DE2419331C3 - Wärmehärtendes PolymerisatpulverÜberzugspräparat zur Herstellung von dünnen Filmen - Google Patents
Wärmehärtendes PolymerisatpulverÜberzugspräparat zur Herstellung von dünnen FilmenInfo
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Description
Die Überzugsindustrie muß ihre Ansichten aufgrund ökologischer Probleme in Verbindung mit der Verwendung
der üblichen Überzugspräparate auf Lösungsmittelbasis gründlich ändern. In der Vergangenheit
waren die üblichsten Überzüge Präparate pigmentierter oder unpigmentierter Träger, die zur leichteren Aufbringung
mit Lösungsmitteln verdünnt waren. Nach Aufbringung auf die Oberfläche wurde das Lösungsmittel
abdampfen gelassen, und zwar oft an die Atmosphäre, und hinterließ einen trockenen, einheitlichen
Überzug. Mit der Zeil führte die Entwicklung zu Organosolen, Plastisolen, Emulsionen, Dispersionen,
100%igen reaktionsfähigen Feststoffüberzügcn, wassergetragenen Überzügen, wobei sich in den beiden
letzten Jahrzehnten wesentliche Anstrengungen auf die Herstellung und Aufbringung von Pulverüberzügen
rich'ete, oeren I lauptanstoß durch die Erfindung der Wirbelbettechnologie gegeben wurde. Die anfänglichen
Anstrengungen auf dem Gebiet der Pulverüberzüge erfolgten durch Eintauchen eines vorerhitzten -is
Gegenstandes in ein Bett der Pulverteilchen, die gewöhnlich eine Größe von 50- 150 Micron hatten und
durch einen Gasstrom verwirbelt wurden. Beim Einiauchen in das Wirbelbett haften die Pulverteilchen
auf der Oberfläche des Gegenstandes und laufen auf dieser zusammen, wodurch sich ein einheitlicher
Überzug, gewöhnlich mit einer Dicke von mehr als 0,125 mm und oft bis zu 2,5 mm bildet. Die für das
Wirbelbettüberzugsverfahren erforderlichen, relativ großen Teilchen schließen die Bildung dünner Überzüge
von 0,0050 bis 0,050 - 0,075 mm Dicke aus, die oft wünschenswert sind. Es wurden viele Versuche
zur Aufbringung solch dünner Überzüge unternommen, wobei sich die neuesten Anstrengungen auf das
elektrostatische Sprühüberziehen von Teilchen auf den fto zu überziehenden, geerdeten Gegenstand und das
anschließende Erhitzen zum Schmelzen der Teilchen und /ur Bildung eines einheitlichen Überzuges richteten.
Dieses Verfahren hat aufgrund vieler Vorteile eine weile Verwendung gefunden und bringt z. B. ver-
<\s besserte Filmeigenschaften, die Abwesenheit flüchtiger
Lösungsmittel, die Eliminierung von Wasserverschmutzungsproblemen, die Eliminierung eines Vorerhitzens
das Substrates, eine praktisch 100%ige Ausnutzung
des Materials, verringerte Kapitalausgaben und die Leichtigkeit von Umstellungen mit sich.
Zu den vielen Pulverüberzügen, die eine weite Verwendung gefunden hatten, gehören die Epoxypolymerisate.
Diese Materialien haben jedoch bekanntlich schlechte Witterungseigenschaften im Freien und
mangelnde Eigenschaften in saurer Umgebung. Daher ist die Erzielung neuer Pulverüberzugspräparate ohne
diese Nachteile von Interesse.
Aus der BE-PS 6 97 935 und der FR-PS 15 91567
sind Überzüge auf der Basis von Vinylchlorid und Glycidylverbindungen bekannt. Bei beiden Überzügen
müssen jedoch Weichmacher vorhanden sein. Die Verwendung von Weichmachern ist jedoch mit erheblichen
Nachteilen verbunden, da solche Pulverüberzugszusammensetzungen zum Blockieren und Zusammenbrechen
neigen. Dies führt in der Anwendung zu erheblichen Schwierigkeiten, da die Klumpenbildung
einer feinen und gleichmäßigen Anwendung entgegenstehen und zudem die Ausrüstung verstopfen
können. Es ist für die Pulverüberzugstechnologie äußerst wichtig, daß eine feine und gleichmäßige sowie
frei fließende Pulverzusammensetzung zur Verfügung steht, die frei von Klumpen ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein wärmehärtendes Polymerisatpulver-Überzugspräparat auf Basis von
Vinylchlorid, Glycidylverbindungen und einem Vernetzungsmittel zur Herstellung von dünnen Filmen,
welches dadurch gekennzeichnet ist, daß praktisch alle Teilchen eine Grö(3e zwischen 1 - 75 Micron haben
und das Präparat eine Mischung aus (A) einem Polymerisat aus 50 - 95 Gew.-% Vinylchlorid, 0-40 Gew.-"/,,
Vinylacetat und 1 -25 Gew.-% einer Glycidylacrylylverbindung und (B) einem Vernetzungsmittel für die
Glycidylgruppe umfa(3t.
Eine einheitliche Mischungauseinem odermehreren Polymerisaten von Vinylchlorid, Vinylacetat und
einer Glycidylacrylylverbindung in Mischung mit einem Vernetzungsmittel, wie eine Polycarbonsäure
oder ein Polyol, wird nun in ein Pulverüberzugspräparat umgewandelt, das zur Aufbringung eines Pulverüberzugs
auf ein Substrat verwendet und zu einem einheitlichen, wärmegehärteten Film ausgehärtet
werden kann. Die Präparate enthalten vorzugsweise ein Stannosalz, wie Stannocarboxylat, als Katalysator,
um eine verbesserte Aushärtung und einen besser gefertigten Überzug zu ergeben.
Die Bezeichnung »Glycidylacrylylverbindung« bezieht sich auf Glycidylacrylat und Glycidylmethacrylat.
Bevorzugte Polymerisate derobigen Definition haben eine Glasübergangstemperatur von etwa 40"C oder
mehr. Die Pulverüberzugspräparate haben ebenfalls eine solche Glasübergangstemperatur und besitzen, wie
festgestellt wurde, eine gute Beständigkeit bei Zimmertemperatur; sie agglomerieren nicht, bilden keine
Brücken und blockieren bei der Lagerung nicht. Die bevorzugten Polymerisate haben ein durchschnittliches
zahlenmäßiges Molekulargewicht von etwa 5 000 - 25 000.
Im Pulverüberzugspräparat wird ein Vernetzungsmittel für die Oxirangruppe der Glycidylacrylylverbindung
mitverwendet. Dieses kann eine Carbonsäure, eine Polycarbonsäure, Polyol, Hydroxycarbonsäure,
Amin oder Hydroxy-amin sein. Diese als Vernetzungsmittel
geeignelen Verbindungen sind bekannt und umfassen /.. B. u. a. Benzoesäure, Laurinsäurc, Adipinsäure,
Bernsteinsäure. Glutarsäure, Pimelinsäure.
Azelainsäure, Sebacinsäure, Brassylinsäure, Pentaerythrit, Trimethylolpropan. Trimethyloläthan,
Äthylenglykol, Polyäthylenglykoi, 1,6-Hexandiol, Hydroxybenzoesäure,
Hexamethylendiamin, Hydroxyanilin, ω-llydroxydecansäure usw.
Das Vernetzungsmittel ist im Pulverüberzugspräparat gewöhnlich in einer Konzentration von 0,1 - 1 MoI-Aquivalent
der reaktionsfähigen Gruppe pro Mol-Äquivalent Oxirangruppe im Polymerisatmolekül, vorzugsweise
0,2-0,6 Mol-Äquivalent, anwesend.
Obgleich die Anwesenheit eines Katalysators nicht unbedingt notwendig ist, wo kein optimaler, wärmegehärteter
Filmüberzug bei hoher Geschwindigkeit hergestellt werden soll, hat sich die Verwendung eines
Katalysators zur Erzielung wärmegehärteter Filme mit verbesserten Eigenschaften bei wesentlich höherer
Geschwindigkeit als zweckmäßig erwiesen. Die bevorzugten Katalysatoren sind die Stannoacylatverbindungen,
in welchen die Acylatgruppe 2-25 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 8-20 Kohlenstoffatome,
enthält, wie z. B. Stannoacetat, Stannobutyrat, Stannopivalat, Stannooctoat, Stannodecannoat, Stannocaproal,
Stannolaurat, Stannopalmitat, Stannostearat, Stannoarachidat, Stannolignocerat usw.
Auch Uranylsalze und Bortrifluoridätherate sind geeignete
Katalysatoren.
Bei der Herstellung der Mischungen aus Polymerisat, Vernetzungsmittel und Katalysator können auch die
üblicherweise in Überzugspräparaten verwendeten Zusätze mitverwendet werden, deren Mengen und Art
bekannt sind und nicht weiter beschrieben zu werden brauchen. Verwendbar sind Pigmente und Farbstoffe,
wie Titandioxid, Cadmiumrot, Ruß, Eisenoxid, Füllmittel, wie Calciumcarbonat, Bariumsulfat, Holzmehl;
Stabilisatoren, wie Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinnmercaptid, alkylierte Phenole und Bisphenole, Barium-Cadmium-Salze;
Fungizide; Bakterizide, Fließregelungszusätze, wie das 75/25 Polymerisat aus 2-Äthylhexylacrylat und Äthylacrylat. Erfindungsgemäß
können auch Mischungen aus zwei oder mehreren der obigen Polymerisate, Vernetzungsmittel,
Katalysatoren oder Zusätze in den Pulverüberzugspräparaten verwendet werden.
Polymerisat, Vernetzungsmittel, Katalysator und Zusätze können nach bekannten Verfahren, wie Lösur.gsmischen,
Schmelzmischen bei Temperaturen unterhalb der Reaktionstemperatur derGlycidylgruppe trockenes
Mischen, Vermählen oder andere geeignete Verfahren oder Kombinationen derselben gemischt werden. Dann
wird die formulierte Mischung in üblicher Weise, z. B. durch cryogenes Vermählen, Sprühtrocknung
einer Lösung derselben, Sprühausfällung, mechanisches Vermählen, Wirbelenergievermahlen/oder
Kombinationen dieser Verfahren in ein feines Pulver umgewandelt. Dem Fachmann sind die zur Herstellung
von Pulvern notwendigen Verfahren und Vorrichtungen vertraut. Das Pulverpräparat enthält praktisch alle
Teilchen in einer Größe zwischen 1 - 75 Micron, vorzugsweise 5-25 Micron. Gewöhnlich enthalten die
Pulver vorzugsweise weniger als 5% Teilchen einer Größe über 75 Micron.
Die erfindungsgemäßen Pulverpräparate können zum Überziehen von Substraten in derselben Weise
wie die derzeit üblichen Pulverüberzugspräparate verwendet werden.
Die crfindungsgemäßen Pulverüberzugspräparate
liefern glatte, einheitliche, wärmegehärtete Filme, die
praktisch frei von Kratern sind. Sie haben die richtige Verflüssigung, die einen angemessenen Fluß während
des Ofenaushärtungszyklus vor der eintretenden Vernetzung erlaubt. Weiterhin haben sie nach der Aushärtung
eine gute Haftung auf dem Substrat. Wie festgestellt wurde, bilden die erfindungsgemäßen
Pulverüberzugspräparate wärmegehärtete dünne Fiime; und in der vorliegenden Anmeldung bedeutet
»dünner Film« einen solchen mit einer Dicke unter 0,125 mm.
ίο Die Pulverüberzüge wurden nach den folgenden
Verfahren ausgewertet:
»blush«-Bewertung (Anlaufen, Trübwerden)
Die überzogenen Platten wurden zu etwa drei Viertel ihrer Länge in ein Wasserbad von etwa 25 C 45 Minuten
eingetaucht, das deionisiertes, kohlendioxidfreies Wasser enthielt. Die Platten wurden herausgenommen,
trockengerieben und ausgewertet. Sie wurden in einem engen Winkel zur Bestimmung einer Veränderung
im Aussehen zwischen den nicht eingetauchten und eingetauchten Abschnitten des Überzuges
untersucht. Die Bewertung erfolgte auf der Basis einer visuellen Fes'stellung der entwickelten Undurchsichtigkeit
oder Milchigkeit.
2S Kreuzmusterhaftung
Bei diesem Test wurden dieselben Wasserbadbedingungen verwendet; die Haftung des getesteten Überzugs
wurde unmittelbar nach Entfernung der überzogenen Platte aus dem Wasserbad festgestellt. Nach
Abtrocknen von überschüssigem Wasser mit einem weichen sauberen Tuch wurde ein Muster mit einem
besonderen Halter durch den Überzug geschnitten, der eine Reihe von 10 einkantigen Rasierklingen in
paralleler Anordnung zueinander mit einem Abstand von etwa 3 mm enthielt. Das Kreuzmuster entstand
durch Einschneiden von zwei Sätzen von Linien senkrecht zueinander. Über das Kreuzmuster wurde ein
Streifen von 2,5 cm breiten besonderen Kontaktklebeband gelegt und zur Eliminierung von Luftblasen und
für eine gute Haftung angepreßt. Dann wurde das Band mit einem schnellen Riß im Winkel von 90° zur
überzogenen Oberfläche abgerissen. Es wurde die relative Menge an entferntem Überzug festgestellt
und das ungefähr prozentuale, auf dem Substrat verbleibende Gebiet des mit Kreuzmuster versehenen
Abschnittes festgehalten. Eine Bewertung von 100 entspricht somit keiner Entfernung des Überzugs, während
ein Wert von 0 eine vollständige Entfernung anzeigt.
Befriedigende Überzüge haben einen Wert von 90-100.
Biegsamkeit beim manuellen Biegen
Hier wurde die überzogene Metallplatte in U-Form über einen zylindrischen Stab von 3 mm Durchmesser
mit dem überzogenen Teil nach außen gebogen. Dann wurde der Überzug bei und nahe der Biegung bei unterschiedlichen
Winkeln mit einem Vergrößerungsglas auf die Anwesenheit von Rissen oder Mikrorissen
untersucht. Die Anwesenheit einer wesentlichen Anzahl solcher Risse zeigt eine einer unzureichenden
Dehnung entsprechende schlechte Biegsamkeit des Überzuges. Die Bewertung erfolgte qualitativ.
In der Ofenaushärtungsstule schmelzen die Pulverig
teilchen auf der Oberfläche, und der Oxiranring reagiert mit dem Vernetzungsmittel bei gleichzeitiger
Erhöhung des l'olymerisatmolekulargewichts. Ein fortgesetztes
Erhitzen bewirkt eine zusätzliche und weitere
Umsetzung, wodurch man endgültig einen wärmegehärteten Polymerisatfilmüberzug erhalten kann.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken.
100 Teile eines 80/10/10 Vinylchlorid/Vinylacetat/
Glycidylmethacrylat-Terpolymerisates mit einem
durchschnittlichen zahlenmäßigen Molekulargewicht von 7400, 0,15 Teile eines 75/25 2-Äthylhexylacrylat/
Äthylacrylat-Mischpolymerisates als Fließkontrollzusatz und 5 Teile der in der folgenden Tabelle genannten
Polycarbonsäure wurden bei 150 C etwa 10 Minuten zu Präparaten schmelzgemischt. Die homogenen
Präparate wurden abgekühlt und zwecks leich- ι?
terem Mahlen unter Verwendung einer geringen Menge Trockeneis im Mahlwerk in einer Mikropulverisierungsvorrichtung
vermählen. So erhielt man Pulver feiner Teilchengröße, die durch ein Sieb mit Öffnungen
von 54 Micron hindurchgingen. Die Pulver wurden elektrostatisch auf Chrom-Chromoxid oberflächenbehandeltes
Stahldosengrundmaterial unter Verwendung einer Ransburg-Spritzpistole bei 90 kV (-) und
18,1 kg Luftdruck aufgesprüht. Die Pulverüberzüge wurden 5, 10, 15 und 20 Minuten bei 200 C ausgehärtet;
das Ai maß an Vernetzung oder Aushärtung wurde bestimmt, indem man eine mit Acei >n gesättigte
Gaze über die Filmoberfläche rieb. Die zum Durchdringen durch den Film auf das Substrat notwendige
Anzahl von Reibungen (eine Reibung ist '.in vollständiger
Zyklus von Rück- und Vorwärtsbewegung) ist in der Tabelle angegeben, wobei höhere Werte bevorzugt
werden und ein größeres Maß an Vernetzung
anzeigen. Mitaufgefühn wird ein Vergleiche ersuch
ohne Vernetzungsmittel.
Aushärlungb/eil; min bei 200 (
5 10 15 20
5 10 15 20
Acetonreibungen
| 1. Polycarbon | 17 | Be | 22 | 35 | 2 | 37 |
| säure | <5 | 25 | 25 | 25 | ||
| Adipinsäure | <5 | 60 | >100s | >100s | ||
| Sebacinsäure | <5 | 50 | 80 | >100s | ||
| Fumarsäure | <5 | <5 | <5 | 8 | ||
| Isphthalsäure | i s ρ i e 1 | |||||
| 2. keine Zusälze | ||||||
Fs wurde eine Reihe von Präparaten hergestellt, die 100 Teile des in Beispiel 1 verwendeten Terpolymerisates,
0.2 Teile desselben Fließkontrollzusatzes. 0,2 Teile Stannostearal und 5 Teile des in Tabelle 2
genannten Polyols enthielten. Jedes Präparat wurde zu einem Pulverüberzug umgewandelt, elektrostatisch
auf zinnfreien Stahl aufgesprüht, für die angegebene Dauer im Ofen bei 200 C ausgehärtet und nach den
in Beispiel I beschriebenen Verfahren ausgewertet.
l'olyol Pentaerythrit Trimethyloläthan Tri met hvlol propan
Min/200'C
5
5
Min/200 C
5
5
20
Kreuzmusterhaftung*
Kreuzmusterhaftung*
anfänglich
28,8 kgXcm »reverse impact«
Farbe
Filmdickc; mm
Fluß
| Acetonreibungen | <5 | <5 |
| <5 | 40 | 100s |
| <5 | 100s | 100s |
| 18 | 100s | 100s |
| 100s | manuellen Biegen | |
| Biegsamkeit beim | besteht | besteht |
| versagt | besteht | besteht |
| versagt | besteht | besteht |
| besteht | besteht | besteht |
| besteht | ausgezeichnet | ausgezeichnet |
| ausgezeichnet | ausgezeichnet | ausgezeichnet |
| ausgezeichnet | ganz wenig | ganz wenig |
| ganz wenig | 0,020 - 0.025 | 0.020 - 0,025 |
| 0,025 | gut | gut |
| gut | ||
*) Bestimmt bei tier ersten ausgehärteten Probe, die die Probe mit 100 Acetonabreibunuen bestand,
κ lirwcicht.
400 g eines Vinylchlorid/Vinylacetat/Glycidylmethacrylat-Terpolymerisates,
8 g Adipinsäure, 0,8 g Stannostearat und 0,8 g eines Fließkontrollzusatzes in Form
des 75/25 Mischpolymerisates aus 2-Äthylhexylacrylat
und Äthylacrylat wurden in 2320 g Aceton vor der Sprühtrocknung in einem Waring-Mischer dispergiert.
Die Sprühtrocknung in einem Niro-Trockner und anschließendes Vermählen durch Wirbelenergie lieferten
106 g eines Pulvers mit Teilchen feiner Größe. Die elektrostatischen Abscheidung auf mit Chrom-Chromoxid
behandeltem Stahl und 4 Minuten lange Aushärtung bei 205°C in einem Hotpack-Ofen ergab einen
glatten, glänzenden Überzug von 0,020 mm Dicke mit ausgezeichneter Haftung, guten »blush«-Eigenschaften
und guter Beständigkeit gegen ein Reißen des Films nach dem Keilbiegeschlagtest.
Durch Mischen von 100 Teilen eines 80/10/10 Vinylchlorid/Vinylacetyt/Glycidylmethacrylat-Terpolymerisates
mit einem durchschnittlichen zahlenmäßigen Molekulargewicht von 11 000, 1,5 Teilen Adipinsäure,
0,3 Teilen eines 75/25 2-ÄthyIhexylacrylat/Äthylacrylat-Mischpolymerisates
und 407 Teilen Aceton wurde ein homogenes Präparat hergestellt, dieses wurde nitriert und dann mittels einer üblichen Spritzpistole
in einen fließenden Film einer 90/10 Mischung aus Hexan und Isopropanol in einem geschlossenen Reaktionsgefäß
eingesprüht. Als die eingesprühten Tröpfchen der Acetonlösung die Hexan/Isopropanol-Mischung
berührten, wurden die darin enthaltenen Zusätze bei Berührung mit der Antilösungsmittelmischung
in Form regelmäßig geformter Teilchen einer Größe von 10-20 Micron ausgefällt. Diese wurden
abfiltriert und getrocknet. Das Pulverüberzugspräparat wurde elektrostatisch mittels einer Ransburg-Spritzpistole
bei 90 kV (-) auf zinnfreie Stahlplatten aufgesprüht und die überzogenen Platten 4 Minuten bei
205C ausgehärtet. Der Überzug war glatt, glänzend, zäh und haftend.
Wie in Beispiel 4 wurde eine Mischung hergestellt,
worauf 33 Teile Titandioxid als Pigment einheitlich darin dispergiert wurden. Das Präparat wurde mit
Aceton auf einen Feststoffgehalt von 20% verdünnt und dann in einer Sprühtrocknungsanlage von 2,i m
Durchmesser zu einem Pulver mit feiner Teilchengröße sprühgetrocknet. Dieses wurde in einer Wirbel-S
energiemühle weiter zu unregelmäßig geformten Pulverteilchen vermählen, die zur Bildung guter ausgehärteter
Überzüge leicht und einfach durch elektrostatische Sprühverfahren aufgebracht werden konnten.
Es wurde eine Reihe pigmentierter Pulverüberzugspräparate wie in Beispiel 3 hergestellt, die die in
Tabelle 3 genannten Komponenten enthielten. Die Pulver wurden durch Versprühen einer Lösung mit
10% Feststoffen in Aceton gebildet. Nach der Sprühtrocknung wurden die Pulver zweimal durch eine
Wirbelenergiemühle geleitet und lieferten unregelmäßig geformte Pulverteiichen, die wie in Beispiel 4
elektrostatisch aufgebracht und ausgehärtet werden
konnten. Man erhielt 0,025 mm dicke Überzüge, die glatt, glänzend, einheitlich, von »Nadellöchern« frei,
in Aceton unlöslich und haftend waren.
Versuch
77,6
Polymerisat 1
Polymerisat 2
Adipinsäure
Stannooctoat 0,1
Polymerisat 2
Adipinsäure
Stannooctoat 0,1
Fließkontroiimittel 0,2
Titandioxid 20
Titandioxid 20
Cadmiumrot 2,4
Kobaltblau -
Chromgelb -
Phthalocyaninblau -
80,4
0,1
0,2
0,2
14,2
5,4
40,4
40,5
0,1
0,2
0,2
13,4
5,7
78,6
0,1
0,2
0,2
17,8
3,6
Polymerisat! = 80/10/10 Vinylchlorid/Viny !acetyl/
Glycidylmethacrylat;
Mn = 11000
Polymerisat 2 = 80/10/10 Terpolymerisat;
Polymerisat 2 = 80/10/10 Terpolymerisat;
Mn = 9 500
Es wurde das gleiche Fließkontrollmittel wie in Beispiel 4 verwendet.
Claims (3)
1. Wärmehärtendes Polymerisatpulver-Überzugspräparat
auf Basis von Vinylchlorid, Glycidylverbindungen und einem Vernetzungsmittel zur Herstellung
von dünnen Filmen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß praktisch alle Teilchen
eine Größe zwischen 1 und 75 Micron haben und das Präparat eine Mischung aus (A) einem Polymerisataus
50-95 Gew.-%Vinylchlorid,0-40Gew.-% Vinylacetat und 1 -25 Gew.-% einer Giycidylacrylylverbindung
und (B) einem Vernetzungsmittel für die Glycidylgruppe umfaßt.
2. Präparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasübergangstemperatur von
Komponente (A) mindestens 40 C beträgt.
3. Präparat nach Anspruch 1 bis 2, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Komponente
(A) eine Mischung aus mindestens zwei derartigen Polymerisaten ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US35351573A | 1973-04-23 | 1973-04-23 | |
| US35351573 | 1973-04-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2419331A1 DE2419331A1 (de) | 1974-11-07 |
| DE2419331B2 DE2419331B2 (de) | 1977-07-14 |
| DE2419331C3 true DE2419331C3 (de) | 1978-02-23 |
Family
ID=
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