DE23721A - Zünder mit Zünd- und Reibmasse - Google Patents

Zünder mit Zünd- und Reibmasse

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DE23721A
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Pending
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English (en)
Original Assignee
G. GOLIASCH & CO. in Berlin, Sebastianstrafse 61

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Description

KAISERLICHES
g PATENTAMT
KLASSE 78:/£prengstoffe.
In den Fig. 1, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung sind Zünder dargestellt, welche unten bei ζ mit Zündmasse und oben bei r mit Reibmasse (Anstreichfläche) versehen sind. Der Querschnitt des Zünders, Fig. 1, ist vierkantig (quadratisch) und ringsum mit den bezw. Massen versehen, während die in den Fig. 2 und 3 dargestellten Zünder von flachem Querschnitt und aus Papier, Holzschindeln u. dergl. hergestellt, entweder unten auf der einen Seite Zündmasse und oben auf der entgegengesetzten Seite Reibmasse haben (Fig. 2 und 3, a a a a), oder es ist unten auf beiden Seiten Zündmasse (Fig. 2 und 3, b b b b). Unterhalb der Zündmasse bei p sind die flachen Zünder ähnlich wie Postmarken perforirt, um dieselben abreifsen zu können, und noch weiter unten befindet sich ein Loch, um die Zünder mittelst eines durchgesteckten Stiftes in dem Behälter, Fig. 4 und 5, befestigen zu können. Die Zünder sind blockartig zusammengefügt und können in die Behälter auch eingeklemmt oder eingeklebt werden.
Auch bei ζ sind die flachen Zünder durchlocht, damit die Flamme beide Seiten fafst.
In Fig. 3 ist die regelmäfsige Lage der zu einem Abreifsblock zusammengefügten. Zünder dargestellt, derart, dafs jedesmal die Zündmasse des einen zu der Reibmasse des folgenden Zünders hingekehrt liegt.
Fig. 4 und S sind Ansichten zweier Behälter für. Zündblocks, welche oben offen und etwas kürzer als die Zünder sind, so dafs diese oben herausstehen. Ersterer, Fig. 4, aus einem gebogenen Pappstreifen bestehend, wird durch den Gummiringe zusammengedrückt; letzterer, Fig. 5, aus Metall gefertigt, hat auf der schmalen Seite die Oeffniing 0 zum Entweichen des nach unten gehenden Dampfes und innenliegend die Feder/, welche die Reibfläche r der Zünder zusammen- und gegen den Metallstreifen s der Aufsenwand drückt.
Zieht man aus diesen Behältern den aufsen (bei s) liegenden Zünder, welcher unten bei p abreifst, rasch heraus, so entzündet sich dessen Zündmasse ζ infolge der Reibung an der Reibfläche r des folgenden Zünders.
Fig. 6 zeigt eine Schachtel und Fig. 7 das Schubkästchen dazu, worin die Zünder nach Fig. ι befindlich, welches an der einen Seite, wo die Zündmasse ζ der Zünder liegt, bis auf ein Drittel oder die Hälfte mit dem starken Papier d oder dergleichen überklebt ist, und an dessen oberen Rändern der anderen Seite, wo die Reibmasse r der Zünder liegt, der Gummistreifen m befestigt ist, welcher die Zünder an dieser Seite hebt, event, also gegen die obere Wand der Schachtel, Fig. 6, drückt, unter welcher an beiden Seiten bei r ebenfalls Reibmasse angebracht ist.
Nimmt man nun einen Zünder etwa 0,010 m aus dem Schubkästchen hervor, schiebt letzteres in die Schachtel und zieht dann den Zünder rasch heraus, so entzündet sich derselbe an den Reibflächen r der anderen Zünder und an der Reibfläche r unter der oberen Schachtelwand.
Die Oeffnung i im Schachteldeckel, Fig. 6, läfst (gleich der Oeffnung 0, Fig. 5) den etwa zurückschlagenden Dampf entweichen.
Bedarf es blos einer Zündflamme, um ein Licht etc. anzuzünden, welches leicht an der
Seite des Behälters, Fig. 5, bei s so angebracht werden könnte, dafs die Zündflamme sofort darauf schlägt, so kann man beide, Zünd- und Reibmasse, auch auf unverbrennlichem Material anbringen.
Brennzünder können durch Imprägniren bei r unverbrennbar (also auslöschend) und unten bei ζ leicht brennbar gemacht werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anwendung von Zündern, deren jeder mit Zündmasse, sowie auch mit Reibmasse (Anstrichfläche) versehen ist, und welche von flachem Querschnitt aus Papier, Holzschindeln u. dergl. hergestellt und zu Abreifsblocks zusammengefügt sind, wie in Fig. 3 dargestellt.
2. Die Anwendung von Behältern zu diesen unter 1. beanspruchten Zündern, in denen dieselben, um eine Reibung von Zünd- und Reibmasse zu erzielen, durch geeignete Vorrichtungen (Federn, Gummi etc.) zusammengedrückt werden, und welche Behälter mit Oeffnungen zum Entweichen der Entzündungsgase etc. versehen sind, Fig. 4 und 5.
3. Die Anwendung des in den Fig. 6 und 7 zur Darstellung gebrachten Schubkästchens, welches zur Aufnahme der in Fig. 1 gezeichneten Zünder dient und auf seiner inneren oberen Wandung bei r mit Reibflächen und zwischen denselben mit einer oder mehreren Oeffnungen zur Entweichung der Entzündungsgase versehen ist, in Verbindung mit dem am Einschiebkästchen, Fig. 7, angebrachten Schutzdeckel d und Gummistreifen oder Feder m etc.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.

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