DE2415760C2 - Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine - Google Patents
Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer AufzugskabineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine mit
mindestens einem in der Aufzugskabine mitfahrenden Transportwagen, der mittels einer, an einem Mitnehmer
des Transportwagens angreifenden, unter dem Boden der Aufzugskabine in Führungen umgelenkten und
angetriebenen knicksteifen Rollenkette auf einem Stockwerk aus der Aufzugskabine herausschiebbar bzw.
in die Aufzugskabine hineinziehbar ist.
In Waren-, Kranken- oder Lagerhäusern werden für die Förderung von Paletten, Containern, Betten usw.
Aufzüge mit Einrichtungen verwendet, die das Be- und Entladen der Aufzugskabine selbsttätig besorgen. Man
benötigt dadurch kein Bedienungspersonal und erzielt kürzere Transportzeiten.
Es isi eine automatische Be- und Entladeeinrichtung bekinnt (DE-OS 19 05 406), bei der ein Mitnehmerwagen
von einer knicksteifen Rollenkette bewegt wird. Der Antrieb und die Aufwickeleinrichtung für die
Rollenkette sind unter dem Boden der Aufzugskabine angeordnet. Der Mitnehmerwagen weist oben eine
Greifvorrichtung auf, um beispielsweise Transportwagen oder fahrbare Betten zu ergreifen. Diese Be- und
Entladeeinrichtung besitzt den Vorteil, daß sie dank der knicksteifen Rollenkette mit theoretisch beliebig weit
aus der Aufzugskabine herausschiebbarem Mitnehmerwagen gestaltet werden kann. Die Nachteile dieser
Einrichtung bestehen insbesondere darin, daß der Mitnehmerwagen die Aufzugskabine nur in einer
Richtung verlassen kann und für die Aufnahme von Paletten nicht geeignet ist. Er kann nur selbstfahrende
Gegenstände befördern, für die besondere Mittel zur seitlichen Führung vorgesehen sind.
Eine andere bekannte Einrichtung (DE-OS 21 21 356) zur automatischen Be- und Entladung eines Aufzuges,
weist zwei mechanisch getrennte, in der Aufzugskabine mitfahrende Transportwagen auf, die von je einem
eingebauten Hydraulikmotor angetrieben sind. Die Hydraulikmotoren sind über flexible Druckmittelleitungen
mit einem unter dem Kabinenboden angeordneten Pumpenaggregat verbunden. Die Transportwagen sind
außerdem, zwecks Anhebung von Paletten, mit je einer hydraulischen Hubvorrichtung ausgestattet, die ebenfalls
über die flexiblen Druckmittelleitungen mit dem Pumpenaggregat verbunden sind. Zur Führung der
Transportwagen sind im Kabinen- und Stockwerkboden Nuten vorgesehen. Diese Be- und Entladungseinrichtung
besitzt den Vorteil, daß mit Hubvorrichtungen ausgestattete Transportwagen in zwei einander gegenüberliegenden
Richtungen aus der Aufzugskabine ausfahrbar sind. Nachteile sind im aufwendigen Antrieb
der Transportwagen zu sehen, wobei der Gleichlauf der beiden Wagen zu besonderen Schwierigkeiten führen
kann.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, zwecks Behebung vorstehender Nachteile
eine Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine mit Transportwagen zu schaffen,
bei der der Transportwagen in zwei einander gegenüberliegenden Richtungen mittels knicksteifer Rollenketten
aus der Aufzugskabine herausiahrbar und gleichzeitig zur Aufnahme von auf den Stockwerkböden
abgestellten Paletten oder anderem unterfahrbaren Fördergut geeignet ist.
Diese Aufgabe wird mit der in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestenen insbesondere darin, daß die Transportwagen keinen
eigenen Antrieb benötigen, sondern mittels der knicksteifen Rollenkette in zwei einander gegenüberliegenden
Richtungen aus der Aufzugskabine ausschiebbar sind, wobei bei Einrichtungen mit mehr als einem
Transportwagen der Gleichlauf der Transportwagen gewährleistet ist, da die Kettenräder für den Antrieb der
Rollenketten fest auf gemeinsamen Wellen sitzen.
In Zeichnungen ist ein Ausführungiheispiel der
Erfindung dargestellt, das im folgenden näher erläutert wird. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschi.itt einer Einrichtung zur
automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine an einer Umschlagstelle gemäß der Linie A-A der
Fig. 2,
F i g. 2 einen Grundriß der Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine an einer
Umschlagstelle,
F i g. 3 ein Detail eines Transportwagens der Einrichtung nach F i g. 1 in größerem Maßstab,
Fig.4 einen Teilquerschnitt des Transportwagens gemäß der Linie ß-Sder F i g. 3,
F i g. 5 ein Detail eines Kettenrades der Einrichtung
nach F i g. 1 in größerem Maßstab, und
F i g. 6 einen Teilquerschnitt des Kettenrades gemäß der Linie C-Cder F i g. 5.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 ein Aufzugsschacht bezeichnet, in dem an einem Förderseil 2 eine
Aufzugskabine 3 aufgehängt ist. An zwei einander gegenüberliegenden Seiten sind im Aufzugsschacht 1
auf einem Stockwerkboden 4 Schachtöffnungen 1.1, 1.2 vorgesehen, die mittels automatischen Schiebetüren 5,6
verschließbar sind. Im Stockwerkboden 4 und im Kabinenboden 3.1 sind parallel zueinander vier
Laufschienen 7 eingelegt, wobei auf je zwei Laufschienen 7 der Aufzugskabine 3 ein Transportwagen 8
fahrbar angeordnet ist. An jedem Ende der in der Aufzugskabine 3 verlegten Laufschienen 7 ist eine
Brücke 9 angelenkt. Während der Fahrt der Aufzugskabine 3 befinden sich die Brücken 9 in senkrechter
Stellung. Bei einem Halt der Aufzugskabine 3 auf einem Stockwerk und nach dem öffnen der automatischen
Schiebetüren 5 bzw. 6 werden beim Herausfahren der Transportwagen 8 die Brücken 9 mittels einer nicht
weiter dargestellten Einrichtung in eine waagrechte Stellung heruntergeklappt, so daß die Türführung 5.1
bzw. 6.1, der Spalt zwischen Aufzugskabine 3 und Aufzugsschacht 1 sowie eine durch eventuell ungenaues
Anhalten der Aufzugskabine 3 entstehende Niveaudifferenz überbrückt sind und ein gesichertes Herausfahren
der Transportwagen 8 gewährleistet ist.
Der Transportwagen 8 weist ein Fahrgestell 10 auf, in dem vier Laufrollen 11 drehbar gelagert sind. Die sich
an einer Längsseite des Transportwagens 8 befindlichen Laufrollen 11 sind mit Spurkränzen 11.1 versehen, die in
beidseits längs der Laufschienen 7 verlaufende Vertiefungen hineinragen und die seitliche Führung der
Transportwagen 8 gewährleisten. Zur Lastaufnahme ist ein u-fcrmiger Träger 12 vorgesehen, der auf zwei
Hebekissen 13 ruht die ihrerseits auf dem Fahrgestell 10 abgestützt sind. Der Träger 12 ist mittels Schlitzen 12.1
geführt die sich in seinen U-SchenkeJn befinden und in die an den Längsseiten des Fahrgestelles 10 angebrachte
Bolzen 10.1 eingreifen (Fig.4). Die zwei Hebekissen 13 sind über eine gemeinsame flexible Druckmittelleitung
mit einer, in der Zeichnung nicht weiter dargestellten, unter dem Kabinenboden 3.1 angeordneten
pneumatischen Verdrängereinheit verbunden. Dabei wird die flexible Druckmittelleitung bei Bewegung
des Transportwagens 8, mittels einer ebenfalls nicht dargestellten, unter dem Kabinenboden 3.1 angeordneten
Schlauchtrommel ab- bzw. aufgewickelt In der Mitte des Transportwagens 8 ist ein Mitnehmer 14
befestigt an dem die beiden Endglieder 15.1,15.2 einer, der Verschiebung des Transportwagens 8 dienenden
knicksteifen Rollenkette 15 üblicher Bauart eingeklinkt sind. Solche knicksteifen Rollenketten sind nur in einer
Richtung umlenkbar.
Für die Verschiebung der in diesem Ausführungsbeispiel angenommenen zwei Transportwagen 8 sind zwei
knicksteife Rollenketten 15 vorgesehen, die von je zwei gleich großen Kettenrädern 16,17 angetrieben sind. Die
beiden Kettenräder 16 sind auf einer Welle 18 befestigt, die an der Tragkonstruktion 3.11 des Kabinenbodens 3.1
drehbar gelagert ist. Die beiden Kettenräder 17 sind auf einer Antriebswelle 19 befestigt, die ebenfalls an der
Tragkonstruktion 3.11 drehbar gelagert ist und über ein Getriebe 20 von einem Motor 21 angetrieben wird. Die
Übertragung des Drehmomentes von der Antriebswelle 19 auf die Welle 18 erfolgt mittels einer Kette 22, die von
einem auf der Antriebswelle 19 befestigten Kettenrad 23 angetrieben wird und ein auf der Welle 18 befestigtes,
gleich großes Kettenrad 24 antreibt. Die Kette 22 wird außerdem über ein Kettenspannrad 25 geführt, das an
der Tragkonstruktion 3.11 verschiebbar gelagert ist.
Die knicksteife Rollenkette 15 gleitet in einer mit der Tragkonstruktion 3.11 fest verbundenen Kettenführung
26 vom Kettenrad 16 zum Kettenrad 17 und umgekehrt und wird dabei zweimal umgelenkt. An den Kettenrädern
16, 17 sind, konzentrisch zum Drehpunkt derselben, drehbar gelagerte Führungen 27 vorgesehen,
die in der Beschreibung der F i g. 5 und 6 näher erläutert werden.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, besitzt der Mitnehmer 14 einen u-förmigen Querschnitt und ist mit
dem Fahrgestell 10 des Transportwagens 8 fest verschraubt. In den beiden U-Schenkeln des Mitnehmers
14 befinden sich je zwei, nach unten konisch erweiterte offene Schlitze 14.1,14.2. An den Innenseiten
der U-Schenkel sind zwischen den beiden Schlitzen 14.1, 14.2 rechteckige Anschläge 14.3 angebracht. Die
Endglieder 15.1 bzw. 15.2 der in den Mitnehmer 14 einklinkbaren offenen ■ knicksteifen Rollenkette 15
bestehen aus zwei Laschen 15.3 die durch einen Rollenbolzen 15.4 verbunden sind. Mittels eines
Rollenbolzens 15.5 sind die Endglieder 15.1 bzw. 15.2 an das jeweils benachbarte Kettenglied angelenkt, das
seinerseits ebenfalls mittels eines Rollenbolzens 15.5 am nächsten Kettenglied angelenkt ist. Die weitere
Verbindung mit den übrigen Kettengliedern sowie die Verbindung der übrigen Kettenglieder untereinander
geschieht mittels Rollenbolzen 15.6 (Fig. 5 und 6). Die
Rollenbolzen 15.4 und 15.5 sind mit Eindrehungen 15.41 bzw. 15.51 versehen deren Zweck in der Beschreibung
der Fig. 6 näher erläutert wird. Die Rollenbolzen 15.4
der Endglieder 15.1 und 15.2 weisen außerdem an ihren
Enden zylindrische Ansätze 15.42 auf, die in die Schlitze 14.1 bzw. 14.2 des Mitnehmers 14 einklinkbar sind.
Damit die Endglieder 15.1, 15.2 bei horizontaler Lage nicht aus den Schlitzen 14.1, 14.2 ausklinken können,
ruhen sie vermittels Vorsprüngen 15.31 auf den Anschlägen 14.3.
Gemäß den F i g. 5 und 6 besteht die Führung 27 aus einem einen bestimmten Sektor des Kettenrades 16
überdeckenden u-förmigen Bügel 27.1, der mit zwei konzentrisch zur Welle 18 drehbar auf der Nabe 16.1
des Kettenrades 16 gelagerten Lagerflanschen 27.2 verschraubt ist. An der parallel zu den Rollenbolzen 15.6
verlaufenden Innenseite des Bügels 27.1 ist ein Segment
29 befestigt, das eine Nut 29.1 aufweist in die ein Reibeinsatz 28 aus elastischem Material eingesetzt ist.
Die Abmessungen des Reibeinsatzes 28 sind so gewählt, daß er auf die Rollenbolzen 15.6 der knicksteifen
Rollenkette 15 einen Druck ausübt. Bei Drehung des Kettenrades 16 im Uhrzeigersinn wird daher die
Führung 27 auf Grund der Reibung zwischen den Rollenbolzen 15.6 und dem Reibeinsatz 28 mitgenommen
bis sie die in der F i g. 5 eingezeichnete, durch einen an der Tragkonstruktion 3.11 angebrachten Anschlag
3.12 fixierte Stellung erreicht. Im weiteren Verlaufe der Drehung des Kettenrades 16, bzw. der Verschiebung der
Rollenkette 15 verhindert die Führung 27, daß die der Schubkraft der Rollenkette 15 entgegengesetzte Reaktionskraft
die Rollenkette 15 vom Kettenrad 16 abheben kann. Bei Drehung des Kettenrades 16 im Gegenuhrzeigersinn
wird die Führung 27 von der Rollenkette 15 mitgenommen bis sie an der Kettenführung 26
anschlägt.
Die in den Rollenbolzen 15.4, 15.5 vorgesehenen
Eindrehungen 15.41, 15.51 (Fig. 3 und 4) sind so bemessen, daß der Reibeinsatz 28 die Rollenbolzen 15.4,
15.5 nicht berührt. Dadurch wird das Einführen der Rollenkette 15 zwischen den im Uhrzeigersinn drehenden
Kettenrad 16 und der Führung 27 ermöglicht, ohne daß die Führung 27 mitgenommen wird. Die Mitnahme
erfolgt erst durch den ersten Rollenbolzen 15.6 der Rollenkette 15. wobei gleichzeitig der Mitnehmer 14 des
in die Aufzugskabine 3 eingefahrenen Transpornvagens
8 eine Stellung erreicht hat die zwischen den Kettenrädern 16 und 17 liegt.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Soll ein auf dem Stockwerkboden 4 vor der
Schiebetür 5 stehendes Fördergut (z. B. Palette, Container. Bett usw.) in ein anderes Stockwerk
befördert werden, so wird über den entsprechenden Druckknopf das Zielstockwerk in die hier nicht
dargestellte Aufzugssteuerung eingegeben. Sobald die Aufzugskabine 3 auf dem Stockwerkboden 4 angekommen
ist, öffnen die automatischen Schiebetüren 5 und ücr Motor 21 treibt über das Getriebe 20 die
Antriebswelle 19 und die beiden Kettenräder 17. Mittels der Kette 22 wird über das Kettenrad 23, das
Kettenspannrad 25 und das Kettenrad 24 das Drehmoment auf die Welle 18 übertragen. Da die Kettenräder
23, 24 gleich groß sind, haben die auf der Welle 18 sitzenden Kettenräder 16 die gleiche Drehzahl und den
gleichen Drehsinn wie die Kettenräder 17. Die über die Kettenräder 16,17 laufenden knicksteifen Rollenketten
15, die an den Mitnehmern 14 der Transportwagen 8 eingeklinkt sind, schieben daher beide auf den
Laufschienen 7 fahrenden Transportwagen 8 im Gleichlauf aus der Aufzugskabine 3 heraus. Um das
einwandfreie Herausfahren der Transportwagen 8 zu ' sichern werden dabei, wie bereits in der Beschreibung
der Fig. 1 und 2 erläutert, die Brücken 9 in eine horizontale Stellung geklappt. Beim Überfahren der
Kettenräder 16 werden die Endglieder 15.1 der Rollenkette 15 aus den Mitnehmern 14 ausgeklinkt, in
1(1 dem die zylindrischen Ansätze 15.42 der Rollenbolzen
15.4 aus den nach unten konisch erweiterten offenen Schlitzen 14.1 der Mitnehmer 14 gleiten.
Ein unter dem Kabinenboden 3.1 angebrachtes nicht weiter dargestelltes und erläutertes Steuergerät be-
|!> stimmt die zu fahrende Weglänge, regelt den Bremsvorgang
und bringt den Transportwagen 8 in der Endstellung zum Stillstand. Die Rollenketten !5 sind
dabei nur noch mit den Kettenrädern 17 im Eingriff. Es sei nun angenommen, daß die Endstellung der
Transportwagen 8 identisch ist mit der Stellung des auf dem Stockwerkboden 4 abgestellten Fördergutes. Nach
dem Anhalten der Transportwagen 8 beginnt die unter dem Kabinenboden angeordnete, nicht dargestellte
Verdrängereinheit zu arbeiten, so daß durch die von den -> Transportwagen 8 mitgeschleppten und von der
Schlauchtrommel abgewickelten Druckmittelleitungen das pneumatische Druckmittel in die Hebekissen 13
strömt, wodurch die Träger 12 und damit das Fördergut angehoben werden. Nach dem die Palette eine
bestimmte, durch den Anschlag 10.1 begrenzte Höhe erreicht hat werden die Transportwagen 8 mit dem vom
Boden abgehobenen Fördergut in die Aufzugskabine 3 zurückgezogen. Beim Überfahren der Kettenräder 16
werden die Endglieder 15.1 der Rollenkette 15 wieder in den Mitnehmer 14 eingeklinkt. Haben die Transportwagen
8 die Ausgangsstellung in der Aufzugskabine 3 erreicht, so werden sie durch am Steuergerät angeordnete
Kontakte gestoppt. Nachdem die Brücken 9 durch die Transportwagen 8 wieder in eine senkrechte
Stellung gebracht wurden, schließen die Schiebetüren 5 und die Aufzugskabine 3 fährt in Richtung des
Zielstockwerkes ab.
Der Entladevorgang erfolgt auf die gleiche Art wie der Beladevorgang mit dem Unterschied, daß der
während der Fahrt zum Zielstockwerk aufrechterhaltene Druck in den Hebekissen 13 bei Erreichen der
vorbestimmten Fördergut-Position wieder abgesenkt wird. Nach dem Abstellen des Fördergutes fahren die
Transportwagen 8 mit abgesenkten Trägern 12 in die Aufzugskabine 3 zurück, worauf die Schiebetüren
schließen und der Aufzug für den nächsten Arbeitsgang bereit ist.
Man kann die Kettenräder !6; 17. Hie I .aufschienen 7
in der Aufzugskabine 3 und die Kettenführungen 26 quer zur Fahrtrichtung verschiebbar anordnen. Damit
erreicht man eine Anpassung des Transportwagenabstandes an bauseitige Verhältnisse und variables
Fördergut
Für die pneumatische Verdrängereinheit kann als Medium Luft oder ein anderes geeignetes Gas benutzt
werden. Auch kann an Stelle der pneumatischen Verdrängereinheit eine hydraulische Einrichtung verwendet
werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine mit mindestens
einem in der Aufzugskabine mitfahrenden Transportwagen, der mittels einer, an einem Mitnehmer
des Transportwagens angreifenden, unter dem Boden der Aufzugskabine in Führungen umgelenkten
und angetriebenen knicksteifen Rollenkette auf einem Stockwerk aus der Aufzugskabine heraus- ο
schiebbar bzw. in die Aufzugskabine hineinziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei in
Ausgangsstellung in der Aufzugskabine (3) stehenden Transportwagen (8) beide einander zugekehrten
Endglieder (15.1, 15.2) der knicksteifen Rollenkette iS
(15) in dem, dem Kabinenboden (3.1) zugekehrten am Transportwagen (8) befestigten Mitrehmer (14)
eingeklinkt sind und die knnksteife Rollenkette (i5)
über zwei synchron drehende Kettenräder (16, 17) antreibbar ist, welche in Bewegungsrichtung des !O
Transportwagens (8) hintereinander, beidseitig des Mitnehmers (14) des in der Ausgangsstellung
stehenden Transportwagens (8) im Kabinenboden (3.1) drehbar gelagert sind, wobei beim Ausfahren
des Transportwagens (8) in der einen oder anderen Fahrtrichtung das jeweils vornliegende Endglied
(15.1 bzw. 15.2) beim Passieren des entsprechenden Kettenrades (16 bzw. 17) aus dem Mitnehmer (14)
ausklinkbar und beim Wiedereinfahren einklinkbar ist und das jeweils andere Endglied (15.1 bzw. 15.2) in
verklinkter Stellung die Antriebskraft auf den Transportwagen (8) überträgt, und daß zum Heben
des auf dem Stockwerkboden (4) abgestellten Fördergutes, zwei, zwischen einem Träger (12) und
dem Fahrgestell (10) des Transportwagens (8) J5 angeordnete, von einer unter dem Kabinenboden
(3.1) befestigten pneumatischen Verdrängereinheit über flexible Druckmittelleitungen aufpumpbare
Hebekissen (13) vorhanden sind.
2. Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (14) einen die Endglieder (15.1, 15.2) der knicksteifen
Rollenkette (15) aufnehmenden u-förmigen Querschnitt hat, wobei an den Rollenbolzen (15.4) der
Endglieder (15.1, 15.2) zylindrische Ansätze (15.42) vorhanden sind, die in an den U-Schenkeln des
Mitnehmers (14) vorhandenen, konisch verlaufenden offenen Schlitzen (14.1, 14.2) einklinkbar bzw.
ausklinkbar sind.
3. Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Kettenrad (16,17) eine aus einem, an zwei Lagerflanschen (27.2)
befestigten u-förmigen Bügel (27.1) bestehende, einen bestimmten Sektor des Kettenrades (16 bzw.
17) überdeckende Führung (27) vorhanden ist, die konzentrisch zur Welle (18 bzw. 19) des Kettenrades
(16 bzw. 17) drehbar auf der Nabe (16.1) des Kettenrades (16 bzw. 17) gelagert ist, wobei an der
parallel zu den Rollenbolzen (15.4, 15.5, 15.6) der knicksteifen Rollenkette (15) verlaufenden Innenseite
des Bügels (27.1) ein Segment (29) befestigt ist, das eine Nut (29.1) aufweist, in die ein auf die
Rollenbolzen(15.6)einen Druck ausübender Reibeinsatz (28) eingesetzt ist, wodurch bei Drehung des
Kettenrades (16 bzw. 17) die Führung (27) zwischen zwei Anschlägen mitnehmbar ist.
4. Einrichtung zur automatischen Be- und Entladung einer Aufzugskabine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei, von zwei synchron laufenden knicksteifen Rollenketten (15)
angetriebene Transportwagen (8) vorgesehen sind, wobei zum Antrieb der knicksteifen Rollenketten
(15) je zwei auf je einer gemeinsamen Welle (18,19) sitzende Kettenräder (16,17) vorhanden sind.
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