DE239619C - - Google Patents

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DE239619C
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shoe
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D47/00Machines for trimming or butting welts fixed on uppers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D43/00Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D63/00Machines for carrying-out other finishing operations

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  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
V. St. A.
Die vorlici
Maschinen
sende Erfindung bezieht sich auf zur A^orbereitung aufgezwickten und eingestochenen Schuhwerkes für das Sohlenauflegen. Der Schuh wird mittels der Maschine in der Weise bearbeitet, daß die Enden des eingestochenen Rahmens in richtiger Länge und Form mittels eines schrägen Schnittes abgeschnitten werden, da der Rahmen, wenn er von der Einstechmaschine
ίο kommt, etwas zu lang ist. Maschinen dieser Art nennt man gewöhnlich Rahmenabschneidmaschinen.
Bei Rahmenabschneidmaschinen müssen die .Rahmenenden quer ungefähr in der Frpntlinie des Absatzes durchgeschnitten werden, so daß der Rahmen nicht auf dem Absatzsitz hervorragt und den Stand des Absatzes stört. Die abgeschnittenen Rahmenenden werden abgeschrägt, um eine leichte Krümmung der Außensohle und ein gutes Aussehen dieses Teiles des Schuhes zu sichern.
Außer der Vorrichtung zum Abschneiden des Rahmens besitzen diese Maschinen gewöhnlich auch Einrichtungen zum vorgängigen Einstellen des Rahmens gegenüber dem Leisten und eine Vorrichtung zum Befestigen des abgeschnittenen Rahmens an der Brandsohle. Es ist ferner erwünscht, die überflüssigen Stiche der Einstechnaht wegzuschneiden, welche häufig bis über die Stelle hinausreicht, an welcher der Rahmen durchgeschnitten werden muß. Wenn dies geschieht, so kann das abgeschnittene Rahmenende sofort vom Werkstück abgeworfen werden. Ferner ist es erwünscht, die Maschine so einzurichten, daß alle hervorragenden Teile der Brandsohle in. der Nähe der abgeschnittenen Rahmenenden weggeschnitten werden, ' damit eine glatte Oberfläche am Fersenende erreicht wird und Sohle und Absatz glatt und sicher aufgebracht werden können.
Die Maschine gemäß der vorliegenden Erfindung führt alle diese Arbeiten in einfacher und sicherer Weise aus, und zwar ist die Wirkung" der Maschine selbsttätig derart, daß der Arbeiter nur das Werkstück einzusetzen und wegzunehmen hat.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. ι ist eine Seitenansicht von links gesehen, Fig. ι a eine Einzeldarstellung: Fig. 2 ist eine Vorderansicht, Fig. 3 eine Ansicht von hinten, Fig. 4 ein senkrechter Längsschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 5, Fig. 5 ein Grundriß, Fig. 6 eine Einzeldarstellung, Fig. 7 eine Ansicht der" Maschine von rechts gesehen in der Stellung, welche die Teile einnehmen, ehe der Schuh eingesetzt, wird. Fig. 8 ist eine Einzeldarstellung von hinten gesehen und zeigt einen Mechanismus, um die Schneidvorrichtungen gegen Auswärtsbewegungen zu sichern, nachdem sie in die wirksame Lage gebracht worden sind. Die übrigen Figuren zeigen Einzeldarstellungen.
Das Maschinengestell (vgl. Fig. 1, 2 und 3) besitzt einen Ständer B von geeigneter Höhe und einen Rahmen A. In letzterem- ist eine Vorgelegewelle 2 mit Antriebsriemenscheibe
gelagert. Über der Vorgelegewelle ist die Hauptwelle 6 gelagert, auf welcher sechs Kurvenflächen (Fig. 3) befestigt sind. Diese Kurvenflächen werden gebildet durch eine Kurvennut C1 in der Stirnfläche einer Scheibe D1, eine Mantelkurve C2, eine Kurvennut Cs in der Scheibe Z)2, eine Kurvennut C4 in der anderen Stirnfläche der Scheibe D2, eine Mantelkurve C5 und eine Mantelkurve C0.
Vorgelege- und Hauptwelle sind durch Zahnräder 8, 10 im Übersetzungsverhältnis 3 : 1 verbunden.
Die Maschine ist mit einem Paar nach vorn vorragender Messertragköpfe H H1 versehen, welche seitlich am Rahmen A schwingbar angebracht sind. Die Maschine ist ferner mit einem Paar von Rahmenstellern versehen, die an schwingenden . Armen L L1 angebracht sind. Diese Arme sind seitlich drehbar an Tragrahmen angebracht, die ihrerseits senk-. recht schwingbar an den Köpfen H H1 gelagert sind.
Die Konstruktion und Wirkungsweise dieser Teile wird unten weiter im einzelnen erläutert. Der Rahmen A ist mit einem Obergestell A2 versehen, in welchem ein Hammer D gelagert ist. Dieser bewegt die beiden Treiber, die mit den Zweckenzuführvorrichtungen ^ S1 zusammenwirken und Zwecken in das Werkstück eintreiben.
Die Vorrichtung zur Einstellung des Schuhes umfaßt einen Ständer 12, der am oberen Ende mit einer V - förmigen Aussparung 13 und einem Anschlagfinger 14 versehen ist, welcher nach vorn vorspringt und gegen die Mitte des Fersenabsatzsitzes des Schuhes trifft. Der Ständer 12 ist an einem Schieber 15 (Fig. 4 und 9) angebracht, welcher in festen Führungen 16 einwärts und auswärts bewegt werden kann. Dies geschieht durch einen wagerechten Hebel 17, der um Zapfen ■18 drehbar ist und in der Mitte durch Stift und Schlitz mit dem Schieber 15 verbunden ist. Der Rahmen A ist mit einem Zahnbogen 19 versehen, und der Hebel 17 ist mit der in den Zahnbogen einfallenden Sperrklinke 20 ausgerüstet, so daß der Ständer 12 in jeder Lage gesichert werden kann. Diese Bewegung des Schuhanschlages gegenüber den Schneidvorrichtungen bestimmt, in welcher Entfernung vom Absatzsitz der Rahmen abgeschnitten wird.
Die Antriebswelle ist mit einer der üblichen
Kupplungen versehen, welche im Inneren der
. Riemenscheibe' 4 angebracht ist, aber keiner näheren Beschreibung bedarf. Diese Kupplung wird nach je drei Umdrehungen der Hauptwelle ausgerückt. Dies.geschieht durch folgende Einrichtung:
Wie aus Fig. 2, 4 und 7 erkennbar ist, kann die Kupplung eingerückt werden, um die Maschine in Gang zu setzen durch Niederdrücken
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eines nicht gezeichneten Trethebels, der mit einer Stange 21 (Fig. 4) verbunden ist. Diese Stange knickt das Kniegelenk 23 ein und senkt den Bremsschuh 24 um seinen Drehzapfen, um ihn aus der wirksamen Lage zu bringen. Ein um den Zapfen 25 drehbarer Hebel 26 ist an einem Ende mit dem Kniegelenk verbunden und faßt mit einer Rolle 28 am anderen Ende gegen die Kurvenfläche C2 (Fig. 3). Die Gestalt dieser Kurvenfläche ist so gewählt (vgl. Fig. 7), daß nach dem Einrücken der Kupplung durch Einknicken des Kniegelenkes 23 dieses durch die Wirkung des Hebels 26 eingeknickt bleibt, während die Vorgelegewelle drei Umdrehungen oder die Hauptwelle eine Drehung vollendet. Nachdem die Hauptwelle die eine Umdrehung vollendet hat, erreicht die Rolle 28 eine solche Lage (siehe Fig. 7), daß die nicht gezeichnete Feder des Trethebels eine Streckung des Kniegelenkes 23 hervorbringen kann, wodurch die Kupplung ausgerückt wird. ■ ■ .
Die Maschine besitzt ein Paar von Messern zum Abschneiden des Rahmens und zum Beschneiden des Absatzsitzes, welche in der Längsrichtung des Schuhes beweglich sind, ein Paar von Rahmenstellern und Tragvorrichtungen, welche gegen die Unterseite des Rahmens wirken und diesen in den Winkel zwischen Oberleder und Rahmen hineindrücken, ein Paar von Nahtabschneidmessern und Schneidblöcken und ein Paar von Nagelvorrichtungen, welche Nägel in die abgeschnittenen Enden des Rahmens eintreiben. Durch diese Werkzeuge werden die Rahmen-t enden gleichzeitig in die richtige Lage gebracht und unterstützt, in welcher sie dann von den Rahmenabschneidmessern durchgeschnitten werden können. Es wird ein sauberer und rechtwinkliger Schnitt erzielt, der Fersensitz zur Aufnahme der Laufsohle vor-, bereitet, das abgeschnittene Stück des Rahmens vom Oberleder und der Brandsohle getrennt, und schließlich das Rahmenende in soleher Lage befestigt, daß die Sohle richtig aufgebracht werden kann.
Da bei der Rahmeneinstechmaschine die Rahmenführung dicht vor der Nadel liegt, ist. es unmöglich, beim Befestigen des Rahmens die Naht bis zu den ersten Fersentacks fortzusetzen. Es bleibt daher ein unbefestigter Teil des Oberleders zwischen der Einstechnaht und den Fersentacks zurück. Dieser Oberlederteil ist nicht nur auf dem Leisten lose, sondern wird sogar gewöhnlich von dem Leisten weggezogen, weil die Hinterquartiere an jeder Seite dieser Stelle einen starken Zug nach auswärts ausüben. Das Ende des Rahmens, welches an diesem Teil des Oberleders befestigt ist, wird durch die Spannung des Oberleders an dieser Stelle gleichfalls vom Leisten
Λ .fit
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weggezogen. Dies ist infolgedessen die gewöhnliche Stellung der Rahmenenden, wenn der Schuh zur Abschneidmaschine kommt. Wenn ohne weiteres jetzt der Rahmen durch ein längsbewegliches Messer abgeschnitten würde, so würde dieser Schnitt nicht senkrecht zur Rahmenkante verlaufen und ein Teil des abgeschnittenen Rahmens am Fersensitz vorstehen, was unerwünscht ist. Infolgedessen wird gemäß der vorliegenden Erfindung, der Rahmen vor dem Abschneiden in die richtige Stellung gebracht, indem sein Ende einwärts über die Brandsohle gezogen wird, und zwar zweckmäßig durch eine Einrich-" tung, die auf die Einstechnaht an der Stelle einwirkt, an welcher das Oberleder sich vom Leisten abgehoben hat.
Die Form und Anordnung der Rahmensteller ist am besten aus Fig. 2, 10, 13, 18 und 19 ersichtlich.
Die Rahmensteller sind an seitwärts schwingbaren Armen L L1 angebracht, welche mit den Messerköpfen Ii H1 verbunden sind. Die beiden Steller sind symmetrisch, so daß nur eiff einziger beschrieben zu werden braucht. Der Arm L1 hat eine Segmentform und trägt am oberen Ende die eigentliche Stellvorrichtung 30. Die Stellvorrichtung 30 ist im Winkel am Arm L1 einstellbar. Der Arm L1 ist um eine senkrechte Achse 32 drehbar mit einer Konsole 38 des Messerkopfes H1 verbunden. Der Arm L1 ist mit einem vor- : springenden Rand 40 versehen, durch welchen ein Stift 42 hindurchgeführt ist. Auf diesen ist ein Kragen 44 aufgeschraubt, welcher mit der gerundeten Außenfläche in eine Vertiefung des Vorsprunges eingreift. Vor dem Vorsprung ist eine Feder 46 um den Stift 42 herumgewunden, welche durch Muttern 50 gegen die Verlängerung 40 gepreßt wird. Das hintere Ende des Stiftes 42 ist durch ein Kugelgelenk (Fig. 10) mit einem Arm 52 verbunden, welcher an einer Welle 54 befestigt ist. Die Welle ist im Maschinenrahmen gelagert und trägt am rechten Ende einen zweiten Arm 56, dessen Rolle 57 in die Kurvennut C1 eingreift (Fig. 2). Zwischen dem Arm 52 für den Stellerarm H1 und dem entsprechenden Arm 52 für den zweiten Stellerarm H ist die Nabe eines Hebels 58 auf der Welle 54 lose gelagert. Das untere Ende dieses Hebels ist durch ein Gelenk 60 mit dem Kniegelenk eines senkrechten Kniehebelpaares verbunden. Der untere Kniehebel 61 ist am Ständer des Maschinengestelles gelagert. Der obere Kniehebelarm 62 ist durch einen Zapfen mit einem Arm 64 eines zweiarmigen Hebels verbunden, der an der Außenseite des Armes 52 auf der Welle 54 lose gelagert ist. Der andere Arm 66 des zweiarmigen Hebels ist mit einer gerundeten Druckplatte 68 versehen, auf welche sich der Rahmen 34 auflegt, der den Stellerarm L1 trägt. Die Druckplatte 68 ist in senkrechter Richtung mittels Schraube und Mutter 69 und in Führungsstiften 70 einstellbar.
Die Naben des Armes 52 und des Hebels 58 sind an den zusammenstoßenden Flächen so ausgeschnitten, daß sie Schultern 71, 72 bilden, die ineinander greifen, wie die Teile einer gewöhnlichen Klauenkupplung" (vgl. Fig. 19), wobei jedoch ein gewisses Spiel zwischen ihnen verbleibt (s. Fig. 10 und 19). Der abwärts gerichtete Hebel 58, welcher in der Mitte der Welle 54 gelagert ist, dient zur Bewegung" der beiden Rahmenstellerarme und ist daher an beiden Seiten mit Schultern 72 versehen. In ähnlicher Weise dient das Glied 60 zur Bewegung der beiden Rahmenstellerarme und ist daher gegabelt und mit den beiden Kniegelenken verbunden. Infolgedessen bringt eine Bewegung des mittleren Hebels 58 eine Bewegung der beiden Arme L und L1 hervor, wie jetzt beschrieben werden soll.
. Wenn der Schuh der Maschine dargeboten und mit der Ferse gegen den Anschlag 13 und den Anschlag 14 gedruckt wird, und ehe die Kupplung mittels des Trethebels eingerückt wird, werden die Rahmensteller durch die Kurvennut C1 unter den Rahmen erhalten in der Stellung Fig. 10. Sie sind ferner nach außen geschwenkt und von den Seiten des Schuhes abgehoben, da sie an den Messerköpfen gelagert sind, welche zu dieser Zeit gleichfalls nach außen bewegt sind. Bei der-Drehung der Kurvennut C1 wird sofort eine Drehbewegung der Welle 54 hervorgebracht. Diese bringt eine Rückwärtsbewegung des Armes 52 (nach links in Fig. 10) hervor. Der nach unten ragende Hebel 58 bleibt während des ersten Teiles dieser Bewegung" des Armes 52 unbeweglich infolge des Spieles zwischen den Schultern 71 und 72. Die Anfangsdrehung der Welle 54 bringt nun die beiden Schultern zur Anlage. Während dieser Zeit übt jedoch die Rückwärtsbewegung des Armes 52 einen Zug auf den Stift 42 aus. Dadurch wird der Arm L1 um seinen Zapfen 32 einwärts geschwenkt. Der Arm setzt seine Einwärtsbewegung unter der Wirkung der Kurvenscheibe C1 fort, bis die Stellvorrichtung 30 gegen die Hinterkappe des Schuhes trifft. Bis dahin bleibt die Höhenlage der Stellvorrichtung dieselbe, wie in Fig. 10, d. h. unterhalb der Unter- oder Narbenseite des; Rahmens. Ungefähr wenn die Stellvorrichtung gegen die Steifkappe des Schuhes getroffen hat, kommen die Schultern 715-72 zum Schluß, so daß die weitere Bewegung des Armes 52 eine Vorwärtsbewegung des Hebels 58 hervorbringt. Nachdem die Stellvorrichtung 30 mit dem Werkstück in Berührung gekommen ist, wird der weitere Hub der Kurven-
scheibe C1 durch die Feder 46 aufgenommen. Diese Feder hält dabei den Rahmensteller gegen die Schuhkappe, aber nur mit geringem Druck.
Zuweilen ist es zweckmäßig, den Druck der Feder durch eine weitere Feder 33 zu verstärken, welche um den Zapfen 32 herumgewunden ist. Diese Feder 33 ist aber für die Wirkung der Stellvorrichtungen nicht wesentlich.
Die weitere Bewegung des Hebels 58 führt ihn in die in Fig. 13 gezeichnete Lage, in welcher das Kniegelenk 61, 62 gestreckt ist. Diese Streckbewegung hebt den Arm 64 des doppelarmigen Hebels an, dessen zweiter Arm 66 den Rahmen 34 und mit ihm den Arm L1 um den Zapfen 36 aufwärts dreht. Während dieser Aufwärtsbewegung' wird die Rahmenstellvorrichtung ununterbrochen durch die Feder 46 gegen das Werkstück gedrückt, aber nur mit so geringer Kraft, daß das Oberleder nicht beschädigt werden kann. Die Aufwärtsbewegung unter der Einwirkung des Kniegelenkes dauert fort, bis die Rahmenstellvorrichtung über den gerundeten Teil des Werk-Stückes in der Nähe der Frontlinie des Absatzes gelenkt ist und die Unterseite des Rahmens erfaßt hat. Die Rahmenstellvorrichtung besitzt eine hervorragende Lippe 29 (siehe Fig. 12), die mit der Einstechnaht in Berührung kommt und eine ausgeschnittene Unterfläche 31, so daß der Rahmensteller bei der Einwärtsbewegung das Oberleder festziehen und gegen den Leisten andrücken kann. Dies kann nicht durch die Feder 46 geschehen und auch nicht durch die Feder 33, da diese zu schwach sind.
Der zum Straffziehen des Oberleders erforderliche Druck wird bei der dargestellten Maschine durch die Einwärtsbewegung der Messerköpfe H, H1 hervorgebracht.
Jeder Messerkopf (vgl. Fig. 10 und 15) ist am äußeren Ende mit einem hakenförmigen Ansatz 80 versehen, dessen innere Fläche bei 81 abgeschrägt ist. Jeder Rahmcnsteller 30 besitzt einen Vorsprung 82, der eine entsprechende Abschrägung 83 aufweist (s. Fig. 12). Wenn die Messerköpfe einwärts bewegt werden, so treffen die Abschrägungen 81, 83 zusammen, ehe die Köpfe ihre Endlage erreicht haben, und dadurch werden die Stellvorrichtungen 30 mit den Köpfen .einwärts bewegt, so daß die Stellvorrichtungen und die Schneidmesser sich in der richtigen Lage zur Bear-. beitung des Rahmens befinden. Die vorher genommene Einstellung der Druckplatte 68 ist so geregelt worden, daß die untere Seite des Rahmens gegenüber der Mitte der Lippe 29 des Rahmenstellers bis zu der Ebene angehoben ist, in welcher das Rahmenabschneidmesser sich bewegt. Diese Ebene fällt zusammen mit der unteren Fläche der Messertragköpfe. Falls aber während des Betriebes der Maschine diese Einstellung durch Abnutzung der Teile verloren gegangen ist, so hebt die Keilwirkung der Flächen 81, 83 die Rahmensteller 30 so weit an, daß sie die richtige Höhenlage trotzdem erreichen.
Die Konstruktion und Anordnung der Messer innerhalb der Messerköpfe ist am besten aus Fig. 10, 13 und 16 und den schematischen Darstellungen ersichtlich. Auch hier braucht nur eine der beiden symmetrischen Einrichtungen beschrieben zu werden. Die innere senkrechte Fläche des rinnenförmig ausgebildeten Kopfes A1 ist mit einer Führung a1 versehen, welche einen rinnenförmig ausgebildeten Beweger für das Messer führt. Dieser Beweger ist am vorderen Ende seiner oberen Seite mit einem Kopf iiga versehen, dessen untere Fläche 122 abgeschrägt ist (Fig. 10 und 13). Die untere Seite 121 steht gegenüber der oberen Seite zurück und ist mit einer vorwärts gerichteten Abschrägung 123 versehen. Die oberen Flächen bilden einen Sims 124 (Fig. 16, 26, 27 und 28). Die untere Seite des Kopfes Ji1 ragt nicht über die Schulter /;2 (Fig. 7 und 10) heraus, und infolgedessen liegt vor diesem Punkte die untere Fläche von 121 bündig mit der unteren Fläche des Messerkopfes. Der senkrechte Teil des Bewegers ist mit einem Längsschlitz 125 (Fig. 10 punktiert) versehen. Durch diesen ragt ein Stift 126, der in den Kopf eingeschraubt ist (s. Fig. 16). Der Kopf dieses Stiftes ragt einwärts durch einen Längsschlitz 127 in den frei beweglichen Träger 128, welcher am vorderen Ende das Messer 130 trägt (Fig. 10 und 15). Das Messer besitzt eine quer laufende Klinge, die an der hinteren Kante geschärft ist. Die Klinge ragt einwärts an ihrem Träger über die Deckplatte für die innere Fläche des Messerkopfes hinaus über die Brandsohle des Schuhes, wenn der Köpf sich in seiner inneren Lage befindet. Das Messer wird an seinem Träger durch einen Block 129 (Fig. 15) erhalten, welcher am vorderen Ende des Trägers angeschraubt ist. Ein Stift 131 (Fig. 10) ragt am hinteren Ende des Messerträgers nach unten und ist durch eine Feder 132 mit einem Stift 133 (Fig. 7 und 15) am Messerkopf verbunden. Die Feder hält unter gewöhnlichen Umständen den Messerträger 128 um den Zapfen 126 gedreht in der Lage, die in Fig. 10 dargestellt ist; Der Beweger 120 ist durch ein Kreuzgelenk 134 (Fig. 4 und 13) mit dem oberen Ende des Daumenhebels 136 verbunden, der um eine feste Achse 138 (Fig. 3 punktiert) drehbar ist. Der Hebel 136 ist doppelt angeordnet und durch gleiche Kreuzgelenke mit den Bewegern für die beiden Messer verbunden (Fig. 3). Der Hebel 136 ist mit einer
Rolle versehen, welche in die Kurvennut C4 in der rechten Seite der Scheibe D2 eingreift.
Nachdem die Messerköpfe einwärts in die bereits beschriebene Stellung bewegt worden sind und die Rahmenenden einwärts über die Brandsohle durch die Rahmensteller geschoben sind, so daß sie in der Längsrichtung des Leistens und in der Bewegungsbahn der Messer liegen, schwingt dieDaumenscheibe C4
ίο den Hebel 136 zurück (Fig. 4), wodurch die Messerbeweger 120 sich innerhalb ihrer Köpfe nach hinten bewegen. Die erste Wirkung dieser Zurückbewegung der Beweger auf die Messerträger 128 besteht darin, daß diese um ihren Drehpunkt 126 abwärts geschwenkt werden, indem die schräge Fläche 122 mit entsprechenden schrägen Flächen an den Messerträgern zusammentreffen. Die Messer 130 werden in dieser Weise abwärts bewegt, bis ihre'Schneidkanten sich in der unteren Fläche dieser Messerköpfe befinden, d. h. in der Ebene des mittleren Teiles der Rahmensteller 29. Diese relative Bewegung der Teile ist am besten aus Fig. 26 bis 28 ersichtlich. Wenn die Messerträger diese Lage angenommen haben, so werden sie, abgesehen von dem Zusammenschluß der erwähnten schrägen Flächen, noch durch das Zusammentreffen der unteren Flächen der Träger mit den Simsen 124 ihrer Beweger in dieser Lage erhalten (Fig. 27) und ferner durch Zusammentreffen von Schultern 135 an den hinteren Enden der Träger mit Rippen 137 an den oberen Seiten der Beweger (s. Fig. 10 und 13). Auf diese Weise werden die Messerträger durch dreipunktige Berührung fest mit ihren Bewegern verbunden, und die Beweger nehmen bei ihrer weiteren Rückwärtsbewegung die Messerträger mit. Die weitere Rückwärtsbewegung der Messerbeweger unter der Wirkung der Kurvenscheibe C4 bringt die Schneidbewegung der Messer hervor. Die Schrieidebene ist die Ebene der Unterfläche der Messerköpfe, aber da die Rahmenenden auf die abgedachten oberen Flächen der Rahmensteller aufgelegt sind, bildet der Rahmen jetzt einen Winkel mit der Bewegungsbahn des Messers (siehe Fig. 27), und der Rahmen wird mit schrägem Schnitt vom Messer durchgetrennt (siehe Fig. 28). Der Winkel,., welchen der Rahmen mit der Schneidkante bildet, kann durch Einstellung der Rahmensteller 30 in der oben be-· ■ schriebenen Weise verändert werden. Jeder der Rahmensteller ist am Ende seines Tragarmes verstellbar. Zu diesem Zweck ist er mit einer kreisförmigen Nut 140 (Fig. 11). versehen, in welche eine kreisförmige Zunge 141 (Fig. 12) an der inneren Seite des Armes L1 eingreift. . Der Mittelpunkt dieser Kreise fällt in die Tragfläche des Rahmenstellers 29, so daß die Einstellung ohne Ände rung der Höhenlage geschieht. Eine Stellschraube 142 sichert die Teile in eingestellter Lage. Man kann mit dieser Einrichtung den Rahmen mehr oder weniger schräg abschneiden.
Es ist eine Vorkehrung getroffen, um den Hub der Messer so. zu wählen, daß er vollendet ist, wenn die Schneidkante des Messers die Mittelachse der Rahmensteller 29 trifft, d. h. genau, wenn das Messer die untere Seite des Rahmens durchschneidet (s. punktierte Linie Fig. 27). Die Entfernung der Durchschnittsstelle von der Schuhferse kann daher stets konstant erhalten werden, selbst wenn der Winkel der Schnittfläche sich verändert. Die Hublänge der Messer kann durch eine Stellschraube 143 (Fig. 4) geregelt werden, welche in dem Kreuzgelenk 134 eingeschaltet ist.
Die vorstehenden Klinken 29 der Rahmensteller wirken als Träger zur Unterstützung des Rahmens in horizontaler Ebene, so daß das Messer die Rahmenenden mit senkrecht zur Kante stehendem Schnitt durchschneidet. Dies ist erwünscht, damit kein Teil des Rahmens bis in die Absatzsitzfläche vorspringt. Andererseits soll der Rahmen längs der Linie abgeschnitten werden, welche der Frontfläche des Absatzes entspricht. Wenn das Rahmenleder beim Abschneiden weich ist, oder aus einem nachgiebigen Teil der Haut besteht, ist es schwierig, das Leder mit reinem Schnitt durchzutrennen, obwohl die Tragflächen der Rahmensteller wie ein Schneidblock für das Messer wirken: Damit nun stets ein reiner Schnitt erreicht wird, ist ein Schneidblock vorgesehen, welcher gerade am Ende des Schneidhubes liegt und so angeordnet ist, daß er mit der den Rahmen durchschneidenden Schneidklinge scherenartig zusammenwirkt. Die Lage, Konstruktion und Wirkungsweise des Schneidblockes ist aus Fig. 10, 13, 16, 17 und 18 deutlich ersichtlich. Wie aus Fig. 17 und 18 hervorgeht, ist der nach unten ragende Vorsprung 38 des Kopfes fl1 mit einem Paar einwärts vorstehender Büchsen versehen, in denen ein senkrechter Zapfen 144 gelagert ist. Auf diesem Zapfen ist ein Block 146 seitlich schwingbar, welcher einen wagerechten Zapfen 148 trägt. Auf letzterem ist ein Block- : träger 150 drehbar, welcher am vorderen Ende den Schneidblock 152 trägt. Der Block 146 ist mit einem nach hinten vorragenden Vorsprung 154 versehen, und zwischen diesem Vorsprung und dem Vorsprung 38 ist eine Feder 156 angebracht, welche den Schneidblock 152 in einer Aussparung 158 (Fig. 16 und 18) in dem Messerbeweger 120 hält, Die Teile sind so angeordnet, daß dann, wenn der Schneidblocksich in der Aussparung 158 befindet, seine untere Fläche sich in der Boden-
fläche des Messertragkopfes befindet, d. h. irr der Ebene der unteren Fläche 121 des Messerbewegers (s. Fig. το). Eine Feder i6o (Fig. 17) übt einen abwärts gerichteten Druck auf den Träger 150 aus und dreht sich um den Zapfen 148, so daß ein Vorsprung 161 des Trägers mit der Unterseite eines Vorsprunges 162 des Blockes 146 in Berührung bleibt. Unter der Wirkung der Federn 156 und 160 bleibt der Schneidblockträger innerhalb der Aussparung 158 und in der angegebenen Höhenlage. Er befindet sich in dieser Lage, wenn der Messerkopf einwärts geschwenkt ist, um auf dem Rahmen niederbewegt zu werden. Er ist daher seitlich vom Rahmen entfernt, liegt aber gegenüber der Nähfalte. Der Schneidblockträger 150 ist unten mit einer Rolle 164 (Fig. 16 und 17) versehen, welche mit einer Kurvenfläche 166 am Messerbeweger 120 zusammenwirkt, derart, daß bei der Rückwärtsbewegung des Bewegers im Messerkopf der Träger 150 um seine senkrechte Achse 144 geschwenkt wird, so daß der Block 152 seitwärts gegen den Schuh gedruckt wird und in die Nähfalte zwischen Oberleder und Rahmen eintritt.
Es kommt häufig vor, daß die Einstechnaht über die Stelle hinausreicht, an welcher der Rahmen abgeschnitten werden soll. Die Stützung, welche die Rahmensteller dem Rahmen darbieten, reicht nur bis zur Einstechnaht, und damit der Rahmen in seiner ganzen Breite durchgeschnitten wird, ist es erwünscht, daß der Schneidblock weit genug einwärts geht, um über die ganze Breite des Rahmens zu fassen. Wenn die Einstechnaht über die Schneidstelle hinausragt, kann diese Bewegung des Schneidblockes nicht eintreten, ehe nicht diese Naht weggeschnitten ist. Zu diesem Zweck ist die innere Kante 168 (Fig. 17) des Schneidblockes zugeschärft, und der Schneidblock trennt daher die Naht durch, wenn er durch die Wirkung der Kurvenfläche 166 einwärts bewegt wird. Der Schneidblock nimmt auf diese Weise die wirksamste Stellung unterhalb des Rahmens an. Das Durchtrennen der Einstechnaht erleichi tert auch das Abschneiden des Rahmens, da. anderenfalls das abgeschnittene Rahmenende am Schuh hängen bleiben würde.
Ein reiner und scharf abgesetzter Schnitt, auch durch dampfes oder sonst weiches Rahmenmaterial wird gesichert durch Wahl der in Fig. 25 bis 27 \reranschaulichten Formen des Schneidblockes. Die vordere Seite des Schneidblockes ist dabei abgeschrägt, so daß das Rahmenende unter einem Winkel darauf aufliegt und ferner bei 170 etwas unterschnitten ist, so daß eine kantige Schulter entsteht, unter welche die Schneidkante des Abschneidmessers am Ende seines Hubes treten kann.
Die relative Lage des Blockes 152 und des Rahmenstellers 130 ist so gewählt, daß der unterschnittene Teil des Schneidblockes unmittelbar über dem mittleren Teil der Klinge 29 liegt oder mit anderen Worten, gerade am Ende des schneidenden Hubes des Abschneidmessers. Die Zusammenwirkung dieser Teile ist folgende:
Wenn das Rahmenabschneidmesser in die in Fig. 26 gezeichnete Stellung gelangt ist, so ist die Kurvenplatte 166 genügend weit nach hinten geschoben, um den Schneidblock einwärts unter den Rahmen und gegen die Einstechnaht zu drücken. Der hinter der Abschneidstelle liegende Teil der Einstechnaht ist dabei durch den Schneidblock zerschnitten, und der Schneidblock liegt unterhalb des Rahmens, wobei die Schulter 170 gerade über der Mitte des Rahmenstellers 29 liegt. Wenn nun das Abschneidmesser zurückgezogen wird,' so schneidet es am Ende des Rahmens schräg durch und kommt schließlich gerade, wenn es seinen Hub vollendet und an der Unterseite des Rahmens zum Vorschein kommt, unter die Schulter 170, Die obere Kante der Schulter und das Messer wirken scherenartig zusammen und schneiden das Rahmenleder rein und scharf durch.
Wie oben erwähnt, ist jeder Messerkopf mit einer besonderen Nagelvorrichtung ausgerüstet, aber die beiden Treiber dieser Nagelvorrichtungen werden durch einen einzigen Hammer in Bewegung gesetzt. Die Kon-' struktion und Wirkungsweise dieses Hammers D ist am besten aus Fig. 4, 5, 7 und 13 ersichtlich. Jeder der Treiber 92 ist oben mit einer rückwärts vorspringenden Nase 172 (Fig. 4 und 13) versehen, unter welche ein Vorsprung 174 am Hammer greift. Der Vorsprung ist durch eine Schraube 175 (Fig. 13 punktiert) mit dem vorderen Ende 176 des Hammerhebels verbunden, der aus zwei Teilen besteht. Der vordere Teil 176 ist mit einem T-förmigen Kopf 178 (Fig. 5) versehen, weleher auf die beiden Enden der Treiber 92 drückt. Der Vorsprung 174-ist durch Schrauben 179 mit der oberen Seite des Kopfes 178 verbunden. Infolge dieser Anordnung werden die Treiber zwangläufig in beiden Riehtungen bewegt. Der vordere Teil 176 des Hammerhebels ist hinten auf einem Querzapfen 180 lose drehbar, welcher vom Hammerrahmen A2 getragen wird. Auf dem gleichen Zapfen ist der hintere Teil 182 des Hammerhebeis lose drehbar., Die beiden Hebelteile stehen miteinander durch Vorsprünge 184, 186 (s. Fig. 7) in Verbindung. Die Treiber 92 werden unter gewöhnlichen Umständen durch eine Feder 188 (Fig. 5) in ihrer unteren Lage gehalten. Ein Ende dieser Feder drückt auf einen Vorsprung 189 des Hebelteiles 176, wäh-
rend das andere Ende mit dem Hammerrahmen A2 verbunden ist, und zwar durch eine einstellbare Schraube 190 zur Regelung der Federspannung.
Bei der Arbeit der Treiber 92 wird der zweiteilige Hammer gegen die Kraft der Feder 188 angehoben, und zwar durch eine Vorrichtung, welche zu einer bestimmten Zeit den Hammer freigibt, so daß die Treiber durch die Mundstücke 96 (Fig. 14) unter der Kraft der Feder 188 hindurchgeschlagen werden. Der hintere Hammerhebelteil 182 ist mit einer Rolle 183 versehen, welche gegen eine Kurvenfläche 192 (Fig. 4) am oberen Ende 194 eines Winkelhebels betätigt wird, der lose auf einem Zapfen 196 sitzt. Der Zapfen . ist" im Hammerrahmen A2 hinter und unter dem Zapfen 180 angebracht. Mit dem zweiten Arm 198 des Winkelhebels ist eine Treibstange 200 verzapft, welche mit einem Schlitz über die Treibwelle greift und mit einer Rolle 202 in die Kurvennut C3 faßt. Eine Drehung, der Kurvennut C3 bringt eine Schwingbewegung des Hammers D hervor. Wenn die Treibstange sich aufwärts bewegt, dreht sie den Arm 194 und bewegt den zweiten Arm 192 vorwärts. Dabei greift die Kurvenfläche 191 gegen die Rolle 183. Die Gestalt der Kurvenfläche ist so gewählt, daß bei der Vorwärtsbewegung des Hebelarmes 194 eine Aufwärtsbewegung des Hebelteiles 182 eintritt, wobei der Vorsprung 186 vom Vorsprung 184 abgehoben wird. Nachdem die Kurvennut C3 den Hebel 192 so weit vorwärts bewegt hat, daß er ganz vor der Rolle 183 liegt (s. Fig. 20), hört seine Vorwärtsbewegung auf. Die Kurvennut C3 bewegt dann den Hebel 192 zurück. Da aber der hintere Teil des Hammerhebels jetzt wieder niedergegangen ist, trifft der.Kurvenhebel 192 gegen die Rolle 183, und zwar mit der unteren Kurvenfläche, so daß er über der . Reibrolle 183 fortgeht. Wenn sich der Flebel rückwärts bewegt, so wird dadurch der hintere Teil des Hammerhebels langsam gesenkt und dadurch der vordere Teil des Hammers gegen die Wirkung der Feder 188 gehoben. Diese Hubbewegung geschieht durch Drehung um den Zapfen 180 und dauert fort, bis eine geringe weitere Rückwärtsbewegung des Hebels 192 die Rolle 183 freigibt und eine Bewegung des Hammers durch seine Treibfeder gestattet (s. Fig. 21). Der Kurvenhebel 192 bleibt aber in dieser Stellung (Fig. 20) infolge geeigneter Gestaltung der Kurvennut C3 stehen. Während dieser Zeit werden die Messerköpfe gegen das Werkstück bewegt und der Rahmen durchgeschnitten.
Der Vorsprung 174 an jeder Seite des Hammerkopfes (s. Fig. 5) hat eine leichte Krümmung um die senkrechten Zapfen 98, welche die Drehpunkte für die Messerköpfe bilden.
Infolgedessen können die Messerköpfe, die die Treiber 92 tragen, sich frei bewegen, ohne die Verbindung zwischen Hammer und Treibern zu stören.
Mit den Treibern wirken Nagelzuführungen zusammen (vgl. Fig. 14). Diese bestehen aus Vorratsbehältern 90 mit einer umlaufenden Aufnahmeplatte 204. Die Platten sind an einer Welle 206 befestigt und erhalten eine schrittweise Drehbewegung, so *daß sie in bekannter Weise Zwecken aufnehmen und ah die Gleitbahnen 94 abliefern. Die Gleitbahnen 94 haben gleichfalls die bekannte Konstruktion und sind an ihren unteren Enden mit federbelasteten Leitrinnenverschlüssen 208 versehen, welche durch einen Finger am Treiber geöffnet werden. Jedes der Mundstücke 96 ist auf einem Träger 210 angebracht, dessen Form am besten aus Fig. 7 ersichtlich ist. Der Träger ist mit einem gegabelten oberen Ende versehen, welches um das Gehäuse für den Treiber 96 paßt und auf einem Zapfen212 (Fig. 15 punktiert) schwingt. Dieser Zapfen ist im Lager 88 (Fig. 16) am oberen Teil des Messerkopfes gelagert. Jede der Schwingwellen 212 ist am äußeren Ende'mit einem Kurbelarm 214 versehen (Fig. 7), der durch eine Lenkstange (Fig. 13 punktiert) mit einem Kragen 218 verbunden ist und der auf der unteren Verlängerung des Drehzapfens 84 für die Messerköpfe verschiebbar ist. Jeder der Kragen 218 ist unten mit Bünden versehen, zwischen welche Rollen an dem gegabelten vorderen Ende von Hebeln 220 greifen, die mit einer Querwelle 138 (Fig. 1) an der Hinterseite der Maschine, verbunden sind. Diese Welle wird mittels der Kurvenfläche C0 in Schwingung gesetzt, die auf eine Rolle 222 (Fig. ι a und 3) innerhalb eines Joches am oberen Ende eines senkrechten Kurvenarmes 224 einwirkt, welcher mit dem rechten Hebel 220 (Fig. 3) verbunden ist. Eine Drehung der Kragen 218 wird durch Stifte 225 verhindert, welche mit den Zapfen 84 fest verbunden sind. Vermöge dieser Anordnung können die Lenkstangen 216 und die damit verbundenen Kragen zusammen mit den Zapfen 84 innerhalb der Enden der Hebel 220 schwingen, wenn die Messerköpfe und die daran angebrachten Mundstücke sich gegen den Schuh und von ihm weg bewegen. Wenn die Kragen 218 sich in ihrer untersten Lage befinden (vgl. Fig. 10), so werden die Mundstücke angehoben, (vgl. Fig. 7 und 10), aber wenn die Kragen 218 sich in ihrer oberen Stellung befinden, so haben die Mundstücke die Stellung Fig. 4 und 14, bei welcher die Zweckendurchgänge direkt in der Bewegungsbahn der Treiber 92 liegen. ,
Es ist wichtig, daß bei der Befestigung des abgeschnittenen Rahmenendes an der Brand-
sohle die Befestigungsvorrichtungen durch den Teil hindurchgeschlagen werden, welcher soeben vom Messer durchgeschnitten ist,'d.h. durch das schräge Ende des Rahmens, weil gerade diese Stelle unmittelbar vor der vordersten Absatzsitzzwecke liegt, und zwar hinter den letzten Nahtstichen, da an dieser Stelle das Oberleder nicht durch Befestigungsmittel gehalten wird. Hierdurch wird ein zweifächer Zweck erreicht, nämlich der -Rahmen wird in der Stellung gesichert, in welche er durch die Rahmensteller gebracht ist, und andererseits wird das Oberleder, welches durch die Rahmensteller fest gegen den Leisten gezogen ist, gleichfalls am Leisten in dieser Lage befestigt. Die vorderen Enden der Fersenkappe sind' gewöhnlich so lang, daß sie etwas über die Frontlinie des Absatzes herausragen und daher unterhalb des Rahmenendes liegen. Wenn die Enden der Steifkappe durch den Rißführer der Einstechmaschine aufgebogen sind, wie es häufig der Fall ist, so werden sie durch das Befestigungs-. mittel für das Rahmenende niedergehalten.
Infolgedessen bringt eine Befestigung des Rahmens an dieser Stelle alle Schuhteile flach auf die Brandsohle und Unterstützt die Formgebung des Oberleders. Diese Vorteile würden nicht erreicht, wenn eine Zwecke oder ein anderes Befestigungsmittel vor dem Ende der Einstechnaht eingesetzt würde, weil hier das Oberleder durch die Naht bereits dicht an den Leisten angezogen wird und keine vorstehenden Teile vorhanden sind, welche auf der Brandsohle niedergedrückt zu werden brauchen.
Die Anordnung der Mundstücke 96 in der beschriebenen Weise ermöglicht das Einsetzen des Täcks durch die Abschrägung des abgeschnittenen Rahmens. Während die Mundstücke unter den Treibern weg bewegt sind (Fig. 10), können die Abschneidmesser auf den Rahmen einwirken. Wenn sie aber am Ende ihrer Schneidbewegung stillstehen bleiben in der in Fig. 27 punktiert gezeichneten Lage, so würden sie dicht unterhalb der Treiber stehen und daher die Mundstücke am Einschwenken verhindern. Infolgedessen ist die Kurvenscheibe C4 so geformt, daß dieSchneidmesser noch über ihre Schneidstellung hinaus bewegt werden, d. h. über die Mittellinie der Rabmensteller hinweg" geführt werden (vgl.
. Fig. 28). Dies können sie tun, weil die Schneidblöcke 152 infolge ihrer Befestigung mittels der Zapfen 148 ausweichen können. Sie schieben sich dabei auf der hinteren Fläche der Messer gegen die Wirkung der Feder :6ο aufwärts (s. Fig. 13 und 28). Infolge dieser Bewegung der Schneidmesser können die Mundstücke in die in Fig. 28 dargestellte Lage schwingen, in welcher sie gerade über dem Ende der abgeschnittenen Fläche des Rahmens liegen. Wenn die Mundstücke diese Stellung erreicht haben, so bewegt sich der Kurvenhebel 192, der bis dahin in Ruhe war und den Hammer hochgehoben hielt, weiter und gibt den Hammer frei, so daß die Schlagfeder die Treiber abwärts bewegt, eine Zwecke der Gleitbahn entnimmt und sie durch das Mundstück in das AVerkstück einschlägt.
Die unterbrochene Drehbewegung der Aufnehmerplatten 204 innerhalb der Nagelbehälter wird beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine Schwing'bewegung der Arme 214 erreicht. Jeder dieser Arme ist hinten mit einem Zahnbogen 226 (Fig. 1) versehen, welcher mit einem Triebrad 228 auf dem Ende der Welle 206 in Eingriff steht.
Damit der Fersensitz für die Aufnahme der Außensohle vorbereitet wird, ist es erwünscht, alles hervorragende Material, beispielsweise das hintere Ende der Rißlippe, wegzuschneiden. Man erhält dadurch eine glatte Fläche, auf welche die Laufsohle aufgelegt werden kann und eine ebene Fläche für die Aufnahme des Absatzes. Da das Schuhwerk vor dem Abschneiden des Rahmens gewöhnlich mit der Innennahtbeschneidmaschine bearbeitet worden ist, so bleibt im wesentlichen nur das hinter dem Ende des abgeschnittenen Rahmens liegende Stück der Rißlippe und das Futter und Oberleder bis zur Frontlinie des Absatzes zurück. Um diesen Teil abzuschneiden, kann zweckmäßig die oben erwähnte verlängerte Rückwärtsbewegung der Rahmenabschneidmesser benutzt werden. Infolgedessen ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Hub der Kurvenscheibe so groß, daß er die Abschneidmesser um ungefähr 1 cm über die Mitte der Rahmensteller hinüberbewegt. Dieser Hub wird naturgemäß vorher mittels der Stellschrauben 143 (Fig. 4) eingestellt und genügt, um alles vorstehende Material zwischen der Abschneidstelle und der Frontlinie des Absatzes wegzuschneiden, ohne daß die Messer in Berührung mit den Absatzsitzzwecken kommen, wodurch sie stumpf werden würden. Diese Bewegung der Abschneidmesser schneidet auch ev. die überflüssigen no Innennahtstiche weg. Infolgedessen ist der Absatzsitz des mittels der vorliegenden Maschine bearbeiteten Schuhes fertig zum Aufsohlen, ohne daß weitere Arbeit notwendig ist.
Wie oben beschrieben, werden die Messerköpfe durch die Federn 118 einwärts bewegt, sie werden daher nachgiebig gegen die Seiten des Schuhes gehalten, und es ist die Möglichkeit vorhanden, daß die Messer aus ihrer richtigen Lage gegenüber dem Rahmen sich verschieben. Infolgedessen ist eine Sperrvorrichtung vorgesehen, welche eine Auswärts-
bewegung der Messerköpfe, nachdem diese ihre endgültige Einwärtslage angenommen haben, verhindert. Diese Sperrvorrichtung ist aus Fig. J, 8, 13 und 20 bis 22 am besten ersichtlich. Der Hebel 110, welcher durch die Kurvenscheibe C5 bewegt wird, um die Messertragköpfe zu öffnen, ist am oberen Ende mit einer Platte 230 (Fig. 6) versehen, die hinten mit einem Stift 231 ausgerüstet ist.
An der oberen Kante besitzt diese Platte eine Sperrung 232 mit einem gerundeten, vorwärts gerichteten Haken, welche um einen Zapfen 233 im wesentlichen in horizontaler Richtung drehbar ist. Diese Sperrung wird durch eine Blattfeder 234 gehalten. Das Hakenende der Sperrung kann beim Antreffen gegen ein Hindernis nach außen ausweichen. Das rechte Lager für den Zapfen 196 (Fig. 13) ist mit einem Vorsprung 236 versehen (Fig. 22).
Dieser trägt oben mittels eines wagerechten Zapfens 237 einen Winkelhebel mit einem hakenförmigen Arm 238 und einem nach außen gerichteten Arm 239, der mit einem Stift 240 versehen ist. Der Winkelhebel wird gewöhnlich durch eine Feder 235 (s. Fig. 22) gegen einen geeigneten Anschlag festgehalten. Der Stift 240 wird von dem Sperrhaken 232 erfaßt. Der Vorsprung 236 trägt ferner einen wagerechten Zapfen 241 (Fig. 22), auf welchem lose drehbar eine Platte 242 sitzt, welche eine Kurvenfläche 243 aufweist. Wenn die Platte sich in ihrer unteren Lage (siehe Fig. 13) befindet, so trifft diese Kurvenfläche gegen den Stift 231. Die Platte 242 ist oben hinter der Sperrung 232 mit einem Stift 244 versehen, der an beiden Seiten der Platte hervorragt. Über das eine Ende, dieses Stiftes kann ein Haken 245 (Fig. 13 und 21) greifen, welcher am unteren Ende eines Armes angebracht ist, der lose drehbar auf einem Stift 246 sitzt. Der Stift 246 ist an dem gebogenen Arm 194 des Winkelhebels angebracht, welcher den kurvenförmigen Teil 192 zur Bewegung des Hammers trägt. Fig. 8 läßt er-
4-5 kennen, daß der Haken 245 so gelagert ist, daß er das Ende des Stiftes 244 erfassen kann, welches an der rechten Seite der Platte 242 vorragt.
Angenommen nun, daß die Messerköpfe offen und in der Stellung sind, in welcher sie sich Schließen können, so wirkt der soeben beschriebene Mechanismus zum Sperren der Köpfe gegen Auswärtsbewegung in folgender Weise:
Zu dieser Zeit ist der Hammer gehoben und infolgedessen die Kurvenfläche 192 in der in Fig. 21 gezeichneten Lage bereit, den Hammer bei einer kleinen Rückwärtsbewegung freizugeben. Während der Rückwärtsbewegung des Kurvenhebels hat der Haken 245 die Kurvenplatte erfaßt und angehoben und den Stift 244 unter das hakenförmige Ende 238 des Winkelhebels gebracht (s. Fig. 20). Während diese Teile in Eingriff stehen, wird die Kurvenplatte 242 aufwärts über der Bahn des Stiftes 231 in der Platte 230 gehalten. Zu dieser Zeit befindet sich das obere Ende des Hebels 119 in seiner vorderen Lage, und demzufolge steht die Platte 230 ebenfalls in einer vorderen Lage, und die Sperrung232 ist außer Eingriff mit dem Stift 240 des Hebelarmes 239. Sobald nun die Kurvenscheibe C5 den Hebel 110 freigibt, so daß er sich rückwärts bewegt unter der Wirkung der Federn 118 (Fig. 2), erfaßt die Sperrung 232 den Stift 240 und bewegt den Winkelhebel 239 um seinen Drehzapfen in solcher Richtung, daß der Stift 244 freigegeben wird und die Kurvenplatte 242 durch ihr Gewicht um den Drehzapfen 241 (s. Fig. 21) niederfällt. Die Kurvenplatte kommt vor dem Stift 231 (s. Fig. 13) und bildet eine starre Verbindung zwischen dem Hebel 110 und dem Maschinengestell. Bei dieser Stellung der Kurvenplatte kann der Hebel 110 keine Bewegung machen, und die Messerköpfe körinen sich daher nicht öffnen. Die fortgesetzte Rückwärtsbewegung des Hebels 110 gestattet eine weitere Senkung der Platte 242, so daß sie sich zwischen dem Stift 231 und dem Ansatz 236 festklemmt. Auf diese Weise ist trotz der verschiedenen Vorwärtsbewegungen der Messerköpfe entsprechend der Breite des Schuhes stets die Sicherung in jeder Lage erreicht. Nach dem Abschneiden des Rahmens besteht die erste Tätigkeit darin, den Hammer anzuheben, was, wie oben beschrieben, durch die Vorwärts- und darauf folgende Rückwärtsbewegung des Hebelkopfes 192 geschieht. Die Kurvenplatte 242 wird gleichzeitig durch den Haken 245 gehoben. Der Hebel ΐϊο kann sich nun frei vorwärts bewegen, um die Messerköpfe auswärts zu schwingen, nachdem die Platte 243 aus ihrer Sperrlage zurückgezogen ist. Während der Rückwärtsbewegung des Kopfes 192 in die Lage, in welcher er den Hammer freigibt, fällt der Haken 245 von dem Stift 244 ab, so daß die Kurvenplatte wieder in die Sperrlage bei der nächsten Auswärtsbewegung der Messerköpfe sinken kann (siehe Fig. 21).
Es ist klar, daß, um den Rahmen senkrecht zur Kante durchzuschneiden, die Rahmenenden flach vor den Messern liegen müssen. Der Rahmen wird gewöhnlich im dampfen Zustände eingestochen, und wenn das Werkstück dann zur Rahmenabschneidmaschine kommt, ist häufig das Ende des Rahmens in gebogenem oder gewelltem Zustande fest getrocknet, so daß es unmöglich ist, ihn gerade und glatt durchzuschneiden, ehe er nicht glattgelegt ist. In den Fig. 23, 24 und 25 ist die Maschine mit
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einem Rahmendrücker versehen, welcher vor . den Abschneidmessern auf den Rahmen wirkt. Dieser Drücker umfaßt einen Kopf 250, der auf einem Hals angebracht ist, welcher bei 251 um einen horizontalen Zapfen drehbar an einem Block 252 gelagert ist, der durch einen senkrechten Zapfen 253 mit dem Messerträger 128 verbunden ist. Der Zweck dieser doppelten Gelenkanordnung wird später beschrieben.
Eine Feder 254 ist mit einem Ende an dem Hals des Drückerkopfes und mit dem anderen Ende an einem festen Teil des Messerkopfes befestigt Und hält den Drücker unter gewöhnlichen Umständen nachgiebig auf dem Rahmen nieder. Ein Anschlagstift 255 begrenzt die Abwärtsbewegung des Drückers. . Der Drückerkopf 250 ist unmittelbar vor dem Abschneidmesser angebracht, und die Feder 254 ist genügend stark, um den Rahmen glatt zu drücken und ihn eben vor die Messer zu legen, . damit er gerade durchgeschnitten werden kann.
Es ereignet sich häufig, daß beim Austrocknen des Rahmens sein freies Ende nach außen von den Seiten des Leistens absteht, und obwohl die Rahmensteller 30 das freie Ende des Rahmens über die Brandsohle legen, so ist doch ihr Angriffspunkt so weit vom Ende entfernt, daß zuweilen das Rahmenende nicht vollständig einwärts geführt wird. , Es ist daher erwünscht, eine Einrichtung zu treffen, um die freien Enden des Rahmens einwärts zu bewegen, derart, daß der ganze Rahmen in der Hubrichtung der Abschneidmesser liegt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Drückerkopf 250 (Fig. 30) an der äußeren Seite mit einer nach unten vorstehenden Lippe oder Rahmenführung 256 (Fig. 29 und 30) versehen, welche, wenn der Drücker in Eingriff mit der Breitfläche des Rahmens steht, gegen die Außenkante des Rahmens drückt. Infolge der Anordnung des senkrechten Drehzapfens 253 in der schrägen Lage der Feder 254 (siehe Fig. 25), wird die Kantenführung 256 unter normalen Umständen vom Rahmen entfernt gehalten, indem der Rahmendrücker · sich um diesen Zapfen dreht. Wenn der Messerträger innerhalb des Messerkopfes zurückgezogen wird, so trifft eine Büchse 256 an der inneren Seite des Drückerhalses gegen eine Keilplatte 258 an der vorderen Fläche 100 des Messerkopfes, und der Drücker wird dadurch einwärts bewegt, so daß die Rahmenführung gegen die Kante des Rahmens trifft und diesen in der richtigen Lage erhält. Die Keilplatte 258 ist so geformt, daß, nachdem die Rahmenführung in die angegebene seitliche Lage gebracht worden ist, sie mit dem Messerträger in der Schneidrichtung sich weiter be- wegen kann, so daß, wenn das Rahmenende nach außen vorsteht, dieses an der Kante durch die Führung' 256 erfaßt und während des ganzen Schneidhubes des Messers, wenn erforderlich, über die Brandsohle gedrückt wird. Wenn während der Bewegung des Messers der Drücker 250 den Schneidblock 152 (Fig. 17 und 30) erreicht, so gibt die Feder 254 nach, so daß der Drücker um seinen Drehzapfen 251 aufwärts schwingen und auch über den Messerblock hinweggleiten kann. Wenn der Messerblock selbst um seinen Zapfen 158 aufwärts schwingt, gibt die Feder 254 noch weiter nach, so daß der Drücker 250 sich ebenfalls weiter aufwärts bewegt. Wenn das Rahmenabschneidmesser sich wieder vorwärts bewegt, so wird der Drücker durch die Feder
254 abwärts bewegt bis zur Anlage am Stift
255 und wird gleichfalls durch diese Feder in solche Lage bewegt, daß die Rahmenführung außer Berührung mit der Rahmenkante steht.
Obgleich die Wirkung der verschiedenen Einzelmechanismen oben im einzelnen schon beschrieben ist, ist eine kurze Zusammenfassung" zweckmäßig. Wenn die Maschine sich in Ruhe befindet, so ist das Kniegelenk 61, 62, welches die Rahmensteller stützt, eingeknickt, und die Rahmensteller befinden sich in ihrer gesenkten Lage (Fig. 10). Die Messertragköpfe H H1 sind geöffnet oder nach auswärts geschwenkt, und diese Stellung der Köpfe hat auch die Rahmenstellerarme L L1 auswärts gedreht. Während diese Teile diese Lage haben, kann ein Schuh bequem gegen den Schuhanschlag gedrückt werden, ohne daß das Oberleder durch Zusammentreffen mit den Arbeitswerkzeugen beschädigt wird. Der vordere Teil des Hammers D ist angehoben und hält die Treiber 92 in. der in Fig. 7 gezeichneten Lage. Sie befinden sich dabei an den'äußeren Enden des Vorsprunges 174 am Kopf des Hammers. Die Mundstücke 96 sind gleichfalls angehoben (Fig. 7 und 10) und außer der Bewegungsbahn der Messer. Die Messerträger sind um ihre Zapfen 126 durch die Federn 132 aufwärts bewegt (Fig. 10). Die Schneidblöcke 152 werden durch die Federn 156 in den Aussparungen 158 gehalten, und die Bewegungsstangen 120 befinden sich am vorderen Ende ihres Hubes (s. Fig. 1.0). Die Sperrplatte 242 ist in gehobener Stellung, indem der Hakenarm 238 mit dem Stift 244 in Eingriff steht (siehe Fig. 20). Der Kurvenhebel 192 befindet sich über der Rolle 183 am hinteren Teil des Hammers, aber in solcher Lage, daß er den Harnmer bei einer kleinen Rückwärtsbewegung (Fig. 21) freigibt.
Beim Niederdrücken des Anlaßtrethebels kommt zuerst die Kurvenscheibe C1 zur Wirkung, welche die Bewegung der Rahmensteller steuert. Die Rahmensteller werden zuerst um ihre Zapfen 32 einwärts und dann um ihre
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Zapfen 36 (Fig. 18) aufwärts geschwungen, kommen mit der Unterseite des Rahmens in Berührung und nehmen eine Stellung gegenüber dem Winkel zwischen Rahmen und Oberleder ein, so daß sie leicht in diesen Winkel hineingeschoben werden können, wenn die Messerköpfe sich rückwärts bewegen. Nunmehr veranlaßt die Kurvenscheibe C5 eine Bewegung der Messerköpfe nach innen und der Seite unter der Wirkung der Federn 118 (Fig. 15). Die Einwärtsbewegung" der Köpfe schwingt den Hebel 110 um seinen Drehzapfen 112 (Fig. 13) nach hinten, so daß die Sperrung 232 (Fig. 20 bis 22) mit dem Stift 240 des Winkelhebelarmes 239 in Eingriff kommt und die Sperrplatte 242 freigibt, so daß sie durch ihr'Gewicht niedersinkt und sich gegen den Stift 231 der Platte 230 legt. Bei der weiteren Einwärtsbewegung der Messerköpfe sinkt die Platte weiter, so daß jede Auswärtsbeweguhg der Messerköpfe verhindert ist, unabhängig von der Breite des zu bearbeitenden Schuhes. Sobald die Messerköpfe sich der Grenze ihrer Einwärtsbewegung nähern, treffen die abgeschrägten Vorsprünge 80 (Fig. 15) die Vorsprünge 82 der Rahmensteller und pressen die Rahmenstellerklingen 29 in den Oberlederwinkel. Eine weitere Bewegung der Köpfe unter der Wirkung der Federn 118 bewirkt, daß die Rahmensteller das Oberleder spannen und strecken und die Rahmenenden über die Brandsohle legen, bis sie in der Schneidbahn der Messer liegen. Die Rahmenabschneidmesser werden gleichzeitig über dem Rahmen eingestellt. Nachdem die Messerköpfe sich einwärts bewegt und die Abschneidmesser über dem Rahmen eingestellt haben und der Rahmen einwärts über die Brandsohle bewegt worden ist, kommt die Kurvennut C'4 (Fig. 4) in Wirkung und dreht den Hebel 136 um den Zapfen 138 zurück, so daß die Be\veger 120 sich nach hinten innerhalb der Messerköpfe verschieben. Diese Bewegung ist ununterbrochen und bringt zunächst die Abschneidmesser mit der Oberseite des Rahmens (s. Fig. 27) in Berührung und schneidet dann den Rahmen mit schrägem Schnitt ab (s. punktierte Linie Fig. 27). Während der Bewegung der Rahmenabschneidmesser werden die Messerblöcke 152 durch die Platten 166 (Fig. 17) einwärts bewegt, und die Nahtmesser 168 an den Schneidblöcken treten in den Oberlederwinkel ein und schneiden die Stiche hinter der Durchschneidstelle weg. Wenn die Rahmendrücker 250 (Fig. 30) und die Rahmenkantenführungen 256 angewandt sind, so werden auch diese Teile einwärts bewegt, um den Rahmen für das Abschneiden vorzubereiten. Nachdem der Rahmen durchgeschnitten ist, bewirkt die Kurve C4 eine weitere Rückwärtsbewegung der Messerbeweger, und die Abschneidmesser bewegen sich unter dem Schneidblock 152 über die Schneidfläche hinweg (Fig. 13, 14 und 28). Diese fortgesetzte Bewegung der Messer wird benutzt, um den Absatzsitz gerade zu schneiden. Während der fortgesetzten Rückwärtsbewegung der Rahmenmesser bewirkt die Kurve C4 eine Senkung der Mundstücke 96 über die eben gebildeten Schnittflächen des Rahmenendes und unter die Treiber 92. Sobald die Mundstücke diese Stellung erreicht haben, bewegt die Kurve C3 den Kopf 192 rückwärts und gibt den Hammer D frei. Der Hammer geht unter der Wirkung seiner Feder 188 (Fig. 3) nieder, und die Treiber trennen Zwecken von dem Vorrat in der Gleitbahn 94 (Fig. 4) ab und treiben sie durch den Rahmen in die Brandsohle. Nunmehr ist die Bearbeitung des Schuhes vollendet, und die Kurvenscheiben führen zunächst den Kopf 192 vonvärts und dann rückwärts, um den Hammer D anzuheben. Dadurch \vird die Platte 242 (s. Fig. 20) angehoben, und die Messertragköpfe werden frei- 8g gegeben. Die Treiber 92 werden durch den aufwärts bewegten Hammer aus dem Mundstück 96 herausgezogen. Sobald dadurch die Mundstücke frei geworden sind, schwingen diese um ihre Zapfen 212 (Fig. 15 punktiert) aufwärts. Die Messerbeweger 120 (Fig. iö und 25) gehen vorwärts innerhalb der Messertragköpfe. Die Messer bewegen sich vorwärts und aufwärts unter der Wirkung der Federn 132, und die Schneidblöcke 158. bewegen sich auswärts in ihre Aussparungen unter der Wirkung der Federn 156. Die Messer sind jetzt AOm Werkstück frei. Die Messerköpfe werden geöffnet und die Rahmensteller auswärts be\vegt. Die Vorwärtsbewegung des Hebels 110 schiebt die Sperrung 232 hinter den Hebel 240, so daß dieser Hebel beim Wiederschließen der Köpfe umkippen kann. Alle wirksamen Teile der Maschine sind jetzt vom Werkstück frei, und dieses 10g kann ungehindert herausgenommen werden.
Bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung werden die beiden freien Rahmenenden gleichzeitig bearbeitet. Man erkennt aber,'daß die Maschine, wenn auch weniger vollkommen, so ausgeführt werden kann, daß nur eine Seite eines Schuhes auf einmal bearbeitet wird. Die Lage des Werkstückes mit dem Boden nach oben ist die bequemste, jedoch kann auch eine andere Läge des Werk-Stückes benutzt werden. Auch in konstruktiver Hinsicht .kann die Maschine in weitem Maße abgeändert werden.

Claims (16)

  1. Patent- Ansp.rüc he:
    i. Maschine zur Bearbeitung des freien Endes des Rahmens von Schuhwerk, da-
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    durch gekennzeichnet, daß sie sowohl mit einer zum Abschrägen des Rahmenendes dienenden Vorrichtung (130, 120, 134, 136, C4) als auch mit einer zum Befestigen des abgeschrägten Rahmenendes dienenden Vorrichtung (90, 94, 92, 96, 210, D, 194, 200, C3) ausgerüstet ist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen mit Bezug auf den Leisten durch eine Einstellvorrichtung (29) in diejenige Lage gebracht wird, in der das Abschrägen und Befestigen desselben stattfinden soll.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (Ci) der zum Abschrägen des Rahmens dienenden Vorrichtung (130) das Abschrägwerkzeüg von dem abgeschrägten Rahmenende hinwegbewegt, um das Einsetzen eines Befestigungsmittels, in das dem Leisten gegenüber eingestellte Rahmenende zu ermöglichen.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Einstellen des Rahmenendes vorgesehene Vorrichtung" (29, L L1, 60, 58, 56, C1) das Oberleder zu beiden Seiten des Schuhes in der Nähe der Enden der Hinterkappe spannt und in die von dem Rahmen und Oberleder gebildete Furche eintritt.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Abschrägmesser (130) eine gegen den Schuhboden gerichtete Einstellbewegung" erteilt wird (120,
    122) und daß die darauf folgende Schneidbewegung des Abschrägwerkzeuges in . einer Richtung stattfindet, die einen Winkel (134, 136, C4) mit der Richtung bildet, in der das Abschrägmesser während des Einstellens bewegt wird.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Vorrichtung (168, 164, 166) ausgerüstet' ist, die die hinter dem abgeschrägten Ende des Rahmens liegenden Stiche auftrennt.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Auftrennen der Stiche vorgesehene Werkzeug (168) so ausgebildet ist, daß der Fersensitz des . Schuhes über dem hinter dem abgeschrägten Rahmenende liegenden Teil in der erforderlichen Weise abgeschrägt wird.
    ,
  8. 8. Maschine nach Anspruch 6, dadurch . gekennzeichnet, daß ein Anschlag (13) vorgesehen ist, welcher den Abstand der Stelle, an welcher der Rahmen abgeschnitten wird, von dem Fersenende des Schuhes bestimmt.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmenabschärfmesser (130) und das Einstechnahtmesser (168) in einem Winkel zueinander angeordnet sind, und daß ihre Bewegungsbahnen sich schneiden, indem das eine der Messer in der Längsrichtung der Schneidkante des anderen Messers bewegt wird.
  10. 10. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Messerplatte. (30) quer zum Schuh bewegt werden kann, derart, daß sie eine Stellung in der Furche zwischen Rahmen und Oberleder einnimmt und mit dem Messer zum Abschärfen des Rahmens (130) zusammenwirkt.
  11. 11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerplatte (30) mit einem Bewegungsgetriebe (62, 61, 60, 58, 56, C1) ausgerüstet ist, welches sie veranlaßt, die Rahmenfurche aufzufinden und in sie einzutreten, indem sie zuerst aufwärts bewegt wird, bis zum Eintreffen an die Unterfläche des Rahmens und dann einwärts geht, um in die Furche einzutreten. .
  12. 12. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerplatte (30) im Winkel einstellbar ist, um die durch das Rahmenabschneidmesser hervorgebrachte
    Abschärfung zu ver-
    ändern.
  13. 13. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Beschneiden des Rahmens Messer (130, 130) besitzt, die von zwei Köpfen getragen werden, von denen einer an je einer Seite der Maschine liegt, und welche mit einer Bewegungsvorrichtung (104, 108, 110, Cr>) ausgerüstet sind, die die Köpfe auseinander bewegt, so daß das Fersenende des Werkstücktisches eingestellt werden kann, und eine zweite Bewegungsvorrichtung (118) besitzen, welche die Köpfe nach dem Einbringen des Werk-Stückes einwärts bewegt und die Messer gleichzeitig in die Schneidlage gegenüber den Rahmenenden bringt.
  14. 14. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung einen Treiber (92), ein Mundstück (96), welches unter gewöhnlichen ■ Umständen aus der wirksamen Lage zurückgezogen ist, um die Wirkung des Abschärfmessers (130) zu gestatten, eine Tackszuführvorrichtung (208) und eine Antriebsvorrichtung (214, 216, 218, 220, C1) umfaßt, welche derart wirkt, daß das Mundstück in die wirksame Lage über den abgeschnittenen Rahmenenden gelangt, λνεηη ein Tack eingetrieben werden soll. ·
  15. 15- Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Abschärfen des Rahmens in der Längsrichtung beweglich ist und mit einer Vorrichtung (250) zusammenwirkt, welche letztere das freie Ende des Rahmens vor der Abschneidvorrichtung erfaßt
    und es in richtige Stellung für die Wirkung der Abschneidvorrichtung bringt.
  16. 16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (250) zum Erfassen des Rahmenendes quer zum Schuh und relativ zur Abschneidvorrichtung beweglich ist.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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