DE237932C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M1/00—Substation equipment, e.g. for use by subscribers
- H04M1/02—Constructional features of telephone sets
- H04M1/21—Combinations with auxiliary equipment, e.g. with clocks or memoranda pads
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Telephone Set Structure (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 237932 KLASSE
21 a. GRUPPE
OTTO SCHMID in HEILBRONN a. N.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. November 1909 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche eine nachträgliche Kontrolle des
Inhalts geführter telephonischer Gespräche ermöglicht.
Zu diesem Zwecke ist der Telephonapparat mit einem Verschlußgehäuse für den Umschalthaken
ausgerüstet, welches sich beim Abnehmen des Hörers selbsttätig über den Umschalthaken
vorschiebt und das Wiedereinhängen des
ίο Hörers so lange verhindert, bis es durch einen
Handgriff, der gleichzeitig das Fortschalten eines zu beschreibenden Papierstreifens bewirkt,
zurückbewegt wird.
Es läßt sich hierbei durch nachträgliche Feststellung der Anzahl der Fortschaltungen
des Papierstreifens die Anzahl der Gespräche und durch Nachlesen der Aufschriften auf dem
Papierstreifen der Inhalt der Gespräche nachträglich feststellen, wobei ein unbeschrieben
gebliebener Teil des Streifens angibt, daß der Inhalt eines Gesprächs nicht aufgezeichnet
bzw. daß ein Privatgespräch geführt worden ist.
Bei einer bereits bekannten, dem gleichen
Zwecke dienenden Telephonkontrollvorrichtung erfolgt das Fortschalten des Papierstreifens
durch ein Triebwerk. Da ein solches die Vorrichtung umständlich und betriebsunsicher
macht, erfolgt gemäß der Erfindung die Fortschaltung von Hand.
Die Zeichnung zeigt den Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform als Beispiel.
Fig. ι zeigt einen mit dem Gegenstand der Erfindung ausgerüsteten Telephonapparat in
Ansicht von vorn.
Die Fig. 2 und 3 zeigen das Verschlußgehäuse für den Umschalthaken senkrecht durchschnitten
bei eingehängtem und abgehängtem Hörer.
Fig. 4 ist eine Stirnansicht des Verschlußgehäuses mit dem Umschalthaken.
Fig. 5 zeigt die Kontrollvorrichtung in senkrechtem Schnitt,
Fig. 6 in einem Querschnitt,
Fig. 7 in Oberansicht mit abgenommenem Deckel.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß von den Aufschriften ein
Durchschlag erzeugt werden soll. Zu dem Zwecke ist im Gehäuse 26, das die ganze Vorrichtung
umgibt, außer einer Papierrolle 4, deren Streifen 1 beim Fortschalten auf eine
Rolle 8 gewickelt wird, eine weitere Rolle 3 untergebracht, deren Streifen 2 sich selbsttätig
aus dem Gehäuse herausbewegt. Beide Streifen werden gemeinschaftlich über eine Führungsrolle 38, einen Tisch 5 und durch
zwei Walzen 6 und 9 hindurchgeführt, die unter Druck aneinander anliegen. Die Walze 9
.ist mit einem Schutzblech 27 bedeckt, dessen hintere Kante 28 geschärft ist. Diese scharfe
Kante erleichtert das Abreißen des Papierstreifens 2, der durch eine am Deckel 35 des
Gehäuses 26 angebrachte Zunge 29 vom Papierstreifen ι abgehoben und nach außen ge-
führt wird. Der Papierstreifen ι wickelt sich auf die erwähnte Walze 8 auf, die unter Federdruck
an einer von der Walze 6 durch Reibung angetriebenen Walze 7 anliegt. Durch diese
Lagerung der Walze 8 ist der Veränderung des Durchmessers ihrer Papierrolle Rechnung getragen.
Den Vorschub der Papierstreifen besorgt die Walze 6. Zu diesem Zweck ist mit dem einen
Ende der Welle dieser Walze ein Schaltrad 10 fest verbunden, das durch eine Schaltklinke 11,
die an einem auf der Welle der Walze 6 lose drehbaren Hebel befestigt ist, fortgeschaltet
wird, wenn die Schaltklinke im Uhrzeigerdrehsinn (Fig. 5) um die Walzenwelle herum bewegt
wird. Mit dem Hebel der Schaltklinke 11 ist eine Seilscheibe 12 fest verbunden, über die
ein an seinem einen Ende durch ein Gewicht 14 belastetes Seil 13 herumgeschlungen ist, dessen
anderes Ende an einer im Gehäuse 26 wagerecht angeordneten Seilscheibe 15 befestigt ist.
Die Welle 16 der Scheibe 15 ragt aus dem Gehäuse 26 nach oben heraus und trägt an ihrem
oberen Ende einen Handgriff 22. Auf der Welle 16 ist außerdem ein Zahnrad 17 befestigt,
das mit einer Zahnstange 18 in Eingriff steht, die durch eine Feder 37 nach links (Fig. 1) gezogen
wird. Aus der unteren Seite der Scheibe 15 ragt ein Stift 32 hervor, der mit einem
Hammer 33 zusammen arbeitet, der an eine Glocke 34 anschlägt. Der Gehäusedeckel 35 besitzt
eine Öffnung 30 über dem Tisch 5, die das Beschreiben des Papierstreifens ermöglicht,
und eine mit Glas abgedeckte Öffnung 31 zum Nachlesen der Notizen. Die ganze Vorrichtung
ist an dem in den Scharnieren 36 drehbaren Deckel 35 angebracht, so daß beim Aufklappen
desselben die Papierspulen leicht zugänglich sind. Die nach der Seite verlängerte
Zahnstange 18 (Fig. 1) ist mit einer senkrechten Stange 19 verbunden, die an ihrem oberen Ende
das bereits erwähnte Verschlußgehäuse 20 für den Umschalthaken trägt. Im Verschlußgehäuse
befindet sich eine Feder 21 o. dgl., die den Umschalthaken nach unten drückt
und sich bei der Lage des Verschlußgehäuses gemäß der Fig. 3 in das Hakenmaul einlegt,
wobei sie dem Haken in seine obere Kontaktlage zu gelangen gestattet.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende:
Wird der Hörer vom Haken genommen, so wird unter der Wirkung der Feder 37 die Stange
18 nach links (Fig. 1) und dadurch das Gehäuse
20 aus der Lage der Fig. 2 in die Lage
der Fig. 3 vorgeschoben, in der es den Haken völlig bedeckt, so daß zunächst ein Wiedereinhängen
des Hörers nicht möglich ist.
Zufolge der Verschiebung der Stange. 18
wird das Zahnrad 17 gedreht, das die Welle 16 und dadurch die Scheibe 15 um ein bestimmtes
Stück dreht. Hierbei bewirkt der Stift 32 der Scheibe 15, daß der Hammer 33 an die Glocke
34 schlägt, wodurch der Sprechende an das Niederschreiben von Notizen erinnert wird.
Ferner wird durch die Drehung der Scheibe 15 von dieser das Seil 13 abgewickelt, wodurch
die Seilscheibe 12 und die mit ihr verbundene Schaltklinke entgegen der Uhrzeigerbewegung
(Fig. 5) um die Welle der Vorschubwalze 6 gedreht wird. Hierbei gleitet die Schaltklinke
über die Zähne des Schaltrades 10 hinweg. Der Sprechende macht bei dem nun stattfindenden
Gespräch Notizen auf den Papierstreifen. Nach Gesprächsbeendigung erfaßt er, um den Hörer durch Zurückziehen des den
Umschalthaken verdeckenden Gehäuses 20 wieder anhängen zu können, den Handgriff 22
und dreht ihn entgegen der Uhrzeigerbewegung (Fig. 7) um ein bestimmtes Stück um. Dadurch
wird durch Vermittlung des Zahnrades 17 die Stange 18 und mit ihr das Gehäuse 20 zurückgezogen,
so daß der Hörer wieder eingehängt werden kann, und gleichzeitig das Seil 13 auf
die Scheibe 15 aufgewickelt, wodurch die Schaltklinke 11 im Uhrzeigerdrehsinn (Fig. 5)
gedreht und der Papierstreifen weitergeschaltet wird, so daß der nächste Benutzer des Telephons
einen unbeschriebenen Teil des Papierstreifens vorfindet.
Die Feder 21 im Gehäuse 20 soll vermeiden, go
daß jemand in mißbräuchlicher Absicht bei gewaltsamer Zurückhaltung der Stange 18 ein
Gespräch führen kann.
In einem solchen Falle würde, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, die Feder 21 den Haken verhindern,
die zum Sprechen nötige obere Kontaktlage einzunehmen.
Die beschriebene Vorrichtung besitzt auch den Vorteil, daß Unterbrechungen von Gesprächen
in solchen Fällen, in denen der Apparat während des Gesprächs zwecks Verständigung
o. dgl. verlassen werden muß, ausgeschlossen sind, da der Haken gegen Wiedereinhängen gesperrt
ist. Es wird auch hierdurch ein Anläuten während des Gesprächs unmöglich, weil der Apparat zu dieser Zeit im Amt als besetzt
erscheint.
Die Vorrichtung kann, ohne das Wesen der Erfindung zu verlassen, in mannigfacher Weise
abgeändert werden, z. B. könnte sie bei entsprechender unwesentlicher Abänderung bei
den gebräuchlichen Pulttelephonen Verwendung finden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum zwangsweisen Fortschalten eines für Notizen bestimmten Papierstreifens beim jedesmaligen Benutzen eines Telephons, gekennzeichnet durch einVerschlußgehäuse, welches sich beim Abnehmen des Hörers selbsttätig über den Umschälthaken vorschiebt und das Wiedereinhängen des Hörers so lange verhindert, bis es durch einen Handgriff, der gleichzeitig das Fortschalten des Papierstreifens bewirkt, zurückbewegt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Verschlußgehäuse eine besondere Feder' (21) angebracht ist, die den Umschalthaken auch nach Abnahme des Hörers so lange in der Tieflage hält, bis das Verschlußgehäuse den Haken völlig verdeckt hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE251343T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE237932C true DE237932C (de) |
Family
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Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DENDAT237932D Active DE237932C (de) | |||
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Family Applications Before (1)
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|---|---|---|---|
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Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6933262B1 (en) | 1997-03-18 | 2005-08-23 | Baker Hughes Incorporated | Controlled hydration of starch in high density brine dispersion |
-
0
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- DE DENDAT237932D patent/DE237932C/de active Active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE251343C (de) | |
| DE240559C (de) |
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