DE2414960C2 - Greifer an einer Vorrichtung zum Zuführen von abgelängten Längsdrähten zu einer Gitterschweißmaschine - Google Patents
Greifer an einer Vorrichtung zum Zuführen von abgelängten Längsdrähten zu einer GitterschweißmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Greifer an einer Vorrichtung zum Zuführen von abgelängten Längsdrähten
zu einer Gitterschweißmaschine, wobei durch die (!reifer die Längsdrähte von einem Vorratsstapel trennbar
und längsweise parallel zueinander förderbar sind und jeder Greifer mit an einer Halterung zangenartig aufeinander
zu und voneinander weg schwenkbar angeordneten, an den freien Vorderenden zum Eindringen in den Vorratsstapel zugespitzten, von einer Antriebseinrichtung angetriebenen Greiferarmen verse.
hen ist. ,
Die Fertigung von aus Längs- und Querdrähten bestehenden Drahtgittern, z.B. den sogenannten Baustahlmatten, erfolgt so. daß die Längs- und die Querdrähte an ihren Kreuzungspunkten durch Widerstands
schweißen, Löten, Pressen od. dgl. miteinander verbun den werden. Dabei müssen der die Längs- und die
Querdrähte verbindenden Maschine neben den hier nicht betrachteten Querdrähten die Längsdrähte in der
benötigten Zahl. Lage und im vorgesehenen Abstand voneinander zugeführt werden.
Für die Vereinzelung der benötigten Längsdrähte aus einem Drahl Vorratsstapel und die Überführung
der vorgesehenen Zahl von Drähten im geeigneten Ab stand zu der die Längs- mit den Querdrähten verbindenden
Maschine ist aus der DT-OS 14 52 974 eine Vorrichtung bekannt, bei der heb- und senkbare und in
Längsrichtung verfahrbare, scherenförmige Greifer verwendet werden, die so ausgebildet sind, daß jeder
Greifer einen Längsdraht aus dem Vorratsstapel ergreifen und zur Schweißstation überführen kann.
Für die Fertigung der im großen Umfange im Betonbau benötigten Stahlmatten mit Doppeldrähten, bei den:n
im mittleren Bereich jeweils zwei Längsdrähte dicht nebeneinander verlaufen, während in den äußeren
Bereichen Einzeldrähte vorgesehen sind, wurde bei der bekannten Vorrichtung so gearbeitet, daß der Schweißmaschine
zunächst nur Einzeldrähte zugeführt wurden, worauf in einem weiteren Arbeitsschritt die zweiten
Längsdrähte der Doppeldrähte in die Schweißlage überführt wurden. Dieser zweifache Zuführschritt ist
deshalb erforderlich, weil die Greifer nicht so dicht nebeneinander angeordnet werden können, daß auch
dicht benachbarte Drähte ergriffen und transportiert weiden können. Dieser zweite, zusatzliche Arbeitsschritt senkt die Fertigungsgeschwindigkeit solcher
Gitter mit Doppeldrähtcn im Vergleich zu Drahtgittern, die ausschließlich aus Einzeldrähten bestehen, wesentlich,
weil die Zufuhr und das Verbinden der Querdrähte mit den Längsdrähten erst nach jeweils zwei
Greif- und Zuführspielen von Längsdrähten erfolgen kann
Von dort her liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Greifer der eingangs erwähnten Gattung zu
schaffen, die das gleichzeitige Ergreifen und Transportieren auch von zwei dicht nebeneinander angeordneten
Drähten ermöglichen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der zwischen zwei äußeren Greiferarmen im
auseinandergeschwenkten Zustand gebildeten Greiferöffnung ein mittlerer, an seiner Vorderseite zum Eindringen
in den Draht-Vorratsstapel zugespitzter Greiferarm so angeordnet ist, daß zwischen dem mittleren
Greiferarm und den beiden äußeren Greiferarmen jeweils getrennte, zum Ergreifen je eines Längsdrahts geeignete
Greiferöffnungen bildbar sind.
Der erfindungsgemäße Greifer stellt also einen Doppelgreifer dar, mit dem gleichzeitig zwei benachbarte
Drähte im Vorratsstapel ergriffen und der Schweißmaschine zugeführt werden können. Damit entfällt die
Notwendigkeit eines zweiten Zuführscnritts für die Längsdrähte, so daß Drahtgitter mit Doppeldrähtcn
mit gleicher Geschwindigkeit wie ausschließlich aus Einzeldrähten bestehende Drahtgitter hergestellt werden
können.
In Ausgestaltung der Erfindung ist bei einem Greifer
mit als doppelarmige Hebel ausgebildeten äußeren Greiferarmen, an deren inneren Hebelenden der Antrieb für die Greiferbewegung erfolgt, vorgesehen, daß
die äußeren Greiferarme in ihrem minieren Bereich *«
mit Abstand voneinander versc'jwenkbar am mittleren Greiferarm angelenkt sind, der seinerseits zwischen
den Anlenkpunkten der äußeren Greiferarme begrenzt verschwenkbar an der Halterung des Greifen gelagert
ist.
Dadurch können die Greiferarme seitlich Ausweichbewegungen durchführen, wenn ihr Vorderende beim
Aufsetzen des Greifers auf den Draht-Vor.-atsstapel auf
einen Draht luftrifft. Der Greiferarm weicht in diesem Fall zur Seite aus und dringt in den Stapel ein, so daß
gewährleistet ist, daß bei jedem Greiferhub die benötigte Zahl von Drähten ergriffen wird.
Wenn mit der gleichen Gitterschweißmaschine so wohl Drahtgitter mit Einzel-Längsdrähten als auch solche
mit Doppeldrähten hergestellt werden sollen, emp- fiehlt es sich, in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
vorzusehen, daß wenigstens einer der äußeren Greiferarme am mittleren Greiferarm in eine zweite Anlenkstellung
umsetzbar ist, in der er den mittleren Greiferarm überdeckt.
Dadurch wird eine Greiföffnung nur noch zwischen den beiden äußeren Greiferarmen gebildet, so daß der
Doppelgreifer also durch einfaches Verändern der Anlenkslellung eines der Greiferarme in einen Einzelgreifer
umstellbar ist. Der Ausbau des Doppelgreifers und der anschließende Einbau eines Einzelgreifers bei Umstellung
der Produktion von Gittern mit Doppeldrähten auf Einzel-Drahtgitter sind also nicht erforderlich.
Um dieses Umsetzen in zwei Anlenkstellungen zu ermöglichen, können die Greiferarme beispielsweise mit
zwei, an den entsprechenden Anlenkpunkten angeordneten Lage-bohrungen versehen sein, in welche der die
Greiferarme verschwenkbar mit dem mittleren Greiferarm verbindende Lagerbolzen wahlweise einsetzbar
ist. Eine andere Möglichkeit, bei welcher nur eine Lagerbohrung in den Greiferannen vorgesehen sein
muß, besteht in der Verwendung von exzentrischen, durch Verdrehung umsetzbaren Lagerbolzen.
Die Greiferbetätigung erfolgt nach einem weiteren Merkmal im Rahmen der Erfindung über an den inneren
Enden der äußeren Greiferarme angelenkte Gestängehebel, deren anderes Ende an der Antriebseinrichtung
angelenkt ist. Der erfindungsgemäße Greifer stellt somit ein mehrgliedriges Gelenkgetriebe dar.
Die Antriebseinrichtung für die Greiferbetätigung kann als druckmittclbetätigtc Kolben-Zylindereinheit
ausgebildet sein, wobei die Verwendung einer pneumatischen Kolben-Zylindereinheit besonders vorteilhaft
ist.
Alternativ können jedoch auch elektrisch betätigte 5S
Hubmagneteinheiten verwendet werJen.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Baustahl- fio
matte mit doppelten Längsdrähten,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht der Anordnung einer Gruppe von Greifern oberhalb des Draht-Vorratssiapcls,
F i g. 3 eine vergrößerte Ansicht eines erfindungsgemäßen Doppel-Greifers mit im Schnitt dargestellter
pneumatischer Antriebseinheit und
F i g. 4 eine der F i g. 3 entsprechende Ansicht, wobei der Greifer jedoch auf Einzelgreiifunktion umgestellt
ist.
Die in F i g. I dargestellte Baustahlmatte 10 ist aus parallelen Längsdrähten 12 und rechtwinklig hierzu mit
Abstand voneinander angeordneten Querdrähten 14 hergestellt, wobei die Verbindung der Längs- und
Querdrähte an den Kreuzungspunkten des Drahtgitters durch Schweißung, vorzugsweise elektrische Widerstandsschweißung erfolgt ist- Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß die Matte 10 in ihrem mittleren Bereich
aus jeweils zwei dicht nebeneinander verlaufenden Drähten 12 aufgebaut ist, während die beiden äußersten Längsdrähte 12 als Einzeldrähte ausgeführt sind.
In der Praxis wird die Matte 10 dann mit der nächstfolgenden gleichartigen Matte 10 so überdeckt, daß jeweils die äußersten Längsdrähte zweier benachbarter
Matten 10 dicht nebeneinander liegen, so daß eine gleichmäßige statische Festigkeit auch von größeren
Betonkonstruktionen in Richtung der Längsdrähte 12 sichergestellt wird. Wenn die Matten 10 mit größerer,
gegenseitiger Überdeckung eingesetzt werden sollen, kann auch der nächste und gegebenenfalls auch ein
weiterer Längsdraht 12 als Einzeldraht ausgeführt sein.
F i g. 2 zeigt die räumliche Anordnung von Greifern über einem Vorratsstapel 16 von Längsdrähten, wobei
von den dargestellten sechs Greifern die jeweils äußersten als bekannte Einzel-Greifer 18 dargestellt sind,
während die vier restlichen Greifer 20 als Doppelgreifer ausgebildet sind.
Die in F i g. 2 auf der linken Seite dargestellten Greifer 18 und 20 sind in der auf den Vorratsstapel 16 abgesenkten
und in den Vorratsstapei 16 eindringenden Stellung gezeigt, während die in der rechten Hälfte der
F i g. 2 vorgesehenen Greifer 18 und 20 in angehobener Stellung mit erfaßten Längsdrähten 12 gezeigt sind. Die
erfaßten Längsdrähtc 12 werden dann nach vorn, d. h. aus der Zeichnungsebene heraus, zur Gitterschweißmaschine
transportiert.
Der Aufbau eines Doppclgreifers 20 ist in F i g. 3 genauer gezeigt. Die Halterung 22 des Greifers 20 ist mit
der zur Greiferbetätigung dienenden pneumatischen Kolben-Zylindercinheit 24 zu einer Baueinheit verbunden.
Die Kolbenstange 26 des Kolbens 28 der Kolben-Zylindereinheit wirkt über zwei Gestängehebel 30 auf
die oberen oder inneren Enden von äußeren Greiferarmen 32 ein, die in ihrem mittleren Bereich an einem
zwischen ihnen liegenden, mittleren Greiferarm 36 schwenkbar angelenkt sind. Der Greiferarm 36 ist mittig
zwischen den Anlenkpunkten 34 begrenzt schwenkbar an der Halterung 22 im Anlenkpunkt 38 angelenkt.
An den dem Vorratsstapel 16 zugewandten vorderen oder äußeren Enden sind die Greiferarme 32 und 36 in
der gezeigten Weise zugespitzt, wodurch das Eindringen der Greiferarmenden in den Vorratsstapel 16 erleichtert
wird.
Wenn der über dem Kolben 28 befindliche Druckraum der Kolben-Zylindereinheit 24 mit Druckluft beaufschlagt
wird, schiebt sich die Kolbenstange 26 aus der Einheit heraus und verschwenkt über die Gcstängehebel
30 die äußeren Greiferarme 32 derail, daß die obersten, innerhalb der zwischen den Greiferarmen 32
und dem Greiferarm 36 gebildeten Greiferöffnungen 40 liegenden Längsdrähtc 12 festgehalten werden. In
dieser Greifstellung können die Längsdrähte 12 dann zur Gitterschweißmaschine gefördert werden.
Die schwenkbare Verbindung der Greiferarme 32 und 36 miteinander sowie die Anlenkung des Greiferarms
36 an der Halterung 22 und die Verbindung der
Gestängehebel 30 mit dem Greiferarm 32 und dem äußeren Ende der Kolbenstange 26 erfolgt durch Bolzen,
welche geeignet angebrachte Lagerbohrungen in den zu verbindenden Bauteilen durchsetzen.
In F i g. 4 ist der Doppelgreifer 20 auf Einzelgreiferbetrieb
umgestellt. Hierzu weisen die Greiferarme 32 neben der den Anlenkpunkt 34 bestimmenden Bohrung
jeweils eine zusätzliche, weiter außen liegende Lagerbohrung 42 auf. Wenn die Anlenkung eines der äußeren
Greiferarme 32 am mittleren Greiferarm 36 durch diese zweite Lagerbohrung 42 erfolgt, nimmt dieser Greiferarm
32 die in F i g. 4 gezeigte Stellung ein, in welcher er über dem mittleren Greiferarm 36 steht. Damii
wird eine Greiferöffnung 40 nur noch zwischen der Vorderenden der beiden äußeren Greiferarme 32 gebildet,
so daß der Greifer 20 als Einzelgreifer wirkt. Ent gegen der Darstellung in F i g. 2 müssen also keine ge
sonderten Einzelgreifer 18 vorgesehen werden, wenr Matten oder Drahtgitter mit Einzeldrähten hergestell
werden sollen. Vielmehr kann die Zuführvorrichtung ausschließlich mit Doppelgreifern 20 ausgerüstet wer
ίο den, die auf die jeweils benötigte Doppel- oder Einzel
greiffunktion eingestellt werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
2
Claims (8)
1. Greifer an einer Vorrichtung zum Zuführen von abgelängten Längsdrähten zu einer Gitterschweißmaschine, wobei durch die Greifer die
Längsdrähte von einem Vorratsstapel trennbar und längsweise parallel zueinander förderbar sind und
jeder Greifer mit an einer Halterung zangenartig aufeinander zu und voneinander weg schwenkbar
angeordneten, an den freien Vorderenden zum Eindringen in den Vorratsstapel zugespitzten, von
einer Antriebseinrichtung angetriebenen Greiferar men versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in der zwischen zwei äußeren Greiferar- men (32) im auseinandergeschwenkten Zustand ge
bildeten Greiferöffnung ein mittlerer, an seiner Vorderseite zum Eindringen in den Draht-Vorratsstapel
(16) zugespitzter Greiferarm (36) so angeordnet ist, daß zwischen dem mittleren Greiferarm (36) und
den beiden äußeren Greiferarmen (32) jeweils getrennte, zum Ergreifen je eines Längsdrahts (12) geeignete
Greiferöffnungen (40) bildbar sind.
2. Greifer nach Anspruch 1 mit als doppelarmige Hebel ausgebildeten äußeren Greiferarmen, an deren
inneren Hebelenden der Antrieb für die Greiferbewegung erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Greiferarme (32) in ihrem minieren Bereich mit Abstand voneinander verschwenkbar
am mittleren Greiferarm (36) angelenkt sind, der seinerseits zwischen den Anlenkpunkten (34) der
äußeren Greiferarme (32) begrenzt verschwenkbar an der Halterung (22) des Greifers (20) gelagert ist.
3. Greifer nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der äußeren Greiferarme
(32) am mittleren Greiferarm (36) in eine zweite Anlenkstellung umsetzbar ist, in der er den
mittleren Greiferarm (36) überdeckt.
4. Greifer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greiferbetätigung über an den inneren Enden der äußeren Greiferarme (32)
angelenkte Gestängehebel (30) erfolgt, deren anderes Ende an der Antriebseinrichtung angelenkt ist.
5. Greifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung für die
Greiferbetätigung als druckmittelbetätigte Kolben-Zylindereinheit ausgebildet ist.
6. Greifer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung eine pneumatische
Kolben-Zylindereinheit (24) ist.
7. Greifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung eine elektrisch
betätigte Hubmagneteinheit ist.
8. Greifer nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung
mit der Halterung (22) des Greifers (20) eine Baueinheit bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414960 DE2414960C2 (de) | 1974-03-28 | Greifer an einer Vorrichtung zum Zuführen von abgelängten Längsdrähten zu einer Gitterschweißmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414960 DE2414960C2 (de) | 1974-03-28 | Greifer an einer Vorrichtung zum Zuführen von abgelängten Längsdrähten zu einer Gitterschweißmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2414960B1 DE2414960B1 (de) | 1975-07-17 |
| DE2414960C2 true DE2414960C2 (de) | 1976-02-26 |
Family
ID=
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