DE238476C - - Google Patents

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DE238476C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C10/00Adjustable resistors
    • H01C10/02Liquid resistors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Adjustable Resistors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVt 238476-KLASSE 21 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1910 ab.
Bei den bisher gebräuchlichen Flüssigkeitswiderständen finden entweder Elektroden Verwendung, die in einen Flüssigkeitsbehälter eingetaucht werden, oder die Flüssigkeit wird zum Zwecke der Widerstandsänderung in das die ruhenden Elektroden enthaltende Gefäß gepumjk.
Es sind auch Einrichtungen bekannt geworden, die eine Veränderung des Widerstandes
ίο von Flüssigkeitswiderständen durch Mischen dör ■ Flüssigkeit mit Luft oder sonst geeigneten Gasen bewirken, und Einrichtungen, bei denen eine luftenthaltende Glocke über eine der beiden Elektroden· gesenkt werden kann, wodurch ein Teil der Elektrode durch das Gas von der Flüssigkeit getrennt wird.
Die Änderung des Widerstandes läßt sich bei den bisher bekannt gewordenen Einrichtungen, solange es sich um kleinere Apparate handelt, auch relativ einfach bewerkstelligen, sobald aber die Abmessungen und das Gewicht derartiger Einrichtungen ein bestimmtes Maß überschreiten, wird die ganze Vorrichtung unhandlich und teuer.
Ein weiterer Nachteil, der bei Gleich- und Wechselstrom in gleicher Weise auftritt, ist die Erwärmung der Flüssigkeit bei Dauerregelung. Um diese in zulässigen Grenzen zu halten, ist es nötig, Kühlschlangen anzuordnen oder aber die Flüssigkeit selbst durch besondere Kühlgefäße zu pumpen. Für. Gleichstrom kommt, wenn Wasser als Flüssigkeit, verwendet wird, noch ein weiterer Nachteil hinzu, welcher die Anwendung derartiger Widerstände für größere Leistungen überhaupt ausschließt und selbst für ganz kleine Leistungen unbequem macht, nämlich die Zersetzung der Elektroden und Elektrolyten. Vor allen Dingen aber gestatten die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen keine schnelle und dabei doch gut abstellbare Widerstandsänderung bei größe^ ren Aggregaten, da die Massen der zu bewegenden Teile viel zu groß ausfallen und zu ihrer Bewegung zu große Beschleunigungskräfte erfordern.
Diese sämtlichen Nachteile, die den bisher bekannt gewordenen Einrichtungen zur Regelung des Widerstandes von Flüssigkeitswiderständen anhaften, sind durch vorliegende Erfindung vermieden. : Der Erfindungsgedanke kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß zum Zwecke der Regelung des Widerstandes durch Veränderung des' Übergangswiderstandes zwischen Elektroden und Flüssigkeit diese Änderung des Übergangswiderstandes durch Anblasen der Elektrode mit isolierendem, gegebenenfalls unter Druck stehendem Gas erfolgt. Dadurch wird nicht nur eine besonders einfache und schnelle Widerstandsregelung ermöglicht, sondern gleichzeitig eine sehr gute Kühlung des gesamten Apparates bewirkt. Die schnelle Widerstandsänderung wird dadurch möglich, daß gemäß der Einrichtung; nach vorliegender Erfindung größere zu beschleunigende Massen in Wegfall kommen, und daß das die Widerstandsänderung
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Oktober
bewirkende Gas selbst einen Energieträger darstellt. Außerdem wird durch die gemäß der Erfindung vorgesehene Gaszufuhr das sich etwa bei der Verwendung von Gleichstrom bildende Knallgas derart verdünnt, daß es ungefährlich bleibt.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgedanke in einigen beispielsweisen Ausführungsformen veranschaulicht.
ίο Gemäß der # Fig. ι ist die Elektrode a in einem isolierenden Körper δ, der in dem Flüssigkeitsbehälter untergebracht sein- kann, gelagert, wobei die Flüssigkeit durch die Bohrung c zur .'•V Elektrode gelangen kann. An oder in der
.15 Nähe der Elektrode mündet in dem Wasser- '■ kanal c ein Luftkanal d, der gegebenenfalls mit einem Hauptluftzuführungsrohr e in Verbindung steht. SoU der Widerstand der Einrichtung geändert werden, so wird durch das Rohr e und d ein isolierendes Gas, beispielsweise Luft, eingeblasen; dieses-Gas strömt gegen die Elektrode α und wird zweckmäßig so geführt, daß es diese umschließt, wodurch je nach der Menge des zugeführten Gases der Widerstand in der Umgebung der Elektrode in weiten Grenzen geregelt werden kann. Die Fig. 2 zeigt die gleiche Anordnung wie Fig. 1 in einer Seitenansicht, nur finden hier bei ein und demselben Apparat gleichzeitig mehrere Elektroden Verwendung, oder die Elektrode ist derart unterteilt, daß sie an verschiedenen Stellen mit dem zirkulierenden Wasser in Verbindung steht, um die. Ruhe des Widerstandes u. dgl. nicht zu stören. Der Stromzuführungsdraht für die Elektrode ist mit f bezeichnet. Die in der Fig. 1 und 2 veranschaulichte Ausführungsform besitzt infolge, der eigenartigen Luftbewegung noch den Vorteil, daß durch die Zirkulierung der Luft gleichzeitig eine energische Wasserzirkulation hervorgerufen wird. Die Ausführungsform nach Fig. 3 der Zeichnung unterscheidet sich Von
.·■. der vorherigen im wesentlichen nur dadurch, daß das Hauptzuführungs- und -verteilungsrohr für das Gas nicht in die Flüssigkeit, sondern außerhalb dieser verlegt ist und die Zufuhr des Gases demnach von oben erfolgt, um die jeweilig zu verdrängende Flüssigkeitsmenge zu verkleinern.
Es kann unter Umständen, wie dies Fig. 3 der Zeichnung zeigt, zweckmäßig sein, die Elek-, troden rund oder zylindrisch auszubilden, derart, daß das Gas allseitig gleichmäßig auf die Elektrode auf trifft und die Gasblasenbildung; dadurch, daß die Elektrode keine Kanten u. dgl. aufweist, nach Möglichkeit verringert wird, wobei ebenfalls eine zweckmäßige Wasserzirkulation vorgesehen sein kann.
Durch die angezogenen Ausführungsbeispiele ist selbstverständlich der Erfindungsgedanke nicht erschöpft, sondern die Ausführungsformen können im einzelnen sehr verschiedenartig sein. Auch die konstruktive Ausbildung der Elektroden selbst sowie die Gestaltung und die Anzahl der Wasser- und Gaswege ist für die Tragweite der Erfindung von untergeordneter Bedeutung, da sich der Erfindungsgedanke allgemein auf die Änderung des Übergangswiderstandes durch Anblasen der Elektroden mit isolierendem, gegebenenfalls unter Druck stehendem Gas bezieht.

Claims (5)

  1. . Patent-Ansprüche:
    i.. Verfahren zur Regelung von Flüssigkeitswiderständen durch Veränderung des Übergangswiderstandes zwischen Elektroden und Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung des Übergangswiderstandes, durch Anblasen der Elektrode mit isolierendem, gegebenenfalls unter Druck stehendem Gas. erfolgt.
  2. 2. Flüssigkeitswiderstand für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden derart in einem Isolierkörper angeordnet sind, daß beim Einblasen der Luft die Flüssigkeit zur besseren Zirkulation angesaugt und an den Elektroden vorbei geleitet wird.
  3. 3. Flüssigkeitswiderstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinschaftliche Verteilungsrohr für das zuzuführende Gas außerhalb der Flüssigkeit angeordnet ist und nur die zu den einzelnen Elektroden unmittelbar führenden Abzweigrohre in der Flüssigkeit verlegt sind, zum Zwecke, die jeweils zu verdrängende Flüssigkeitsmeuge zu verkleinern.
  4. 4. Flüssigkeitswiderstand nach Anspruch 2 . und 3, gekennzeichnet durch die Verwendung runder Elektroden zum Zweck der Vermeidung von Gasblasenbildung.
  5. 5. Flüssigkeitswiderstand nach Anspruch 2 bis 4,. dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Elektroden zu einer größeren Elektrode vereinigt sind, um die Ruhe des Widerstandes zu* vergrößern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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