DE2415540C2 - Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, mit einem Tantalanodenanschlußdraht versehenen Tantalkörpers für elektrische Kondensatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, mit einem Tantalanodenanschlußdraht versehenen Tantalkörpers für elektrische KondensatorenInfo
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- H01G9/00—Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
- H01G9/004—Details
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Nfcch einem bekannten Verfahren dieser Art (CH-PS
3 71329) wird Tantalpulver mit einem eingelegten Tantalanodenanschlußdraht durch einen Preßvorgang
zu einem Tantalkörper mit fest eingebettetem Tantalanodenanschlußdraht geformt. Nach einem Vorsinterprozeß wird bei dem so gebildeten Sinterkörper der
eingebettete Tantalanodenanschlußdraht innerhalb des Körpers durch ein Zonenschmelzverfahren in einen
dauerhaften elektrischen Kontakt mit dem gepreßten Tantalpulver gebracht. Es ist jedoch auch möglich, die
Eintritts- und/oder Austrittssteüe des Anodenanschlußdrahtes mit dem Körper zu verschweißen. Beim Pressen
dieser Körper entsteht jedoch um die Einpreßstelle des Anodenanschlußdrahtes ein Bezirk, in dem die Verdichtung von der des übrigen Körperbereichs verschieden
ist. Üblicherweise wird der Festkörperelektrolyt dergestalt erzeugt, daß der gesinterte Körper mit einer
Lösung imprägniert wird, die durch Zersetzung den Festelektrolyten bildet. Dabei bilden sich im Bereich der
mangelhaft verdichteten Stelle um die Drahteinpreßstelle unerwünschte, insbesondere für die nachfolgenden Verarbeitungsschritte nachteilige, schwammartige
Ausblühungen aus Festelektrolyt. Weitere Nachteile des Drahteinpressens sind mögliche mechanische Beschädigungen der Drahtoberfläche und mögliches Ansintern
von Ventilmetallpulverteilchen an der Drahtoberfläche. Beides begünstigt ein Hochkriechen von Imprägnierlösung, was zur unerwünschten Ansammlung von
Festelektrolyt an dieser Stelle führt. Das kann Kurzschlüsse und erhöhten Reststrom zur Folge haben.
Im übrigen erfordert das innerhalb des Körpers durchzuführende Zonenschmelzen einen hohen verfahrenstechnischen Aufwand und beseitigt ebenso wie das
Verschweißen des Tantalanodenanschlußdrahtes an den Eintritts- und/oder Austrittsstellen nicht die aus dem
Preßvorgang erwachsenden Schwierigkeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so
weiterzubilden, daß die aufgezeigten Mängel beseitigt werden und insbesondere eine mangelhafte Verdichtung
des Körpers im Bereich des Tantalanodenanschlußdrahtes vermieden wird und daß der eigentliche
Anodenanschlußdraht, z. B. ein Nickeldraht näher als bisher zum gesinterten Tantalkörper hin angeschweißt
werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale de*.
Anspruchs 1.
Durch die Herstellung des Körpers vor dem Anbringen des Tantalanodenanschlußdrahtes kann der
Körner somit über sein Volumen ohne Rücksichtnahme auf den Anschlußdraht gleichmäßig verdichtet und
vorgesintert werden. Der danach handhabbare Körper kann somit nachfolgend ohne besonderen technischen
Aufwand mit dem Anschlußdraht verschweißt werden. Weiterhin kann eine Rißbildung im Bereich des wie
bisher üblich eingepreßten Anodenanschlußdrantes beim Sinterprozeß nicht auftreten. Da nunmehr keine
Ausblühungen und damit keine Kurzschlüsse im Bereich der Verbindungsstelle des Tantalanodenanschlußdrahin tes und des Tantalkörpers auftreten, kann weiterhin der
Tantalanodenanschlußdraht kürzer gehalten werden.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind nachfolgend anhand der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele beschrieben.
Fig. 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Sinterkörper von der Seite.
erfindungsgemäßen Verfahren geschieht beispielsweise wie folgt:
Zunächst wird Tantalpulver mit einer Korngröße von z. B. 4— !0 μηι in bekannter Weise mit einem Preßhilfsniittel, z. B. Stearinsäure oder/und Benzoesäure innig
gemischt und mittels einer Stempelpresse, vorzugsweise in einem Mehrfachwerkzeug, zu einem Körper der
benötigten Form und Größe verpreßt. Hierauf wird der Körper vorgesintert. Dieser Vorsinterprozeß dient
dazu, einen Körper zu erhalten, dessen mechanische
jo Festigkeit das Anschweißen eines Anodenanschlußdrahtes aus Tantal möglich macht. Der Schweißvorgang
wird vorzugsweise durch einen Stromstoß mittels Kondensatorentladung vorgenommen. Besonderer
Vorteil dieses Verfahrens ist, daß der Schweißvorgang
si sowohl in Normal- als auch in Schutzgasatmosphäre
durchgeführt werden kann. Da es bei dem Vorsinterprozeß nicht auf äußerste Reinheit des vorgesinterten
Körpers ankommt, kann dieser bei relativ hohen Drücken bzw. in inerter Atmosphäre im Vakuum
"•ο vorgenommen werden, so daß der Vorsinterprozeß
relativ schnell durchgeführt werden kann. Es hat sich herausgestellt, daß die Vorsinterung zweckmäßig bei
einer Temperatur von 1500—2000° C und einer Zeit von ca. 10—30 Minuten durchgeführt werden kann. Der
■>"> nach dem Anschweißen des Tantalanodenschlußdrahtes
folgende Fertigsinterprozeß erfolgt in bekannter Weise.
hergestellter Tantalkörper bezeichnet. An diesem ist ein Tantalanodenanschlußdraht 2 an einer Schweißstelle 3
""'" angeschweißt. Dieser ist als Doppelwinkel vorgeformt,
wobei der abstehende Schenkel 4 zum Transport für nachfolgende Verfahrensprozesse dient. Diese sind
unter anderem Tauchen in eine Graphitemulsion, eine Silberaufschlämmung, Zuführen zu einer Schweißvor-
i1· richtung zum Anschweißen des Tantalanodenanschlußdrahtes
5 und Zi einer Lötvorrichtung zum Anlöten eines Kathodenanschlusses 6 und gegebenenfalls in ein
Tauchbad mit Umhüllungsmasse zur Umhüllung des Kondensators.
i(> Schließlich wird der abstehende Schenkel 4 gegebenenfalls
vor dem Anbringen des Kathodenanschlusses 6 durch einen geeigneten Trennvorgang, z. B. in an sich
bekannter Weise durch Abscheren vorteilhaft an der mit 7 bezxichncten. auf dem waagerechten Teil des
'"> Tanialanodenanschlußdrahtcs 2 befindlichen Trennstelle
abgetrennt. Falls der eigentliche Anodenanschlußdraht 5 nach dem Abtrennen des Schenkels angeschweißt
wird, kann der Trennvorgang auch durch
Sägen oder Schleifen erfolgen, was bei den bisherigen
Kontaktierungsverfahren nicht möglich ist Vorzugsweise bietet diese Anordnung die Möglichkeit, den
Anschweiß- und Abtrennvorgang in geeigneter Weise zu kombinieren.
Vorteilhaft kann der Tantalanodenanschlußdraht 2 im Bereich der Trennstelle 7 mit einer Sollbruchstelle, z. B.
einer Kerbe versehen sein. Die Festigkeit derselben ist dann zweckmäßig so gewählt, daß die Trennstelle 7 alle
Verfahrerischritte aushält, aber bei Anwendung größe- ι ο
rer Biegebeanspruchung der Schenkel 4 an der Trennstelle 7 abbricht.
Wie anhand der F i g. 1 und 2 ersichtlich, kann die Schweißstelle S in einem relativ weiten Bereich
zwischen der Außenkante 9 und der Trennstelle 7 verändert werden und trotzdem ein genügender
Abstand derselben von der Trennstelle 7 vorhanden sein.
Um die Festigkeit des Tantalanodenanschlußdrahtes
Um die Festigkeit des Tantalanodenanschlußdrahtes
2 am Körper i zu erhöhen, kann gemäß F i g. 3 und 4 der Körper 1 im Bereich der Anschweißstelle beim Pressen
mit einer Kerbe 10 verseilen sein, in die der Tantalanodenanschlußdraht 2 eingesetzt und anschließend
mit dem vorgesinterten Körper 1 verschweißt wird. Hierdurch wird vor allem eine hohe Biegefestigkeit
in Richtung der Tangentialebene der Schweißstelle
3 erreicht
Von besonderem Vorteil ist bei dieser Kontaktierung,
daß keine nach oben ragenden Trennkanten vorhanden sind, so daß bei Umhüllung durch Tauchen in eine
Tauchmasse oberhalb der Schweißstelle 8 ein besserer und dichterer Abschluß durch Umhüllung erreicht wird.
Insgesamt gestaltet sich der Umhüllungsprozeß problemloser.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, mit einem Tantalanodenanschlußdraht versehenen Tantalkörpers für elektrische Kondensatoren, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußdraht zwischen dem Vor- und dem Fertigsintern an
der Oberfläche des Körpers angeschweißt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß beim Pressen eine Kerbe zum
Einsetzen des Anschlußdrahtes eingeformt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742415540 DE2415540C2 (de) | 1974-03-30 | 1974-03-30 | Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, mit einem Tantalanodenanschlußdraht versehenen Tantalkörpers für elektrische Kondensatoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742415540 DE2415540C2 (de) | 1974-03-30 | 1974-03-30 | Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, mit einem Tantalanodenanschlußdraht versehenen Tantalkörpers für elektrische Kondensatoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2415540A1 DE2415540A1 (de) | 1975-10-16 |
| DE2415540C2 true DE2415540C2 (de) | 1984-04-19 |
Family
ID=5911717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742415540 Expired DE2415540C2 (de) | 1974-03-30 | 1974-03-30 | Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, mit einem Tantalanodenanschlußdraht versehenen Tantalkörpers für elektrische Kondensatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2415540C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS592316A (ja) * | 1982-06-28 | 1984-01-07 | 日本電気株式会社 | 電解コンデンサ用多孔質体の製造方法 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1100201B (de) * | 1958-07-15 | 1961-02-23 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Verwendung des an sich bekannten Zonenschmelzverfahrens zur Herstellung eines technischen Stoffschlusses |
-
1974
- 1974-03-30 DE DE19742415540 patent/DE2415540C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2415540A1 (de) | 1975-10-16 |
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