DE237144C - - Google Patents

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DE237144C
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gases
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der neuen Erfindung bildet ein Verfahren ■ zur wechselweisen Verarbeitung von bituminösen Brennstoffen, wie Torf, Lignit u. dgl., auf Gas und Koks, bei welchem diese Verarbeitung in einzelnen Kammern, die abwechselnd nebeneinander angeordnet sind, erfolgt.
Es sind zwar bereits Anordnungen bekannt, in welchen minderwertiges Material in abwechselnd nebeneinander liegenden Verkokungs- und Vergasungskammern verarbeitet werden soll. Zu diesem Zwecke wird bei dem bekannten Verfahren diejenige Kammer, welche in der Vergasung sich befindet, durch die nebenliegende Kammer, welche. in der Entgasungsperiode sich befindet, beheizt. Infolgedessen sind die einzelnen Kammern in einer bestimmten Abhängigkeit voneinander, und des weiteren ergibt sich aus dieser Anordnung, daß eine gewisse Regelmäßigkeit im Betriebe erfolgen muß, dergestalt, daß in jeder einzelnen Kammer der gleiche Prozeß wie in der danebenliegenden Kammer erfolgen kann, daß aber diese einzelnen Prozesse zeitlich gegeneinander verschoben sind.
Demgegenüber wird bei der neuen Erfindung ein ganz anderer Zweck verfolgt und dieser Zweck auch durch eine wesentliche Änderung des Verfahrens erreicht. Bei der neuen Erfindung ist die wechselweise Verarbeitung auf Gas und. Koks insofern von besonderer Bedeutung, als der Gasverbrauch insbesondere zur Erzeugung von Kraft dienen soll, die je nach den Absatzverhältnissen stark schwankt.
Um nun die Ofenanlage vollkommen gleichmäßig gehen zu lassen, ist es erwünscht, bei geringerem Gasverbrauch die Anlage auf Koks arbeiten zu lassen.
Den vorstehenden Aufgaben wird die Erfindung dadurch gerecht, daß man die bituminösen Brennstoffe in der Verkokungskammer vollständig von Wasser und Teer befreit und dann den erhaltenen Koks oder die Torfkohle in der daneben befindlichen Vergasungskammer der Ofenanlage vergast. Um nun wechselweise auf Gas und Koks arbeiten zu können, werden nun die Verkokungs- und Vergasungskammern wechselweise , nebeneinander angeordnet und in der Weise miteinander gekuppelt. Zu diesem Zwecke besitzen die Vergasungskammern über der Verbrennungszone Abzugsöffnungen für die Feuergase, die die Wandungen der Verkokungskammer beheizen und schließlich in diese selbst eintreten. Auf diese Weise werden die Feuergase beim Abstellen der Vergasungs- oder Generatorkammern vollständig ausgenutzt, sowohl zur äußeren Beheizung der Verkokungskammern als auch in ihr selbst. Umgekehrt kann, wenn auf Gas gearbeitet wird und Koks nicht gezogen werden soll, die nachträgliche Schwelung der Verkokungskammerbeschickung in die Generätorkammern geleitet und dort ausgenutzt werden.
Eine Ofenanlage zur Ausführung des Verfahrens ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar" zeigt
Fig. ι einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 4,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 4,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 4,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie G-H der Fig. ι und
Fig. 5 schließlich eine Ansicht von oben.
Die Ofenanlage besteht aus wechselweise nebeneinander angeordneten Gaserzeugern (Vergasungskammern) α und Verkokungskammern b. Die Kammern α besitzen im unteren Teil leicht zugängliche Roste c, die sich gegen den Stützkegel d anlehnen, wie dies Fig. 2 zeigt. Die Kammern α und b sind schachtförmig und erstere besonders hoch ausgebildet, um in ihrem oberen Teil zur Destillation, im unteren Teil zu Vergasung des Kokses oder der Kohle zu dienen. In dem unteren Teile des Schachtes des Gaserzeugers wird die zur Verbrennung erforderliche Luft bei β eingeblasen, so daß der ganze Verbrennungsraum unter Druck steht. Bei f ist die Dampfzuführung dargestellt, um möglichst viel Ammoniak zu gewinnen. Die Abzugsvon ichtungen g befinden sich im obersten Teil des Gaserzeugerschachtes, so daß die Generatorgase das ganze eingefüllte Material durchstreichen müssen. Über der Verbrennungszone der Generator schach te sind Öffnungen h angebracht, welche, wie Fig." 3 zeigt, zu den Kanälen/ führen. Der KanaH mündet in der Öffnung m des Verkokungsschachtes b. Die Führung der Kanäle k und I ergibt sich aus den Fig. 3 und 4.
Die Betriebsweise ist nun folgende:
Soll auf Gas gearbeitet werden, so arbeiten die Schächte α für sich allein. Soll die Gaserzeugung eingeschränkt werden, dann werden die Gasabzüge g entsprechend geschlossen. Infolge des eingeblasenen Windes gehen nun
die heißen Feuergase durch die Öffnungen h, durch die Kanäle k. und / und beheizen auf diese Weise die Schamottewände der zwischen den Vergasungsschächten gelegenen Verkokungsschächte b. Hierdurch wird eine vorzügliche Beheizung bewirkt. Die Feuergase selbst treten durch die Öffnungen m in den Verkokungsschacht ein, so daß sie mit den aus dem Koks abweichenden Gasen sich mischen. Außerdem wird eine sehr weitgehende Ausnutzung der Wärme der Feuergase bewirkt. Von besonderer Bedeutung aber ist ihre chemische Ausnutzung, da sie zugleich Träger für die in dem Verkokungsschacht gebildeten Teergase sind. Der Koks wird durch die hermetisch verschließbaren kegelförmigen Ausgänge 0 in gewünschten Zeitabschnitten gezogen. Soll nun wieder auf Gas gearbeitet werden, so werden die Gasventile g geöffnet und das Ventil i der Kokskammer geschlossen. Der Koksschacht schwelt nun nach, aber dieses Nachschwelen bedeutet keinen Verlust, da die Gase des Koksschachtes durch die Kanäle I und k in die Generatorschächte übertreten und dort vollständig ausgenutzt werden. Auf diese Weise ist eine Vereinigung der Vergasung und Verkokung geschaffen, welche den verschiedenartigsten Ansprüchen auf Gas- und Koksentnahme entspricht und wobei irgendwelche Verluste beim Übergang von der einen Verarbeitungsweise auf die andere vollkommen ausgeschlossen sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur wechselweisen Verarbeitung von bituminösen Brennstoffen, .wie Torf, Lignit u. dgl., auf Gas und Koks unter Anwendung mehrerer wechselweise · neben- : einander liegender Vergasungs- und Verkokungskammern, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verarbeitung auf Koks die Gase der Vergasungskammer aus der Hochglutzone übergeführt und zur Beheizung , der Koksschächte benutzt werden, während bei der Verarbeitung auf Gas die in den Kokskammern sich entwickelnden Schwelgase in den Generatorschacht übergeführt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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