DE237018C - - Google Patents

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DE237018C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERI^HES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Me 237018-KLASSE Qn. GRUPPE
Verfahren zum Reservieren von Küpenfarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. April 1910 ab.
Im Gegensatz zu den Schwefelfarbstoffen, welche sich mit Zinksalzen leicht reservieren lassen, war es bisher bei den Küpenfarbstoffen nicht gelungen, mit diesen Salzen eine gegen 5. die verschiedenen in Betracht kommenden Färbeoperationen, wie Tauchküpe, Klotzfärbung, Rouletteküpe, widerstandsfähige Reserve herzustellen.
Es hat sich nun gezeigt, daß man auch bei
ίο Küpenfarbstoffen unter ausschließlicher Verwendung von Zinksalzen ausgezeichnete Reservageeffekte erzielt, wenn man dem Färbebad Schwefelnatrium oder eine ähnlich wirkende Schwefelverbindung, wie Polysulfide usw., zusetzt oder das zum Lösen des Farbstoffs erforderliche Alkali ganz oder zum Teil durch die genannten Sulfide ersetzt. Überraschenderweise widersteht die Zinkreserve hierbei nicht nur dem Anfärben in heißen Hydrosulfitküpen, sondern auch der mechanischen Ablösung in der Rouletteküpe. Die Patentschrift 171785 betrifft ein Darstellungsverfahren für Indigweißlösungen mittels Eisen- und Schwefelalkali. Dieses Verfahren konnte keinerei Anhaltspunkte für das vorliegende Druckverfahren und den damit erzielten Effekt geben, daß es nämlich möglich sein werde, bei Verwendung von Schwefelnatrium enthaltenden Küpen mit Zinksalzen eine sowohl gegen die mechanisch als chemisch wirkenden Beanspruchungen bei den verschiedenartigen Färbeoperationen und für alle Küpenfarbstoffe widerstandsfähige Reserve zu erhalten. Es war dies um so weniger vorauszusehen, als die gewöhnliche Indigoreserve aus Kupfer- und Bleisalzen zum Färben in der Rouletteküpe oder heißen Hydrosulfitküpe nicht tauglich ist, auch dann nicht, wenn die Küpen schwefelalkalihaltig sind.
Das Verfahren liefert sowohl auf weißer als auch auf naphtolierter Ware ein reines, nicht angegilbtes Weiß und gestattet die Herstellung von Buntreserven durch Zusatz von Diazolösungen.
Beispiel I.
45
Der weiße Stoff wird bedruckt mit folgender Druckfarbe: 300 g Zinkchlorid, 50 g Wasser, 650 g Gummi verdickung 1:1. Nach dem Trocknen wird in der Klotzmaschine oder Rouletteküpe in einem 55° heißen Bad ausgefärbt, welches im Liter enthält: 30 g Indanthrenblau RS im Teig, 25 ecm Natronlauge 30 ° Be., 7,5 g Hydrosulfit, konzentriert im Pulver, 15 g Schwefelnatrium kristallisiert. Nach dem Färben wird vergrünt, die Reserve mit verdünnter, warmer Säure abgewaschen und gespült.
An Stelle von Indanthrenblau können andere Farbstoffe dieser Klasse, ferner Indigo- und Thioindigo- oder indigoide Farbstoffe verwendet werden.
Beispiel II.
Der mit ß-Naphtol präparierte Stoff wird
bedruckt mit folgender Druckfarbe: 300 g Zinkchlorid, 500 g Gummi verdickung 1:1, 100 g Kaolin 1 : 1, 100 g Diazolösung mit· 13,8 g Paranitranilin im Liter.
Hierauf wird in derselben Weise, wie unter Beispiel I angegeben, weiterbehandelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Reservieren von Küpenfarbstoffen,, darin bestehend, daß man die Faser mit Zinksalzen und Verdickungsmittel bedruckt und dem Färbebad Schwefelnatrium oder eine ähnlich wirkende Schwefelverbindung zusetzt.
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