DE2400239B2 - Falschdrallvorrichtung - Google Patents
FalschdrallvorrichtungInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G1/00—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
- D02G1/02—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
- D02G1/04—Devices for imparting false twist
- D02G1/08—Rollers or other friction causing elements
- D02G1/082—Rollers or other friction causing elements with the periphery of at least one disc
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs angegebenen
Gattung.
Vorrichtungen mit Reibscheiben zum Friktionsfalschdrallen von synthetischen Fäden für das Kräuseln
derselben sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Beispielsweise ist eine solche Vorrichtung
bekannt, welche drei im Abstand voneinander angeordnete zueinander im wesentlichen parallele, drehbar
gelagerte Spindeln aufweist, von denen jede mit mindestens einer Reibscheibe versehen ist. Die Reibscheibe
bzw. Reibscheiben jeder Spindel überlappen die Reibscheiben der beiden anderen Spindeln. Sämtliche
Spindeln sind dabei in derselben Richtung angetrieben und so angeordnet, daß sie in der Draufsicht die
Eckpunkte eines etwa gleichseitigen Dreiecks bilden. Der falschzudrallende Faden läuft in zickzackförmiger
Bahn zwischen den einander überlappenden Reibscheiben hindurch (DT-OS 22 13 147).
Auch wurde bereits vorgeschlagen, die Reibscheiben für derartige Vorrichtungen an der Kontaktfläche mit
dem Faden aus mindestens zwei Werkstoffen mit einem höheren Reibungskoeffizienten zur Falschdrallerteilung SS
bzw. einem niedrigeren Reibungskoeffizienten zur Fadenführung an der Scheibe herzustellen (DT-OS
23 06 853).
Dabei erfolgt die Falschdrallerteilung lediglich auf einem Teil der gesamten Breite der Kontaktfläche, so
daß auch bei konvex gewölbter Kontaktfläche, welche besonders günstig ist, der falschdrallerteilende Bereich
derselben an alien Stellen etwa mit derselben Umfangsgeschwindigkeit
umläuft. Es ist nicht nur eine einwandfreie, gleichbleibend gute und zuverlässige Falschdrallerteilung
gewährleistet, sondern auch die Gefahr von Fadenbriichen beträchtlich vermindert.
Besonders günstig ist es, wenn der Werkstoff mit höherem Reibungskoeffizienten an der Stelle der
Kontaktfläche mit der größten Umfangsgeschwindigkeit angeordnet ist. Auch kann der Werkstoff mit
höherem Reibungskoeffizienten an der Kontaktfläche beiderseits vom Werkstoff mit niedrigerem Reibungskoeffizienten
eingeschlossen sein. Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Kontaktfläche eine im Querschnitt
s-'.T.rr.ctrischc, vorzugsweise konvexe oder zylindrische
Gestalt aufweist.
Bei einer Falschdrallvorrichtung, in welcher der falschzudrallende Faden zwischen mindestens drei sich
gegenseitig überlappenden Reibscheiben hindurchläuft, deren zueinander wesentlichen parallelen Drehachsen
in der Draufsicht die Eckpunkte eines etwa gleichseitigen Dreiecks bilden, soll die symmetrische, konvexe
Kontaktfläche der Reibscheiben im Querschnitt möglichst so gewölbt sein, daß der Faden etwa entlang einer
Schraubenlinie durch die Vorrichtung läuft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen zur Falschdrallerteilung weiter
Zu vci ucisci 11, ii'iiucsuiiuci c bei wciicici Steigerung
der Produktionsgeschwindigkeit. also der Spindel- und Reiuscheihpndrehzahlen. eine einwandfreie, gleichbleibend
gute und zuverlässige Falschdrallerteilung zu gewährleisten und die Gefahr von Fadenbrüchen
herabzusetzen.
Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs angegebenen Merkmale gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung konnte eine Drehzahlerhöhung von 45% erzielt werden, ohne
daß Fadenbrüche oder Qualitätsunterschiede festgestellt wurden.
Nachstehend sind Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung
beispielsweise beschrieben. Darin zeigen schematisch:
Fig. 1 eine teilweise längsgeschnittene Seitenansicht
einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine teilweise längsgeschnittene Seitenansicht
einer Reibscheibe der Vorrichtung nach Fig. 1 in größerem Maßstab,
F i g. 3 die Draufsicht auf die Ausführungsform gemäß Fig. 1,
F i g. 4 und 5 jeweils eine Seitenansicht einer zweiten bzw. dritten Ausführungsform, wobei lediglich die
Reibscheiben in dem einander über'appenden Bereich wiedergegeben sind.
Die Falschdrallvorrichtung gemäß Fig. 1 weist eine Grundplatte 1 auf, welche drei Spindeln 2 trägt. Diese
sind parallel zueinander angeordnet und bilden in der Draufsicht die Eckpunkte eines gleichseitigen Dreiecks,
wie aus F i g. 3 zu ersehen ist. Jede Spindel 2 ist mit einer eingekapselten Lagerung 3 versehen, welche mittels
einer Mutter 4 an der Grundplatte 1 befestigt ist. An dem in F i g. 1 unteren Ende ist ferner jede Spindel 2 mit
einem außen verzahnten Rad 5 versehen. Alle drei Räder 5 sind von einem gemeinsamen, innen verzahnten
Riemen 6 umschlungen. Die Spindeln 2 laufen im Betrieb daher alle in derselben Drehrichtung um.
Auf jeder Spindel 2 ist ein Satz von drei Reibscheiben 7 mit jeweils einer Nabe und einem Ringflansch an
einem Ende der Nabe angebracht. Die Reibscheiben 7 jedes Satzes sind nebeneinander auf einer gemeinsamen
Zentrierhülse 8 befestigt. Die Zentrierhülse 8 ist zusammen mit mindestens einem Distanzring 9 auf die
zugehörige Spindel 2 gesteckt und damit über eine Ringscheibe 10 und eine Schraube 11 verdrehungsfest
verbunden. Auf der der Ringscheibe 10 und der Schraube 11 abgewandten Seite stützt sich die
Zentrierhülse 8 an einem Widerlagerring 12 ab, welcher an der Spindel 2 vorgesehen ist.
Die untereinander identischen Reibscheibensätze sind auf der jeweils zugehörigen Spindel 2 mit
unterschiedlicher Axiallage der Reibscheiben 7 angeordnet. Dies gewährleisten the Distanzringe 9. Auf
der in F i g. 1 linken Spindel 2 ist über dem Reibscheibensatz ein solcher Distanzring 9 vorgesehen,
desgleichen auf der rechten Spindel 2, bei welcher jedoch der Reibscheibensatz umgekehrt, d. h. auf dem
Kopf stehend, angeordnet ist. Auf der mittleren Spindel 2 sind zwei Distanzringe 9 vorgesehen, nämlich ein
höherer unterhalb und ein flacherer oberhalb des Reibscheiberisatzes, welcher selbst so angeordnet ist,
wie derjenige der linken Spindel 2.
Die Reibscheiben 7 überlappen sich also gegenseitig und laufen im Betrieb in derselben Richtung um,
beispielsweise in Richtung der Pfeile *3 in F i g. 3. Der in Richtung des Pfeiles 14, d. h. von oben nach unten durch
die Vorrichtung laufende Faden 15 wird also mit einem Z Draü versehen. Er läuft in zick zack-förmiger Bahn an
den Reibscheiben 7 vorbei, an diesen anliegend, um die Vorrichtung durch einen feststehenden, rohrförmigen
Ballonbrecher 16 hindurch zu verlassen. Der Ballonbrecher
16 durchsetzt die Grundplatte 1 und ist daran in der Mitte des erwähnten, gleichseitigen Spindeldreiccks
befestigt.
Der Faden 15 wird an jeder Reibscheibe 7 gedruckt, und zwar an eine Kontaktfläche 17 derselben, vm darauf
abzurollen. Der Faden 15 bildet mit der Ebene der Reibscheibe 7 einen Winkel a. Durch die vor allem vom
Abzugszweck abhängige Fadenspannung T wird der Faden 15 mit einer in Fig. 2 nicht dargestellten,
senkrecht zur Zeichnungsebene dieser Figur gerichteten Kraft gegen die Kontaktfläche 17 der Scheibe 7
gedrückt, so daß sich die tangential zur Kontaktfläche 17 gerichtete Kraft Ft ergibt. Diese kann in zwei
Komponenten zerlegt werden, und zwar in eine Kraft Fd senkrecht zur Längsachse des Fadens 15 und in eine
Krafi Fa in Richtung dieser Längsachse. Die Krpft Fd
wirkt drallgebend auf den Faden 15 ein, d. h. verdreht den Faden 15 um seine Längsachse. Die Kraft FA zieht
den Faden 15 in Richtung des Pfeiles 14 an der jeweiligen Reibscheibe 7 vorbei, d. h. unterstützt die
Wirkung der Abzugswerkwalzen.
Die Koniaktfläche 17 ist in Bereiche unterschiedlichen
Reibungskoeffizientens unterteilt, welche jeweils in Richtung der Scheibenbreite B aneinander anschließen
und sich über den gesamten Scheibenumfang erstrecken. Dazu ist in die Scheibe 7 aus Material mit
niedrigerem Reibungskoeffizienten eine Ringnut 18 eingearbeitet, in welcher ein Ring 19 aus Werkstoff mit
höherem Reibungskoeffizienten vorgesehen ist. Der vom Ring 19 ausgebildete Bereich höheren Reibungskoeffizientens
der Komaktfiäche 17 dient zur Falschdrallerteilung,
die beiden benachbarten Bereiche niedrigeren Reibungskoeffizientens zur Fadenführung. Im Bereich
mit höherem Reibungskoeffizienten ist die Umfangsgeschwindigkeit der Kontaktfläche 17 etwa dieselbe, so
daß eine exakte Falschdrallerteilung gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß weiser, die Reibscheiben 7 bei der Vorrichtung gemäß F i g. 1 unterschiedliche Reibungskoeffizienten
zur Falschdrallerteilung auf, und zwar steigen die Reibungskoeffizienten der Ringe 19 von der
Fadeneinlauischeibe T zur Fadenauslaufscheibe 7".
Dabei sind sämtliche noun Reibscheiben 7 mit
demselben gegenseitigen Abstand A angeordnet, und weisen sie denselben Außendurchmesser U sowie
dieselbe Breite Sauf.
Die Ausführufigsforrr. gemäß F i g. 4 unterscheidet
sich lediglich dadurch von derjenigen nach Fig. 1, daß alle Ringe 19' gegenüber dem jeweils falschzudrallenden
Faden 15 denselben Reibungskoeffizienten zur Falschdrallerteilung aufweisen, die Scheiben 7 dafür jedoch
eine unterschiedliche Breite B, welche von der Fadeneinlaufscheibe T zur Fadenauslaufscheibe 7" hin
steigt. Gemäß Fig.4 können dabei die drei ersten, die
drei mittleren und die drei letzten Reibscheiben 7 jeweils dieselbe Breite B aufweisen, d. h. die drei
Reibscheibensätze der drei Spindeln 2 identisch sein.
Die Ausfiihrungsform gemäß Fig.5 unterscheidet
sich nur dadurch von derjenigen nach Fig. 1, daß sämtliche Ringe 19 denselben Reibungskoeffizienten
gegenüber dem Faden 15 vermitteln, wogegen die Reibscheiben 7 mit unterschiedlichen gegenseitigen
Abständen A angeordnet sind, und zwar vergrößern sich die Abstände A von der Fadeneinlaufscheibe T zur
Fadenauslaufscheibe 7" hin. Dabei kann die Anordnung wiederum so getroffen sein, daß die drei Reibscheibensätze
der drei Spindeln 2 identisch sind.
Die bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1, 4 und 5
getroffenen Maßnahmen können auch miteinander kombiniert werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Falschdrallen von Fäden mittels Reibscheiben, für das Kräuseln synthetischer Fäden, wobei der falschzudrallende Faden an mehrerer! in Fadendurchlaufrichtung aufeinanderfolgenden Reibscheiben anliegt und vorbeiläuft, welche insbe sondere auf drei zueinander im wesentlichen parallelen, drehbar gelagerten, in der Draufsicht an «o den Eckpunkten eines etwa gleichseitigen Dreiecks liegenden Spindeln einander derart überlappend vorgesehen sind, daß der falschzudrallende Faden in zickzackförmiger Bahn zwischen den Reibscheiben hindurchläuft, und bei welchen jeweils die Kontaktfläche mi! dem Faden aus nebeneinanderliegenden, ringförmigen Abschnitten mit einem höheren Reibungskoeffizienten zur Falschdrallerteilung bzw. einem niedrigeren Reibungskoeffizienten zur Fadenführung an der Scheibe besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibscheiben (7) unterschiedliche, von der Fadeneinlauf- zur Fadenauslaufscheibe (T bzw. 7") hin steigende Reibungskoeffizienten zur Falschdrallerteilung und/oder Breiten (B) aufweisen und/oder mit unterschiedlichen, sich von der Fadeneinlauf- zur Fadenauslaufscheibe (7' bzw. 7") hin vergrößernden gegenseitigen Abständen (/ψangeordnet sind.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742400239 DE2400239B2 (de) | 1974-01-04 | 1974-01-04 | Falschdrallvorrichtung |
| CH124874A CH564619A5 (de) | 1973-02-12 | 1974-01-30 | |
| IT7448221A IT1008814B (it) | 1973-02-12 | 1974-02-08 | Dispositivo di falsa torsione |
| GB615974A GB1457944A (en) | 1973-02-12 | 1974-02-11 | False twisting apparatus |
| US441209A US3901011A (en) | 1973-02-12 | 1974-02-11 | False twisting apparatus |
| FR7404673A FR2217446B3 (de) | 1973-02-12 | 1974-02-12 | |
| JP49016333A JPS49134962A (de) | 1973-02-12 | 1974-02-12 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742400239 DE2400239B2 (de) | 1974-01-04 | 1974-01-04 | Falschdrallvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2400239A1 DE2400239A1 (de) | 1975-07-10 |
| DE2400239B2 true DE2400239B2 (de) | 1976-12-02 |
Family
ID=5904109
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742400239 Pending DE2400239B2 (de) | 1973-02-12 | 1974-01-04 | Falschdrallvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2400239B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3447146A1 (de) * | 1984-12-22 | 1986-06-26 | FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt | Reibrotor zum falschdrallen von synthetischen faeden |
-
1974
- 1974-01-04 DE DE19742400239 patent/DE2400239B2/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3447146A1 (de) * | 1984-12-22 | 1986-06-26 | FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt | Reibrotor zum falschdrallen von synthetischen faeden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2400239A1 (de) | 1975-07-10 |
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