DE239033C - - Google Patents

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DE239033C
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cream
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J13/00—Tanks for treating cream

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVl 239033.-. KLASSE 45 g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Oktober 1909 ab.
Es hat sich in den Molkereien als zweckmäßig herausgestellt, die ganze, an einem Tage gewonnene, zur Butterung bestimmte Rahmmenge in einer einzigen Wanne anzusammeln, um diesen Rahm unabhängig von äußeren Einflüssen zu kühlen oder zu erwärmen und danach gleichmäßig kühl oder warm zu erhalten. Gleichzeitig sollen die Rahmteilchen während der Kühlung oder Erwärmung gut durchgemischt und die zur Ansäuerung zugesetzten Säureerreger auf die ganze Rahmmenge gleichmäßig verteilt werden können. Diesem Zweck dienten bisher Rahmreifungswannen von rechteckigem Querschnitt mit in der Längsrichtung wagerechter Temperierschnecke. Zur Durchleitung des Temperierwassers durch diese Schnecke sowie zum Zwecke ihrer Umdrehung mußte dieselbe an zwei Stellen durch die Wandung der Rahmwanne hindurchgeführt werden und an diesen Stellen mittels Stopfbuchse gelagert sein. Die Packung dieser im Rahm liegenden Stopfbuchsen konnte indessen nicht sauber genug gehalten werden, um nicht durch unbeabsichtigte Pilzbildungen die Rahmreifung ungünstig zu beeinflussen.
Es sind zwar auch Rahmreifer kekannt, die aus einem zylindrischen Gefäß mit einer stehenden Temperierschlange bestehen. Diese Rahmreifer haben jedoch den Nachteil, daß der Gefäßinhalt durch die Schlange nicht gründlich durchgemischt wird. Um diesen Nachteil zu beheben, ist bei dem Rahmreifer gemäß der Erfindung an Stelle der Temperierschlange eine Temperierschnecke von flachem Querschnitt verwendet,, die auf der oberen Fläche mit einer Rinne versehen und an dem Deckel des Rahmreifers befestigt ist. Dieser Deckel kann durch eine mitten durch den Rahmreifer hindurchgeführte hydraulische Hebevorrichtung von dem Rahmreifer abgehoben werden. Die Hebevorrichtung ist dabei so ausgebildet, daß sie zum Anheben des ganzen Rahmreifers verwendet werden kann.
Die Füllung des Rahmreifers erfolgt dadurch, daß der Rahm der auf der Temperierschnecke vorgesehenen Rinne zugeführt wird, in der der Rahm in dünner Schicht hinabfließt, ohne sich zu stoßen und dadurch Schaum zu bilden. .
Der Rahmreifer gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Schnitt durch die Rahmreifungswanne, und zwar in der Betriebsstellung. Fig. 2 zeigt die Wanne in der Lage, in die sie zum Zwecke der Entleerung gebracht wird. Fig. 3 zeigt, wie zwecks Reinigung der Wanne der Deckel mit der Schnecke gehoben wird. In den Fig. 4 und 5 ist der Umschalter des Hebewerkes im größeren Maßstabe dargestellt.
Der Rahmreifer besteht in üblicher Weise aus einem senkrecht stehenden, zylindrischen Rahmgefäß 1 mit vom Boden aufsteigendem konzentrischen Mittelrohr 2. An der tiefsten Stelle des Gefäßes ist eine Abzapfvorrichtung angebracht. Alle Gefäßwandungen sind, um Wärme Verluste zu vermeiden, mit einer Isolierschicht versehen, die durch einen Blechmantel geschützt ist. Die Bodenbekleidung des Gefäßes besteht aus einem festen Teller 4, mit welchem das Gefäß auf dem Boden auf-
ruht. An diesen Teller schließt sich das mit Rippen ausgestattete Mittelrohr an, dessen Rippen oben eine zylindrische Führungsbuchse 5 tragen. Durch diese führt der Stempel 6 einer hydraulischen Hebevorrichtung hindurch, welcher in dem in den Fußboden eingemauerten Zylinder 7 durch Wasserdruck auf und ab bewegt werden kann. Der Stempel 6 besitzt nicht weit von seinem oberen Ende vier Knaggen 8, welche entweder unter die Buchse 5 fassen (Fig. 4), so daß der Stempel die ganze Wanne hochhebt, oder aber in senkrechte Aussparungen der Buchse eingreift (Fig. 5), so daß der Stempel bei seiner Aufwärtsbewegung nur den Deckel mit der Schnecke in die Höhe hebt. Unten an der Buchse 5 ist ein drehbarer Ring 9 befestigt, welcher senkrechte Aussparungen für die Knaggen 8 besitzt. Durch Drehen dieses Ringes vermittels eines Handhebels 10 kann daher der Stempel aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in die Lage gemäß der Fig. 5 gebracht und wieder zurückgedreht werden. Die Knaggen 8 sind nach unten hin zugespitzt und die Aussparungen in der Buchse 5 nach oben hin erweitert, so daß die Knaggen beim Herabsinken des Stempels sicher in die Aussparungen des Umschalteringes 9 gelangen.
Das Gefäß 1 ist mit einem hölzernen Deckel 11 versehen, der das Zulauf becken 12 für das Temperierwasser trägt, das eine hohle Nabe für einen auf dem Stempel 6 befestigten Zapfen besitzt. Durch den Deckel sind drei oder mehr Rohre bis fast auf den Boden der Wanne hindurchgeführt; an diesen, Rohren ist die Temperierschnecke 13 befestigt. Von diesen Rohren dient je eines zum Zu- und Ablauf des Temperierwassers. Das eine Rohr 14 ist mit dem Innenraum des untersten Ganges der Schnecke verbunden, während das zweite Rohr 15 mit dem Innenraum des obersten Ganges der Schnecke in Verbindung steht. Die beiden Rohre 14, 15 sind oberhalb des Deckels mit Hähnen versehen, durch welche die Rohre entweder mit einer zu dem Zuflußbecken 12 führenden Leitung oder mit einer über die Außenkante des Deckels hinweg in eine Fangrinne 16 ragenden Leitung verbunden werden können. In der Fangrinne 16 sammelt sich das aus den Rohren tretende Temperierwasser an, bis es an dem Überlauf 17 zum Abfluß gelangt. Es bleibt also in der Fangrinne stets eine bestimmte Wasserfüllung zurück, in welche in üblicher Weise ein von dem Deckelrande hinabreichender Flansch eintaucht und so einen Wasserverschluß hervorbringt. Bei den in Fig. ι gezeichneten Hahnstellungen fließt das Temperierwasser aus dem Becken 12 zur tiefsten Stelle der Schnecke und strömt an der höchsten Stelle der Schnecke in die Fangrinne. In diese Stellung werden die Hähne gebracht, wenn Kühlwasser durch die Schnecke geleitet werden soll. Soll warmes Wasser durch die Schnecke geleitet werden, so werden die Hähne um 90 ° gedreht, d. h. in die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht. Bei dieser Lage der Hähne durchströmt das Wasser die Schnecke von oben nach unten.
Der obere Teil des Zuflußbeckens 12 ist außen ballig gedreht und dadurch als Antriebsscheibe ausgebildet. Vor den Auslauföffnungen des Beckens sind außerdem im Becken Siebe angeordnet, welche verhindern, daß Eisstücke in die Leitungen gelangen, wenn zum Kühlen des im Becken befindlichen Wassers Eisstücke verwendet wurden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Rahmreifungsgefäß mit in ihm um eine senkrechte Achse drehbarer Temperiervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Hohlschraube von flachem Querschnitt bildende, mit Umkehrvorrichtung für die Bewegungsrichtung der Temperierflüssigkeit versehene, am Deckel hängende Temperiervorrichtung mit dem Deckel durch eine in der senkrechten Achse angeordnete Hebevorrichtung zur Reinigung nach oben aus dem Gefäß heraushebbar ist.
2. Rahmreifungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperierschnecke auf der oberen Seite ' rinnenförmig ist.
3. Rahmreifungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung mit Ansätzen versehen ist, die durch Drehen der Hebevorrichtung unter Anschläge des. Gefäßes gebracht werden können, so daß dann das ,Gefäß mit dem Deckel und der Schnecke gehoben werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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