen Verflüssigungsapparates
für Gase, wie er sich für Lehrzwecke eignet, und mit welchem sich während des Unterrichts, also unter Aufwand
minimaler Kosten in kürzester Zeit so viel flüssige Luft erzeugen läßt, als nötig ist, um
die üblichen wissenschaftlichen Experimente anzustellen.
Besonders technische Lehranstalten wie auch Schulen und Vereine sollen durch denselben
in die Lage gesetzt werden, auf einfache und anschauliche Weise sich flüssige Gase herzustellen.
Der Apparat, welcher in erster Linie zur Verflüssigung der Luft bestimmt ist, obwohl er
auch zur Verflüssigung anderer Gase, als Sauerstoff, Leuchtgas, Stickstoff usw., dienen kann,
ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiele dargestellt.
Auf der Grundplatte α sind die Füße b und b'
befestigt. Dieses Stativ trägt die Wärmeaustauschapparate. Ein Kühler c ist zur Aufnahme
von Isoliermaterial doppelwandig hergestellt. Ein doppelwandiges, evakuiertes, versilbertes
Glasgefäß d ist mit Rücksicht auf eine gute Beobachtung der Vorgänge im Innern
des Glases mit einigen lichten Streifen versehen. Dieses Vakuumgefäß umschließt mit
seinem oberen Teil einen Temperaturaustauscher e, während es außerhalb von einem
zweiten Austauscher f bis zur Hälfte umgeben wird. Dieser Temperaturausgleicher wird von
einem doppelwandigen und mit Isoliermaterial versehenen Gefäße m umgeben.
Das zu verflüssigende Gas, ζ. Β. Luft, kann bei etwa 120 Atmosphären Druck aus einer
Stahlflasche in die Rohrschlange /"'bei g eingeführt
werden.' In dieser kühlt sich die Luft durch außerhalb im Gegenstrom entlang
streichende kalte Luft ,herrührend von derjenigen Luft, die oben aus dem Austauscher e
entweicht) ab und gelangt in die obere Kühlschlange k, die in einer Kältemischung liegt.
Nach hier erfolgter weiterer Abkühlung gelangt sie durch Rohre i und V in den Regenerator
k, der sehr kurz ist und aus geflochtenen, in ihrem Verlaufe mit vielen Knickungen und
Ablenkungen versehenen Rohren besteht. Am Ende des Regenerators befindet sich ein
Drosselventil I, aus welchem die kalte, komprimierte
Luft entspannt heraustritt, sich weiter abkühlt und verflüssigt. Der nicht verflüssigte Teil der Luft dringt durch die
im Regenerator verbleibenden Zwischenräume, die in dem Rohrgeflecht herabfließenden Mengen
komprimierter Luft abkühlend, empor und fließt am oberen Rand des Vakuumgefäßes an
der Außenseite desselben herunter, die Rohrspirale f bespülend. Schließlich verläßt diese
rückströmende Luft nach ihrer Wiedererwärmung bei χ den durch die Außenwand des Glasgefäßes
und durch den doppelwandigen Zylinder m gebildeten ringförmigen Zwischenraum.
Nach Wegnahme des vorzugsweise etwas federnden Fußes 0 kann das Glasgefäß d mit
dem angesammelten verflüssigten Gas ohne weiteres herausgezogen und dieses, ohne daß
ein Umschütten in ein zweites Gefäß nötig wäre, direkt weiterverwendet werden.
Kleine Apparate zur Verflüssigung der Luft für Demonstrationszwecke sind schon vorgeschlagen worden, bei welchen jedoch Luft mit 200 Atmosphären Druck eingeführt werden muß, um genügende flüssige Luft zu erhalten.
Kleine Apparate zur Verflüssigung der Luft für Demonstrationszwecke sind schon vorgeschlagen worden, bei welchen jedoch Luft mit 200 Atmosphären Druck eingeführt werden muß, um genügende flüssige Luft zu erhalten.
ίο Diese Preßluft. kann auch nur bis 90 Atmosphären
expandiert werden, weil unter diesem Druck der Apparat anfängt, zu versagen (wegen
starker Verluste).
Von diesen bekannten Apparaten unterscheidet sich der vorstehend erläuterte durch
eine viel vollkommenere Isolierung und sehr konzentrierte Kältewirkung, so daß die Wirkung
der Entspannung schon genügt, wenn das Gas (Luft) auf 100 Atmosphären komprimiert
ist, und wobei selbst bei der Entspannung von Druckluft von 50 Atmosphären erfahrungsmäßig
immer noch eine große Leistung zu verzeichnen ist. Dieser Umstand ist um so
mehr von Wichtigkeit, als z. B. in Deutschland komprimiertes Gas nur bis 125 Atmosphären
im Handel und Verkehr abgegeben zu werden pflegt.
Die vornehmlichen Gründe, daß der Apparat bei den niedrigen Drucken noch eine gute
Nutzleistung gibt, liegen in der Bauart des im Austauscher e enthaltenen besonderen Regenerators
k, gebildet aus einem Geflecht von Rohren, die ineinandergeschlungen sind, wodurch
das die komprimierte Luft führende Rohr viel stärkere Biegungen erhält als sonst, infolge
wovon die komprimierte Luft beständig bei ihrer Strömung nach dem Entspannungsventil
im Regenerator hin und her geworfen wird. Dadurch findet ein so guter und vollkommener
Temperaturausgleich statt, daß der Regenerator sehr kurz und schmal sein kann und infolgedessen
keine großen Materialmengen durchzukühlen sind, weshalb der Ertrag an flüssigem Gas naturgemäß ein höherer, als seither möglich
schien, wird. Der Erfolg der Anordnung der Regeneratorrohre zeigt sich besonders auch in
dem fast momentanen Einsetzen der Verflüssigung, trotzdem man es nicht nötig hat,
hohe, bis etwa 200 Atmosphären liegende Drucke anzuwenden.
Infolge der dargestellten Anordnung des Vakuumgefäßes d ist ein besonderes Abzapfen
des flüssigen * Gases nicht nötig, wodurch der Nachteil eines Zerspringens von Glasgefäßen
vermieden wird und zudem der Vorteil eines' höheren Ertrages flüssigen Gases insofern hinzutritt,
als Verluste beim Abzapfen überhaupt in Wegfall kommen.
Die gewählte Anordnung des zweiten Austauschers f außerhalb des Vakuumgefäßes begründet
den Vorteil, daß der obere Teil dieses bei Beginn des Prozesses sich langsam durchkühlt
und dann stets kalt bleibt, während weiter nach außen eine langsame Abstufung der Temperatur bis zur gewöhnlichen Außentemperatur
eintritt. Auf diese Weise herrschen an der gefährlichsten Stelle des Glases, da, wo äußerer und innerer Zylinder zusammengeschmolzen
sind, keine so großen Temperaturunterschiede, daß gefährliche Spannungsdifferenzen
zu befürchten wären.
Der Apparat kann auch für Gasverflüssigung ohne Kältegemisch eingerichtet sein. In diesem
Falle wird der Austauscher ein wenig länger gehalten.
Claims (3)
1. Gasverflüssigungsapparat für Demonstrationszwecke
mit oder ohne Vorkühlung für das benutzte Preßgas (z. B. atmosphärische Luft), dadurch gekennzeichnet,
daß behufs anschaulicher Darstellung des Vorganges bei einer Verflüssigung zwei im Kühleffekt sich verstärkende Wärmeaustauscher
(f, Ji) und ein hinsichtlich der Verflüssigung besonders wirksamer Regenerator
(k), welche das unter hohem Druck stehende Gas nacheinander durchströmt, sowie ein Drosselventil (I) angeordnet sind,
durch welches das Gas entspannt wird, um g0
dann verflüssigt auszuströmen.
2. Gasverflüssigungsapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
an sich kurze Regenerator (k) aus einem Geflecht von Rohren besteht, die vielfach
mit- und umeinander, hin- und herwärts, auf- und abwärts verschlungen sind, so daß
das Preßgas den häufigen Knickungen und Ablenkungen in den Rohren zufolge eine derartige Beeinflussung seines Zustandes erfährt,
daß ein intensiver Temperaturaustausch mit schneller Verflüssigung stattfindet.
3. Gasverflüssigungsapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das l0^
die verflüssigten Gase aufnehmende Vakuumgefäß (d) an seinem oberen Teil innerlich
und äußerlich von den Temperaturaustauschern (k, f) eingeschlossen ist, deren
innerer (k) von nach unten zunächst kühler werdenden Gasen und deren äußerer (f)
von im Gegenstrom entlang streichender kalter Luft bespült wird, um die Doppelwandung
des Gefäßes (d) zweckdienlich langsam abzukühlen und schädliche Span- ng
nungsunterschiede zu vermeiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE236454C true DE236454C (de) |
Family
ID=496137
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT236454D Active DE236454C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE236454C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS568220A (en) * | 1979-06-14 | 1981-01-28 | Atomic Energy Authority Uk | Heat transmission element and improvement regarding system of said element |
-
0
- DE DENDAT236454D patent/DE236454C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS568220A (en) * | 1979-06-14 | 1981-01-28 | Atomic Energy Authority Uk | Heat transmission element and improvement regarding system of said element |
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